{"id":1316688,"date":"2022-06-28T13:42:49","date_gmt":"2022-06-28T11:42:49","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/de\/?p=1316688"},"modified":"2024-04-22T12:09:36","modified_gmt":"2024-04-22T10:09:36","slug":"parvoviren_bei_hunden_und_katzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/parvoviren_bei_hunden_und_katzen\/","title":{"rendered":"Parvoviren bei Hunden und Katzen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1650632075890{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Parvoviren spielen bei verschiedenen Tierarten als Infektionserreger eine bedeutende Rolle. Es handelt sich um kleine, unbeh\u00fcllte Viren mit einem linearen, einzelstr\u00e4ngigen DNS-Genom. Sie halten sich sehr stabil in der Umgebung und k\u00f6nnen, insbesondere in gr\u00f6\u00dferen Haltungen wie Tierheimen und Zuchten, zu hohen Tierverlusten f\u00fchren (Muzyczka und Berns, 2001; Decaro und Buonavoglia, 2012).<\/p>\n<p>Die Familie der <em>Parvoviridae<\/em> umfasst nach aktuellem Stand drei Unterfamilien, wobei die Unterfamilie der <em>Parvovirinae<\/em> die f\u00fcr Vertebraten wichtigen Genera umfasst. Innerhalb dieser Unterfamilie finden sich aktuell 10 Genera: <em>Amdoparvovirus, Artiparvovirus, Aveparvovirus, Bocaparvovirus, Copiparvovirus, Dependoparvovirus, Erythroparvovirus, Loriparvovirus, Protoparvovirus <\/em>und <em>Tetraparvovirus<\/em>. Die f\u00fcr Hunde und Katzen haupts\u00e4chlich relevanten Vertreter finden sich in den Genera <em>Bocaparvovirus<\/em> und<em> Protoparvovirus<\/em> (ICTV, 2022). Nachfolgend sind einige wichtige Parvoviren und ihre Krankheitsbilder bei Hund und Katze\u00a0 dargestellt.<\/p>\n<h2>Canine Parvoviren<\/h2>\n<p><strong>Protoparvovirus bei Hunden<\/strong><\/p>\n<p>Der bekannteste Vertreter der Protoparvoviren ist das canine Parvovirus 2 (CPV-2), das in den 1970ern bei Hunden als Hauptverursacher viraler Enteritiden identifiziert wurde (Cooper et al., 1979). Das Virus wurde weltweit endemisch und mittlerweile sind mehrere Virusst\u00e4mme bekannt, die vor allem bei jungen Hunden zu Erkrankungen f\u00fchren (Hoelzer und Parrish, 2010; Decaro et al., 2020).[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1316688 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 1:&lt;\/b&gt; D\u00fcnndarm: deutliche Zottenatrophie und -fusion mit Nekrosen der Kryptenepithelien (HE-F\u00e4rbung) &lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"600\" data-large_image_height=\"450\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung-1_1101T02670-Parvo-Darm.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung-1_1101T02670-Parvo-Darm.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1316694\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung-1_1101T02670-Parvo-Darm.jpg 600w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung-1_1101T02670-Parvo-Darm-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1316694'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1:<\/b> D\u00fcnndarm: deutliche Zottenatrophie und -fusion mit Nekrosen der Kryptenepithelien (HE-F\u00e4rbung) <br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 2:&lt;\/b&gt; D\u00fcnndarm: immunhistologischer Nachweis von Parvovirus-Antigen &lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"600\" data-large_image_height=\"450\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung2IHC.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung2IHC.