{"id":1429180,"date":"2015-07-21T08:32:24","date_gmt":"2015-07-21T06:32:24","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/?p=1429180"},"modified":"2024-10-31T10:13:48","modified_gmt":"2024-10-31T09:13:48","slug":"antibiose-bei-harnwegsinfektionen-hwi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/antibiose-bei-harnwegsinfektionen-hwi\/","title":{"rendered":"Antibiose bei Harnwegsinfektionen (HWI)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Erkrankungen des Harntraktes sind ein h\u00e4ufiger Grund f\u00fcr die Vorstellung von Hunden und Katzen in der Praxis. Die klinischen Symptome (u.a. H\u00e4maturie, Strangurie, Dysurie, Periurie) sind dabei sehr unspezifisch und stehen f\u00fcr eine Vielzahl von Erkrankungen. Neben einer gr\u00fcndlichen Anamnese und klinischen Untersuchung ist daher die komplette Harnanalyse bestehend aus Status, inklusive Dichtemessung (mit Refraktometer), und Harnsediment von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Abgrenzung infekti\u00f6ser von nichtinfekti\u00f6sen Ursachen. 25% der verd\u00e4chtigen F\u00e4lle erweisen sich beim Hund als HWI. Sie stellen 14% aller Infektionen bei dieser Tierart und man kann sagen, dass jeder Hund in seinem Leben eine HWI durchmacht. Bei den Katzen kommen HWI wesentlich seltener vor, hier spielen f\u00fcr die Entwicklung einer HWI vor allen Dingen h\u00f6heres Lebensalter und damit verbundene Pr\u00e4dispositionen eine Rolle. Oberhalb von 10 Jahren k\u00f6nnen 50% der Katzen mit Symptomen eine HWI haben, unter 10 Jahren sind es weniger als 5%.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Therapiegrunds\u00e4tze bei HWI<\/h2>\n<p>Die erreichbare Urinkonzentration eines Antibiotikums (AB) zur Therapie einer HWI sollte bei mindestens dem 4-fachen der minimalen Hemmkonzentration (MHK, s. LABOKLIN aktuell 1\/2015) f\u00fcr dieses AB liegen. Dies stellt bei vielen AB-Klassen kein Problem dar, da sie \u00fcber die aktive renale Ausscheidung eine zwischen 10- und 100-fache Konzentration im Urin im Vergleich zum Plasma erreichen. Dies bedeutet, dass im Einzelfall auch ein im Antibiogramm als intermedi\u00e4r (I) getestetes AB eingesetzt werden kann, sofern sich die im Labor ermittelten Werte auf erreichbare Plasmaspiegel beziehen. Dies wird meistens der Fall sein, da spezielle MHK-Werte f\u00fcr Urin bei Tieren nur in sehr geringem Umfang vorliegen. Zu den AB-Klassen, die sich besonders gut im Urin anreichern z\u00e4hlen u.a. Ampicillin, einfaches und potenziertes Amoxicillin, Chephalosporine, Quinolone, Gentamicin, und Sulfamethoxazol\/Trimethoprim (SXT). Gentamicin ist aufgrund der Nebenwirkungen und Applikationsart grunds\u00e4tzlich als letzte Wahl zu betrachten und nur einzusetzen, wenn laut Antibiogramm sonst nichts wirkt. Quinolone sollten auch nicht als erste Wahl eingesetzt werden, da sie die Selektion von multiresistenten Keimen erleichtern. 2011 wurden von einer Expertengruppe der International Society for Companion Animal Infectious Diseases (=ISCAID) (s. Abb1) Richtlinien zur Therapie von HWI erarbeitet. Diese Richtlinien geben f\u00fcr den praktizierenden Tierarzt klare und einfache Hilfestellungen f\u00fcr die Therapie von HWI unter Ber\u00fccksichtigung bekannter Forschungsergebnisse und der dringenden Notwendigkeit Resistenzen zu vermeiden. Sie sind auch in der EU und im deutschsprachigen Raum anerkannt. Da es sich um internationale Richtlinien handelt, ist eine jeweilige Anpassung an die regionalen Gegebenheiten (lokale Resistenzmuster, Verf\u00fcgbarkeit der vorgeschlagenen Antibiotika, gesetzliche Vorgaben) unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<h2>ISCAID Richtlinien zur Therapie von HWI<\/h2>\n<p>Es wird in unkomplizierte und komplizierte HWI unterschieden. Hierf\u00fcr gibt es klare Einteilungskriterien und Therapievorschl\u00e4ge (s. Abb. 1). Bei der komplizierten HWI wird bei Wiederauftreten einer Infektion innerhalb von 6 Monaten noch zwischen Reinfektion und R\u00fcckfall unterschieden. Bei der Reinfektion kommt es nach zun\u00e4chst erfolgreicher Therapie zur erneuten Infektion mit einem anderen Keim. Beim R\u00fcckfall handelt es sich um denselben Keim. Bei Nachweis der gleichen Bakterienart ist somit ein Vergleich der Antibiogramme hilfreich f\u00fcr die Unterscheidung. Beim R\u00fcckfall ist eine echte Elimination des Keims nicht gelungen und er erfolgt meist schneller, als die Reinfektion. Beim R\u00fcckfall sollte die Compliance des Besitzers, aber auch die richtige Auswahl des AB und der Dosis kritisch beleuchtet werden. Bei einer Reinfektion ist die Suche nach den pr\u00e4disponierenden Faktoren entscheidend.