{"id":1442877,"date":"2023-07-13T11:53:17","date_gmt":"2023-07-13T09:53:17","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/?p=1442877"},"modified":"2025-02-26T11:09:55","modified_gmt":"2025-02-26T10:09:55","slug":"die-zink-reaktive-dermatose-beim-hund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/die-zink-reaktive-dermatose-beim-hund\/","title":{"rendered":"Die Zink-reaktive Dermatose beim Hund"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Zink ist als zweith\u00e4ufigstes Mikroelement nach \u00adEisen in allen Geweben und verschiedenen \u00adOrganen nachweisbar und spielt eine \u00adbedeutende Rolle bei Stoffwechselvorg\u00e4ngen. Es ist ein \u00adessentielles Spuren\u00adelement, unentbehrlich f\u00fcr das Funktionieren des Immunsystems und der Wundheilung, sowie f\u00fcr die Hautgesundheit. Etwa 20\u00a0% des \u00adZinkspeichers befinden sich in der Haut, wobei die Epidermis sechsmal mehr Zink enth\u00e4lt, als die Dermis. Die h\u00f6chste Konzentration von Zink in der Haut befinden sich an der Nase und an den Fu\u00df\u00adballen. Die Zink-\u00adreaktive Dermatose kann einerseits durch eine unzureichende Zinkaufnahme mit dem \u00adFutter oder eine \u00adreduzierte \u00adintestinale \u00adAbsorption verursacht werden. Es ist eine seltene Hauterkrankung beim Hund und \u00adwurde erstmals in den 1960er Jahren \u00adbeschrieben. Basierend auf den klinischen Symptomen und der \u00c4tiologie unterscheidet man zwei Typen: \u00adSyndrom 1 und Syndrom 2. Auch bei der Katze sind \u00adeinzelne \u00adFallberichte publiziert.<\/p>\n<p>Bei der <strong>Syndrom 1 Zink-reaktiven Dermatose<\/strong> liegt die Ursache in der Beeintr\u00e4chtigung der \u00adintestinalen Zinkabsorption. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, h\u00e4ufiger sind Hunde im Alter zwischen 1 \u2013 3 Jahren \u00adbetroffen. Diese Hunde ben\u00f6tigen eine lebenslange Zink-\u00adSupplementierung, trotz ausgewogener \u00adErn\u00e4hrung. Von dieser Form der Zink-\u00adreaktiven Dermatose wurde haupts\u00e4chlich bei nordischen Rassen (Siberian Husky, Alaskan Malamute, Samojede und American Eskimo) \u00adberichtet, sie kann jedoch auch bei anderen Rassen wie dem Pharaonenhund, Boston \u00adTerrier oder dem \u00adDingo vorkommen. Beim Siberian \u00adHusky und Alaskan Malamute wurde ein \u00adgenetischer Defekt in der intestinalen \u00adZinkabsorption festgestellt (\u00adAbbildung 1). Auch die letale \u00adAkrodermatitis (LAD) beim Bullterrier ist eine \u00adautosomal-\u00adrezessive Erbkrankheit, die aufgrund eines \u00adZinkresorptions-Defektes in diese Gruppe kategorisiert werden kann.<\/p>\n<p>Die <strong>Syndrom 2 Zink-reaktive Dermatose<\/strong> kommt seltener vor. Sie tritt bei Welpen auf, die \u00adentweder eine ungen\u00fcgende Zink-Zufuhr \u00fcber das Futter haben oder weil die Zinkresorption aufgrund eines erh\u00f6hten Gehalts an Calcium, Eisen, Kupfer oder Phytat (z. B. Getreide oder Soja) in der Di\u00e4t beeintr\u00e4chtigt wird. Gro\u00dfe, schnellwachsende Rassen (z.\u00a0B. Deutsche \u00adDogge) sind f\u00fcr Syndrom 2 pr\u00e4disponiert. Au\u00dferdem kann diese Form der Zink-reaktiven Dermatose auch bei adulten \u00adHunden w\u00e4hrend der Tr\u00e4chtigkeit, Laktation und in Stresssituationen auftreten.<\/p>\n<h2>Klinisches Bild<\/h2>\n<p>Die klinischen Symptome der beiden Typen der Zink-reaktiven Dermatose \u00e4hneln sich. Es gibt \u00adkeine Geschlechtspr\u00e4disposition, aber Tr\u00e4chtigkeit oder Stresssituationen k\u00f6nnen die \u00adSymptomatik der Erkrankung beeinflussen. \u00adGewichtsverlust, Appetitlosigkeit, schlechte Wundheilung, Bindehautentz\u00fcndung und Verhornungsst\u00f6rungen k\u00f6nnen bei beiden Typen auftreten. Ein verminderter Geruchs- und Geschmackssinn (Hyposomie und Hypogeusie) wurden berichtet, was die Ursache f\u00fcr den Gewichtverlust und die Appetitlosigkeit sein k\u00f6nnte. Der Juckreiz ist bei beiden Typen variabel. Die Hautver\u00e4nderungen treten vor allem an den mukokutanen \u00dcberg\u00e4ngen (periokul\u00e4r, perioral, anogenital) und an Nase, Ohren und Fu\u00dfballen auf. Fokale bis multifokale erythemat\u00f6se Alopezie, Seborrhoe mit fest anhaftenden Schuppen, Krustenbildung und eine Hyperkeratose der Ballen sind die h\u00e4ufigsten dermatologischen Ver\u00e4nderungen (Abbildungen 2 \u2013 5). Des Weiteren tritt mit der Chronizit\u00e4t eine Hyperpigmentation auf. Sekund\u00e4re Infektionen mit Bakterien und\/oder Malassezien kommen oft hinzu.