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1316695\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung2IHC.jpg 600w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/web_Abbildung2IHC-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1316695'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2:<\/b> D\u00fcnndarm: immunhistologischer Nachweis von Parvovirus-Antigen <br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Pathogenese<br \/>\n<\/strong>Welpen immunisierter H\u00fcndinnen sind in der Regel durch die Aufnahme maternaler Antik\u00f6rper aus dem Kolostrum f\u00fcr ca. 2 bis 3 Monate vor einer Parvovirose gesch\u00fctzt. Eine zu fr\u00fche Impfung kann daher von maternalen Antik\u00f6rpern neutralisiert werden, sodass der<br \/>\nZeitpunkt der Impfung und das verwendete Impfschema wichtig sind (Decaro et al., 2020). Das CPV-2 wird f\u00e4kal-oral aufgenommen und die ersten klinischen Symptome zeigen sich in der Regel nach einer Inkubationszeit von 4 \u2013 14 Tagen. Das Virus repliziert sich nach der Aufnahme zun\u00e4chst im lokalen lymphatischen Gewebe des Oropharynx. Dann folgt eine\u00a0 Vir\u00e4mie (Sykes, 2014). Das CPV-2 dringt \u00fcber den Transferrin-Rezeptor in Zellen mit hoher Teilungsrate ein (Parker et al., 2001), wie sie sich besonders im Darm (intestinale Krypten) und in lymphatischen Organen wie Thymus, Lymphknoten und Knochenmark finden (Sykes,\u00a0 2014; Mylonakis et al., 2016).<\/p>\n<p><strong>Pathologische Ver\u00e4nderungen<\/strong><br \/>\nHistologisch findet man klassische L\u00e4sionen wie Nekrosen der Kryptenepithelien, verk\u00fcrzte und atrophierte Zotten (Abbildung 1), Riesenzellbildung als ein Anzeichen f\u00fcr Kryptenregeneration und lymphatische Depletionen. Teilweise k\u00f6nnen auch intranukle\u00e4re\u00a0\u00a0 Viruseinschlussk\u00f6rperchen beobachtet werden (Carman und Povey, 1985; Decaro und\u00a0 Buonavoglia, 2012, Osterhaus et al., 1980).<\/p>\n<p><strong>Klinik<\/strong><br \/>\nKlinisch zeigen sich bei der caninen Parvovirose daher insbesondere Gastroenteritiden mit h\u00e4morrhagischen Durchf\u00e4llen und Erbrechen. Zus\u00e4tzlich treten h\u00e4ufig auch Fieber und\u00a0 Anorexie sowie eine Dehydratation auf, die bis zum Tod f\u00fchren kann. Die Depletion von lymphatischem Gewebe kann zudem sekund\u00e4re systemische Bakteri\u00e4mien beg\u00fcnstigen, die fatal verlaufen k\u00f6nnen. Weiterhin wird aufgrund direkter Lymphozytolyse oft eine\u00a0 Lymphopenie beobachtet (Mazzaferro, 2020). Ein weiteres Erkrankungsbild, das vor allem\u00a0 bei sehr jungen Hunden auftritt, stellt die Myokarditis dar (Hayes et al., 1979).<\/p>\n<p><strong>Nachweis, Differentialdiagnosen und Therapie<\/strong><br \/>\nDie Diagnose einer Parvovirusinfektion kann im Verdachtsfall anhand des Nachweises von Viruspartikeln in F\u00e4zes oder Abstrichen erfolgen. Dazu stehen verschiedene M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung, insbesondere ELISA und PCR oder die eher in speziellen, oft forschungsorientierten Laboren m\u00f6glichen Techniken wie Elektronenmikroskopie, H\u00e4magglutination und Virusisolation. Auch eine immunhistologische Untersuchung auf\u00a0 Parvovirus-Antigen ist in einigen Laboren m\u00f6glich (Abbildung 2). Die PCR stellt eine sehr\u00a0 sensitive und spezifische Nachweismethode dar, w\u00e4hrend ein ELISA h\u00e4ufig schon in der\u00a0 Klinik zum Einsatz kommt (Mazzaferro, 2020). Zum Parvovirusnachweis mittels PCR k\u00f6nnen F\u00e4zes, EDTA-Blut oder Gewebe eingesandt werden. Nach einer Impfung mit Lebendimpfstoff kann die PCR bis zu 4 Wochen positiv ausfallen. Zur Parvovirus-Antigen-Bestimmung kann F\u00e4zes eingeschickt werden. Hier ist ein positives Ergebnis 5 \u2013 12 Tage nach einer Impfung mit Lebendimpfstoff m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Differentialdiagnostisch sollten insbesondere andere Viren, Bakterien, Endoparasiten, aber auch Futtermittelunvertr\u00e4glichkeiten oder f\u00fctterungsassoziierte Faktoren, Intoxikationen, Fremdk\u00f6rper, Pankreatitiden, Hypoadrenokortizismus oder IBD (inflammatory bowel\u00a0 disease) bedacht werden (Sykes, 2014).<\/p>\n<p>Therapeutisch empfiehlt sich vor allem eine symptomatische Therapie. Bei schwerwiegenden Verl\u00e4ufen infolge einer sekund\u00e4ren\u00a0 Bakteri\u00e4mie sollte die Therapie mit einer Antibiose gekoppelt sein. In einigen F\u00e4llen wird\u00a0 auch eine Analgesie empfohlen (Mazzaferro, 2020). Die wichtigste pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahme\u00a0 gegen die canine Parvovirose ist die Impfung (Decaro et al., 2020). Weiterhin m\u00fcssen nach\u00a0 Ausbr\u00fcchen wirksame Desinfektionsmittel eingesetzt und infizierte Tiere von gesunden\u00a0 isoliert werden (Sykes, 2014).