{"id":1573550,"date":"2025-11-17T12:47:07","date_gmt":"2025-11-17T11:47:07","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/geschlechtsbestimmung-bei-schlangen\/"},"modified":"2025-11-18T09:09:06","modified_gmt":"2025-11-18T08:09:06","slug":"geschlechtsbestimmung-bei-schlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/geschlechtsbestimmung-bei-schlangen\/","title":{"rendered":"Geschlechtsbestimmung bei Schlangen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#187;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#187;&#187;]Die Haltung von Reptilien in menschlicher Obhut geschieht h\u00e4ufig mit dem Ziel, die gepflegte Art auch zu vermehren. Eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die Zucht ist dabei die Kenntnis \u00fcber das Ge-schlecht der eigenen Tiere. Zus\u00e4tzlich ist dieses Wissen notwendig, weil es bei gleichgeschlechtlichen Individuen vieler Arten, sp\u00e4testens ab Eintritt der Geschlechtsreife, zu territorialem Verhalten kommen kann, das sich im schlimmsten Fall in aggressiven Auseinandersetzungen \u00e4u\u00dfert. Zwar gibt es auch bei vielen Reptilien, und auch bei zahlreichen Schlangen, einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus, dieser besteht allerdings nur in Ausnahmef\u00e4llen bei juvenilen Tieren, da er sich im Regelfall erst im Laufe der Zeit herausbildet. Bei vielen Arten erreicht er seine volle Auspr\u00e4gung fr\u00fchestens mit der Geschlechtsreife (Abb. 1). Ein prominentes Beispiel sind die Anakondas (Gattung <em>Eunectes<\/em>), bei denen adulte Weibchen um ein Vielfaches gr\u00f6\u00dfer werden als die M\u00e4nnchen. Ein weiteres Beispiel ist die Tempelotter (<em>Tropidolaemus wagleri<\/em>), bei der neben einem Geschlechtsdimorphismus auch ein Geschlechtsdichromatismus, also ein geschlechtsspezifischer Unterschied in F\u00e4rbung und Zeichnung besteht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Geschlechtsbestimmung bei adulten Individuen vieler Spezies vergleichsweise einfach ist, wird es bei subadulten oder juvenilen Tieren zur Herausforderung. Dabei ist gerade die korrekte Bestimmung von Schl\u00fcpflingen besonders wichtig, da die Abgabe an neue Halter eben meist bereits in diesem Alter erfolgt.<\/p>\n<p>Es gibt eine Reihe <strong>manueller Methoden der Ge<\/strong><strong>schlechtsbestimmung, <\/strong>die ihrerseits h\u00e4ufig Nachteile haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>1. Popping<\/h2>\n<p>Das sogenannte Popping bezeichnet ein k\u00fcnstliches Hervorst\u00fclpen der Hemipenes m\u00e4nnlicher Schlangen aus den Hemipenistaschen (Abb. 2). Diese Methode hat den Nachteil, dass sie h\u00e4ufig nur bei sehr jungen Schlangen anwendbar ist, weil sich der Hemipenis bei \u00e4lteren Tieren nicht mehr hervorst\u00fclpen l\u00e4sst. Zus\u00e4tzlich besteht eine nicht unerhebliche Gefahr von Verletzungen im Bereich der Wirbels\u00e4ule durch Abknicken des Schwanzes und Druckaus\u00fcbung direkt distal der Kloake. Des Weiteren besteht hier immer die Gefahr der Fehlbestimmung, sodass eigentliche M\u00e4nnchen als Weibchen fehlinterpretiert werden, wenn ein Hervorst\u00fclpen des Hemipenis misslingt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>2. Sondieren<\/h2>\n<p>Das Sondieren bezeichnet das Einf\u00fchren einer Metallsonde in die Hemipenis- bzw. Hemiklitoristaschen unmittelbar distal der Kloake. Die Eindringtiefe der Sonde wird dabei in der Anzahl von Subcaudalschuppen gemessen, welche sie passiert. Die tieferen Hemipenistaschen m\u00e4nnlicher Schlangen erlauben dabei ein tieferes Eindringen. Der gr\u00f6\u00dfte Nachteil ist hierbei, dass ein Sondieren sehr kleiner Schlangen schlicht nicht m\u00f6glich ist, weil ein Verletzungsrisiko im Sinne des Durchsto\u00dfens der Hemiklitoris der Weibchen besteht (Abb. 3). Auch birgt hier immer das Risiko einer Fehlbestimmung, und zwar in beide Richtungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>3. Adspektion<\/h2>\n<p>Bestimmte Merkmale k\u00f6nnen ohne weitere Manipulation einen Hinweis auf das Geschlecht von Schlangen geben. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise die Schwanzform oder sichtbare Geschlechtsmerkmale, z. B. in Form von Hemipenistaschen am Natternhemd (Abb. 4). Diese Methoden erfordern einerseits viel Erfahrung und sind gleichzeitig sehr unsicher, weshalb sie nur unter gr\u00f6\u00dftem Vorbehalt angewendet werden sollten.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#187;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#187;&#187;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1573550 gallery-columns-1 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Reptilien | &lt;b&gt;Abb. 1:&lt;\/b&gt; Geschlechtsdimorphismus bei der Steppennatter (Elaphe dione), M\u00e4nnchen oben, Weibchen unten\n&lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Gregor Geisler&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"2000\" data-large_image_height=\"1333\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsdimorphismus_steppennatter.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsdimorphismus_steppennatter.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Geschlechtsdimorphismus bei der Steppennatter (Elaphe dione), M\u00e4nnchen oben, Weibchen unten\" aria-describedby=\"gallery-1-1573551\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsdimorphismus_steppennatter.jpg 2000w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsdimorphismus_steppennatter-300x200.