{"id":1477062,"date":"2024-06-17T13:44:27","date_gmt":"2024-06-17T11:44:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/befundinterpretation-leicht-gemacht-welche-klinisch-chemischen-parameter-machen-beim-kleinsaeuger-sinn\/"},"modified":"2025-02-28T10:29:52","modified_gmt":"2025-02-28T09:29:52","slug":"befundinterpretation-leicht-gemacht-welche-klinisch-chemischen-parameter-machen-beim-kleinsaeuger-sinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/befundinterpretation-leicht-gemacht-welche-klinisch-chemischen-parameter-machen-beim-kleinsaeuger-sinn\/","title":{"rendered":"Befundinterpretation leicht gemacht \u2013 welche klinisch-chemischen Parameter machen beim Kleins\u00e4uger Sinn?"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#187;&#187;]Kleins\u00e4uger sind Flucht- und Beutetiere. Schwere Erkrankungen m\u00fcssen lange unerkannt bleiben, da die Tiere sonst leicht Opfer von Fressfeinden werden! Gerade bei unspezifischen Symptomen wie Apathie, Inappetenz und Bewegungsunlust ist die Labordiagnostik daher ein wichtiger Baustein in der Diagnosefindung. Nicht nur Ver\u00e4nderungen im roten (An\u00e4mie, Dehydratation) und wei\u00dfen Blutbild (Pseudolinksverschiebung, Lymphom) k\u00f6nnen hinweisend sein. Aktivit\u00e4ts- und Konzentrations\u00e4nderungen der klinisch-chemischen Parameter (Enzyme, Substrate, Elektrolyte) zeigen, welche Organe betroffen sind oder welche Art der Stoffwechselver\u00e4nderung vorliegt. Zum \u201eschnellen Nachlesen\u201c sind die wichtigsten Parameter in Tabelle 1 aufgelistet.<\/p>\n<h2>Leberstoffwechsel<\/h2>\n<p>Als Leberparameter gelten auch bei Kleins\u00e4ugern die Enzyme GLDH, ALT, AST, \u03b3-GT, AP und die Substrate Glucose, Albumin, Harnstoff, Bilirubin, Triglyceride und Serumgallens\u00e4uren. Ihre Bestimmung erfolgt in Serum oder Plasma.<\/p>\n<p>Die <strong>GLDH <\/strong>(Glutamat-Dehydrogenase) kommt in den Mitochondrien von Leberzellen (zentrilobul\u00e4r) sowie Herz- und Nierenzellen vor (Wesche 2014). Sie ist das sensitivste Leberenzym und spricht auch schon bei leichten Zellsch\u00e4digungen (akute Hepatopathien durch Anorexie (Fetteinlagerung) und\/oder Intoxikationen) an und ist ein guter Marker f\u00fcr akute, beginnende Leberprobleme (Leban-Danzl et al. 2016). Die Messung ist bisher nicht f\u00fcr die Inhouse-Diagnostik verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Die <strong>ALT <\/strong>(Alanin-Aminotransferase) gilt als leberspezifisch und kommt v. a. im Zytoplasma von Leber- und Herzmuskelzellen vor (Hein 2014). Sie ist weniger sensitiv als die GLDH, wird erst bei fortschreitender Leberzellsch\u00e4digung frei und spricht daher f\u00fcr eine schwerere und\/oder chronische Lebersch\u00e4digung (Leban-Danzl et al. 2016). Eine Korrelation zwischen Leberzelluntergang und ALT-Aktivit\u00e4t ist beschrieben (Jenkins 2000).<\/p>\n<p>Die <strong>AST <\/strong>(Aspartat-Aminotransferase) ist \u00e4hnlich sensitiv wie die ALT, ist aber leberunspezifisch, da sie auch im Herz- und Skelettmuskel vorkommt. Daher sollte eine Aktivit\u00e4tserh\u00f6hung der AST immer zusammen mit der CK-Aktivit\u00e4t (Muskelenzym) und den \u00fcbrigen Leberparametern interpretiert werden, um von einer muskelassoziierten Konzentrationserh\u00f6hung differenzieren zu k\u00f6nnen (Leban-Danzl et al. 2016). ALT und AST kommen in gewissen Mengen auch in Erythrozyten vor, d. h. sie werden in geringen Mengen auch bei H\u00e4molyse frei, ohne dass eine Leberproblematik vorliegt.<\/p>\n<p><strong>AP <\/strong>(alkalische Phosphatase) und <strong>\u03b3-GT <\/strong>(Gamma-Glutamyltransferase) finden sich v. a. in den Galleng\u00e4ngen, sind aber ebenfalls nicht leberspezifisch und eher reaktionstr\u00e4ge (Hein 2014). Ist ihre Aktivit\u00e4t erh\u00f6ht und steigt zudem die <strong>Bilirubin- und Serumgallens\u00e4ure- <\/strong>(SGS-) Konzentration im Serum\/ Plasma, kann man von einer Cholestase ausgehen. Bei Kaninchen ist die AP besonders reaktionstr\u00e4ge und auch ein steroidsensibles Isoenzym kommt bei ihnen nicht vor. Bei anderen Kleins\u00e4ugern ist die AP-Aktivit\u00e4t, v. a. bei Jungtieren, durch den erh\u00f6hten Knochenstoffwechsel und ggf. auch bei anderen Hepatopathien, Osteopathien, Tr\u00e4chtigkeit und Knochenabbau erh\u00f6ht (Leban-Danzl et al. 2016).