{"id":1339595,"date":"2009-08-19T15:41:02","date_gmt":"2009-08-19T13:41:02","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/?p=1339595"},"modified":"2024-10-21T10:22:25","modified_gmt":"2024-10-21T08:22:25","slug":"blutchemische-parameter-und-endokrinologie-des-kaninchens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/blutchemische-parameter-und-endokrinologie-des-kaninchens\/","title":{"rendered":"Blutchemische Parameter und Endokrinologie des Kaninchens"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Kaninchen hat sich in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Heimtier entwickelt. Dementsprechend gestiegen ist die Bereitschaft der Besitzer alles im Falle einer Erkrankung f\u00fcr ihr Tier zu tun, weswegen auch immer \u00f6fter labordiagnostische Untersuchungen durchgef\u00fchrt werden. Daraus resultiert f\u00fcr den behandelnden Tierarzt die Problematik nicht nur f\u00fcr Hund\/Katze\/Pferd sondern auch f\u00fcr Kaninchen und Nagetiere Ergebnisse in Bezug auf deren physiologische Besonderheiten richtig zu interpretieren. Dies wird durch die Tatsache erschwert, dass in der g\u00e4ngigen Literatur Normwerte nachzulesen sind, die meist auf Untersuchungen mit sehr wenigen, eher jungen und au\u00dferdem in der Regel Versuchstieren basieren.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1339595 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Tab. 1: &lt;\/b&gt; Blutchemische Parameter  und Endokrinologie des Kaninchens\u2003\" data-large_image_width=\"1235\" data-large_image_height=\"692\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-17.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"574\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-17-1024x574.png\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Blutchemische Parameter und Endokrinologie des Kaninchens\u2003\" aria-describedby=\"gallery-1-1339596\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-17-1024x574.png 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-17-300x168.png 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-17-768x430.png 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-min-17.png 1235w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1339596'>\n\t\t\t\t\t<b>Tab. 1: <\/b> Blutchemische Parameter  und Endokrinologie des Kaninchens\u2003\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1712738824138{margin-top: 10px !important;}&#8220;][vc_column_text]Diese Werte sind mit den verschiedensten Heimtierrassen oft nicht zu vereinbaren. Seit l\u00e4ngerem bieten wir ein Heimtierscreening an, unsere Normwerte basieren auf den neuesten Forschungsergebnissen. Um die Resultate richtig interpretieren zu k\u00f6nnen widmet sich dieses LABOKLIN Aktuell den physiologischen Besonderheiten der Heimkaninchen und geht weiters auf die wichtigsten internistischen Erkrankungen dieser Tiere ein.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Leberenzyme und leberassoziierte Parameter<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Bevor man sich der Interpretation der leberspezifischen Parameter zuwendet, sind einige tierartliche Besonderheiten zu bedenken: Beim Kaninchen stellt die GLDH das sensitivste Leberenzym dar, gleich gefolgt von der GGT. Sowohl AST als auch ALT sind nicht leberspezifisch und Erh\u00f6hungen dieser beiden Enzyme m\u00fcssen von anderen Erkrankungen abgegrenzt werden. Die Leber-ALT-Aktivit\u00e4t ist beim Kaninchen generell niedriger als bei anderen Spezies und zus\u00e4tzlich im Herzmuskel zu finden. Die AST ist ebenfalls im Herz- au\u00dferdem im Skelettmuskel und in den Erythrozyten vorhanden. Diese beiden Enzyme stellen also lediglich Indikatoren f\u00fcr Gewebesch\u00e4den dar, um diese zu lokalisieren m\u00fcssen noch Zusatzparameter CK, GGT und GLDH untersucht werden. Die GGT wird beim Kaninchen haupts\u00e4chlich im Nierenepithel gefunden und nur