{"id":1427792,"date":"2015-10-10T15:26:31","date_gmt":"2015-10-10T13:26:31","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/pathogene-darmkeime-beim-hund\/"},"modified":"2024-10-31T08:32:37","modified_gmt":"2024-10-31T07:32:37","slug":"pathogene-darmkeime-beim-hund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/pathogene-darmkeime-beim-hund\/","title":{"rendered":"Pathogene Darmkeime beim Hund"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#187;&#187;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Verdauungsst\u00f6rungen sind ein h\u00e4ufiger Grund, warum Patienten in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. W\u00e4hrend akute Diarrh\u00f6en h\u00e4ufig auch ohne eine Ursachenforschung durch einfache Ma\u00dfnahmen wie Di\u00e4t und Fl\u00fcssigkeitsersatz zum Abheilen kommen, gestaltet sich die Ursachenforschung bei chronischen oder chronisch rezidivierenden Diarrh\u00f6en weitaus schwieriger.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Je nach klinischem Bild gibt es viele m\u00f6gliche Ursachen, wie beispielsweise Futtermittel Unvertr\u00e4glichkeit und -allergie, Erkrankungen des Pankreas, der Schilddr\u00fcse oder der Leber, hormonelle St\u00f6rungen, Entz\u00fcndungen, Neoplasien aber auch infekti\u00f6s bedingte Ursachen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Infektionen mit pathogen Darmkeimen sind nicht so h\u00e4ufig, sollten aber differential-diagnostisch beachtet werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die physiologische Darmflora des Hundes ist im Vergleich zu der des Menschen viel variabler. W\u00e4hrend beim Menschen genauere Informationen \u00fcber Keimzahlen und Zusammensetzung der Darmflora existieren, zeigen Studien beim Hund eine gro\u00dfe Variabilit\u00e4t in Anzahl und Zusammensetzung der Keime im Gastrointestinaltrakt. Dadurch wird die Interpretation des Keimspektrums im Hinblick auf einen Zusammenhang mit gastrointestinalen Symptomen erschwert.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">1. Physiologische Darmflora<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Die physiologische Darmflora der verschiedenen Darmabschnitte unterscheidet sich aufgrund deren unterschiedlichen Aufgaben. Im Z\u00e4kum und Kolon sind die absoluten Keimzahlen am h\u00f6chsten, da hier die bakterielle Verdauung stattfindet. Der\u00a0 D\u00fcnndarm ist keimarm, da die Salzs\u00e4ure des Magens eine desinfizierende Wirkung besitzt und im D\u00fcnndarm die Nahrung aufgeschlossen wird, im Ileum sind wenige Bakterien zu finden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der\u00a0 D\u00fcnndarm ist keimarm, da die Salzs\u00e4ure des Magens eine desinfizierende Wirkung besitzt und im D\u00fcnndarm die Nahrung aufgeschlossen wird, im Ileum sind wenige Bakterien zu finden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Besiedelung des Darmes mit dem intes\u00adtinalen Mikrobiom nach der Geburt geschieht sehr rasch, so k\u00f6nnen bereits ab dem ers\u00adten Lebenstag \u00e4hnlich hohe Keimzahlen wie bei den M\u00fcttern nachgewiesen werden. Die Zusammensetzung der Mikrobiota \u00e4ndert sich dabei mit dem Alter in einem relativen und absoluten Anstieg an Clostridium perfringens, dabei nehmen Bacteroides spp., Eubakterien, Peptostreptokokken, Bifidobakterien und Laktobazillen kontinuierlich mit zunehmendem Alter ab. Beeinflusst wird die Zusammensetzung der Bakterienflora durch verschiedene \u00e4u\u00dfere Faktoren wie das Futter oder das Zusammenleben mit an\u00adderen Tierarten oder die Aufnahme von Kot. Auch endogene Faktoren wie Nahrungsauf\u00adschluss und N\u00e4hrstoffausnutzung haben einen Einfluss.