Leishmanien (Resistenz gegenüber Allopurinol)

LABOKLIN Leistungs-ID: 1107


Indikationen:

  • Therapieversagen bei einem Hund mit bekannter Leishmaniose unter Allopurinol
  • unmittelbar bei Erstdiagnose zur weiteren Therapieentscheidung

Material

Knochenmark (bevorzugt), Gewebe (Lymphknotenaspirat, Milz, Hautkrusten), EDTA-Blut 1 ml

Methode

Kultur
+ realtime PCR (quantitativer Leishmania infantum-Nachweis)
+ droplet digital PCR (Quantifizierung des METK-Gens)

Tierart(en)

Hund

Dauer

5-6 Arbeitstage

Anmerkung

  • Einsendematerial: Knochenmark wird bevorzugt, auch Hautkrusten (u.a. aus Ohrrandläsionen) eignen sich aufgrund der oft hohen Erregerkonzentration gut. Im EDTA-Blut ist die Erregerkonzentration meist geringer.
  • Es wird vorab eine kulturelle Anreicherung durchgeführt. Es besteht bei geringer Erregerkonzentration dennoch die Möglichkeit, dass trotz kultureller Anzucht die benötigte Erregermenge nicht erreicht werden kann (v. a. bei EDTA-Blutproben).
  • Der Nachweis der Allopurinol-Resistenz erfolgt mittels Quantifizierung des METK-Gens. Die droplet digital PCR (ddPCR) zur Bestimmung der METK-Gen-Kopienzahl ist allerdings nur möglich, wenn in der realtime PCR Leishmania infantum in ausreichender Menge nachgewiesen wurde. Sollte die ddPCR nicht durchgeführt werden können, wird ein niedrigerer Preis in Rechnung gestellt.
  • Eine METK-Gen-Kopienzahl < 3,0 wird aktuell als stark hinweisend für eine Resistenz angesehen, eine Kopienzahl < 4,0 als verdächtig.