{"id":1338777,"date":"2018-04-18T14:52:26","date_gmt":"2018-04-18T12:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/?p=1338777"},"modified":"2025-02-24T09:56:25","modified_gmt":"2025-02-24T08:56:25","slug":"hodentumoren-bei-hunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/hodentumoren-bei-hunden\/","title":{"rendered":"Hodentumoren bei Hunden"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Einleitung<\/h2>\n<p>Hodentumoren treten bei unkastrierten R\u00fcden h\u00e4ufig auf. Insbesondere Kryptorchiden sind pr\u00e4disponiert. Es handelt sich in den meisten F\u00e4llen um Leydigzell-, Sertolizelltumoren und Seminome. Mischformen und das Auftreten von verschiedenen Tumoren in einem Hoden sind m\u00f6glich. Andere Tumoren wie Karzinome, Teratome oder Lymphome sind selten.<\/p>\n<h2>Klinische Befunde<\/h2>\n<p>Klinisch fallen Hodentumoren meist als Umfangsvermehrungen bzw. unterschiedlich gro\u00dfe Hoden oder Konsistenzver\u00e4nderungen auf. Dies kann an der Gr\u00f6\u00dfenzunahme des einen Hodens liegen, oder aber daran, dass der kontralaterale Hoden verkleinert ist. In manchen F\u00e4llen sind zun\u00e4chst nur die Folgen endokrinologischer St\u00f6rungen zu erkennen, wie z. B. Feminisierung, Haarkleidver\u00e4nderungen oder eine An\u00e4mie aufgrund von einer \u00d6strogen-bedingten Knochenmarkssuppression. Daher ist bei unklaren Hautver\u00e4nderungen eine Untersuchung der Hoden zu empfehlen. Diagnostisch spielt neben der Palpation insbesondere die Sonografie eine wichtige Rolle (Abb. 1).<\/p>\n<h2>Therapie<\/h2>\n<p>In den meisten F\u00e4llen kann eine Kastration als kurativ angesehen werden. Falls ein infiltratives Wachstum vermutet wird, sollte zus\u00e4tzlich das Skrotum entfernt werden. Hinsichtlich des Nutzens einer Chemotherapie ist bei metastasierenden Tumoren in der Literatur nur wenig bekannt. Bei klinischem Verdacht sollte der Lumballymphknoten untersucht werden. Da insbesondere Leydigzelltumoren h\u00e4ufig bilateral auftreten, empfiehlt sich nach M\u00f6glichkeit eine vollst\u00e4ndige Kastration. Grunds\u00e4tzlich sollten immer beide Hoden zur histopathologischen Diagnose eingesandt werden, auch wenn sich einer der beiden Hoden als klinisch unauff\u00e4llig darstellt.<\/p>\n<h2>Pathologie<\/h2>\n<p>Die Hoden werden in Formalin fixiert und in der Pathologie detailliert aufgearbeitet. Hierzu werden die Hoden l\u00e4ngs geteilt und dann in 2-4 mm dicken Scheiben lamelliert. Umfangsvermehrungen und <strong>makroskopisch<\/strong> auff\u00e4llige Bereiche werden repr\u00e4sentativ eingebettet. Zus\u00e4tzlich werden der Plexus pampinifomis und mehrere Lokalisationen aus dem Nebenhoden und ggf. des Skrotums histologisch untersucht.<\/p>\n<p>In der <strong>histologischen<\/strong> Untersuchung werden die Tumoren entsprechend der WHO (Tumors of the Genital System, Kennedy et al., 1998) klassifiziert und hinsichtlich ihres Wachstumsverhaltens beurteilt. Infiltratives Wachstum sowie Gef\u00e4\u00dfeinbr\u00fcche werden bei der Bewertung der Dignit\u00e4t speziell ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Von einigen Autoren wird eine <strong>Feinnadelbiopsie und zytologische Untersuchung<\/strong> empfohlen und als diagnostisch verwertbar eingesch\u00e4tzt. Dies kann im positiven Fall tats\u00e4chlich Hinweise hinsichtlich der Histogenese liefern, allerdings ist gerade bei zystischen oder stark eingebluteten Umfangsvermehrungen (vgl. Abb. 1 und 4a) das gewonnene Material oft nicht aussagef\u00e4hig. Ein sicherer Tumorausschluss ist zytologisch grunds\u00e4tzlich nicht m\u00f6glich. Weiterhin kann keine Aussage hinsichtlich Invasivit\u00e4t oder Gef\u00e4\u00dfeinbr\u00fcchen getroffen werden. Die sichere Diagnose eines Hodentumors kann daher nur mittels histologischer Untersuchung erfolgen.<\/p>\n<h2>Eigene Untersuchungen<\/h2>\n<p><strong>Material und Methoden<\/strong><\/p>\n<p>Es wurden ein oder beide Hoden von insgesamt 2138 Hunden aus der Routinediagnostik der Jahre 2013-2017 retrospektiv ausgewertet. Dabei wurden die Diagnosen in verschiedene Kategorien eingeteilt. Es wurde zwischen Leydig-, Sertolizelltumoren und Seminomen unterschieden. Falls mehrere verschiedene Tumoren pro Hund \u2013 in einem oder beiden Hoden \u2013 auftraten, wurden sie in der Gruppe \u201emultiple Tumoren\u201c aufgef\u00fchrt. In der Gruppe \u201eAndere\u201c wurden entz\u00fcndliche Ver\u00e4nderungen, Missbildungen und andere Tumoren zusammengefasst.<\/p>\n<h2>Ergebnisse und Diskussion<\/h2>\n<p>Die h\u00e4ufigsten Tumoren sind die Seminome, gefolgt von Leydigzelltumoren.<br \/>\nDie kleinste Gruppe stellen die Sertolizelltumoren dar. Auff\u00e4llig ist die gro\u00dfe Zahl von Tieren, bei denen verschiedene Tumoren des Hodens gefunden wurden.