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsdimorphismus_steppennatter-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsdimorphismus_steppennatter-768x512.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsdimorphismus_steppennatter-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1573551'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1:<\/b> Geschlechtsdimorphismus bei der Steppennatter (Elaphe dione), M\u00e4nnchen oben, Weibchen unten\n<br><i>Bildquelle: Gregor Geisler<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Reptilien | &lt;b&gt;Abb. 2:&lt;\/b&gt; Hervorgest\u00fclpter Hemipenis bei einer juvenilen Archelaphe bella chapaensis\t&lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Gregor Geisler&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"2000\" data-large_image_height=\"1333\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hervorgestuelpter_hemipenis.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hervorgestuelpter_hemipenis.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Hervorgest\u00fclpter Hemipenis bei einer juvenilen Archelaphe bella chapaensis\" aria-describedby=\"gallery-1-1573554\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hervorgestuelpter_hemipenis.jpg 2000w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hervorgestuelpter_hemipenis-300x200.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hervorgestuelpter_hemipenis-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hervorgestuelpter_hemipenis-768x512.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/hervorgestuelpter_hemipenis-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1573554'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2:<\/b> Hervorgest\u00fclpter Hemipenis bei einer juvenilen Archelaphe bella chapaensis\t<br><i>Bildquelle: Gregor Geisler<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Reptilien | &lt;b&gt;Abb. 3:&lt;\/b&gt; Die Schl\u00fcpflinge vieler Arten sollten wegen des hohen Verletzungsrisikos nicht sondiert werden\n&lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Gregor Geisler&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"2000\" data-large_image_height=\"1333\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/schluepfling.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/schluepfling.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Die Schl\u00fcpflinge vieler Arten sollten wegen des hohen Verletzungsrisikos nicht sondiert werden\" aria-describedby=\"gallery-1-1573555\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/schluepfling.jpg 2000w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/schluepfling-300x200.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/schluepfling-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/schluepfling-768x512.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/schluepfling-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1573555'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 3:<\/b> Die Schl\u00fcpflinge vieler Arten sollten wegen des hohen Verletzungsrisikos nicht sondiert werden\n<br><i>Bildquelle: Gregor Geisler<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Repitlien | &lt;b&gt;Abb. 4:&lt;\/b&gt; Am Natternhemd adulter Schlangen lassen sich manchmal die Hemipenistaschen erkennen &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Gregor Geisler&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"1200\" data-large_image_height=\"800\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/natternhemd_mit_hemipenistasche.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/natternhemd_mit_hemipenistasche.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"natternhemd mit hemipenistasche\" aria-describedby=\"gallery-1-1573556\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/natternhemd_mit_hemipenistasche.jpg 1200w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/natternhemd_mit_hemipenistasche-300x200.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/natternhemd_mit_hemipenistasche-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/natternhemd_mit_hemipenistasche-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1573556'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 4:<\/b> Am Natternhemd adulter Schlangen lassen sich manchmal die Hemipenistaschen erkennen <br><i>Bildquelle: Gregor Geisler<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Reptilien | &lt;b&gt;Abb. 5:&lt;\/b&gt; In der PCR wird ein Genabschnitt auf dem W-Chromosom der Weibchen amplifiziert, was sich anschlie\u00dfend auch auf dem Gel darstellen l\u00e4sst\t&lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Gregor Geisler&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"1790\" data-large_image_height=\"1256\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pcr_gel_schlange_geschlechtsbestimmung.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1790\" height=\"1256\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pcr_gel_schlange_geschlechtsbestimmung.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"In der PCR wird ein Genabschnitt auf dem W-Chromosom der Weibchen amplifiziert, was sich anschlie\u00dfend auch auf dem Gel darstellen l\u00e4sst\" aria-describedby=\"gallery-1-1573557\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pcr_gel_schlange_geschlechtsbestimmung.jpg 1790w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pcr_gel_schlange_geschlechtsbestimmung-300x211.