<\/p>\n<p>Der Leberstoffwechsel wird sinnvollerweise in Verbindung mit den <strong>Substraten Glucose, Albumin, <\/strong><strong>Harnstoff, Bilirubin, Triglyceride und Gallens\u00e4uren <\/strong>beurteilt, um pr\u00e4- und intrahepatische Ursachen von Cholestasen (posthepatisch) zu unterscheiden. Kaninchen haben einen besonders aktiven Fettstoffwechsel. In Phasen von Anorexie kommt es zu einer schnellen Fettmobilisation und Einlagerung in die Leber (Leberlipidose) (Hein 2014). Bei Leberzirrhosen wird oftmals kein Enzymanstieg mehr nachgewiesen, da die Kapazit\u00e4t der Leberzellen ersch\u00f6pft ist. Blutparasiten oder autoimmunh\u00e4molytische An\u00e4mien sind bei Kleins\u00e4ugern bisher nicht beschrieben (Hein 2019).<\/p>\n<p>Leichte Hepatopathien beginnen entsprechend nur mit einem Aktivit\u00e4tsanstieg der GLDH. Je nach Schwere und Dauer der Problematik steigen AST- und ALT-Aktivit\u00e4t und erst bei massiven Sch\u00e4den ver\u00e4ndern sich auch alle anderen Leberparameter. Massive Leberparameterver\u00e4nderungen treten v. a. bei RHD, massiver Leberkokzidiose, Intoxikationen und\/oder Leberlappentorsionen auf.<\/p>\n<h2>Nierenstoffwechsel<\/h2>\n<p>Als zuverl\u00e4ssige Nierenparameter gelten bei Kleins\u00e4ugern die Harnstoff- und Kreatininkonzentration. Die Datenlage zur SDMA-Messung bei Kleins\u00e4ugern ist aktuell noch zu gering.<\/p>\n<p>Bei karni- oder insektivoren Kleins\u00e4ugern ist die <strong>Harnstoff<\/strong>konzentration, wie bei Hunden und Katzen, abh\u00e4ngig von der Futteraufnahme (proteinreiche Nahrung) (Hein 2014). Herbivore Kleins\u00e4uger nehmen nur wenig Protein mit der Nahrung auf. Daher ist die Harnstoffkonzentration im Blut bei ihnen im Gegensatz zu karni- oder insektivoren Kleins\u00e4ugern futterunabh\u00e4ngig. Eine isolierte Erh\u00f6hung der Harnstoffkonzentration kann Hinweis auf eine gastrointestinale Blutung (R\u00fcckresorption von Blut) sein (Hein 2014). Leberinsuffizienz im Sp\u00e4tstadium und\/oder eine verminderte Proteinzufuhr k\u00f6nnen zu einem Abfall der Harnstoffkonzentrationen f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Kreatinin <\/strong>ist ein unspezifischer Muskelparameter und als Endprodukt des endogenen Muskelstoffwechsels ein zuverl\u00e4ssiger und nahrungsunabh\u00e4ngiger renaler Parameter. Die Kreatininkonzentration wird entsprechend von der Muskelmasse, der Bewegungsaktivit\u00e4t und der Nierenfunktion beeinflusst (Hein 2014).<\/p>\n<p>Sind Harnstoff- und Kreatininkonzentration zugleich erh\u00f6ht, bezeichnet man dies als <strong>Azot\u00e4mie<\/strong>. Eine Azot\u00e4mie kann pr\u00e4renal (Dehydratation, Hypovol\u00e4mie, renale Minderdurchblutung), renal (akute oder chronische Niereninsuffizienz) und\/oder postrenal (Obstruktion der ableitenden Harnwege) auftreten.<\/p>\n<h2>Pankreasstoffwechsel<\/h2>\n<p>Auch wenn beim Herbivoren wegen der \u00fcberwiegenden bakteriellen Verdauung nur von geringer Bedeutung, ist doch auch beim Kleins\u00e4uger die Messung der <strong>\u03b1-Amylase- <\/strong>und <strong>Lipaseaktivit\u00e4t <\/strong>m\u00f6glich. Kaninchen besitzen eine hohe Lipaseaktivit\u00e4t, was die schnelle Fettmobilisitation und ihre Neigung zur Leberlipidose in Hungerphasen erkl\u00e4rt, w\u00e4hrend die \u03b1-Amylaseaktivit\u00e4t eher gering ist. Kaninchen haben im Gegensatz zu anderen eher dauerhaft hohe Glucose- und Fructosaminkonzentrationen.<\/p>\n<h2>Zuckerstoffwechsel<\/h2>\n<p><em><strong>Herbivore Kleins\u00e4uger sind physiologisch nie n\u00fcchtern!