<\/p>\n<p>In der Literatur finden sich unterschiedliche Angaben \u00fcber die Verteilung der verschiedenen Hodentumoren, dies ist unter anderem davon anh\u00e4ngig, ob das Untersuchungsgut aus Einsendungsmaterial oder von Sektionstieren stammte, wobei letztere klinisch keine Hinweise auf eine mit Hodenver\u00e4nderungen assoziierte klinische Symptomatik zeigten und aus anderen Gr\u00fcnden euthanasiert wurden oder verstarben. In unserer Studie handelt es sich in den meisten F\u00e4llen um Einsendungsmaterial, bei denen klinisch (palpatorisch oder ultrasonografisch) Verdacht auf einen Hodentumor bestand.<\/p>\n<p><strong>Leydigzelltumoren<\/strong> (engl. \u201einterstitial cell tumor\u201c) gehen von den Leydigzellen aus und treten in 50 % der F\u00e4lle bilateral auf. Im Gegensatz zu Sertolizelltumoren oder Seminomen ist die Pr\u00e4valenz bei Kryptorchiden nicht erh\u00f6ht. H\u00e4ufig sind die Leydigzelltumoren kleiner als 1 cm und gelblich (vgl. Abb. 2). Das umgebende Gewebe kann weiterhin eine regul\u00e4re Spermatogenese aufweisen. Allerdings kommen auch gr\u00f6\u00dfere Tumoren mit Einblutungen und Nekrosen vor (Abb. 4). Histologisch lassen sich drei Wachstumsformen\u00a0 unterschieden (solide, zystisch- vaskul\u00e4r und pseudoadenomat\u00f6s), die sich aber hinsichtlich der Prognose nicht unterscheiden. Laut Literatur k\u00f6nnen sie in seltenen F\u00e4llen hormonell aktiv sein und \u00d6strogen produzieren, genauere Messwerte sind aber nicht beschrieben. Metastasierungen kommen in der Regel nicht vor.<\/p>\n<p><strong>Sertolizelltumoren<\/strong>, ausgehend von den Sertolizellen, kommen insbesondere bei Kryptorchiden vor, bei denen von einem bis zu 26-fach h\u00f6heren Risiko ausgegangen wird. Sertolizelltumoren sind aber auch in skrotal lokalisierten Hoden zu finden.<\/p>\n<p>Histologisch wird zwischen einem tubul\u00e4ren und einem diffusen Wachstum unterschieden, wobei das diffus-infiltrative Wachstum als Hinweis auf Malignit\u00e4t gewertet werden kann. Metastasierungen sind, je nach Literatur, in bis zu 15 % der F\u00e4lle beschrieben, wobei ein Zusammenhang zwischen Tumorgr\u00f6\u00dfe und Metastasierungsrate bestehen soll. Die Metastasierung erfolgt in erster Linie lymphogen, entsprechend sind in diesen F\u00e4llen die sublumbalen Lymphknoten am h\u00e4ufigsten betroffen.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1338777 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 1: &lt;\/b&gt; Ultraschallbild eines Hodentumors &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung von Dr. Beate Walter, LMU M\u00fcnchen&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"745\" data-large_image_height=\"547\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-5.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"547\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-5.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Ultraschallbild eines Hodentumors Bildquelle: Dr. Beate Walter, LMU M\u00fcnchen\" aria-describedby=\"gallery-1-1338778\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-5.jpg 745w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-5-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338778'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1: <\/b> Ultraschallbild eines Hodentumors <br><i>Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung von Dr. Beate Walter, LMU M\u00fcnchen<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 2: &lt;\/b&gt; Makroskopie eines Leydigzelltumors\" data-large_image_width=\"639\" data-large_image_height=\"479\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-7.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"639\" height=\"479\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-7.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Makroskopie eines Leydigzelltumors\" aria-describedby=\"gallery-1-1338782\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-7.jpg 639w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2-7-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338782'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2: <\/b> Makroskopie eines Leydigzelltumors\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 3:&lt;\/b&gt; Vorkommen von Hodenver\u00e4nderungen bei Hunden in diagnostischen Routineeinsendungen bei LABOKLIN der Jahre 2013-2017.\" data-large_image_width=\"568\" data-large_image_height=\"346\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-6.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"568\" height=\"346\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-6.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Vorkommen von Hodenver\u00e4nderungen bei Hunden in diagnostischen Routineeinsendungen bei LABOKLIN der Jahre 2013-2017.\" aria-describedby=\"gallery-1-1338786\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-6.jpg 568w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/3-6-300x183.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338786'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 3:<\/b> Vorkommen von Hodenver\u00e4nderungen bei Hunden in diagnostischen Routineeinsendungen bei LABOKLIN der Jahre 2013-2017.