Ca (Calcium)

LABOKLIN Leistungs-ID: 26


Material

Serum oder Heparin-Plasma 0,5 ml
Reptilien: Heparin-Plasma oder Serum 0,2 ml

Methode

Photometrie

Dauer

Befundübermittlung am Tag des Probeneingangs (Mo.–Sa.)

Anmerkung

  • Calcium ist ein essentielles Makromineral und wichtig für Knochenstoffwechsel, Muskelkontraktion, Nervenleitung und Blutgerinnung. Etwa 99 % befinden sich im Skelett, der verbleibende Anteil im Blut teils ionisiert (biologisch aktiv), teils an Proteine gebunden, insbesondere an Albumin.
  • Die Regulation erfolgt über Parathormon (PTH), Vitamin D (Calcitriol) und Calcitonin.
  • Hypercalcämie tritt bei Neoplasien (v. a. Lymphome, Analbeutelkarzinome beim Hund), Hyperparathyreoidismus, Hypoadrenokortizismus (M. Addison) und Vitamin-D-Intoxikation auf, seltener bei chronischen Nierenerkrankungen.
  • Hypocalcämie kann bedingt sein durch Hypoalbuminämie, Eklampsie/Laktations-Hypocalcämie, Niereninsuffizienz, akute Pankreatitis und Hypoparathyreoidismus.
  • Bei Katzen ist die idiopathische Hypercalcämie die häufigste Form; seltener entsteht sie sekundär infolge CNI oder Urolithiasis.
  • Eine Hypocalcämie bei Hund und Katze entsteht meist durch Calciumverlust, unzureichende Aufnahme, gestörten Vitamin-D-Stoffwechsel oder Parathormonmangel.
  • Hund, Katze: Bei gleichzeitiger Hypoalbuminämie sollte der Calciumwert korrigiert werden. Berechnung: Korrigierter Calciumwert (mg/dl) = Serumcalciumwert (mg/dl) – (0,4 x Serumeiweiß (mg/dl)) + 3,3
  • Pferde haben physiologisch höhere Werte; Hypocalcämie kann bei starkem Schwitzen, Sepsis oder Endotoxämie nachgewiesen werden.
  • Nutritive Hypercalcämie beim Kleinsäuger ist durch zum Teil Vitamin-D3-unabhängige intestinale Resorption bedingt.
  • Rind: Eine Hypocalcämie ist die häufigste Ursache für die Gebärparese des Rindes. Zur Differenzierung sind labordiagnostisch die Hypophosphatämie, die Hypomagnesiämie, der Leberstoffwechsel sowie die sog. „Muskelenzyme“ (CK, AST) abzuklären.
  • Die Messung des Calciums aus EDTA-Plasma ist nicht möglich.