<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Aussagen zum Zuckerstoffwechsel machen die <strong>Glucose- <\/strong>und die <strong>Fructosamin<\/strong>konzentration. Fructosamine sind glykosylierte Serumproteine. Die Glucosekonzentration der letzten 3 Wochen spiegelt sich in der Fructosaminkonzentration wider. L\u00e4ngerfristige Ver\u00e4nderungen der Glucosekonzentration (Diabetes, Insulinom) k\u00f6nnen so leichter detektiert werden, w\u00e4hrend kurzfristige Ver\u00e4nderungen (z. B. kurze Hungerphase, Glucosegabe) kaum Einfluss haben.<\/p>\n<p>Die Bestimmung beider Substrate erfolgt aus zeitnah abzentrifugiertem, separiertem Serum oder Heparinplasma unabh\u00e4ngig vom Zeitpunkt der letzten Futteraufnahme (Ausnahme Frettchen 2\u20134 Stunden Nahrungskarenz). Andernfalls kommt es zu falsch niedrigen Glucosekonzentrationen, aufgrund des Abbaus durch die noch vorhandenen Erythrozyten, und Ver\u00e4nderung der Fructosaminkonzentration aufgrund von H\u00e4molyse. Auch Hypoprotein\u00e4mien jeglicher Art f\u00fchren zu falsch niedrigen Fructosaminkonzentrationen und Lip\u00e4mie beeinflusst ebenfalls die Fructosaminkonzentration. Die Befunde sollten daher immer kritisch hinterfragt und ggf. \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Diabetes mellitus ist bei Kleins\u00e4ugern eher selten und zumeist f\u00fctterungsbedingt. Differentialdiagnosen f\u00fcr <strong>Hyperglyc\u00e4mie <\/strong>sind: Stress, iatrogene Zufuhr, Hormoneinfluss (Glucocortikoide, Progesteron) (eher mild) sowie bei Kaninchen Ileus (hochgradig). Beim Kaninchen ist die Glucose- und Fructosaminkonzentration dauerhaft hoch, da diese nur langsam Kohlenhydrate abbauen, aber schnell auf Gluconeogenese umschalten (Harcourt-Brown und Harcourt-Brown 2012). Bei Kaninchen mit <strong>Ileusverdacht <\/strong>kann die Bestimmung der Glucosekonzentration daher hilfreich sein. Je h\u00f6her die Glucosekonzentration, umso wahrscheinlicher ist bei einem inappetenten Kaninchen ein Ileus, und je l\u00e4nger sie besteht, desto schlechter ist die Prognose (Harcourt-Brown und Harcourt-Brown 2012). Treten Hyperglyc\u00e4mie und Hyponatri\u00e4mie (Natrium &lt; 129 mmol\/l) bei schwer kranken Kaninchen gemeinsam auf, ist die Mortalit\u00e4tsrate 2,3-fach h\u00f6her (Bonvehi et al. 2014).<\/p>\n<h2>Fettstoffwechsel<\/h2>\n<p>Zum Fettstoffwechsel z\u00e4hlen die Triglyceride, Cholesterin und die Serumgallens\u00e4uren. Erh\u00f6hungen der Triglyceridkonzentration treten bei Kaninchen schnell in Anorexiephasen auf und sind erste Hinweise auf eine bevorstehende Leberlipidose. Hypercholesterin\u00e4mien sind v. a. bei Meerschweinchen beschrieben und gehen mit fettigen Infiltrationen in Leber und anderen Geweben einher (Hein 2014).<\/p>\n<h2>Proteinstoffwechsel<\/h2>\n<p>Gemessen werden k\u00f6nnen die Gesamteiwei\u00df- und Albuminkonzentration photometrisch sowie mittels Elektrophorese die Albumin- und Globulinfraktionen. Von Bedeutung sind die Messungen bei Symptomen, die mit einer St\u00f6rung im Wasser- und Proteinhaushalt einhergehen, wie Durchfall, PD\/ PU, Gewichtsverlust etc. Die Akute-Phase-Proteine spielen bei Kleins\u00e4ugern bisher nur eine untergeordnete Rolle.<\/p>\n<h2>Elektrolytstoffwechsel<\/h2>\n<p>Auch bei Kleins\u00e4ugern werden v. a. Natrium-, Kalium-, Calcium- und Phosphatkonzentrationen gemessen. Die Bestimmung anderer Elektrolyte wie Chlorid, Magnesium, Eisen etc. ist ebenfalls m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Herbivore Kleins\u00e4uger nehmen <strong>Calcium <\/strong>nicht bedarfsabh\u00e4ngig, sondern nahrungsabh\u00e4ngig und \u2013 au\u00dfer bei Calciummangel \u2013 auch unabh\u00e4ngig von Vitamin D \u00fcber intestinale Resorption auf. Die Folge sind physiologische Schwankungen des Calcium-Serumspiegels. Bei Kaninchen, Meerschweinchen und Degus werden bis zu 65 % des \u00fcbersch\u00fcssigen Calciums \u00fcber den Harntrakt ausgeschieden (im Gegensatz zu &lt; 2 % bei den meisten anderen Haustieren) (Hein 2014). Die Folge bei \u00dcberschuss sind Harngries und Urolithe in den Harnwegen.