<\/p>\n<h2 class=\"bodytext\">2. Enteropathogene Bakterien<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Sowohl bei gesunden Hunden als auch bei erkrankten Tieren k\u00f6nnen Bakterien, die allgemein als enteropathogen angesehen wer\u00adden, nachgewiesen werden.<\/p>\n<h5><strong>2.1 Campylobacter<\/strong><\/h5>\n<p class=\"bodytext\"><em>Campylobacter (C.) spp.<\/em> sind gramnegative, mikroaerophile gekr\u00fcmmte St\u00e4bchen. Beim Menschen geh\u00f6ren Campylobacter-Infektio\u00adnen weltweit zu den h\u00e4ufigsten Ursachen f\u00fcr Magen-Darm-Erkrankungen. Dabei handelt es sich in erster Linie um lebensmittelbedingte Infektionen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bei Hunden und Katzen werden die patho\u00adgenen Vertreter<em> C. jejuni, C. coli<\/em> und <em>C. upsaliensis<\/em> mit gastrointestinalen Erkrankun\u00adgen in Verbindung gebracht. Ihre Virulenz beruht auf der Beweglichkeit durch Fimbrien, der F\u00e4higkeit zur Adh\u00e4renz, der Produktion\u00a0 von Zytotoxin und Enterotoxin und ihrer\u00a0 F\u00e4higkeit zur Invasion in die Darmmukosa.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Zytotoxin \u00e4hnelt den von bestimmten E. coli St\u00e4mmen und Clostridium difficile und ist evtl. auch f\u00fcr die Invasivit\u00e4t verantwortlich. Nach oraler Aufnahme besiedeln Campylo\u00adbacter spp. Ileum und Kolon, heften sich am Epithel an und k\u00f6nnen je nach Stamm in die Mukosa eindringen. Eine lokale Entz\u00fcndungsreaktion mit Aussch\u00fcttung von Entz\u00fcndungsmediatoren wird f\u00fcr die Entste\u00adhung einer w\u00e4ssrigen Diarrh\u00f6 verantwort\u00adlich gemacht. Die klinischen Erscheinungen scheinen von verschiedenen Koinfektionen mit anderen Erregern wie Viren oder Proto\u00adzoen getriggert zu werden.<\/p>\n<p>In einer Studie von Laboklin (Februar 2015) konnte bei 8% (Hund und Katze) Campylobacter nachgewiesen werden. In der Literatur werden l\u00e4nderabh\u00e4ngig Pr\u00e4valen\u00adzen beim Hund zwischen 4 % und 55 % angegeben, wobei die Nachweisrate stark abh\u00e4ngig ist von dem Alter des Tieres, kli\u00adnischen Symptomen, der Untersuchungsmethode usw. Ein Zusammenhang zwischen klinischen Erscheinungen und positivem Campylobacter Nachweis konnte dabei nur f\u00fcr <em>C. upsaliensis<\/em> nachgewiesen werden.<\/p>\n<h5><strong>2.2 Escherichia (E.) Coli<\/strong><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">E.coli sind gramnegative St\u00e4bchenbakterien und geh\u00f6ren wie Salmonellen und Yersinien zur Gruppe der Enterobacteriaceae.<\/p>\n<p>E. coli ist Bestandteil der normalen Darmflora, kann allerdings auch mit Gastroenteritis assoziiert sein, wenn Pathogenit\u00e4ts\u00adfaktoren einerseits und eine eingeschr\u00e4nkte lokale oder systemische Immunit\u00e4t ande\u00adrerseits vorliegen. Ausgew\u00e4hlte Virulenz\u00adfaktoren, welche h\u00e4ufig enteropathogene E. coli charakterisieren, sind Shigatoxine (stx1 und stx2), das hitzestabile Enteroto\u00adxin Sta und eae (\u201eattaching and effacing\u201c, Intimin).<\/p>\n<p>Die Schwierigkeit in der Diagnostik solcher pathogener E. coli besteht darin, dass bei einer kulturellen Untersuchung visuell kein Unterschied zwischen pathogenen und apathogenen St\u00e4mmen besteht. Eine Differen\u00adzierung erfolgt auf molekularbiologischer Ebene.<\/p>\n<p>Bei den shigatoxinbildenden E. coli (STEC) handelt es sich um eine Gruppe von toxinbildenden E. coli, die fr\u00fcher noch in die sogenannten Verotoxin-, auch Shigella-like-Toxin genannt, produzierenden E. coli (VTEC) und die STEC unterteilt wurden. Heute wird diese Gruppe einheitlich als STEC bezeich\u00adnet, die Toxine hei\u00dfen alle Shigatoxine (STX). Diese Toxine werden auch f\u00fcr die Pathogenit\u00e4t verantwortlich gemacht, so konnte im Kaninchenmodell gezeigt werden, dass sie selektiv die absorptiven Darmepithelzellen an den Zottenspitzen zerst\u00f6ren. Die sekre\u00adtorischen Kryptenzellen werden jedoch nicht letal gesch\u00e4digt. Die dadurch auftretende relative Hypersekretion f\u00fchrt zu einer ver\u00admehrten Fl\u00fcssigkeitsansammlung im Darm und somit zu Durchfall.