zu einem geringen Anteil im Gallengangsepithel, trotzdem f\u00fchrt eine Nierensch\u00e4digung kaum zu einer GGTErh\u00f6hung im Serum, da das Enzym in diesem Fall mit dem Harn ausgeschieden wird. Dadurch stellt ein Anstieg im Serum\/Plasma einen sehr guten Indikator f\u00fcr hepatobili\u00e4re Sch\u00e4den dar. Die Alkalische Phosphatase ist in Form von 2 Iso-Enzymen in der Leber vorhanden, au\u00dferdem im Darmepithel, den renalen Tubuli, den Osteoblasten und der Plazenta. Erh\u00f6hungen sind vor allem bei Erkrankungen mit Cholestase zu erwarten (z.b.: Leberkokzidiose, Fasciolose&#8230;) aber auch bei D\u00fcnndarmerkrankungen.<\/p>\n<p>Die Gallens\u00e4uren sind ein sehr sensitiver Indikator f\u00fcr die Leberfunktion. Beim Kaninchen sind sie jedoch mit Vorsicht zu interpretieren, weil erstens eine N\u00fcchternprobe (aufgrund der Caecotrophie) kaum m\u00f6glich ist und zweitens die Produktion zirkadianen Rhythmen unterworfen ist. Sehr hohe Werte sind dennoch ein Indikator f\u00fcr Erkrankungen die mit Gallenstau assoziiert sind. Bilirubin ist beim Kaninchen dahingehend interessant, dass dieses eine sehr geringe Biliverdin- Reduktase-Aktivit\u00e4t aufweist. Nur 30% Biliverdin werden in Bilirubin umgewandelt. Sichtbarer Ikterus ist beim Kaninchen ein seltener Befund, Bilirubin\u00e4mien sind h\u00e4ufig intra- bzw. posthepatisch (hepatische Lipidose, Kokzidiose,&#8230;) bedingt. \u00dcber pr\u00e4hepatischen Ikterus aufgrund h\u00e4molytischer An\u00e4mien (z.B.: assoziiert mit Lymphosarkom) ist beim Kaninchen wenig bekannt, es sollte aber immer zus\u00e4tzlich ein Blutbild angefertigt werden.<\/p>\n<p>Cholesterin und Triglyzerid &#8211; Werte k\u00f6nnen stark variieren zwischen den verschiedenen Kaninchenrassen, sind aber verglichen mit den anderen Hauss\u00e4ugetieren relativ niedrig. Bei sehr jungen Tieren sind die Cholesterinwerte deutlich h\u00f6her als bei adulten Tieren, dies wird mit der sehr cholesterinreichen Muttermilch in Zusammenhang gebracht. N\u00fcchternwerte zu erhalten ist kaum m\u00f6glich, die Interpretation gestaltet sich schwierig. Bei anorektischen Tieren deutet eine lip\u00e4mische Probe jedoch auf eine hepatische Lipidose im fortgeschrittenen Stadium hin, zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen erh\u00f6hte Ketonk\u00f6rper im Blut gefunden werden. Als Differentialdiagnose bei Tieren mit Lip\u00e4mie kommen weiters in Frage Diabetes mellitus, Pyometra und nephrotisches Syndrom. Niedrige Werte k\u00f6nnen mit Malnutrition bzw. Tr\u00e4chtigkeit in Zusammenhang stehen. Totalprotein, Albumin und Globulin sind interessant, da Albumin einen sehr hohen Anteil, bis zu 86%, ausmacht, der gamma-Globulinanteil nur ca. 12%. Ursachen f\u00fcr Erh\u00f6hungen bzw. Erniedrigungen entsprechen jenen der anderen Tierarten. Etwas erniedrigte Albuminspiegel k\u00f6nnen auch mit fehlender Caecotrophie in Zusammenhang stehen, da dieser Vorgang eine wichtige Rolle im Proteinstoffwechsel darstellt (wichtige Aminos\u00e4uren werden hierbei dem Kaninchen zur Verf\u00fcgung gestellt<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Hepatitische und hepatobili\u00e4re Erkrankungen<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Symptome wie Ikterus (sichtbarer Ikterus tritt bei Kaninchen sehr selten auf!), Ascites, Gewichtsverlust, K\u00fcmmern beim Jungtier, Anorexie, Diarrhoe, neurologische Symptome und Hepatomegalie sind zu beobachten. Urs\u00e4chlich f\u00fcr Lebererkrankungen k\u00f6nnen sein: Trauma (Sturz, Tritt,&#8230;aber auch Lobus caudatus &#8211; Torsion ist als Differentialdiagnose bei pl\u00f6tzlichen Todesf\u00e4llen bzw. akutem Abdomen nach vorangegangener k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t in Betracht zu ziehen, da dieser sehr frei beweglich in der Bauchh\u00f6hle liegt), Leberkokzidiose (v.a. beim Jungtier) \u2013 geht mit