<\/p>\n<p>Neben dem eher \u201etypischen\u201c und bekannten Bild ist das CPV-2 aber auch im\u00a0 Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern beschrieben. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Myokarditiden, Hepatitiden, chronische Immunkomplex- Erkrankungen und\u00a0 Meningoenzephalitiden (Berns und Parrish, 2007). Das canine Parvoviren und das feline\u00a0 Panleukopenievirus immer wieder in Neuronen nachgewiesen werden, wird schon l\u00e4nger \u00fcber eine m\u00f6gliche Replikation in Neuronen diskutiert (Garigliany et al., 2016; Schaudien et\u00a0 al., 2010).<\/p>\n<p><strong>Bocaparvovirus bei Hunden<br \/>\n<\/strong>Auch im Genus Bocaparvovirus finden sich klinisch relevante Vertreter der Parvoviren wie das sogenannte Minute Virus of Canines (fr\u00fcher canines Parvovirus 1). Es wird im Zusammenhang mit respiratorischen Erkrankungen bei jungen Hunden, mit Aborten und seltener mit Diarrh\u00f6 beschrieben. Bei adulten Tieren\u00a0 verlaufen die Infektionen in der Regel subklinisch (Kapoor et al., 2012; Harrison et al., 1992). Ein weiterer Vertreter ist das canine Bocavirus 2, welches aus Hunden mit respiratorischen Erkrankungen, aber auch aus gesunden Hunden isoliert wurde. Weiterhin wurde ein Stamm beschrieben, der CPV-2 \u00e4hnliche L\u00e4sionen bei einem Wurf junger Hunde verursachte (Bodewes, 2014).<\/p>\n<p>Das canine Bocavirus 3 wurde in der Leber eines Hundes gefunden, der zus\u00e4tzlich mit einem neuartigen Circovirus infiziert war (Li et al., 2013).<\/p>\n<h2>Feline Parvoviren<\/h2>\n<p><strong>Protoparvovirus bei Katzen<\/strong><\/p>\n<p>Das feline Panleukopenievirus (FPV) ist eng verwandt mit CPV-2 und wurde schon fr\u00fcher beobachtet, sodass eine Entwicklung des CPV-2 aus diesem mit angepasstem Wirtsspektrum\u00a0 diskutiert wird (Mazzaferro, 2020). \u00c4hnlich dem CPV-2 erfolgt nach oraler oder intranasaler Infektion die erste Virusreplikation im Oropharynx innerhalb von 18 \u2013 24 Stunden. Die Vir\u00e4mie mit Verteilung der Viren im Organismus erfolgt innerhalb von 2 Tagen bis hin zu einer Woche. Auch das FPV infiziert Zellen mit hoher Teilungsrate und geht daher mit \u00e4hnlichen Symptomen und L\u00e4sionen einher wie das CPV-2 (Stuetzer und Hartmann, 2014). Fetale oder neonatale Infektionen f\u00fchren zudem zu Defekten im zentralen Nervensystem. Diese entstehen durch eine Infektion der Neuroblasten der externen Granularzellschicht w\u00e4hrend der Entwicklung des Kleinhirns, die in der sp\u00e4ten Gestations- und fr\u00fchen neonatalen Phase abl\u00e4uft. Die Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen dann zu einer zerebell\u00e4ren Hypoplasie f\u00fchren (Aeffner et al., 2006; Csiza et al., 1971; Garigliany et al., 2016; Poncelet et al., 2013). \u00c4hnlich dem caninen Parvovirus wurde auch das FPV innerhalb von Neuronen beschrieben (Garigliany et al., 2016; Schaudien et al., 2010) wie auch bei einer jungen Katze mit Ataxie. Es fanden sich histologisch neuronale Vakuolisierungen. In diesen Neuronen wurden FPV-spezifische Nukleins\u00e4uren und Parvovirus-Antigen nachgewiesen (Pfankuche et al., 2020).<\/p>\n<p><strong>Bocaparvovirus bei Katzen<br \/>\n<\/strong>Auch bei Katzen sind Bocaparvoviren bekannt, die, \u00e4hnlich wie bei caninen Bocaparvoviren, teils auch bei asymptomatischen Katzen isoliert werden. Eine klare Assoziation der Infektion\u00a0 mit enteralen oder anderen systemischen Erkrankungen ist bislang noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt (Piewbang et al., 2019).