<\/p>\n<p>Bei einer <strong>Pyeolonephritis<\/strong> ist die Diagnose aus Zystozenteseharn (oder einer Biopsie) Vorrausetzung f\u00fcr einen aussagekr\u00e4ftigen BU-Befund, der immer angefordert werden sollte. Hier muss ein ausreichender Spiegel des AB im Gewebe erreicht werden, daher muss sich die Interpretation der Ergebnisse des Antibiogramms am erreichbaren Plasmaspiegel orientieren. Eine Therapieeinleitung mit einem <strong>Gyrasehemmer<\/strong> ist aufgrund der Schwere der Erkrankung vor Eintreffen der Ergebnisse notwendig. Die Quinolone hemmen f\u00fcr gew\u00f6hnlich die beteiligten Keime und erreichen gute Gewebespiegel. Die Richtigkeit der gew\u00e4hlten Therapie wird anhand des Antibiogramms \u00fcberpr\u00fcft. Die Therapiedauer betr\u00e4gt 4 \u2013 6 Wochen. Der Therapieerfolg wird wie bei komplizierter HWI kontrolliert.<\/p>\n<p>Weiterhin besch\u00e4ftigen sich die Empfehlungen noch mit der subklinischen Bakteriurie, also dem Nachweis von Keimen aus Zystozenteseharn ohne klinische Symptome. Diese Tiere werden nach den neuesten Erkenntnissen nicht mehr behandelt, da es keine Beweise gibt, dass eine HWI so verhindert wird und der m\u00f6gliche Schaden durch Resistenzentwicklung gr\u00f6\u00dfer sein kann als ein theoretischer Nutzen. Das gleiche gilt f\u00fcr Tiere mit Harnkathetern, sofern keine klinischen Anzeichen einer Infektion vorliegen. Falls bei einem katheterisierten Tier allerdings eine HWI vorliegt, soll unbedingt der Katheter gezogen, eine Probe aus Zystozenteseharn f\u00fcr die BU gewonnen und u.U. ein frischer Katheter gelegt werden.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1429180 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 1: &lt;\/b&gt; \u00dcbersicht \u00fcber die Richtlinien der ISCAID (International Society for Companion Animal Infectious Diseases) zum Vorgehen bei unkomplizierter und komplizierter HWI\" data-large_image_width=\"1032\" data-large_image_height=\"737\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-19.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"731\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-19-1024x731.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: \u00dcbersicht \u00fcber die Richtlinien der ISCAID (International Society for Companion Animal Infectious Diseases) zum Vorgehen bei unkomplizierter und komplizierter HWI\" aria-describedby=\"gallery-1-1429181\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-19-1024x731.png 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-19-300x214.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-19-768x548.png 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-19.png 1032w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1429181'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1: <\/b> \u00dcbersicht \u00fcber die Richtlinien der ISCAID (International Society for Companion Animal Infectious Diseases) zum Vorgehen bei unkomplizierter und komplizierter HWI\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 2: &lt;\/b&gt; Die 8 h\u00e4ufigsten Keimgruppen: Anteil in % an Proben mit Keimnachweis \u2013 Hund\" data-large_image_width=\"1001\" data-large_image_height=\"490\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-min-18.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1001\" height=\"490\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-min-18.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Die 8 h\u00e4ufigsten Keimgruppen: Anteil in % an Proben mit Keimnachweis \u2013 Hund\" aria-describedby=\"gallery-1-1429198\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-min-18.png 1001w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-min-18-300x147.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-min-18-768x376.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1001px) 100vw, 1001px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1429198'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2: <\/b> Die 8 h\u00e4ufigsten Keimgruppen: Anteil in % an Proben mit Keimnachweis \u2013 Hund\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 3: &lt;\/b&gt; Die 8 h\u00e4ufigsten Keimgruppen: Anteil in % an Proben mit Keimnachweis \u2013 Katze\" data-large_image_width=\"999\" data-large_image_height=\"598\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-min-12.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"999\" height=\"598\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-min-12.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Die 8 h\u00e4ufigsten Keimgruppen: Anteil in % an Proben mit Keimnachweis \u2013 Katze\" aria-describedby=\"gallery-1-1429215\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-min-12.png 999w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-min-12-300x180.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-min-12-768x460.