<\/p>\n<p>Chinchillas scheiden \u00fcbersch\u00fcssiges Calcium weitgehend mit dem Kot aus. Urolithe sind bei ihnen daher selten, Gewebe- und ggf. Aortenverkalkungen aber umso h\u00e4ufiger. Aussagekr\u00e4ftige Studien zu den Zusammenh\u00e4ngen zwischen Calcium- und Phosphatkonzentration bei Kleins\u00e4ugern fehlen noch.<\/p>\n<p><strong>Kalium <\/strong>spielt bei Kleins\u00e4ugern eine \u00e4hnliche Rolle wie bei Hunden und Katzen, ihre Toleranz gegen\u00fcber Kaliumkonzentrationsschwankungen, z. B. bei Neoplasien, scheint aber gr\u00f6\u00dfer. Hyperkali\u00e4mien treten bei Vollbluteinsendungen als Folge der H\u00e4molyse (Freisetzung aus Thrombozyten, Leukozyten und Erythrozyten) auf.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Mit Hilfe der klinisch-chemischen Parameter l\u00e4sst sich die Stoffwechsellage beim Kleins\u00e4uger gut einsch\u00e4tzen und Erkrankungen sind schnell und einfach diagnostizierbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Jana Liebscher, Dr. Jutta Hein<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tab. 1:<\/strong> Klinisch-chemische Parameter mit Organ-\/Stoffwechselzugeh\u00f6rigkeit<\/p>\n<table>\n<tbody valign=\"top\">\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"e51e1e\">\n<td width=\"124\"><strong>Name<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\"><strong>Organ-\/Stoffwechsel- zugeh\u00f6rigkeit<\/strong><\/td>\n<td width=\"407\"><strong>Anmerkung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" bgcolor=\"e7e7e7\" width=\"695\"><strong>Enzyme<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>\u03b1-Amylase<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Pankreasstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">niedrige Aktivit\u00e4t bei Herbivoren und hier v. a. bei Kaninchen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>ALT<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Leberstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">leberspezifisch (Zytoplasma)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>AP<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Leberstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">nicht leberspezifisch (Gallengangszellen, kein Corticosteroid-induziertes Isoenzym), reaktionstr\u00e4ge; Darm, Niere, Knochenmark, Plazenta<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>AST<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Leberstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">nicht leberspezifisch (Leberzellsch\u00e4den), Muskel (mit CK beurteilen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>CK<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Leberstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Muskel (v. a. Skelett)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>GLDH<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Leberstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">leberspezifisch, am sensitivsten (mitochondrial, zentrilobul\u00e4r)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>\u03b3-<\/strong><strong>GT<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Leberstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">nicht leberspezifisch (membrangebunden, Galleng\u00e4nge), reaktionstr\u00e4ge<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Lipase<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Pankreasstoffwechel<\/td>\n<td width=\"407\">hohe Aktivit\u00e4t bei Kaninchen (Neigung zu Leberlipidose)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" bgcolor=\"e7e7e7\" width=\"695 bgcolor=\"><strong>Substrate<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Albumin<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Proteinstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Synthese