<\/p>\n<h2>Diagnose<\/h2>\n<p>Die wichtigen Differentialdiagnosen sind \u00admetabolische epidermale Nekrolyse, Leishmaniose, Demodikose, Pemphigus foliaceus, Dermatophytose und atopische Dermatitis. Die Diagnose einer Zink-reaktiven Dermatose basiert auf einer ausf\u00fchrlichen Anamnese (vor allem im Hinblick auf die Ern\u00e4hrung), Alter, Rasse, Klinik (Art und Verteilung der L\u00e4sionen) sowie einer histopathologischen Untersuchung.<\/p>\n<p>Eine zytologische Untersuchung ist ebenso \u00aderforderlich, um sekund\u00e4re Infektionen nachzuweisen. Wenn Krusten vorhanden sind, sollte das Probenmaterial daf\u00fcr unterhalb der Krusten \u00adgewonnen werden.<\/p>\n<p>Um eine Demodikose ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, sollte ein tiefes Hautgeschabsel von L\u00e4sionen \u00adbehaarter K\u00f6rperstellen gemacht werden.<\/p>\n<p>Die Konzentration von Zink im Serum und in den Haaren ist bei betroffenen Tieren niedriger als beim gesunden Hund. Die Messung von Zink ist allerdings schwierig, die Ergebnisse k\u00f6nnen nicht immer klar von denen gesunder Hunde \u00adunterschieden werden. Laut einer Studie beim Pharaonenhund war die serologische Konzentration von Zink bei Welpen, die an einer Zink-\u00adreaktiven Dermatose litten &lt; 0,1 bis 0,6 ppm und bei gesunden Hunden zwischen 0,8 bis 2,0 ppm. Die Zinkmessung kann somit keine eindeutige Diagnose stellen, aber als Unterst\u00fctzung bei der diagnostischen Aufarbeitung eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Eine histologische Untersuchung ist f\u00fcr die endg\u00fcltige Diagnose notwendig. Um eine aussagekr\u00e4ftige Probe zu gewinnen, sollten \u00adkrustige, schuppige Stellen bioptiert werden. In der Histologie sind h\u00e4ufig eine irregul\u00e4re \u00adepidermale Hyperplasie mit deutlicher Parakeratose und eine perivaskul\u00e4re Dermatitis nachweisbar (\u00adAbbildung\u00a06). Wenn Sekund\u00e4rinfektionen vorhanden sind, sind auch eine lymphozyt\u00e4re \u00adExozytose oder die Bildung von intrakornealen Pusteln und neutrophilen Krusten sichtbar.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1442877 gallery-columns-1 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN Dermatologie | &lt;b&gt;Abb. 1:&lt;\/b&gt; Siberian Husky mit einem genetischen Defekt, der die intestinale Zinkabsorption reduziert  &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: envatoelements&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"1000\" data-large_image_height=\"746\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Siberian-Husky-mit-einem-genetischen-Defekt-der-die-intestinale-Zinkabsorption-reduziert.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"746\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Siberian-Husky-mit-einem-genetischen-Defekt-der-die-intestinale-Zinkabsorption-reduziert.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Siberian Husky mit einem genetischen Defekt, der die intestinale Zinkabsorption reduziert\" aria-describedby=\"gallery-1-1442898\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Siberian-Husky-mit-einem-genetischen-Defekt-der-die-intestinale-Zinkabsorption-reduziert.jpg 1000w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Siberian-Husky-mit-einem-genetischen-Defekt-der-die-intestinale-Zinkabsorption-reduziert-300x224.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Siberian-Husky-mit-einem-genetischen-Defekt-der-die-intestinale-Zinkabsorption-reduziert-768x573.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1442898'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1:<\/b> Siberian Husky mit einem genetischen Defekt, der die intestinale Zinkabsorption reduziert  <br><i>Bildquelle: envatoelements<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN Dermatologie | &lt;b&gt;Abb. 2:&lt;\/b&gt; Zink-reaktive Dermatose mit Krustenbildung an der Nase &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Regina Wagner&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"1000\" data-large_image_height=\"746\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_01.