Hypalbumin\u00e4mie, Ascites, Anorexie, Diarrhoe, Bilirubin\u00e4mie und erh\u00f6hten Leberenzymen einher. Die Erkrankung wird h\u00e4ufig von einem Mangel der fettl\u00f6slichen Vitamine A und E begleitet. Diese sollten gegebenfalls labordiagnostisch \u00fcberpr\u00fcft bzw. prophylaktisch substituiert werden. Hepatische Lipidose (v.a. bei adip\u00f6sen Tieren als Folge zahlreicher anderer Erkrankungen die mit Anorexie verbunden sind) hierbei kommt es zus\u00e4tzlich neben der Leberenzymerh\u00f6hung in weiterer Folge zu Ketoazidose (erh\u00f6hte Ketonk\u00f6rper im Blut), erh\u00f6hten Gallens\u00e4uren und Lip\u00e4mie (Cholesterin und Triglyzeride erh\u00f6ht). Bei anorektischen Tieren ist eine Lip\u00e4mie immer als prognostisch ung\u00fcnstiges Zeichen zu betrachten.<\/p>\n<p>Leberneoplasien (selten als Prim\u00e4rtumor, h\u00e4ufig handelt es sich um Metastasen von Uteruskarzinomen) verursachen meist massive Erh\u00f6hung der Leberenzyme, Bilirubin, AP und Gallens\u00e4uren, labordiagnostisch kaum abgrenzbar davon sind Leberabszesse; hier ist gegebenfalls eine sonographische Abkl\u00e4rung bzw. histologische Untersuchung anzuschlie\u00dfen. Toxisch bedingte Hepatopathien sollten bei Kaninchen mit erh\u00f6hten Leberenzymen, Gallens\u00e4uren, Bilirubin immer in Betracht gezogen und anamnestisch abgekl\u00e4rt werden, v.a. wenn andere Ursachen ausgeschlossen wurden. Hierf\u00fcr verantwortlich k\u00f6nnen sein Aflatoxine (durch Aufnahme von verschimmelten Heu, verursachen eine Leberfibrose), Avocado oder Pinienbzw. Zedernholz, das unpassenderweise als Einstreu verwendet wird. Als letztes w\u00e4re noch Fasciolose und RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease, durch Calici-Viren ausgel\u00f6st) anzuf\u00fchren, ersteres geht mit Kachexie, Lethargie, Ascites und Tod einher und sollte bei Kaninchen mit Zugang zu nassen, sumpfigen Wiesen, bzw. Weiden, wo sich auch Wiederk\u00e4uer aufhalten, in Betracht gezogen werden. Labordiagnostisch kann man einen Verdacht (zu erwarten w\u00e4ren ggr. An\u00e4mie, Hypalbumin\u00e4mie, Anstieg der Leberenzyme und Eosinophilie) mit einer AKTiterbestimmung abkl\u00e4ren (Leberegeleier k\u00f6nnen in der parasitologischen Kotuntersuchung oft nicht gefunden werden!). Zweiteres betrifft v.a. adulte Tiere, es treten meist pl\u00f6tzliche Todesf\u00e4lle ohne vorhergehender Symptomatik auf, wenn doch zeigen die Tiere akut bzw. perakut Lethargie, Zyanosen, Tachypnoe bis Dyspnoe, Tachykardie, Kr\u00e4mpfe, Kollaps, Petechien bis fl\u00e4chenhafte Blutungen in den Schleimh\u00e4uten und versterben dann.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Niere und harnableitende Wege<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Kaninchen sind sehr empfindlich in Bezug auf St\u00f6rungen im S\u00e4ure &#8211; Basenhaushalt. Sie haben nur eine eingeschr\u00e4nkte F\u00e4higkeit H+ &#8211; Ionen \u00fcber die Niere auszuscheiden, auch andere Kompensationsmechanismen der Niere sind weniger gut ausgebildet, sie entwickeln somit sehr leicht, besonders nach Phasen der Inappetenz metabolische Azidosen. Schleifendiuretika sind bei Kaninchen aufgrund der geringen Ansprechbarkeit des Sammelr\u00f6hrchenepithels weniger effektiv als bei anderen Haustieren. In Experimenten hat sich gezeigt, dass Adrenalin beim Kaninchen den renalen Blutfluss und somit die glomerul\u00e4re Filtration stark reduziert, wodurch eine Oligurie auftritt. Wird per Infusion Fl\u00fcssigkeit substituiert muss deshalb darauf geachtet werden jeglichen Stress zu vermeiden, weiters ist der Harnabsatz sorgf\u00e4ltig zu \u00fcberwachen um eine Hyperinfusion zu vermeiden, die t\u00f6dlich enden kann.