in der Leber<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Bilirubin (gesamt)<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Leberstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">H\u00e4moglobin-Abbauprodukt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Cholesterin<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Fettstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">v. a. bei Meerschweinchen von Bedeutung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Totalprotein<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Proteinstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Wasserbindung, Transport, Gerinnung, Abwehr<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Fructosamine<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Zuckerstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">proteingebunden, spiegeln Glucosespiegel der letzten 3 Wochen wider;<br \/>\nBeeinflussung durch H\u00e4molyse, Ikterus, Lip\u00e4mie und Hypoprotein\u00e4mie<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Gallens\u00e4uren<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Fettstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Abbauprodukt von Cholesterin aus der Leber, Hinweis auf Cholestase<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Globuline<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Proteinstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Serumelektrophorese<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Glucose<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Zuckerstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Standzeiten des Vollblutes entscheidend f\u00fcr Aussage (Verbrauch durch<br \/>\nErythrozyten)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Harnstoff<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Nierenstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Herbivore: unabh\u00e4ngig von der Nahrungsaufnahme,<br \/>\nKarnivore: nahrungsabh\u00e4ngig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Kreatinin<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Nierenstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">abh\u00e4ngig von Muskelmasse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Serumgallens\u00e4uren<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Fettstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Hinweis auf Cholestase<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Triglyceride<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Fettstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Ursache der Leberlipidose v. a. bei Kaninchen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"3\" bgcolor=\"e7e7e7\" width=\"695\"><strong>Elektrolyte<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Calcium<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Elektrolytstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Kation; Beteiligung an Erregungsleitung, Muskelkontraktion, Blutgerinnung, Knochenaufbau (&gt; 90 % im Knochen, Rest v. a. an Albumin gebunden); Einfluss durch Hypoalbumin\u00e4mie<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Kalium<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Elektrolytstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">wichtigstes intrazellul\u00e4res Kation; beteiligt v. a. an Signalweiterleitung; wird bei H\u00e4molyse frei<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Natrium<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Elektrolytstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">wichtigstes extrazellul\u00e4res Kation; bedeutend f\u00fcr den Wasserhaushalt; Ausscheidung v. a. \u00fcber Nieren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Phosphat<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Elektrolytstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">Anion; wichtig