\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 4a, b:&lt;\/b&gt; Leydigzelltumor mit zystisch-vaskul\u00e4rem Wachstumsmuster, Blutungen und Nekrose\" data-large_image_width=\"422\" data-large_image_height=\"319\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-2.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"422\" height=\"319\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-2.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Leydigzelltumor mit zystisch-vaskul\u00e4rem Wachstumsmuster, Blutungen und Nekrose\" aria-describedby=\"gallery-1-1338790\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-2.jpg 422w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/4-2-300x227.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338790'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 4a, b:<\/b> Leydigzelltumor mit zystisch-vaskul\u00e4rem Wachstumsmuster, Blutungen und Nekrose\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 5a, b: &lt;\/b&gt; Sertolizelltumor mit palisadenartig angeordneten Tumorzellen (Abb. 5a) und Gef\u00e4\u00dfeinbr\u00fcchen (Abb. 5b)\" data-large_image_width=\"427\" data-large_image_height=\"318\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"427\" height=\"318\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-1.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Sertolizelltumor mit palisadenartig angeordneten Tumorzellen (Abb 5a) und Gef\u00e4\u00dfeinbr\u00fcchen (Abb. 5b)\" aria-describedby=\"gallery-1-1338794\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-1.jpg 427w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/5-1-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338794'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 5a, b: <\/b> Sertolizelltumor mit palisadenartig angeordneten Tumorzellen (Abb. 5a) und Gef\u00e4\u00dfeinbr\u00fcchen (Abb. 5b)\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 6: &lt;\/b&gt; \u00dcberwiegend diffus wachsendes Seminom mit Mitosen und Zellatypien\" data-large_image_width=\"427\" data-large_image_height=\"316\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"427\" height=\"316\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-1.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: \u00dcberwiegend diffus wachsendes Seminom mit Mitosen und Zellatypien\" aria-describedby=\"gallery-1-1338798\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-1.jpg 427w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/6-1-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338798'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 6: <\/b> \u00dcberwiegend diffus wachsendes Seminom mit Mitosen und Zellatypien\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 7: &lt;\/b&gt; Multiple Tumoren innerhalb eines Hodens\" data-large_image_width=\"1200\" data-large_image_height=\"900\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-1-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Multiple Tumoren innerhalb eines Hodens\" aria-describedby=\"gallery-1-1338802\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/7-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338802'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 7: <\/b> Multiple Tumoren innerhalb eines Hodens\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 8: &lt;\/b&gt; Gro\u00dfe pleomorphe Tumorzellpopulation ausgehend von den Spermatogonien (Seminom) in Kollision mit einer kleineren, lymphozyt\u00e4ren Tumorzellpopulation (Lymphom).\" data-large_image_width=\"429\" data-large_image_height=\"319\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/8-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"429\" height=\"319\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/8-1.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Gro\u00dfe pleomorphe Tumorzellpopulation ausgehend von den Spermatogonien (Seminom) in Kollision mit einer kleineren, lymphozyt\u00e4ren Tumorzellpopulation (Lymphom).\" aria-describedby=\"gallery-1-1338806\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/8-1.jpg 429w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/8-1-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338806'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 8: <\/b> Gro\u00dfe pleomorphe Tumorzellpopulation ausgehend von den Spermatogonien (Seminom) in Kollision mit einer kleineren, lymphozyt\u00e4ren Tumorzellpopulation (Lymphom).\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1720077965880{margin-top: 10px !