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Azot\u00e4mie<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Anstieg von Harnstoff und Kreatinin im Blut. Wenn dieser Zustand anh\u00e4lt, entsteht daraus eine Ur\u00e4mie und die Tiere zeigen dementsprechende Symptome. Beim Kaninchen entwickeln sich sehr leicht sehr ausgepr\u00e4gte pr\u00e4renale Azot\u00e4mien, Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind Dehydratation (fehlender Zugang zu Wasser!), Schock, Stress, Hitzschlag, kardiale Erkrankungen und daraus resultierende Minderdurchblutung der Niere, aber auch GI-H\u00e4morrhagien und Diarrh\u00f6en mit Gewichtsverlust (dabei erh\u00f6ht sich der Eiwei\u00dfkatabolismus und Harnstoff steigt an) k\u00f6nnen urs\u00e4chlich sein. Zu bedenken ist auch, dass Kaninchen eine geringere F\u00e4higkeit als andere Tiere aufweisen Harn zu konzentrieren und somit erh\u00f6hte Harnstoffwerte im Blut durch den Harnabsatz auszugleichen. Renale Azot\u00e4mien entstehen aufgrund von Erkrankungen des Nierenparenchyms, Nephrolitiasis, oder glomerul\u00e4rer Erkrankungen. Postrenale Azot\u00e4mien treten ebenfalls h\u00e4ufig auf, meist aufgrund von Urolithen oder Sludge, welche die unteren Harnwege verstopfen, aber auch Neoplasien, Traumen (Blasenruptur), neurogene Blasenfunktionsst\u00f6rungen und urethrale Muskelspasmen kommen bei Kaninchen in Frage. Sehr niedrige Harnstoffwerte k\u00f6nnen wie bei den anderen Spezies mit verminderter Leberfunktion assoziiert sein, niedrige Kreatininwerte entstehen aufgrund von Abnahme der Muskelmasse, dies tritt bei Kaninchen oft im Endstadium von Zahnerkrankungen auf und ist ein schlechtes prognostisches Zeichen.<\/p>\n<p>Elektrolyte: Calcium: Die Niere spielt eine wichtige Rolle im Calcium- Stoffwechsel, &#8211; gro\u00dfe Mengen werden als Calciumcarbonat im alkalischen Urin ausgeschieden. Vitamin D ist bei ausreichender Ca &#8211; Substitution \u00fcber die Nahrung nicht notwendig zur Ca \u2013 Resorption, wohl aber wenn die Calciummenge in der Nahrung zu niedrig ist. Serumcalciumspiegel haben im Vergleich zu den anderen Hauss\u00e4ugetieren eine viel weitere physiologische Bandbreite, die renale Exkretionsrate f\u00fcr Calcium betr\u00e4gt beim Kaninchen ca. 45 \u2013 60%, bei den anderen Haustieren ca. 2%. Hypocalc\u00e4mien beim Kaninchen k\u00f6nnen aufgrund von Durchfall, Hypalbumin\u00e4mien, sp\u00e4te Tr\u00e4chtigkeit \/ Laktation oder auch mangelnder Zufuhr \u00fcber die Nahrung auftreten. Letzteres wird mit der Entstehung von Zahnerkrankungen in Zusammenhang gebracht. Vor allem Kaninchen ohne Auslauf, die in erster Linie Mischfutter erhalten (dabei werden die leckeren mineralstoffarmen Bestandteil herausselektiert, der Rest verschm\u00e4ht, &#8211; dadurch entstehen Imbalanzen in der Mineralstoffversorgung, was sich wiederum negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirkt), sind betroffen. Hypercalc\u00e4mien sind schwierig zu verifizieren, bei Verdacht sollte zus\u00e4tzlich ionisiertes Kalzium bestimmt werden. Urs\u00e4chlich k\u00f6nnen sein Thymome bzw. Nierenerkrankungen (dabei f\u00e4llt oft ein f\u00fcr Kaninchen unphysiologisch klarer Harn auf) und \u00dcberversorgung \u00fcber die Nahrung. Phosphat: Generell weisen j\u00fcngere Tiere und Rammler h\u00f6here Werte auf als H\u00e4sinnen, vermutlich weil weibliche Kaninchen durch \u00d6stradioleinfluss mehr Phosphat ausscheiden und bei Jungtieren die Phosphatausscheidung (Wachstumshormone) gehemmt wird. Hyperphosphat\u00e4mien sind \u00dcberversorgung, schweren Nierenerkrankungen, H\u00e4molyse, Weichteiltrauma, Dehydratation und Blasenruptur assoziiert, Hypophosphat\u00e4mien mit Unterversorgung, dem Einsatz von Phosphatbindern und reduzierter intestinaler Absorption. Kalium, Natrium und Chlorid: Erh\u00f6hungen bzw. Erniedrigungen dieser Elektrolyte weisen die gleichen Ursachen auf wie bei den anderen Haustieren. Hypokali\u00e4mie ist eine m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr das \u201eFloppy-Rabbit- Syndrome\u201c. Dieses Syndrom umfasst den Symptomenkomplex Muskelschw\u00e4che, Parese, Paralyse, ged\u00e4mpfte