Harneiweißelektrophorese

LABOKLIN Leistungs-ID: 1600


Material

Harn 1 ml

Methode

Agarose-Gel-Elektrophorese

Dauer

1-5 Arbeitstage

Anmerkung

  • Die Harneiweißelektrophorese dient der Differenzierung der Proteinurie und ermöglicht die Lokalisation des Proteinverlustes (glomerulär, tubulär, gemischt). Sie ergänzt die quantitative Untersuchung mittels Protein/Kreatinin-Quotienten (U-P/C).
  • Nur sinnvoll bei erhöhtem U-P/C-Quotient.
  • Glomeruläre Proteinurie: Dominanz von Albumin und hochmolekularen Proteinen → Hinweis auf erhöhte glomeruläre Permeabilität (z. B. Glomerulonephritis, Amyloidose)
  • Tubuläre Proteinurie: Zunahme niedermolekularer Proteine → Rückresorptionsstörung bei tubulärer Schädigung (z. B. ischämisch, toxisch, entzündlich)
  • Gemischte Proteinurie (häufig bei der Katze): Kombination beider Muster bei chronischen Nierenerkrankungen
  • Nicht sinnvoll bei blutigem Urin und bei Verdacht auf Prostatazysten
  • Bei Nachweis von freien Leichtketten wird im Anschluss der Bence-Jones-Proteine-Bestätigungstest empfohlen.