{"id":4596,"date":"2020-07-06T15:15:11","date_gmt":"2020-07-06T13:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/de\/?page_id=4596"},"modified":"2024-11-20T20:49:34","modified_gmt":"2024-11-20T19:49:34","slug":"genetische-untersuchungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/fachinformationen\/praeanalytik\/genetische-untersuchungen\/","title":{"rendered":"Genetische Untersuchungen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; content_placement=&#8220;top&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Als Probenmaterial f\u00fcr den molekulargenetischen Nachweis von Erbkrankheiten, f\u00fcr Abstammungsanalysen sowie f\u00fcr die genetische Bestimmung von Fellfarben und Blutgruppen eignen sich<b>\u00a0EDTA-Vollblutproben (ca. 1 ml)<\/b>. Alternativ dazu k\u00f6nnen bei Hund und Katze Abstriche aus der Maulschleimhaut, sog. Backenabstriche, verwendet werden. Pro Tier sollten\u00a0<b>2 Backenabstriche<\/b>\u00a0(ohne Transportmedium) eingeschickt werden. F\u00fcr die Erstellung von DNA-Profilen bzw. Abstammungsgutachten bei Hund und Katze empfehlen wir immer die Einsendung einer Blutprobe.<br \/>\nBeim Pferd sind f\u00fcr alle genetischen Untersuchungen auch ca.\u00a0<b>20 Haarwurzeln<\/b>\u00a0von M\u00e4hnen- oder Schweifhaaren zur DNA-Isolierung geeignet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>EDTA-Blut\u00a0<\/b>ist das am besten geeignete Probenmaterial. Es ist unbedingt erforderlich, dass als Gerinnungshemmer EDTA verwendet wird. Lithium-Heparin oder Citrat sind als Antikoagulantien ungeeignet, da sie die nachfolgende PCR inhibieren k\u00f6nnen. In sehr seltenen F\u00e4llen k\u00f6nnen auch transportbedingte H\u00e4molyse oder extremer Stress bei der Probenentnahme dazu f\u00fchren, dass kein Ergebnis erzielt werden kann. Der Anteil nicht auswertbarer Blutproben liegt mit &lt; 1% allerdings extrem niedrig.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Backenabstriche<\/b>, h\u00e4ufig f\u00e4lschlicherweise auch als Speichelproben bezeichnet, sind ein f\u00fcr Gentests bei Hund und Katze gut geeignetes Probenmaterial, wenn eine korrekte Abnahme unter Einhaltung nachfolgender Regeln erfolgt:<\/p>\n<p class=\"bodytext\" style=\"padding-left: 40px;\"><strong>1.<\/strong> Das Tier sollte ca. 1 Stunde vor Probenentnahme nichts gefressen haben. Bei Welpen bzw. Kitten ist darauf zu achten, dass sie mind. 2 Stunden nicht ges\u00e4ugt worden sind, da sonst maternale Zellen das Ergebnis verf\u00e4lschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\" style=\"padding-left: 40px;\"><strong>2.<\/strong> Bei der Entnahme des Abstriches sollte an der Backeninnenseite kr\u00e4ftig geb\u00fcrstet werden, um gen\u00fcgend Zellen der Maulschleimhaut an den Abstrichtupfer zu bekommen. Der Gentest kann nur erfolgen, wenn gen\u00fcgend genetisches Material am Tupfer haftet, Speichel allein gen\u00fcgt in der Regel nicht f\u00fcr den Test. Allerdings sollte sich kein Blut an den Tupfern befinden!<\/p>\n<p class=\"bodytext\" style=\"padding-left: 40px;\"><strong>3.<\/strong> Um Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen zu verhindern, sollten die Abstriche nach Probenentnahme ca. 2 &#8211; 4 Stunden getrocknet werden. Dies erfolgt am einfachsten, indem man die Probenr\u00f6hrchen vorerst nicht vollst\u00e4ndig verschlie\u00dft.