{"id":4594,"date":"2020-07-06T15:14:05","date_gmt":"2020-07-06T13:14:05","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/de\/?page_id=4594"},"modified":"2024-11-20T20:35:59","modified_gmt":"2024-11-20T19:35:59","slug":"polymerase-kettenreaktion-pcr","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/fachinformationen\/praeanalytik\/polymerase-kettenreaktion-pcr\/","title":{"rendered":"Polymerase-Kettenreaktion (PCR)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; content_placement=&#8220;top&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die PCR ist eine sehr sensitive sowie spezifische Methode zum\u00a0<b>Direktnachweis<\/b>\u00a0von Infektionserregern. Mittels PCR werden f\u00fcr die jeweiligen Erreger charakteristische Genabschnitte vervielf\u00e4ltigt und nachgewiesen &#8211; ggf. auch von nicht mehr vermehrungsf\u00e4higen Keimen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das f\u00fcr die PCR einzusendende Probenmaterial h\u00e4ngt entscheidend vom nachzuweisenden Erreger und der vorliegenden Symptomatik bzw. Fragestellung ab. Abh\u00e4ngig von der Ausbreitung des Erregers im K\u00f6rper und dessen Ausscheidung sind verschiedene Probenmaterialien geeignet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Erreger, die eine Vir\u00e4mie, Parasit\u00e4mie oder Bakteri\u00e4mie verursachen, k\u00f6nnen in dieser Phase der Infektion direkt in einer\u00a0<b>EDTA-Blutprobe<\/b>\u00a0(EB) nachgewiesen werden. Lithium-Heparin als Antikoagulans ist weniger gut geeignet, da es die PCR inhibieren kann. <strong>Bei Blutproben wie bei anderen fl\u00fcssigen Proben wird eine Menge von mindestens 0,2 ml ben\u00f6tigt.<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im Gegensatz zur kulturellen bakteriologischen\/mykologischen Untersuchung werden f\u00fcr PCR-Untersuchungen sterile\u00a0<b>Abstrichtupfer ohne Transportmedium<\/b>\u00a0(Abstrich ohne Medium (A), Tupfer ohne Medium, trockener Tupfer) empfohlen. Bei geringer Erregerkonzentration kann es bei Abstrichen in Medium zu falsch-negativen Ergebnissen kommen. Es gibt wenige Ausnahmen, wo ein spezielles Transportmedium erforderlich ist. Die Tupfer k\u00f6nnen f\u00fcr die Probenentnahme mit physiologischer Kochsalzl\u00f6sung angefeuchtet werden. Ebenso eignen sich f\u00fcr PCR-Untersuchungen sog. Cytobrushes (B\u00fcrstchentupfer), die in einem unbeschichteten, sterilen R\u00f6hrchen versendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr Erregernachweise aus\u00a0<b>Kot<\/b>\u00a0werden ca. haselnussgro\u00dfe Probenmengen ben\u00f6tigt. F\u00fcr manche Erreger (z.B. Coronavirus, Tritrichomonas foetus) empfehlen wir Sammelkotproben \u00fcber 3 Tage, da diese Erreger mit dem Kot intermittierend ausgeschieden werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Weitere Probenmaterialien wie z.B. Hautbiopsien, Organmaterial, Urin, Synovia, Liquor, Knochenmark- und Lymphknotenpunktate werden f\u00fcr PCR-Untersuchungen am besten in sterilen, unbeschichteten Probengef\u00e4\u00dfen verschickt. Fixierungsl\u00f6sungen wie Formalin o. \u00e4. k\u00f6nnen zu DNA-Degradation, PCR-Inhibition und damit zu falsch-negativen Ergebnissen f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Proben m\u00fcssen i. d. R. nicht gek\u00fchlt verschickt werden. Bis zum Versand kann das Probenmaterial im K\u00fchlschrank bei 2 &#8211; 8\u00b0 C gelagert werden. Wiederholtes Einfrieren\/Auftauen sollte unbedingt vermieden werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bitte beachten Sie: Die Erstellung eines Antibiogramms ist im Anschluss an eine PCR nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; content_placement=&#8220;top&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;] Die PCR ist eine sehr sensitive sowie spezifische Methode zum\u00a0Direktnachweis\u00a0von Infektionserregern. Mittels PCR werden f\u00fcr die jeweiligen Erreger charakteristische Genabschnitte vervielf\u00e4ltigt und nachgewiesen &#8211; ggf. auch von nicht mehr vermehrungsf\u00e4higen Keimen. Das f\u00fcr die PCR einzusendende Probenmaterial h\u00e4ngt entscheidend vom nachzuweisenden Erreger und der vorliegenden Symptomatik bzw. Fragestellung ab. 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