Mikroalbumin

LABOKLIN Leistungs-ID: 2007


Material

Harn 0,5 ml (idealerweise Morgenharn; Probe rasch zentrifugieren, Überstand verwenden)

Methode

Photometrie

Tierart(en)

Hund, Katze

Dauer

1-2 Arbeitstage

Anmerkung

  • Mikroalbumin bezeichnet Mikromengen an Albumin.
  • Die Mikroalbuminbestimmung aus Harn dient der Früherkennung glomerulärer Schädigungen. Sie ermöglicht den Nachweis geringfügiger Albuminverluste, die mit herkömmlichen Proteinbestimmungen nicht erfasst werden. Es ist ein sensitiver Marker für frühe Nierenerkrankungen sowie für systemische Erkrankungen mit glomerulärer Beteiligung (z. B. Diabetes mellitus, Hyperadrenokortizismus beim Hund, Hypertonie, Infektionen wie z. B. Leishmaniose, Entzündungen).
  • Der Test weist bereits Frühzeichen einer glomerulären Filtrationsstörung oder endothelialen Schädigung vor Anstieg von Kreatinin oder SDMA nach. Mikroalbumin kann bereits transient (z. B. nach starker körperlicher Belastung, Fieber, Stress) erhöht sein, aber auch persistierend (pathologisch) erhöht sein.
  • Bei der Katze ist Mikroalbumin auch bei Hyperthyreose und in der CNI-Progressionskontrolle als ergänzender Parameter zum U-P/C-Quotienten (siehe Protein/Kreatinin-Quotient) geeignet.
  • Hämaturie, Pyurie oder Infektionen können zu falsch erhöhten Messergebnissen führen, deshalb ist das Harnsediment mitzubewerten. Das Harnsediment ist als eigene Untersuchung anzufordern; bei gleichzeitiger Anforderung mit der Mikroalbumin-Bestimmung ist für das Harnsediment eine zusätzliche Harnprobe einzuschicken.