Congenitale Hypothyreose und Zwergwuchs (CH)

LABOKLIN Leistungs-ID: 9139

Die Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) ist eine Erkrankung, bei der die Schilddrüse nicht genügend Hormone produziert. Diese Hormone steuern zahlreiche Stoffwechselprozesse und sind insbesondere für Wachstum und Entwicklung von großer Bedeutung.
Bei Rottweilern wurde eine genetische Variante im TG-Gen beschrieben, die zu einer erblichen Form der Hypothyreose führt. Betroffene Welpen bleiben im Vergleich zu ihren Wurfgeschwistern kleiner und leichter und zeigen einen disproportionierten Kleinwuchs. Häufig treten zudem Fehlbildungen der Gliedmaßen, eine verkürzte Rute, eine ungewöhnlich dicke Haut, Entwicklungsverzögerungen sowie Schmerzen bei der Bewegung auf.
Das TG-Gen kodiert für das Protein Thyreoglobulin, das für die Bildung der Schilddrüsenhormone T3 und T4 benötigt wird. Ist dieses Gen verändert, können nicht ausreichend Schilddrüsenhormone produziert werden. Eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen kann die Symptome teilweise lindern, sie jedoch meist nicht vollständig verhindern.
Mit dem Gentest lassen sich Hunde identifizieren, die Träger dieser genetischen Variante sind. Dies ermöglicht eine verantwortungsvolle Zuchtplanung und trägt dazu bei, die Geburt betroffener Welpen und die weitere Verbreitung der Variante zu vermeiden.

Methode

Sequenzierung

Rasse

Rottweiler

Erbgang

autosomal-rezessiv

Dauer

1–2 Wochen nach Erhalt der Probe