Leishmanien können auch zytologisch und histologisch nachgewiesen werden.

Allgemeine Informationen

Die Leishmaniose gehört zu den durch Insekten übertragenen Infektionskrankheiten. Überträger der Leishmanien sind Sandmücken (Phlebotomen). Die Aufnahme der Leishmanien erfolgt beim Saugakt. In der Sandmücke erfolgt die Vermehrung der promastigoten Stadien, die 6-12 Tage nach dem Saugakt infektiös sind. Der Erreger in Europa ist Leishmania infantum. Ab dem Bosporus südwärts und vor allem in Nordafrika kommt zusätzlich Leishmania tropica vor. Weltweit sind weitere Arten von Leishmanien beschrieben. Die Hauptinfektiongebiete in Europa sind Spanien, Portugal, Italien und Griechenland.

In Deutschland sind natürliche Sandmückenvorkommen (überwiegend Phlebotomus mascittii; für diese Art ist bisher keine Übertragung der Leishmanien bewiesen) entlang des Rheingrabens in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz in der Region Kaiserslautern sowie im Saarland in Saarbrücken nachgewiesen.

Infizierte Tiere können jahrelang asymptomatisch sein. Der Beginn der Erkrankung ist meist gekennzeichnet durch Lymphadenopathie, Anämie, bei der kutanen Form der Leishmaniose zeigen sich Hautveränderungen an den Ohrrändern, am Nasenspiegel und Brillenbildung an den Augen.

Weiterhin können die Tiere eine reduzierte Belastbarkeit, Gewichtsverlust, schuppige nicht juckende Hautveränderungen und Augenveränderung zeigen.

Leishmanien-Resistenz gegenüber Allopurinol
Eine erniedrigte Kopienzahl des METK-Gens ist bei Allopurinol-Resistenz in vitro beschrieben (Yasur-Landau et al. 2018). Auch in vivo wurden Einzelfälle mit klinischem Verdacht auf Allopurinol-Resistenz bei Hunden untersucht, die mit einer niedrigen Kopienzahl korrelieren (Yasur-Landau et al. 2018, Sigel et al. 2025).
Voraussetzung für die Untersuchung der Allopurinol-Resistenz ist eine positive Leishmanien-PCR mit ausreichender Erregermenge. Sinnvoll ist die Bestimmung der METK-Kopienzahl bei einer aktuell diagnostizierten Leishmaniose zur Auswahl der geeigneten Therapie bzw. bei Hunden mit Leishmaniose unter Allopurinol und Therapieversagen mit Wiederauftreten klinischer Symptome und/oder labordiagnostischen Veränderungen.