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1429215'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 3: <\/b> Die 8 h\u00e4ufigsten Keimgruppen: Anteil in % an Proben mit Keimnachweis \u2013 Katze\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 4: &lt;\/b&gt; E. coli (n = 1107) \u2013 Hund\" data-large_image_width=\"860\" data-large_image_height=\"491\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-min-9.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"860\" height=\"491\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-min-9.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: E. coli (n = 1107) \u2013 Hund\" aria-describedby=\"gallery-1-1429232\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-min-9.png 860w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-min-9-300x171.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-min-9-768x438.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 860px) 100vw, 860px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1429232'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 4: <\/b> E. coli (n = 1107) \u2013 Hund\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 5: &lt;\/b&gt; Koagulasepos. Staphylokokken (n = 449) \u2013 Hund\" data-large_image_width=\"1027\" data-large_image_height=\"607\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-min-7.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"605\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-min-7-1024x605.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Koagulasepos. Staphylokokken (n = 449) \u2013 Hund\" aria-describedby=\"gallery-1-1429249\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-min-7-1024x605.png 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-min-7-300x177.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-min-7-768x454.png 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-min-7.png 1027w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1429249'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 5: <\/b> Koagulasepos. Staphylokokken (n = 449) \u2013 Hund\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 6: &lt;\/b&gt; Enterokokken (n = 302) \u2013 Katze\" data-large_image_width=\"1026\" data-large_image_height=\"584\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-min-4.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"583\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-min-4-1024x583.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Enterokokken (n = 302) \u2013 Katze\" aria-describedby=\"gallery-1-1429266\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-min-4-1024x583.png 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-min-4-300x171.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-min-4-768x437.png 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-min-4.png 1026w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1429266'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 6: <\/b> Enterokokken (n = 302) \u2013 Katze\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 7: &lt;\/b&gt; Wirksamkeit der AB in % bei den 4 wichtigsten Keimen des Hundes und der Katze\" data-large_image_width=\"1025\" data-large_image_height=\"497\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-min-3.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"497\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-min-3.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Wirksamkeit der AB in % bei den 4 wichtigsten Keimen des Hundes und der Katze\" aria-describedby=\"gallery-1-1429283\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-min-3.png 1025w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-min-3-300x145.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-min-3-768x372.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1429283'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 7: <\/b> Wirksamkeit der AB in % bei den 4 wichtigsten Keimen des Hundes und der Katze\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1650632075890{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Auswertung der Harnbefunde von Hunden und Katzen aus dem Jahr 2013 (n=7864)<\/h2>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, m\u00fcssen die Therapieempfehlungen aus den ISCAID Richtlinien an unsere lokalen Verh\u00e4ltnisse angepasst werden. Daher ist es wichtig, sich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die aktuellen Keimnachweisraten und Resistenzmuster bei HWI zu informieren. Dies sollte allgemein, aber auch bezogen auf die eigene Praxis\/Klinik, erfolgen. Regelm\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrte BU bei HWI versorgen den Praktiker mit den wichtigen Zahlen. Man soll z.B. f\u00fcr die Ersttherapie keinen Wirkstoff ausw\u00e4hlen, gegen welchen mehr als 10% der eigenen Patienten Resistenzen aufweisen. Da immer noch h\u00e4ufig Spontanurinproben statt Zystozenteseharn f\u00fcr die BU eingesandt wird, ist es wichtig, dass eine quantitative Auswertung der BU erfolgt, um Kontamination von Infektion abzugrenzen. Das Labor sollte die Antibiogramme nach den Standards von CLSI\/EUCAST durchf\u00fchren, wie es bei LABOKLIN der Fall ist (s. LABOKLIN aktuell 1\/2015). In Abb. 2 und 3 sehen Sie die h\u00e4ufigsten Keimnachweise bei Hund und Katze aus dem Jahr 2013.