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Allgemeine Informationen

Der Erreger der Myxomatose ist das Myxomavirus (Leporipox myxoma), ein behülltes, in der Umwelt sehr stabiles DNA-Virus aus der Familie der Poxviridae. Das Virus ist sehr wirtsspezifisch und wird v. a. bei Kaninchen isoliert. Die Übertragung erfolgt mit allen Se- und Exkreten und über Vektoren (Stechmücken und Flöhe). Die Inkubationszeit beträgt 4 bis 10 Tage. Man unterscheidet drei klinische Verlaufsformen: subklinisch, chronisch-nodulär und akut. Die akute Form ist gekennzeichnet durch eine schwerwiegendere Allgemeinerkrankungen primär mit Schwellungen (Myxödeme) und Knoten an Augen, Ohren und Genital sowie oft letal verlaufender Pneumonie und Hepatopathie. Die Mortalität liegt zwischen 25 % (Australien) und bis zu 90 % (Europa).

Seit 2004 werden vermehrt auch Infektionen bei Hasen beschrieben, mit Massensterben 2018 in Südspanien und Portugal und seit 2024 auch in Deutschland. Ursache ist eine neue Rekombinante aus Myxomatose- und einem anderen Pockenvirus (ha-MYXV). Fälle bei Hasen sollten dem Veterinäramt gemeldet werden und die Kadaver sicher entsorgt werden.
Zur Prophylaxe stehen fürs Kaninchen Impfstoffe zur Verfügung.