im Energiestoffwechsel und f\u00fcr den Knochenumbau; Anstieg bei H\u00e4molyse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"124\"><strong>Chlorid<\/strong><\/td>\n<td width=\"153\">Elektrolytstoffwechsel<\/td>\n<td width=\"407\">wichtiges extrazellul\u00e4res Anion, beeinflusst v. a. das osmotische Gleichgewicht (Gro\u00dfteil an Natrium gebunden)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; gap=&#187;10&#8243; css=&#187;.vc_custom_1717491064790{margin-top: 30px !important;}&#187;][vc_column width=&#187;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#187;&#187;]<\/p>\n<h5><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/h5>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Bonvehi C, Ardiaca M, Barrera S, Cuesta M, Montesinos A. Prevalence and types of hyponatraemia, its relationship with hyperglycaemia and mortality in ill pet rabbits. Vet Rec 2014; 174(22):554. <\/strong><strong>doi:10.1136\/vr.102054<\/strong><\/span><\/h6>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Harcourt-Brown FM, Harcourt-Brown SF. Clinical value of blood glucose measurement in pet rabbits. Vet Rec 2012; 170(26): 674. doi:10.1136\/vr.100321<\/strong><\/span><\/h6>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Hein J. Labordiagnostik bei Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchilla und Frettchen. In: Moritz A, Hrsg. Klinische Labordiagnostik in der Tiermedizin. 7. Aufl. Stuttgart: Schattauer; 2014. S. <\/strong><strong>784-803.<\/strong><\/span><\/h6>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Hein J. Labordiagnostik bei Kleins\u00e4ugern: Pr\u00e4analytik und tierartspezifische Befundung. Hannover: Schl\u00fctersche Verlagsgesellschaft; 2019.<\/strong><\/span><\/h6>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Leban-Danzl A, Hartmann K, Majzoub-Altwecker M, Hermanns W, Sauter-Louis C, Hein J. Sensitivity of liver parameters in diagnosing liver diseases in rabbits. Berl Munch Tierarztl Wochenschr 2016; 11\/12(129): 518-26.<\/strong><\/span><\/h6>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Jenkins JR. Rabbit and ferret liver and gastronintestinal testing. In: Fudge AM, ed. Laboratory medicine. Avian and exotic pets. Philadelphia: Saunders; 2000. S. 291\u2013304.<\/strong><\/span><\/h6>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Wesche P. Clinical pathology. In: Meredith A, Lord B, eds. BSAVA Manual of Rabbit Medicine. Gloucester: British Small Animal Veterinary Association; 2014. S. 124\u201337.<\/strong><\/span><\/h6>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#187;1\/2&#8243;][vc_row_inner equal_height=&#187;yes&#187; content_placement=&#187;middle&#187; gap=&#187;10&#8243;][vc_column_inner width=&#187;1\/4&#8243; css=&#187;.vc_custom_1717489758625{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_icon icon_fontawesome=&#187;fas fa-file-pdf&#187; color=&#187;custom&#187; size=&#187;xl&#187; align=&#187;center&#187; css=&#187;.vc_custom_1718624314200{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#187; custom_color=&#187;#e51e1e&#187; link=&#187;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2024%2F06%2FLA_Kleinsaeuger_Juni_2024_DE_FINAL.pdf|target:_blank&#187;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#187;3\/4&#8243; css=&#187;.vc_custom_1717489766297{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1718625573718{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#187;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/LA_Kleinsaeuger_Juni_2024_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Befundinterpretation leicht gemacht \u2013 welche klinisch-chemischen Parameter machen beim Kleins\u00e4uger Sinn?<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleins\u00e4uger sind Flucht- und Beutetiere. 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