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"746\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_01.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Zink-reaktive Dermatose mit Krustenbildung an der Nase\" aria-describedby=\"gallery-1-1442915\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_01.jpg 1000w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_01-300x224.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_01-768x573.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1442915'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2:<\/b> Zink-reaktive Dermatose mit Krustenbildung an der Nase <br><i>Bildquelle: Dr. Regina Wagner<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN Dermatologie | &lt;b&gt;Abb. 3:&lt;\/b&gt; Zink-reaktive Dermatose mit Krustenbildung an der Nase&lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Regina Wagner&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"1008\" data-large_image_height=\"752\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_02.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"752\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_02.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Zink-reaktive Dermatose mit Krustenbildung an der Nase\" aria-describedby=\"gallery-1-1442932\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_02.jpg 1008w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_02-300x224.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Zink-reaktive-Dermatose-mit-Krustenbildung-an-der-Nase_02-768x573.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1008px) 100vw, 1008px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1442932'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 3:<\/b> Zink-reaktive Dermatose mit Krustenbildung an der Nase<br><i>Bildquelle: Dr. Regina Wagner<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN Dermatologie | &lt;b&gt;Abb. 4:&lt;\/b&gt; Hyperkeratose der Ballen&lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Carmen Lorente&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"820\" data-large_image_height=\"1000\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_01.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"820\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_01.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Hyperkeratose der Ballen\" aria-describedby=\"gallery-1-1442949\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_01.jpg 820w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_01-246x300.jpg 246w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_01-768x937.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1442949'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 4:<\/b> Hyperkeratose der Ballen<br><i>Bildquelle: Dr. Carmen Lorente<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN Dermatologie | &lt;b&gt;Abb. 5:&lt;\/b&gt; Hyperkeratose der Ballen&lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Carmen Lorente&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"820\" data-large_image_height=\"1000\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_02.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"820\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_02.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Hyperkeratose der Ballen\" aria-describedby=\"gallery-1-1442966\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_02.jpg 820w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_02-246x300.jpg 246w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hyperkeratose-der-Ballen_02-768x937.