<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Parvoviren bei Hunden und Katzen sind sehr stabile Erreger, die insbesondere in gr\u00f6\u00dferen Haltungen zu Problemen f\u00fchren k\u00f6nnen und nach wie vor in der Tiermedizin eine gro\u00dfe Rolle spielen. Zudem werden immer wieder weitere Varianten entdeckt. Neben den \u201eklassischen\u201c gastroenteralen Symptomen werden Parvoviren auch im Zusammenhang mit anderen Krankheitsbildern wie Myokarditiden, Hepatitiden, respiratorischen Erkrankungen, Immunkomplex-Erkrankungen, Aborten und ZNS-St\u00f6rungen beschrieben. Dabei ist ihre Bedeutung noch\u00a0 nicht f\u00fcr alle Krankheitsbilder abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt und weitere Forschung ist n\u00f6tig. Eine Parvovirusinfektion sollte aber auch bei diesen Krankheitsbildern differentialdiagnostisch in Erw\u00e4gung gezogen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Autorin: Dr. Ph.D. Vanessa Nippold<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1713780363384{margin-top: 10px !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h5 align=\"justify\"><strong><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"en-US\">Literatur:<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/strong><\/h5>\n<h6 align=\"justify\"><span style=\"color: #808080;\"><strong><span lang=\"en-US\">Aeffner, F, Ulrich, R, Schulze-Ruckamp, L.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Cerebellar hypoplasia in three sibling cats after intrauterine or early postnatal parvovirus infection<\/span><span lang=\"en-US\">. Dtsch Tierarztl Wochenschr.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">2006<\/span><span lang=\"en-US\">;113(11):<\/span><span lang=\"en-US\">403<\/span><span lang=\"en-US\">\u2013<\/span><span lang=\"en-US\">406<\/span><span lang=\"en-US\">.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Berns, K, Parrish, CR 5th ed. Lippincott, Williams and Wilkins; Philadelphia: 2007. <\/span>Parvoviridae. Fields Virology; pp. 2437\u20132477.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong><span lang=\"en-US\">Carman, PS, Povey, RC. Pathogenesis of canine parvovirus-2 in dogs: histopathology and antigen identification in tissues.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Res. Vet. Sci<\/span><span lang=\"en-US\">.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">1985;<\/span><span lang=\"en-US\">38<\/span><span lang=\"en-US\">:141\u2013150.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Cooper, BJ, Carmichael, LE, Appel, MJ, Greisen H. Canine viral enteritis. II. Morphologic lesions in naturally occurring parvovirus infection. Cornell Vet. 1979;69(3):134-144.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Csiza, CK, De Lahunta, A, Scott, FW.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Pathogenesis of feline panleukopenia virus in susceptible newborn kittens II: pathology and Immunofluorescence<\/span><span lang=\"en-US\">. <\/span>Infect Immun.\u00a01971;3(6):838\u2013846.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong><span lang=\"en-US\">Decaro, N, Buonavoglia, C, Barrs, VC. Canine parvovirus vaccination and immunisation failures: Are we far from disease eradication? Vet Microbiol. 2020;247:108760.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Decaro, N, Buonavoglia, C. Canine parvovirus\u2014a review of epidemiological and diagnostic aspects, with emphasis on type 2c.\u00a0Vet. Microbiol.<\/span><span lang=\"en-US\">\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">2012;155:1\u201312.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Garigliany, M, Gilliaux, G, Jolly, S.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Feline panleukopenia virus in cerebral neurons of young and adult cats<\/span><span lang=\"en-US\">. BMC Vet Res.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">2016<\/span><span lang=\"en-US\">;12:<\/span><span lang=\"en-US\">28<\/span><span lang=\"en-US\">.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Harrison, LR, Styer, EL, Pursell, AR<\/span><span lang=\"en-US\">, <\/span><span lang=\"en-US\">Carmichael LE, Nietfeld, JC. Fatal Disease in Nursing Puppies Associated with Minute Virus of Canines. J Vet Diagn Invest. 1992;4(1):19-22.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Hayes, MA, Russell, RG, Babiuk, LA. Sudden death in young dogs with myocarditis caused by parvovirus. J Am Vet Med Assoc. 