oder fehlende Reaktion auf \u00e4u\u00dfere Reize, Kollaps, Synkope. Differentialdiagnosen f\u00fcr dieses Syndrom sind Hypomagnes\u00e4mien, Hypercalc\u00e4mien, Enzephalitozoonose, Toxoplasmose, aber auch Botulismus. Bei dieser Symptomatik immer Elektrolyte abkl\u00e4ren! Erkrankungen der Niere und der harnableitenden Wege: Erkrankungen wie Nierenabszesse, Pyelonephritis, Staphylokokken-assoziierte Nephritis, maligne Neoplasien treten auf. Weiters renale Amyloidose aufgrund chronischer Entz\u00fcndungsprozesse, Nierenfibrose (bei Enzephalitozoonose, verursacht eine milde, oft auch latente chronische Niereninsuffizienz, Harnstoff und Kreatinin sind nur geringgradig erh\u00f6ht) und Nephrolitiasis kommen vor. Die beiden letztgenannten sind bei Kaninchen relativ h\u00e4ufig anzutreffen. Um diese Erkrankungen voneinander abzugrenzen bedarf es weiterer Untersuchungen mittels Ultraschall, serologischer Abkl\u00e4rung (hinsichtlich Enzephalitozoonose) bzw. Zytologie\/ Histologie. Nieren- und Aortenverkalkung kann bei Kaninchen mit gest\u00f6rter Nierenfunktion und damit gest\u00f6rter Kalziumausscheidung zus\u00e4tzlich gefunden werden. Erkrankungen der unteren Harnwege stellen \u00e4hnlich wie bei den Hauskatzen ein sehr h\u00e4ufiges Problem der Heimkaninchen dar. Pr\u00e4disponiert sind bewegungsarme, adip\u00f6se Tiere, die ausschlie\u00dflich im Haus gehalten werden. Der ungew\u00f6hnliche Calciumstoffwechsel und die hierbei anfallenden Calciumcarbonate spielen dabei eine Rolle. Grunds\u00e4tzlich ist aber anzumerken, dass weniger die gro\u00dfen Mengen an Kalzium problematisch sind, die Niere ist ja gut an deren Ausscheidung angepasst, sondern viel mehr die nicht artgerechte Haltung und das daraus resultierende unphysiologische Verhalten bez\u00fcglich des Harnabsatz. Harnretention und daraus entstanderer st\u00e4rker konzentrierter Harn sind die eigentlich beg\u00fcnstigenden Faktoren, die zur Sludge- und Harnsteinbildung f\u00fchren. Bei Heimkaninchen ist die Harnabsatzfrequenz deutlich reduziert im Vergleich zu ihren freilebenden Artgenossen, besonders bei einzeln gehaltenen kastrierten Kaninchen, da der Stimulus sein Revier zu markieren f\u00fcr diese Tiere wegf\u00e4llt (schon Kaninchen, die zu zweit gehalten werden setzen deutlich \u00f6fter Harn ab als Einzeltiere), weiters setzen Wildkaninchen niemals Harn in ihren Bau ab, sondern nur drau\u00dfen. Haustiere, die ausschlie\u00dflich in K\u00e4figen gehalten werden, haben diese M\u00f6glichkeit nicht und versuchen oft den Harnabsatz so lang als m\u00f6glich zur\u00fcckzuhalten. Bei adip\u00f6sen Tieren kommt noch hinzu, dass ihr Gewicht bzw. daraus resultierende schmerzhafte Erkrankungen im Bereich der Wirbels\u00e4ule (Spondylitis) oder auch Pododermatitis sie daran hindert die f\u00fcr den Harnabsatz physiologische K\u00f6rperhaltung einzunehmen, der dann soweit es geht vermieden wird. Geringe Aufnahme von Wasser bzw. das fehlende Anbieten von ausreichend frischem Wasser, ausschlie\u00dfliche F\u00fctterung von Trockenfutter und Heu k\u00f6nnen erschwerend hinzukommen. Abschlie\u00dfend ist zu sagen, dass Kaninchen mit einer \u00dcberversorgung an Calcium gut zurechtkommen, wenn die Haltung artgerecht ist und die Tiere gen\u00fcgend Wasser aufnehmen. Sind allerdings bereits Probleme aufgetreten muss der Kalziumgehalt in der Nahrung deutlich gesenkt werden. Inkontinenz verursacht immer begleitend eine Dermatitis der Haut um die Anogenitalregion. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind neurologische Probleme (beispielsweise Enzephalitozoonose, Erkrankungen der Wirbels\u00e4ule \u2013 Abszess oder Trauma), Schmerzen beim Harnabsatz bedingt durch Zystitis, Urolithiasis, und Schmerzen bei der Einnahme der richtigen Position (Pododermatitis, Spondylitis). Exokriner \/ Endokriner Pankreas: Amylase wird beim Kaninchen fast ausschlie\u00dflich im Pankreas produziert, kaum in den Speicheldr\u00fcsen bzw. Darm und nicht in der Leber. Die Halbwertszeit im Plasma betr\u00e4gt allerdings nur 97 min (beim Hund betr\u00e4gt diese ca. 5 Stunden), Erh\u00f6hungen sind also schwer zu erfassen. Die Lipaseaktivit\u00e4t liegt beim Kaninchen generell etwas h\u00f6her als bei den anderen Tierarten, die Amylaseaktivit\u00e4t etwas niedriger. Erh\u00f6hungen sind mit Erkrankungen des Pankreas assoziiert, aber auch bei Niereninsuffizienz, Stress und Glukokortikoid &#8211; Gabe zu finden. Beim Kaninchen ist eine besonders deutliche Stresshyperglyk\u00e4mie zu beobachten, Werte bis 15 mmol\/l sind als physiologisch zu betrachten.<\/p>\n<p>Bei Verdacht auf DM sollten die Fructosamine mitbestimmt werden. Auch schwere Erkrankungen wie Ileus, Magen\u00fcberladung, fr\u00fche mukoide Enteropathie k\u00f6nnen sehr hohe Glukosewerte hervorrufen. Hypoglyk\u00e4mie tritt auf bei hepatischer Lipidose, mukoider Enteropathie (im sp\u00e4teren Verlauf) und Sepsis. Diabetis mellitus: Genetische Pr\u00e4disposition und zus\u00e4tzliche Umwelteinfl\u00fcsse spielen eine Rolle. Als Ursache wird ein Defekt in der Inssulinsekretion vermutet, Kaninchen weisen dann eine Hypergranulation der Betazellen auf, die Insulinfreisetzung ist somit stark beeintr\u00e4chtigt. Symptome wie Polyphagie, Polyurie, Polydipsie, Abmagerung und Katarakt k\u00f6nnen beobachtet werden. Labordiagnostisch fallen zum Teil sehr hohe Glukosewerte auf (bis 49 mmol\/l), Glucosurie, erh\u00f6htes spezifisches Harngewicht aber keine Ketonurie k\u00f6nnen gefunden werden. Pathohistologisch soll noch angemerkt werden, dass bereits beim latenten DM eine Hypergranulation der Inselzellen gesehen werden kann.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Elektrolyte<\/h2>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Calcium:<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Niere spielt eine wichtige Rolle im Calcium- Stoffwechsel, &#8211; gro\u00dfe Mengen werden als Calciumcarbonat im alkalischen Urin ausgeschieden. Vitamin D ist bei ausreichender Ca &#8211; Substitution \u00fcber die Nahrung nicht notwendig zur Ca \u2013 Resorption, wohl aber wenn die Calciummenge in der Nahrung zu niedrig ist. Serumcalciumspiegel haben im Vergleich zu den anderen Hauss\u00e4ugetieren eine viel weitere physiologische Bandbreite, die renale Exkretionsrate f\u00fcr Calcium betr\u00e4gt beim Kaninchen ca. 45 \u2013 60%, bei den anderen Haustieren ca. 2%. Hypocalc\u00e4mien beim Kaninchen k\u00f6nnen aufgrund von Durchfall, Hypalbumin\u00e4mien, sp\u00e4te Tr\u00e4chtigkeit \/ Laktation oder auch mangelnder Zufuhr \u00fcber die Nahrung auftreten. Letzteres wird mit der Entstehung von Zahnerkrankungen in Zusammenhang gebracht. Vor allem Kaninchen ohne Auslauf, die in erster Linie Mischfutter erhalten (dabei werden die leckeren mineralstoffarmen Bestandteil herausselektiert, der Rest verschm\u00e4ht, &#8211; dadurch entstehen Imbalanzen in der Mineralstoffversorgung, was sich wiederum negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirkt), sind betroffen. Hypercalc\u00e4mien sind schwierig zu verifizieren, bei Verdacht sollte zus\u00e4tzlich ionisiertes Kalzium bestimmt werden. Urs\u00e4chlich k\u00f6nnen sein Thymome bzw. Nierenerkrankungen (dabei f\u00e4llt oft ein f\u00fcr Kaninchen unphysiologisch klarer Harn auf) und \u00dcberversorgung \u00fcber die Nahrung.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Phosphat:<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Generell weisen j\u00fcngere Tiere und Rammler h\u00f6here Werte auf als H\u00e4sinnen, vermutlich weil weibliche Kaninchen durch \u00d6stradioleinfluss mehr Phosphat ausscheiden und bei Jungtieren die Phosphatausscheidung (Wachstumshormone) gehemmt wird. Hyperphosphat\u00e4mien sind \u00dcberversorgung, schweren Nierenerkrankungen, H\u00e4molyse, Weichteiltrauma, Dehydratation und Blasenruptur assoziiert, Hypophosphat\u00e4mien mit Unterversorgung, dem Einsatz von Phosphatbindern und reduzierter intestinaler Absorption.