Molekulargenetisches Tumorpanel* (Hund)

LABOKLIN Leistungs-ID: 1258

Zur genaueren Charakterisierung von malignen Tumoren des Hundes in ausgewählten Fällen:
Therapeutische Indikationen

  • Fehlen von bekannten oder konventionellen Therapiekonzepten
  • (therapieresistentes) Rezidiv
Eine genomisch basierte targeted Therapie kann möglicherweise eine neue Therapieoption aufzeigen (ggf. Umwidmungskaskade beachten).
Diagnostische Indikation
  • Eine sichere zytologische oder (immun)histologische Diagnose war nicht möglich
Die molekulargenetische Signatur kann helfen, die Diagnose weiter einzugrenzen (z. B. histiozytäre Neoplasie versus Entzündung) und ggf. ergibt sich gleichzeitig eine therapeutische Option.

Material

  • 15 tumorzellreiche Ausstriche (nicht eingedeckt)
  • Biopsien > 0,5 cm (formalinfixiert)
  • Tumorresektate (formalinfixiert)
  • Paraffinblöcke mit ausreichend Tumormaterial
  • nicht geeignet sind Paraffinröllchen oder entkalktes Gewebe

Parameter

Untersuchung von ca. 20.000 Genen auf Mutationen

Methode

Next Generation Sequencing (NGS) (VetOmics, Canine CGP®)

Tierart(en)

Hund

Dauer

ca. 3 Wochen

Anmerkung

Ergebnis (auf Englisch)

  • Zusammenfassung der molekulargenetischen Ergebnisse
  • Erläuterungen und Literaturangaben zu den gefundenen Biomarkern
  • Angabe der sogenannten tumor mutation burden, um das Ansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren (z.B. PD-1, PDL-1 Inhibitoren, APAVAC) vorherzusagen
  • Geeignete Medikamente zur individualisierten Tumorbehandlung werden mit Dosierungen und Angabe des Evidenzlevels vorgeschlagen.
  • ggf. weitere Beratung zu den gefundenen Therapieoptionen per E-Mail (Englisch) direkt durch die Onkologen in den USA

Limitationen
  • Ausreichende Tumorzellzahl und DNA-Qualität sind erforderlich.
  • Nicht in jedem Fall lässt sich DNA in ausreichender Menge und Qualität isolieren.
  • Nicht in jedem Fall werden Mutation gefunden, die eine therapeutische Option eröffnen.
  • Verfügbarkeit und Kosten der Medikamente können von Land zu Land variieren.
  • Die Medikamente sind möglicherweise nicht in allen Ländern für Hunde zugelassen.
  • Die Wirksamkeit dieser Medikamente ist beim Hund in unterschiedlichem Maße evidenzbasiert belegt.
  • Die Datenlage zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen bei den jeweiligen kaninen Tumoren ist oft lückenhaft.

Die Entscheidung und Verantwortlichkeit zum Einsatz der im Befund aufgeführten Medikamente liegt beim behandelnden Tierarzt!
Es wird empfohlen, bei solchen Fällen unbedingt einen spezialisierten Onkologen hinzuzuziehen.

* Partnerlabor