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1442966'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 5:<\/b> Hyperkeratose der Ballen<br><i>Bildquelle: Dr. Carmen Lorente<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN Dermatologie | &lt;b&gt;Abb. 6:&lt;\/b&gt; Hautbiopsie von einem Hund mit Zink-reaktiver Dermatose mit epidermaler Hyperplasie und Parakeratose &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Regina Wagner&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"733\" data-large_image_height=\"885\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hautbiopsie-von-einem-Hund-mit-Zink-reaktiver-Dermatose.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"733\" height=\"885\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hautbiopsie-von-einem-Hund-mit-Zink-reaktiver-Dermatose.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Hautbiopsie von einem Hund mit Zink-reaktiver Dermatose mit epidermaler Hyperplasie und Parakeratose\" aria-describedby=\"gallery-1-1442983\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hautbiopsie-von-einem-Hund-mit-Zink-reaktiver-Dermatose.jpg 733w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Hautbiopsie-von-einem-Hund-mit-Zink-reaktiver-Dermatose-248x300.jpg 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 733px) 100vw, 733px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1442983'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 6:<\/b> Hautbiopsie von einem Hund mit Zink-reaktiver Dermatose mit epidermaler Hyperplasie und Parakeratose <br><i>Bildquelle: Dr. Regina Wagner<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1650632075890{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Therapie<\/h2>\n<p>Die Prognose beider Typen ist in der Regel gut. Syndrom 1 wird mittels lebenslanger Zink-\u00adSupplementierung therapiert. Die Ern\u00e4hrung sollte ebenfalls optimiert werden. Milchprodukte, K\u00e4se oder phytath\u00e4ltige Futtermittel sollten \u00adaufgrund der reduzierten Zinkresorption bis zur Abheilung der Symptome vermieden \u00adwerden. Beim Syndrom 2 kann eine \u00adAbheilung ausschlie\u00dflich durch eine di\u00e4tetische \u00adKorrektur erzielt werden, allerdings dauert dies bis zu 6 Wochen. Erfolgt zus\u00e4tzlich eine Zink-\u00adSupplementierung, kommt es zu einer deutlich schnelleren Abheilung. F\u00fcr die Behandlung k\u00f6nnen unterschiedliche Zinkverbindungen verwendet werden. Die empfohlene Anfangsdosierung von elementarem Zink ist 2 \u2013 3 mg\/kg\/Tag, dementsprechend sollte die Dosierung je nach verwendeter Zink\u00adverbindung angepasst werden. Bei Zinksulfat entspricht das einer Dosierung von 10 mg\/kg\/Tag, bei Zinkgluconat 5 mg\/kg\/Tag und bei Zink\u00admethionin 4 mg\/kg\/Tag. Manche Patienten \u00adben\u00f6tigen m\u00f6glicherweise h\u00f6here Dosierungen.<\/p>\n<p>Da Zinksulfat Magenreizungen und Erbrechen verursachen kann, sollte es zerkleinert und mit dem Futter verabreicht werden. Dar\u00fcber hinaus kann es so auch besser absorbiert werden. Zinkgluconat und Zinkmethionin haben diese Nebenwirkungen nicht und sind zudem organische Verbindungen mit h\u00f6herer Bioverf\u00fcgbarkeit von Zink, deswegen sind sie therapeutisch die \u00adbessere Wahl.<\/p>\n<p>Sekund\u00e4rinfektionen (Bakterien und\/oder \u00adMalassezien) sollten mit geeigneten topischen und\/oder systemischen Wirkstoffen (unter \u00adBeachtung einer ausreichenden Therapiel\u00e4nge) therapiert werden.<\/p>\n<p>Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass viele betroffene Hunde der Rassen Siberian Husky und Pharaonenhund nicht gut auf die orale Therapie ansprechen. In diesen F\u00e4llen sollte Zinksulfat (10 mg\/kg) \u00fcber einen Zeitraum von einem Monat einmal pro Woche intraven\u00f6s verabreicht werden. Nach klinischer Besserung kann dieses Zeitintervall auf bis zu 6 Monate verl\u00e4ngert werden, um Rezidive zu vermeiden.<\/p>\n<p>Um den Stressfaktor L\u00e4ufigkeit zu eliminieren, wird die Durchf\u00fchrung einer Ovariohysterektomie bei weiblichen Hunden mit Typ 1 empfohlen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen unterst\u00fctzend essentielle Fetts\u00e4uren wie Omega 3\/Omega 6, Low-Dose-\u00adGlukokortikoide, anti-seborrhoische Shampoos und Glyzerin eingesetzt werden.