Anti-Müller-Hormon (AMH)

LABOKLIN Leistungs-ID: 2212


AMH wird in den Granulosazellen der heranreifenden Follikel sowie den Sertolizellen im Hoden sezerniert. Es kann für die Unterscheidung kastriert versus intakt genutzt werden. AMH-Konzentrationen im fraglichen Bereich können unter anderem bei Vorliegen von Restovargewebe auftreten.

Material

Serum 0,5 ml (zeitnah nach Koagulation abzentrifugiert, abpipettiert; gekühlt bis zur Ankunft im Labor)

Methode

Chemoluminiszenzassay (CLIA)

Tierart(en)

Hund, Katze, Pferd, Eselhengst, Rind, Kaninchen, weitere auf Anfrage

Dauer

Befundübermittlung am Tag des Probeneingangs (Mo.–Sa.)

Anmerkung

  • Mögliche Ursachen für hohe AMH-Konzentrationen sind (je nach Geschlecht): Sexuelle Fehlbildungen mit Ausbildung von Granulosazelltumoren (GZT), Hodengewebe, kryptorchides Hodengewebe, Sertolizelltumoren, Hodenatrophie. Nach Deslorelin-Implantation werden innerhalb von 30 Tagen deutlich hohe AMH-Konzentrationen (> Nachweisgrenze) beim Rüden gemessen.
  • Pferd: AMH ist neben Progesteron und Testosteron im Profil Granulosazelltumor enthalten, das bei der Diagnostik von hormonellen Störungen bzw. hormonproduzierenden ovariellen Tumoren (Granulosa-Thekazell-Tumoren) mit Verhaltensänderungen und Unrittigkeit von Stuten sinnvoll ist.