Allgemeine Informationen

Die equine infektiöse Anämie (EIA, ansteckende Blutarmut der Einhufer) ist eine weltweit verbreitete, durch ein Retrovirus verursachte Krankheit der Equiden, die akut-letal bis chronisch-rezidivierend verlaufen kann. Die Krankheit ist charakterisiert durch rekurrentes Fieber, Anämie, Thrombozytopenie, distale Ödeme und deutlichen Gewichtsverlust. Die Übertragung erfolgt durch infiziertes Blut, blutsaugende Insekten, iatrogen durch infiziertes Injektionsmaterial, aber auch intrauterin.

Einmal infizierte Pferde bleiben lebenslang infektiös und seropositiv. So werden alle über 6 Monate alten Pferde, die seropositiv sind, als Carrier angesehen; jüngere Pferde können über maternale AK seropositiv sein. Die Inkubationszeit beträgt normalerweise 1–3 Wochen, kann aber auch bis zu 3 Monate andauern.

Diese Krankheit ist im EU-Tiergesundheitsrecht (Animal Health Law, AHL) gelistet und in Deutschland gemäß § 3 TierSeuchMeldV meldepflichtig.