Cortisol-Kreatinin-Quotient (UCCR)

LABOKLIN Leistungs-ID: 183


Diagnose

Abklärung Cushing-Syndrom mit gleichzeitiger Differenzierung adrenaler oder hypophysärer Ursache

Material

Morgenharn jeweils 1 ml

Testdurchführung

  • Sammlung von Morgenurin am Tag 1 = Probe 1
  • Sammlung von Morgenurin am Tag 2 = Probe 2
  • Dexamethasongabe am Tag 2: oral 3 x je 0,1 mg/kg KGW über den Tag verteilt
  • Sammlung von Morgenurin am Tag 3 = Probe 3
Parameter

Cortisol, Kreatinin

Methode

Cortisol: CLIA; Kreatinin: Photometrie

Tierart(en)

Hund

Dauer

Befundübermittlung am Tag des Probeneingangs (Mo.-Fr.)

Bewertung

  • Bewertung des Quotienten von Tag 1 und Tag 2:
    Die Quotienten aus den Proben von Tag 1 und 2 werden genutzt um die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Cushing-Syndroms zu evaluieren.
  • Die Sensitivität des UCCR-Tests wird durch Mehrfachbestimmungen erhöht. Positive oder divergierende Ergebnisse sollten mittels eines Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstests verifiziert werden. Negative Ergebnisse machen das Vorliegen eines Cushing-Syndroms unwahrscheinlich, bei starkem klinischem Verdacht wird jedoch die Durchführung eines Low-Dose-Dexamethason-Suppressionstests empfohlen.
  • Bewertung des Quotienten von Tag 3:
    (Voraussetzung ist ein erhöhter Quotient an Tag 1 und Tag 2)
    > 50 % vom Mittelwert der ersten beiden Proben spricht für einen Cortisol produzierenden NNR-Tumor. Das Vorliegen eines nicht supprimierbaren hypophysären Cushing-Syndroms ist möglich. < 50 % vom Mittelwert der ersten beiden Proben spricht für ein hypophysenabhängiges Cushing-Syndrom oder eine weitere Erkrankung, die erhöhte Cortisolsekretion zur Folge hat (z. B. Diabetes, Stress, gastrointestinale Erkrankungen, Krankheiten mit Proteinverlust).