{"id":940400,"date":"2020-10-16T11:36:27","date_gmt":"2020-10-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/de\/cryptosporidien"},"modified":"2023-03-19T23:37:30","modified_gmt":"2023-03-19T22:37:30","slug":"cryptosporidien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/parasiten\/cryptosporidien\/","title":{"rendered":"Cryptosporidien"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<h3>Leistungsspektrum<\/h3><div class=\"vc_tta-panels-container\"><div class=\"vc_tta-panels\"><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/parasiten\/cryptosporidien\/cryptosporidien-antigen-eia\/\">Cryptosporidien - Antigen (EIA)<\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/parasiten\/cryptosporidien\/cryptosporidien-antigen-ifat\/\">Cryptosporidien - Antigen (IFAT)<\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/parasiten\/cryptosporidien\/cryptosporidien-pcr\/\">Cryptosporidien - PCR <\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/parasiten\/cryptosporidien\/cryptosporidien-differenzierung-pcr\/\">Cryptosporidien Differenzierung - PCR<\/a><\/li><\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1679265442902{margin-top: 40px !important;}&#8220;]Bei der Leistung <a href=\"\/de\/leistungen\/mikrobiologie-parasitologie\/parasitologie\/parasitologische-untersuchungen-kot\/reptilien-parasiten\/\">Reptilien-Parasiten<\/a> wird die modifizierte Ziehl-Neelsen-F\u00e4rbung zum Nachweis von Cryptosporidien durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<h3><div class=\"gap\" style=\"line-height: 20px; height: 20px;\"><\/div><\/h3>\n<h3>Allgemeine Informationen<\/h3>\n<p>Cryptosporidien sind sehr kleine, einzellige Parasiten des Gastrointestinaltrakts. Sie werden den Kokzidien zugeordnet. Es sind verschiedene Arten beschrieben, die morphologisch sehr \u00e4hnlich sind. Einige davon sind wirtspezifisch, andere (z.B. Cryptosporidium parvum) k\u00f6nnen verschiedene Tierarten und auch den Menschen (Zoonose) infizieren.<\/p>\n<p>Eine Infektion erfolgt durch Aufnahme von sporulierten Oozysten. Die infekti\u00f6se Dosis ist sehr gering (ca. 100 Oozysten). Die daraufhin freigesetzten Sporozoiten infizieren Darm\u00adepithelzellen und es schlie\u00dft sich ein Entwicklungszyklus \u00fcber Trophozoiten, Meronten, Merozoiten, Gamonten, Zygoten an, an dessen Ende wieder Oozysten gebildet werden. Die mit den Faeces ausgeschiedenen Oozysten weisen eine hohe Tenazit\u00e4t auf, sind unempfindlich gegen\u00fcber vielen Desinfektionsmitteln und k\u00f6nnen \u00fcber Monate infekti\u00f6s bleiben. Daher sind z.B. verunreinigte St\u00e4lle oder Terrarien h\u00e4ufige Ansteckungsquellen.<\/p>\n<p>Beim <b><strong>Rind<\/strong><\/b> ist die Cryptosporidiose eine sehr h\u00e4ufige Endoparasitose. Ein Gro\u00dfteil der K\u00e4lber macht eine Infektion mit C. parvum durch. Klinisch apparente Verl\u00e4ufe mit Enteritis und Durchfall treten insbesondere bei K\u00e4lbern bis zur 3. Lebenswoche, h\u00e4ufig im Zusammenhang mit Co-Infektionen, auf. Nicht selten sind auch <b><strong>L\u00e4mmer, Ferkel <\/strong><\/b>oder <b><strong>Fohlen<\/strong><\/b> betroffen.