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p><strong>Die Zink-reaktive Dermatose ist eine seltene Hauterkrankung beim Hund, die durch unzureichende Aufnahme von Zink (entweder \u00fcber die Ern\u00e4hrung oder eine verminderte Zinkabsorption im Darm) auftreten kann. Die Symptome sind Haarausfall, Krusten- und Schuppenbildung, Erythem und Entz\u00fcndung der Haut. Die Diagnose erfolgt mittels sorgf\u00e4ltiger Anamnese und klinischer Untersuchung und wird histopathologisch best\u00e4tigt. Die Konzentration von Zink im Serum ist bei den betroffenen Patienten niedrig und kann bei der diagnostischen Aufarbeitung unterst\u00fctzend durchgef\u00fchrt werden. Die Behandlung besteht aus einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung und einer Zink-Supplementierung.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Amir Davoodi<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1740562564424{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h5><strong>Weiterf\u00fchrende Literatur<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Colombini S, Dunstan RW. Zinc-responsive dermatosis in northern-breed dogs: 17 cases (1990-1996). J Am Vet Med Assoc. 1997 Aug 15;211(4):451-3.doi: 10.1016\/s0195-5616(99)50133-2.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Heinrich NA, Eisenschenk M, Harvey RG, Nuttall T. Dermatoses of abnormal keratinization (pp. 137-139). Skin diseases of the dog and cat. CRC Press; 2018.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Miller WH, Griffin CE, Campbell KL. Nutrition and skin disease (7th eds). Muller and Kirk&#8217;s small animal dermatology (pp. 689-691). Elsevier Health Sciences; 2013.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Pleva M, Rybn\u00ed\u010dek J, Ben\u00e1k, J. Zinc responsive dermatosis in a cat-a case report. Veterin\u00e1\u0159stv\u00ed 2013 63(4), 248-253.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>van den Broek AH, Stafford WL. Diagnostic value of zinc concentrations in serum, leucocytes and hair of dogs with zinc-responsive dermatosis. Res Vet Sci. 1988 Jan;44(1):41-4.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>White SD, Bourdeau P, Rosychuk RA, Cohen B, Bonenberger T, Fieseler KV, Ihrke P, Chapman PL, Schultheiss P, Zur G, Cannon A, Outerbridge C. Zinc-responsive dermatosis in dogs: 41 cases and literature review. Vet Dermatol. 2001 Apr;12(2):101-9. doi: 10.1046\/j.1365-3164.2001.00233.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; gap=&#8220;10&#8243;][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1740562617578{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1740562640474{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F07%2FLa_Derma_Juli_2023_DE_FINAL.pdf|title:LABOKLIN%20Dermatologie%20JULI%202023|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;3\/4&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1740563258234{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1740563272670{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/La_Derma_Juli_2023_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Die Zink-reaktive Dermatose beim Hund<\/strong><\/a><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zink ist als zweith\u00e4ufigstes Mikroelement nach \u00adEisen in allen Geweben und verschiedenen \u00adOrganen nachweisbar und spielt eine \u00adbedeutende Rolle bei Stoffwechselvorg\u00e4ngen. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1442898,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[523],"tags":[],"class_list":["post-1442877","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-aktuell-dermatologie-2023","category-523","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1442877","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1442877"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1442877\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1511309,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1442877\/revisions\/1511309"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1442898"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1442877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1442877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1442877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}