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pcr_gel_schlange_geschlechtsbestimmung-1024x719.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pcr_gel_schlange_geschlechtsbestimmung-768x539.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pcr_gel_schlange_geschlechtsbestimmung-1536x1078.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1790px) 100vw, 1790px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1573557'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 5:<\/b> In der PCR wird ein Genabschnitt auf dem W-Chromosom der Weibchen amplifiziert, was sich anschlie\u00dfend auch auf dem Gel darstellen l\u00e4sst\t<br><i>Bildquelle: Gregor Geisler<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#187;.vc_custom_1752749563424{margin-top: 10px !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;&#187;]Wegen der vielen Nachteile der klassischen Methoden, haben wir eine <strong>molekularbiologische Methode <\/strong>etabliert, die eine zuverl\u00e4ssige Geschlechtsbestimmung vieler Spezies erlaubt. Dabei werden bestimmte Gene auf dem W-Chromosom weiblicher Schlangen nachgewiesen (Abb. 5). Als Probenmaterial sind H\u00e4utungen, Schleimhauttupfer oder EDTA-Blut geeignet. Die Vorteile sind eindeutig: Einerseits kann eine Geschlechtsbestimmung v\u00f6llig altersunabh\u00e4ngig durchgef\u00fchrt werden, andererseits besteht keine Verletzungsgefahr. Die Probengewinnung ist sehr einfach und daher f\u00fcr Schlangenhalter unproblematisch.<\/p>\n<p>Wir konnten unsere Methode bereits bei \u00fcber 60 Schlangenarten erfolgreich anwenden und bauen unser Angebot im weiteren Verlauf stetig aus. Die genetische Geschlechtsbestimmung bieten wir bis jetzt f\u00fcr Vipern, Grubenottern und f\u00fcr die meisten Nattern an. Alle h\u00e4ufig gehaltenen Arten wie Kornnatter, K\u00f6nigsnatter oder Hakennasennatter k\u00f6nnen sicher bestimmt werden. F\u00fcr Boas und Pythons arbeiten wir derzeit an einer separaten Methode, um auch hier in Zukunft einen genetischen Test zur Geschlechtsbestimmung anzubieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die Geschlechtsbestimmung bei Schlangen, ins-besondere Schl\u00fcpflingen, ist lange eine Herausforderung gewesen. Mit dem genetischen Test gibt es nun eine ungef\u00e4hrliche und sichere Alternative zu den althergebrachten Methoden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Gregor Geisler<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; gap=&#187;10&#8243; equal_height=&#187;yes&#187; css=&#187;.vc_custom_1713769814380{margin-top: 30px !important;}&#187;][vc_column][vc_column_text css=&#187;&#187;]<\/p>\n<h5><span style=\"color: #000000;\"><strong>Weiterf\u00fchrende<\/strong> <strong>Literatur<\/strong><\/span><\/h5>\n<h6><strong><span style=\"color: #808080;\">Pyron RA, Burbrink FT, Colli GR, de Oca AN, Vitt LJ, Kuczynski CA, Wiens JJ. The phylogeny of advanced snakes (Colubroidea), with discovery of a new subfamily and comparison of support methods for likeli-hood trees. Mol Phylogenet Evol. 2011 Feb;58(2):329-42. doi: 10.1016\/j. ympev.2010.11.006.<\/span><\/strong><\/h6>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; gap=&#187;10&#8243; equal_height=&#187;yes&#187; content_placement=&#187;middle&#187; css=&#187;.vc_custom_1733824624772{margin-top: 30px !important;}&#187;][vc_column width=&#187;1\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1733824634434{background-color: #E7E7E7 !important;}&#187;][vc_icon icon_fontawesome=&#187;fa fa-solid fa-file-pdf&#187; color=&#187;custom&#187; size=&#187;xl&#187; align=&#187;center&#187; css=&#187;.vc_custom_1763379930479{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187; custom_color=&#187;#e51e1e&#187; link=&#187;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2025%2F11%2Fgeschlechtsbestimmung_schlangen.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell%20VOGEL%20%2F%20REPTIL%2011.2025|target:_blank&#187;][\/vc_column][vc_column width=&#187;5\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1733824644825{background-color: #E7E7E7 !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1763379985824{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschlechtsbestimmung_schlangen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Geschlechtsbestimmung bei Schlangen<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genetische Geschlechtsbestimmung bei Schlangen: sicher, zuverl\u00e4ssig, verletzungsfrei<\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":1573551,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"%%post_title%%","_seopress_titles_desc":"%%post_excerpt%%","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[477],"tags":[],"class_list":["post-1573550","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-voegel-reptilien-de-ch","category-477","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1573550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1573550"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1573550\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1573553,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1573550\/revisions\/1573553"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1573551"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1573550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1573550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1573550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}