1979 ;174(11):1197-1203.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Hoelzer, K, Parrish, CR. The emergence of parvoviruses of carnivores. Vet Res. 2010;41(6): 39.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">International Committee on Taxonomy of Viruses, <\/span><span lang=\"en-US\">ICTV, 2022.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Kapoor, A, Mehta, N, Dubovi, EJ, Simmonds, P, Govindasamy, L, Medina, JL, Street, C, Shields, S, Lipkin, WI. Characterization of novel canine bocaviruses and their association with respiratory disease. <\/span>J Gen Virol. 2012; 93(2):341\u2013346.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong><span lang=\"en-US\">Li, L, Pesavento, PA, Leutenegger, CM, Estrada, M, Coffey, LL, Naccache, SN, Samayoa, E, Chiu, C, Qiu, J, Wang, C, Deng, X, Delwart, E. A novel bocavirus in canine liver. Virol. J. 2013;10:54.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Mazzaferro, EM. Update on Canine Parvoviral Enteritis. Vet Clin North Am Small Anim Pract. 2020; 50(6):1307\u20131325.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Muzyczka, N, Berns KI.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Parvoviridae<\/span><span lang=\"en-US\">: The Viruses and Their Replication. In: Knipe D.M., Howley P.M., editors.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Fields Vorology.<\/span><span lang=\"en-US\">\u00a04th ed. Lippincott Williams &amp; Wilkins; Philadephia, PA: 2001. pp. 2327\u20132359.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Mylonakis, ME, Kalli, I, Rallis, TS. Canine parvoviral enteritis: an update on the clinical diagnosis, treatment, and prevention. <\/span>Vet Med (Auckl). 2016;7: 91\u2013100.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>Osterhaus, AD, Drost, GA, Wirahadiredja, RM, van den Ingh, TS. <span lang=\"en-US\">Canine viral enteritis: prevalence of parvo-, corona- and rotavirus infections in dogs in the Netherlands.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Vet.<br \/>\nQ<\/span><span lang=\"en-US\">.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">1980;<\/span><span lang=\"en-US\">2<\/span><span lang=\"en-US\">:181\u2013190.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Parker, JSL, Murphy, WJ, Wang, D, O&#8217;Brien, SJ, Parrish, CR. Canine and Feline Parvoviruses Can Use Human or Feline Transferrin Receptors To Bind, Enter, and Infect Cells. J Virol. 2001; 75(8): 3896\u20133902.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Piewbang, C, Kasantikul, T, Pringproa, K, Techangamsuwan, S. Feline bocavirus-1 associated with outbreaks of hemorrhagic enteritis in household cats: potential first evidence of a pathological role, viral tropism and natural genetic recombination. Scientific Reports. 2019;9.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Poncelet, L, Heraud, C, Springinsfeld, M.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">Identification of feline panleukopenia virus proteins expressed in Purkinje cell nuclei of cats with cerebellar hypoplasia<\/span><span lang=\"en-US\">. Vet J.\u00a0<\/span><span lang=\"en-US\">2013<\/span><span lang=\"en-US\">;196(3):<\/span><span lang=\"en-US\">381<\/span><span lang=\"en-US\">\u2013<\/span><span lang=\"en-US\">387<\/span><span lang=\"en-US\">.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Schaudien, D, Polizopouloi, Z, Koutinasm A. <\/span><span lang=\"en-US\">Leukoencephalopathy associated with parvovirus infection in Cretan Hound puppies. J Clin Micribiol. <\/span><span lang=\"en-US\">2010;48(9)<\/span><span lang=\"en-US\">:<\/span><span lang=\"en-US\">3169-<\/span><span lang=\"en-US\">3175.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Stuetzer, B, Hartmann, K. <\/span><span lang=\"en-US\">Feline parvovirus infection and associated diseases. Vet J.<\/span><span lang=\"en-US\">2014;201(2):<\/span><span lang=\"en-US\">150-<\/span><span lang=\"en-US\">155.<br \/>\n<\/span><span lang=\"en-US\">Sykes JE. 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