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kalium, Natrium und Chlorid:<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Erh\u00f6hungen bzw. Erniedrigungen dieser Elektrolyte weisen die gleichen Ursachen auf wie bei den anderen Haustieren. Hypokali\u00e4mie ist eine m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr das \u201eFloppy-Rabbit- Syndrome\u201c. Dieses Syndrom umfasst den Symptomenkomplex Muskelschw\u00e4che, Parese, Paralyse, ged\u00e4mpfte oder fehlende Reaktion auf \u00e4u\u00dfere Reize, Kollaps, Synkope. Differentialdiagnosen f\u00fcr dieses Syndrom sind Hypomagnes\u00e4mien, Hypercalc\u00e4mien, Enzephalitozoonose, Toxoplasmose, aber auch Botulismus. Bei dieser Symptomatik immer Elektrolyte abkl\u00e4ren!<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Erkrankungen der Niere und der harnableitenden Wege<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Erkrankungen wie Nierenabszesse, Pyelonephritis, Staphylokokken-assoziierte Nephritis, maligne Neoplasien treten auf. Weiters renale Amyloidose aufgrund chronischer Entz\u00fcndungsprozesse, Nierenfibrose (bei Enzephalitozoonose, verursacht eine milde, oft auch latente chronische Niereninsuffizienz, Harnstoff und Kreatinin sind nur geringgradig erh\u00f6ht) und Nephrolitiasis kommen vor. Die beiden letztgenannten sind bei Kaninchen relativ h\u00e4ufig anzutreffen. Um diese Erkrankungen voneinander abzugrenzen bedarf es weiterer Untersuchungen mittels Ultraschall, serologischer Abkl\u00e4rung (hinsichtlich Enzephalitozoonose) bzw. Zytologie\/ Histologie. Nieren- und Aortenverkalkung kann bei Kaninchen mit gest\u00f6rter Nierenfunktion und damit gest\u00f6rter Kalziumausscheidung zus\u00e4tzlich gefunden werden. Erkrankungen der unteren Harnwege stellen \u00e4hnlich wie bei den Hauskatzen ein sehr h\u00e4ufiges Problem der Heimkaninchen dar. Pr\u00e4disponiert sind bewegungsarme, adip\u00f6se Tiere, die ausschlie\u00dflich im Haus gehalten werden. Der ungew\u00f6hnliche Calciumstoffwechsel und die hierbei anfallenden Calciumcarbonate spielen dabei eine Rolle. Grunds\u00e4tzlich ist aber anzumerken, dass weniger die gro\u00dfen Mengen an Kalzium problematisch sind, die Niere ist ja gut an deren Ausscheidung angepasst, sondern viel mehr die nicht artgerechte Haltung und das daraus resultierende unphysiologische Verhalten bez\u00fcglich des Harnabsatz.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Harnretention und daraus entstanderer st\u00e4rker konzentrierter Harn sind die eigentlich beg\u00fcnstigenden Faktoren, die zur Sludge- und Harnsteinbildung f\u00fchren. Bei Heimkaninchen ist die Harnabsatzfrequenz deutlich reduziert im Vergleich zu ihren freilebenden Artgenossen, besonders bei einzeln gehaltenen kastrierten Kaninchen, da der Stimulus sein Revier zu markieren f\u00fcr diese Tiere wegf\u00e4llt (schon Kaninchen, die zu zweit gehalten werden setzen deutlich \u00f6fter Harn ab als Einzeltiere), weiters setzen Wildkaninchen niemals Harn in ihren Bau ab, sondern nur drau\u00dfen. Haustiere, die ausschlie\u00dflich in K\u00e4figen gehalten werden, haben diese M\u00f6glichkeit nicht und versuchen oft den Harnabsatz so lang als m\u00f6glich zur\u00fcckzuhalten. Bei adip\u00f6sen Tieren kommt noch hinzu, dass ihr Gewicht bzw. daraus resultierende schmerzhafte Erkrankungen im Bereich der Wirbels\u00e4ule (Spondylitis) oder auch Pododermatitis sie daran hindert die f\u00fcr den Harnabsatz physiologische K\u00f6rperhaltung einzunehmen, der dann soweit es geht vermieden wird. Geringe Aufnahme von Wasser bzw. das fehlende Anbieten von ausreichend frischem Wasser, ausschlie\u00dfliche F\u00fctterung von Trockenfutter und Heu k\u00f6nnen erschwerend hinzukommen. Abschlie\u00dfend ist zu sagen, dass Kaninchen mit einer \u00dcberversorgung an Calcium gut zurechtkommen, wenn die Haltung artgerecht ist und die Tiere gen\u00fcgend Wasser aufnehmen. Sind allerdings bereits Probleme aufgetreten muss der Kalziumgehalt in der Nahrung deutlich gesenkt werden. Inkontinenz verursacht immer begleitend eine Dermatitis der Haut um die Anogenitalregion. