HCG-Stimulationstest

LABOKLIN Leistungs-ID: 1360

Diagnose

  • Nachweis von endokrin aktivem Gonadengewebe (Hoden, Ovar)
  • Verdacht auf Ovarian Remnant Syndrome (Hund)
  • Abklärung von Kryptorchismus
Material

Serum 2 x 0,5 ml

Testdurchführung

Hündin, Rüde, Kater, Hengst:

  • Erste Blutprobe = Basalwert (Testosteron Rüde, Kater, Hengst bzw. Östradiol Hündin)
  • Injektion von HCG
    Hund/Kater: 500 I.E. HCG/Tier i.v.
    Pferd: 5000-10000 I.E. HCG/Tier i.v.
    Esel: 6000 I.E. HCG/Tier i.v.
  • Zweite Blutprobe nach 1 Std. (Kater: nach 2 Stdn.) = Stimulationswert
  • (beim Hund eventuell zusätzliche Blutprobe nach 30 min.)

Kaninchen (männlich):
  • Erste Blutprobe = Basalwert (Testosteron)
  • Injektion von 250 I.E. HCG/Tier i.m.
  • Zweite Blutprobe nach 1 Std. = Stimulationswert

Kaninchen (weiblich):
  • Erste Blutprobe = Basalwert (Progesteron)
  • Injektion von 250 I.E. HCG/Tier i.m.
  • Zweite Blutprobe nach 5-7 Tagen = Stimulationswert

Parameter

Hund/Kater: Testosteron (männlich) bzw. Oestradiol (Hündin)
Kaninchen: Testosteron (männl.) bzw. Progesteron (weibl.)
Pferd/Esel: Testosteron

Methode

Chemoluminiszenzassay (CLIA), Pferd, Esel: Kaninchen: LCMS

Tierart(en)

Hund, Katze, Kaninchen, Pferd, Esel

Dauer

1 Tag

Bewertung

  • Die Bestimmung der AMH-Konzentration (siehe Rubrik Endokrinologie / Tumormarker) liefert in den meisten Fällen eine vergleichbare Aussage
  • Rüde: Testosteronkonzentrationen nach Stimulation > 1,0 ng/ml sprechen für das Vorhandensein von Hodengewebe.
  • Kaninchen: Stimulationswerte von > 1 ng/ml Testosteron bzw. von > 4 ng/ml Progesteron sind beweisend für hormonbildendes Gewebe.
  • Hengst: Ein signifikanter Testosteronanstieg würde das Vorhandensein testosteronproduzierenden Gewebes beweisen. Grenzwertige Ergebnisse können durch eine Bestimmung des Anti-Müller-Hormons weiter abgeklärt werden.
Anmerkung

  • Bei der Hündin kann der HCG-Stimulationstest (ebenso wie der GnRH-Stimulationstest mit der Leistungsnummer 2281) zum Nachweis von endokrin aktivem Oavargewebe / dem Ovarian Remnant Syndrome dienen. Bestimmt wird dann Östradiol. Die Stimulation der Östradiolsekretion ist stark vom Zyklusstand abhängig. Aussagekräftige Konzentrationssteigerungen werden im Diöstrus und späten Anöstrus erwartet.