<\/p>\n<p>Die vier wichtigsten Keime beim Hund sind E. coli, Staphylokokken, Proteus spp. und \u00df-h\u00e4molysierende Streptokokken. Diese machen zusammen \u00fcber 65% der Nachweise aus.<\/p>\n<p>Die vier wichtigsten Keime bei der Katze sind E. coli, Staphylokokken (koagulasepositive und -negative) und Enterokokken. Diese machen zusammen sogar 77% der Nachweise aus. Um nun zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die in den ISCAID Richtlinien vorgeschlagenen Wirkstoffe f\u00fcr eine empirisch ausgesuchte Ersttherapie auch f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse G\u00fcltigkeit haben, muss man die Resistenzmuster dieser Keime einzeln \u00fcberpr\u00fcfen. Die Darstellung dieser Daten w\u00fcrde den Umfang eines LABOKLIN aktuell sprengen. Daher geben wir hier exemplarisch die wichtigsten Keime wieder. Abb. 4 zeigt die Resistenzverteilung von E. coli bei HWI vom Hund, die Verh\u00e4ltnisse bei der Katze sind \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>Abb. 5 zeigt die koagulasepositiven Staphylokokken vom Hund, die Daten f\u00fcr die koagulasenegativen Staphylokokken der Katze sind \u00e4hnlich. Die seltener bei der Katze nachgewiesenen koaglulasepositiven Staphylokokken sind etwas resistenter. Abb. 6 zeigt die Enterokokken bei der Katze.<\/p>\n<p>Um einen besseren \u00dcberblick \u00fcber die m\u00f6gliche Wirksamkeit einer Ersttherapie gem\u00e4\u00df ISCAID Richtlinien zu geben, sind in Abb. 7 die jeweils vier wichtigsten Keime bei Hund und Katze gegen die h\u00e4ufig als Ersttherapie eingesetzten Wirkstoffe zusammengefasst.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ersttherapie werden nach ISCAID Richtlinien AMX und SXT vorgeschlagen, wobei AMX der Vorzug gegeben wird. In vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ist AMX sehr gut wirksam gegen E. coli. Dies ist offensichtlich bei uns nicht der Fall (s. Abb. 4). Bei unklarer Keimzusammensetzung w\u00e4re daher SXT nach unserer Datenlage f\u00fcr die Ersttherapie der Vorzug zu geben. Auf ENR sollte zun\u00e4chst aus den oben genannten Gr\u00fcnden verzichtet werden. Es wird noch als Reserveantibiotikum f\u00fcr wirklich schwierige Infektionen ben\u00f6tigt. Wenn im Harnsediment eine Unterscheidung in Kokken und St\u00e4bchen erfolgt, kann man bei Vorliegen von Kokken gut mit AMX als Ersttherapie arbeiten (s. Abb. 5 + 6). Es muss bedacht werden, dass die uns vorliegenden Daten die eigentliche Resistenzlage zu hoch wiedergeben k\u00f6nnten, da h\u00e4ufig erst bei Therapieversagen eine BU eingeleitet wird. Somit k\u00f6nnte die Resistenzlage f\u00fcr AMX in der Praxis besser sein, als hier dargestellt. Dar\u00fcber hinaus reichert sich AMX im Urin stark an.<\/p>\n<h4>Abk\u00fcrzungen<\/h4>\n<ul>\n<li><b>AMP:<\/b> Ampicillin<\/li>\n<li><b>AMX:<\/b> Amoxicillin<\/li>\n<li><b>AMC:<\/b> Amoxic.+Clavulans.<\/li>\n<li><b>CEX:<\/b> Cephalexin<\/li>\n<li><b>CFV:<\/b> Cefovecin<\/li>\n<li><b>CEQ:<\/b> Cefquinom<\/li>\n<li><b>ENR:<\/b> Enrofloxacin<\/li>\n<li><b>MAF:<\/b> Marbofloxacin<\/li>\n<li><b>PRX:<\/b> Pradofloxacin<\/li>\n<li><b>DIF:<\/b> Difloxacin<\/li>\n<li><b>SXT:<\/b> Sulfamethoxazol\/Trimethoprim<\/li>\n<li><b>TET:<\/b> Tetrazyklin<\/li>\n<li><b>DOX:<\/b> Doxycyclin<\/li>\n<li><b>GEN:<\/b> Gentamicin<\/li>\n<li><b>CMP:<\/b> Chloramphenicol<\/li>\n<li><b>S:<\/b> sensibel<\/li>\n<li><b>I:<\/b> intermedi\u00e4r<\/li>\n<li><b>R:<\/b>\u00a0resistent<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"news-date\" style=\"text-align: right;\">07 \/ 2015<\/p>\n<div class=\"news-catRootline\" style=\"text-align: right;\">LABOKLIN Aktuell<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1730365626449{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1730365662715{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1730365673811{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F03%2Flab_akt_1507.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell%20Oktober%202022|target:_blank&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;5\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1730366011219{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1730366021238{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/lab_akt_1507.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Antibiose bei Harnwegsinfektionen (HWI)<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erkrankungen des Harntraktes sind ein h\u00e4ufiger Grund f\u00fcr die Vorstellung von Hunden und Katzen in der Praxis. 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