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]H\u00e4ufig zeigt sich eine hormonelle Aktivit\u00e4t. In circa 25 % der Tumoren liegt eine \u00d6strogenproduktion vor, die zu einem Hyper\u00f6strogenismus f\u00fchren kann. Bei betroffenen R\u00fcden kann es durch einen erh\u00f6hten Gehalt an \u00d6stradiol im Blut (im Median 1\/3 erh\u00f6ht \u2013 29 pg\/ml bei einem Referenzwert von 18 pg\/ml nach Mischke et al., 2002) zu Haarkleidver\u00e4nderung, einer Feminisierung oder Knochenmarkshypoplasie kommen und weiterhin zu einem herabgesetzten Testosterongehalt (im Median 0,08 ng\/ml bei einem Referenzwert von 1,95 ng\/ml nach Mischke et al., 2002). Bei den hauseigenen Messungen wird ab einem Wert von 30 ng\/ml \u00d6stradiol das Ergebnis als hinweisend auf einen Sertolizelltumor gewertet. Weiterhin ist bei Sertolizelltumoren eine Inhibinproduktion beschrieben, welche die FSH-Freisetzung in der Hypophyse unterdr\u00fcckt, was zu einer verminderten Testosteronproduktion und somit zur herabgesetzten Spermatogenese f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Seminome<\/strong> sind Keimzelltumoren und stellen das Pendant zum Dysgerminom des Ovars dar. Sie werden ebenfalls geh\u00e4uft bei Kryptorchiden gefunden. Histologisch wachsen sie intratubul\u00e4r oder solide, h\u00e4ufig mit Kompression des umgebenden Gewebes. Eine hohe Mitoserate, mehrkernige Zellen und atypische Zellen sind nicht ungew\u00f6hnlich. Ein R\u00fcckschluss hinsichtlich des biologischen Verhaltens ist aber anhand der zellul\u00e4ren Differenzierung nicht m\u00f6glich. Typisch ist eine Infiltration von Lymphozyten. Eine hormonelle Aktivit\u00e4t hingegen kommt nicht vor. Trotz des histologisch malignen Erscheinungsbildes ist eine Metastasierung selten.<\/p>\n<h2>Multiple Hodentumoren<\/h2>\n<p>Innerhalb eines Hodens k\u00f6nnen verschiedene Tumoren auftreten. Diese m\u00fcssen von den gemischten Tumoren abgegrenzt werden, bei denen es sich um einen Tumor handelt, der Charakteristika von zwei oder drei Tumoren aufweist.<\/p>\n<p><strong>Metastasen<\/strong> anderer Tumoren in den Hoden sind vergleichsweise selten beschrieben. Neben Lymphomen und H\u00e4mangiosarkomen k\u00f6nnen auch Karzinome auftreten. Allerdings m\u00fcssen Metastasen von prim\u00e4ren Karzinomen des Rete testis abgegrenzt werden. In unserem Untersuchungsgut traten neben Karzinomen und Lymphomen auch Sarkome auf.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">Fazit f\u00fcr die Praxis<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Hodentumoren kommen h\u00e4ufig bei \u00e4lteren R\u00fcden vor. Auch bei j\u00fcngeren Tieren ist ein Kryptorchismus pr\u00e4disponierend. Da anhand der palpatorischen und ultrasonografischen Untersuchungsergebnisse nur bedingt R\u00fcckschl\u00fcsse hinsichtlich der Histogenese vorgenommen werden k\u00f6nnen, empfiehlt sich eine vollst\u00e4ndige Kastration und Einsendung zur histopathologischen Untersuchung, um R\u00fcckschl\u00fcsse hinsichtlich der Prognose ziehen zu k\u00f6nnen. Falls eine vollst\u00e4ndige Kastration vorgenommen wurde, sollten immer beide Hoden eingesendet werden (einfache Berechnung!), um ein bilaterales Auftreten ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1720077307857{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1720077335158{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1720077364562{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F03%2FLA_05_April_2018_Hodentumoren_beim_Hund_01-min.pdf|title:Intestinales%20Mikrobiom%20beim%20Hund|target:_blank&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;5\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1720077345118{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1720168329120{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"csc-firstHeader\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LA_05_April_2018_Hodentumoren_beim_Hund_01-min.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Hodentumoren bei Hunden<\/strong><\/a><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leydigzelltumore, Sertolizelltumore, Seminome \u2013 h\u00e4ufige Hodentumore beim \u00e4lteren R\u00fcden: die Kastration und eine histopathologische Diagnose sind entscheidend.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":1338782,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"Leydigzelltumore, Sertolizelltumore, Seminome \u2013 h\u00e4ufige Hodentumore beim \u00e4lteren R\u00fcden: die Kastration und eine histopathologische Diagnose sind entscheidend.","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[188],"tags":[],"class_list":["post-1338777","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-aktuell-2018","category-188","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1338777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1338777"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1338777\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1510294,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1338777\/revisions\/1510294"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1338782"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1338777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1338777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1338777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}