{"id":1211017,"date":"2020-10-16T11:36:27","date_gmt":"2020-10-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/de\/kupferspeicherkrankheit"},"modified":"2025-02-17T09:13:53","modified_gmt":"2025-02-17T08:13:53","slug":"kupferspeicherkrankheit-ct","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de\/leistungen\/genetik\/erbkrankheiten\/hund\/kupferspeicherkrankheit-ct\/","title":{"rendered":"Kupferspeicherkrankheit* (CT)"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"csc-firstHeader\">Kupferspeicherkrankheit* (CT)<\/h3><p><span>LABOKLIN Leistungs-ID: 8388<\/span><\/p><p class=\"bodytext\">Die Kupfer-Hom\u00f6ostase wird unter anderem durch die Aufnahme von Kupfer im D\u00fcnndarm und durch die Ausscheidung des \u00fcbersch\u00fcssigen Kupfers \u00fcber  das Gallensystem reguliert.  Bei den Rassen Labrador Retriever und Dobermann scheiden Hunde, die an einer Kupferspeicherkrankheit leiden, weniger Kupfer aus als gesunde Hunde. Dadurch kommt es zu \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Kupfereinlagerung in der Leber und in anderen Organen, was zu Lebersch\u00e4den und Zirrhose f\u00fchren kann. Die Erkrankung beginnt typischerweise erst relativ sp\u00e4t (im mittleren bzw. sp\u00e4ten Alter) mit variablen Symptomen wie zum Beispiel Gewichtsverlust, Lethargie, M\u00fcdigkeit, Erbrechen, Durchfall, abdominalen Schmerzen und neurologischen St\u00f6rungen. <br \/>\nEine Variante im Gen der kupfertransportierenden ATPase <strong>ATP7B<\/strong> kann mit einem erh\u00f6hten Kupferlevel in der Leber assoziiert werden und wird autosomal-dominant mit unvollst\u00e4ndiger Penetranz vererbt. Das bedeutet, dass Hunde mit einer Kopie der Variante (N\/ATP7B) ein leicht erh\u00f6htes Risiko besitzen, an der Kupferspeicherkrankheit zu erkranken. Hunde mit zwei Kopien der Variante (ATP7B\/ATP7B) haben dagegen ein noch h\u00f6heres Risiko f\u00fcr die Erkrankung. Da mehrere genetische Faktoren und Umweltfaktoren eine Kupferspeicherkrankheit ausl\u00f6sen, k\u00f6nnen auch Hunde ohne ATP7B-Variante an der Erkrankung leiden. Ebenso gibt es auch Hunde mit zwei Kopien der ATP7B-Variante, die dennoch zeitlebens keine Symptome zeigen. Hunde mit der ATP7B-Variante sollten allerdings immer mit Hunden ohne ATP7B-Variante verpaart werden. <br \/>\nEine Variante im Gen der <strong>ATP7A<\/strong>-ATPase dagegen verringert das Risiko f\u00fcr Kupferspeicherkrankheit bei Hunden der Rasse Labrador Retriever mit ein oder zwei Kopien der ATP7B-Variante, indem es die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Ansammlung an Kupfer in der Leber minimiert. Da die ATP7A-Variante X-chromosomal dominant mit unvollst\u00e4ndiger Penetranz vererbt wird, m\u00fcssen H\u00fcndinnen f\u00fcr den sch\u00fctzenden Effekt die Variante von beiden Elterntieren erben, w\u00e4hrend bei R\u00fcden das ATPA-Gen nur auf dem einen X-Chromosom vorliegen kann und somit eine Variante des Gens ausreicht.  Aus diesem Grund erkranken H\u00fcndinnen h\u00e4ufiger als R\u00fcden. Bei der Rasse Dobermann wurde  die ATP7A-Variante ebenfalls identifiziert, bislang konnte aber bei dieser Rasse der sch\u00fctzende Effekt der ATP7A-Variante noch nicht nachgewiesen werden.  <br \/>\n<\/p><table class=\"tx-laboklinleistung-table contenttable contenttable-2\" style=\"margin-top: 35px;\"><tr><td class=\"td-0\"><strong>Methode<\/strong><\/td><td class=\"td-1\"><p class=\"bodytext\">Partnerlabor<\/p><\/td><\/tr><tr><td class=\"td-0\"><strong>Rasse<\/strong><\/td><td class=\"td-1\"><p class=\"bodytext\">Australian-Labradoodle (Cobberdog), Dobermann, Labradoodle, Labrador Retriever<\/p><\/td><\/tr><tr><td class=\"td-0\"><strong>Erbgang<\/strong><\/td><td class=\"td-1\"><p class=\"bodytext\">autosomal-dominant mit variabler Penetranz (ATP7B) bzw. X-chromosomal mit unbekannter Penetranz (ATP7A)<\/p><\/td><\/tr><tr><td class=\"td-0\"><strong>Dauer<\/strong><\/td><td class=\"td-1\"><p class=\"bodytext\">1 - 2 Wochen nach Erhalt der Probe<\/p><\/td><\/tr><\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kupferspeicherkrankheit* (CT)LABOKLIN Leistungs-ID: 8388Die Kupfer-Hom\u00f6ostase wird unter anderem durch die Aufnahme von Kupfer im D\u00fcnndarm und durch die Ausscheidung des \u00fcbersch\u00fcssigen Kupfers \u00fcber das Gallensystem reguliert. Bei den Rassen Labrador Retriever und Dobermann scheiden Hunde, die an einer Kupferspeicherkrankheit leiden, weniger Kupfer aus als gesunde Hunde. 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