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind neurologische Probleme (beispielsweise Enzephalitozoonose, Erkrankungen der Wirbels\u00e4ule &#8211; Abszess oder Trauma), Schmerzen beim Harnabsatz bedingt durch Zystitis, Urolithiasis, und Schmerzen bei der Einnahme der richtigen Position (Pododermatitis, Spondylitis).<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Exokriner \/Endokriner Pankreas<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">\u00a0Amylase wird beim Kaninchen fast ausschlie\u00dflich im Pankreas produziert, kaum in den Speicheldr\u00fcsen bzw. Darm und nicht in der Leber. Die Halbwertszeit im Plasma betr\u00e4gt allerdings nur 97 min (beim Hund betr\u00e4gt diese ca. 5 Stunden), Erh\u00f6hungen sind also schwer zu erfassen. Die Lipaseaktivit\u00e4t liegt beim Kaninchen generell etwas h\u00f6her als bei den anderen Tierarten, die Amylaseaktivit\u00e4t etwas niedriger. Erh\u00f6hungen sind mit Erkrankungen des Pankreas assoziiert, aber auch bei Niereninsuffizienz, Stress und Glukokortikoid &#8211; Gabe zu finden. Beim Kaninchen ist eine besonders deutliche Stresshyperglyk\u00e4mie zu beobachten, Werte bis 15 mmol\/l sind als physiologisch zu betrachten. Bei Verdacht auf DM sollten die Fructosamine mitbestimmt werden. Auch schwere Erkrankungen wie Ileus, Magen\u00fcberladung, fr\u00fche mukoide Enteropathie k\u00f6nnen sehr hohe Glukosewerte hervorrufen. Hypoglyk\u00e4mie tritt auf bei hepatischer Lipidose, mukoider Enteropathie (im sp\u00e4teren Verlauf) und Sepsis. Diabetis mellitus: Genetische Pr\u00e4disposition und zus\u00e4tzliche Umwelteinfl\u00fcsse spielen eine Rolle. Als Ursache wird ein Defekt in der Inssulinsekretion vermutet, Kaninchen weisen dann eine Hypergranulation der Betazellen auf, die Insulinfreisetzung ist somit stark beeintr\u00e4chtigt. Symptome wie Polyphagie, Polyurie, Polydipsie, Abmagerung und Katarakt k\u00f6nnen beobachtet werden. Labordiagnostisch fallen zum Teil sehr hohe Glukosewerte auf (bis 49 mmol\/l), Glucosurie, erh\u00f6htes spezifisches Harngewicht aber keine Ketonurie k\u00f6nnen gefunden werden. Pathohistologisch soll noch angemerkt werden, dass bereits beim latenten DM eine Hypergranulation der Inselzellen gesehen werden kann.<\/p>\n<p class=\"news-date\" style=\"text-align: right;\">08 \/ 2009<\/p>\n<div class=\"news-catRootline\" style=\"text-align: right;\">LABOKLIN Aktuell<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1712662061694{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1729498921977{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1729498927588{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F03%2FLA_08_2009_Blutchemische_Parameter_und_Endokrinologie_des_Kaninchens-min.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell|target:_blank&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;5\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1729498937385{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1729498944055{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"csc-firstHeader\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LA_08_2009_Blutchemische_Parameter_und_Endokrinologie_des_Kaninchens-min.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Blutchemische Parameter und Endokrinologie des Kaninchens<\/strong><\/a><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kaninchen hat sich in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Heimtier entwickelt. 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