<\/p>\n<p>Eine weit niedrigere Pr\u00e4valenz zeigen<b><strong> Hund und Katze<\/strong><\/b>, meist handelt es sich um asymptomatische Infektionen. Allerdings werden auch hier f\u00fcr etwa 2 Wochen Oozysten mit dem Kot ausgeschieden. Manifeste Infektionen treten v.a. bei Welpen auf oder wenn ein anderer Erkrankungsprozess als Ursache f\u00fcr Immunsuppression zugrundeliegt (z.B. FELV, FIV, Staupe, Neoplasien usw.).<\/p>\n<p>Bei <b><strong>Reptilien<\/strong><\/b> stellt die Cryptosporidiose eine ernste Erkrankung dar, die insbesondere bei Schlangen- und Echsenbest\u00e4nden starke Verluste verursachen kann. C. serpentis ist ein wichtiger Parasit bei Schlangen und bef\u00e4llt die Magenschleimhaut. Durch die hervorgerufene chronische Entz\u00fcndung kann in weiterer Folge eine Schwellung und eine bindegewebige Verh\u00e4rtung im Magenbereich festgestellt werden. Typisch ist das Ausw\u00fcrgen der Nahrung Tage nach der Aufnahme. C. saurophilum (auch C. varanii genannt) zerst\u00f6rt dagegen die Schleimhaut der Darmw\u00e4nde betroffener Echsen und Schlangen. Klinisch zeigt sich eine Malabsorption mit Ausscheidung von unverdauter Nahrung, hochgradigem Gewichts- und Fl\u00fcssigkeitsverlust. Beide Erreger sind nicht pathogen f\u00fcr den Menschen. Nicht selten werden in Faeces von Reptilien C. muris und C. parvum als Darmpassanten (Ursprung: infizierte Futtertiere) gefunden. Daher ist bei einem positiven Befund eine weitere Differenzierung zwingend notwendig.<\/p>\n<p>Labordiagnostisch stehen verschiedene <b><strong>Methoden<\/strong><\/b> zum Nachweis zur Verf\u00fcgung. Bereits bei der mikroskopischen Untersuchung nach spezifischer Anreicherung (SAF) k\u00f6nnen Oozysten gefunden werden. Wie bei allen parasitologischen Kotuntersuchungen ist hierbei die Sensitivit\u00e4t bei ca. 60 % relativ eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Beim <b><strong>Rind<\/strong><\/b> empfiehlt sich die Untersuchung mittels ELISA, der C. parvum detektiert. Der Immunfluoreszenztest weist ein gr\u00f6\u00dferes Spektrum an Cryptosporidien-Spezies nach und ist deshalb bei<b><strong> Hund, Katze<\/strong><\/b>, aber auch <b><strong>kleinen Nagern<\/strong><\/b> (Meerschwein: C. wrairi) geeignet.<\/p>\n<p>Beim <b><strong>Reptil<\/strong><\/b> ist bei positivem Ergebnis die Differenzierung zwischen pathogenem Er\u00adreger oder Darmpassanten von Interesse. Hier wird die PCR mit anschlie\u00dfender Differenzierungsm\u00f6glichkeit empfohlen. Neben der PCR stehen auch der Nachweis mittels IFAT und die Mikroskopie zur Verf\u00fcgung. Diese Methoden erlauben aber keine Differenzierung der verschiedenen Spezies. Erfolgt die Untersuchung von Faeces von Reptilien mikroskopisch, so werden die Pr\u00e4parate zur Erh\u00f6hung der Nachweisrate zus\u00e4tzlich gef\u00e4rbt (modifizierte Ziehl-Neelsen-F\u00e4rbung).<\/p>\n<p>Zu beachten ist, dass ein einzelner negativer Befund eine Cryptosporidien-Infektion nicht vollst\u00e4ndig ausschlie\u00dft, da der Erreger intermittierend ausgeschieden werden kann. Eine erfolgreiche Therapie steht noch immer nicht zur Verf\u00fcgung. Symptomatische Therapie und Hygienemanagement stehen bei der Bek\u00e4mpfung der Cryptosporidiose im Vordergrund.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1679265442902{margin-top: 40px !important;}&#8220;]Bei der Leistung Reptilien-Parasiten wird die modifizierte Ziehl-Neelsen-F\u00e4rbung zum Nachweis von Cryptosporidien durchgef\u00fchrt. 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