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Da bei den Schleimhautabstrichen deutlich weniger Zellmaterial zur Verf\u00fcgung steht als bei Blutproben, gelingt es nicht immer, aus Backenabstrichen ausreichend DNA f\u00fcr eine genetische Untersuchung zu isolieren. Dies ist bei ca. 5% der eingesendeten Backenabstriche der Fall. Wir empfehlen pro Tier 2 Backenabstriche einzusenden, damit mehr Material f\u00fcr eine Untersuchung zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p><strong>Spezial-Abstriche<\/strong><\/p>\n<p>Spezial-Abstriche werden f\u00fcr bestimme Tests wie das LaboGeneticsXXL Paket ben\u00f6tigt. Es empfiehlt sich auch, diese f\u00fcr das Premium-SNP-DNA-Profil zu verwenden. Bitte beachten Sie, dass wir bei beiden Tests weiterhin eine EDTA-Blutprobe empfehlen. Spezial-Abstrich-Tupfer k\u00f6nnen Sie f\u00fcr die empfohlenen Tests kostenfrei bei uns anfordern. F\u00fcr die korrekte Abnahme der Spezial-Abstriche ist neben der Nahrungskarenz vor Probennahme und den Besonderheiten bei der Entnahme des Abstriches an der Backeninnenseite (siehe Punkte 1 und 2 im vorangegangenen Abschnitt Backenabstriche) Folgendes zu beachten:<\/p>\n<p>&#8211; Halten Sie das R\u00f6hrchen aufrecht und schrauben Sie die Kappe ab.<\/p>\n<p>&#8211; Vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit der Fl\u00fcssigkeit. Bei Ber\u00fchrung mit der Haut sofort mit viel Wasser absp\u00fclen.<\/p>\n<p>&#8211; F\u00fchren Sie den Tupfer nach der Probenahme in das R\u00f6hrchen.<\/p>\n<p>&#8211; Brechen Sie ihn an der Sollbruchstelle ab, setzen Sie die Kappe wieder auf, verschlie\u00dfen Sie das R\u00f6hrchen fest und geben Sie es in die mitgelieferte\u00a0\u00a0 Laboklin-Umverpackung.<\/p>\n<p>F\u00fcr jedes Tier ist <strong>ein <\/strong>Spezial-Abstrichtupfer vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Haarwurzeln<\/b>\u00a0k\u00f6nnen beim Pferd f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von genetischen Untersuchungen verwendet werden. Daf\u00fcr werden ca. 20 ausgezogene M\u00e4hnen- oder Schweifhaare ben\u00f6tigt. Werden Haarproben von mehreren Tieren genommen, sind nach jeder Probennahme die H\u00e4nde sorgf\u00e4ltig zu reinigen &#8211; schon ein einziges Haar eines fremden Tieres kann das Ergebnis verf\u00e4lschen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Haare k\u00f6nnen z.B. in kleine Plastikt\u00fcten oder in Briefumschl\u00e4ge verpackt versendet werden, dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Haare in einem vom Auftrag getrennten Umschlag, der verschlossen ist, zur Einsendung kommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bei Rindern aus Mehrlingstr\u00e4chtigkeiten sollen aufgrund eines m\u00f6glichen Blutchim\u00e4rismus keine Blutproben, sondern dort, wo der Test das zul\u00e4sst, Haarwurzeln, Sperma oder Gewebeproben eingesendet werden. Ausnahme hiervon ist der Zwickentest, f\u00fcr den eine Blutprobe zwingend erforderlich ist<b>.<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Falls die Durchf\u00fchrung von Gentests aus anderen als den oben genannten Probenmaterialien gew\u00fcnscht ist, setzen Sie sich bitte vor Probeneinsendung mit uns in Verbindung.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; content_placement=&#8220;top&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;] Als Probenmaterial f\u00fcr den molekulargenetischen Nachweis von Erbkrankheiten, f\u00fcr Abstammungsanalysen sowie f\u00fcr die genetische Bestimmung von Fellfarben und Blutgruppen eignen sich\u00a0EDTA-Vollblutproben (ca. 1 ml). Alternativ dazu k\u00f6nnen bei Hund und Katze Abstriche aus der Maulschleimhaut, sog. Backenabstriche, verwendet werden. Pro Tier sollten\u00a02 Backenabstriche\u00a0(ohne Transportmedium) eingeschickt werden. 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