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4valenz von STEC beim gesunden Hund liegt nach einer Untersuchung durch Beutin (1999) bei 5 % (3\/63) (BEUTIN, 1999).<\/p>\n<p>Zur Darmpathogenit\u00e4t beim Hund wur\u00adde durch Hammermueller und Mitarbeiter (1995) eine erste gr\u00f6\u00dfere Studie durchge\u00adf\u00fchrt. Hier konnten bei E. coli-Isolaten aus dem Kot mittels PCR Gene f\u00fcr STX 2 bei 22 % (10\/45) der an Durchfall erkrankten Hunde, jedoch nicht bei gesunden Hunden nachgewiesen werden. Gene f\u00fcr STX 1 wur\u00adden gleicherma\u00dfen bei gesunden (12 %) und kranken Hunden (9 %) gefunden (HAM\u00adMERMUELLER et al., 1995).<\/p>\n<p>Die enterotoxinbildenden E. coli (ETEC) sind durch die Bildung von Enterotoxin charakterisiert. Da diese E. coli St\u00e4mme sowohl bei gesunden als auch bei an Diarrh\u00f6 erkrank\u00adten Hunden nachgewiesen wurden, ist die Bedeutung dieser Enterotoxine beim Hund nicht ganz klar.<\/p>\n<p>Es handelt sich hierbei um zwei Gruppen von Enterotoxinen, den sogenannten hitzestabilen Enterotoxinen (ST) und hitzelabilen Enterotoxinen (LT). Baljer et al. (1986) konn\u00adten einen Zusammenhang zwischen ST-Bildung und H\u00e4molyse beobachten. Dabei konnten auch Fimbrienantigene in verschie\u00addenen F\u00e4llen nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Die sog. enteropathogenen E. coli (EPEC) sind eine heterogene Gruppe von E.coli, die das eae\u00adGen tragen und weder Shiga\u00adnoch Enterotoxine bilden. E. coli, die nicht zu den typischen EPEC Serogruppen geh\u00f6ren, aber positiv f\u00fcr eae-Gene sind, werden als attaching and effacing E. coli (AEEC) be\u00adzeichnet. EPEC und AEEC sind durch ihre F\u00e4higkeit zur Anheftung und Ausl\u00f6sung von L\u00e4sionen im Darm pathogen. Eine Anheftung an der Schleimhaut entsteht mit Hilfe von Intimin, welches chromosomal durch das eae\u00adGen kodiert ist.<\/p>\n<h5><strong>2.3 Salmonellen<\/strong><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Salmonellen geh\u00f6ren wie E. coli zur Grup\u00adpe der Enterobacteriaceae und spielen weltweit als Erreger bakterieller Infektionen beim Menschen und vielen Tierarten eine der wichtigsten Rollen. Nat\u00fcrlicher Lebensraum der Salmonellen ist der Darm von Mensch und Tier. Sowohl an Durchfall erkrankte Hunde oder Katzen als auch klinisch gesun\u00adde Tieren k\u00f6nnen Salmonellen ausscheiden. Als Zoonoseerreger sollte individuell bez\u00fcg\u00adlich einer antibiotischen Behandlung ent\u00adschieden werden, da es zu einem R\u00fcckzug der Salmonellen in die Gallenblase kommen kann. Dadurch werden nicht alle Erreger eliminiert und die Antibiotikagabe kann zu Dauerausscheidern f\u00fchren. Hunde und Katzen weisen eine relative nat\u00fcrliche Re\u00adsistenz gegen Salmonellen auf.<\/p>\n<p>Diese gramnegativen St\u00e4bchen werden nicht als Bestandteil der physiologischen Darmflora angesehen. Endo-, Zyto- und En\u00adterotoxine, ihre Adh\u00e4sivit\u00e4t, Invasivit\u00e4t und das Verm\u00f6gen, intrazellul\u00e4r zu parasitieren bedingen ihre Pathogenit\u00e4t. Salmonellen f\u00fchren an den Mikrovilli der Darmepithelzellen zu starken Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p>In verschiedenen durchgef\u00fchrten Studien zur Pr\u00e4valenz von Salmonellen bei klinisch gesunden Hunden variierten die Ergebnisse zwischen 0 % Pr\u00e4valenz bei streunenden Hunden in Trinidad (OJO, 1994) und 69 % Pr\u00e4valenz bei Schlittenhunden, die an einem Schlittenhunderennen in Alaska teilnahmen (CANTOR et al., 1997). Als Ursache wird diesem Zusammenhang die Verf\u00fctterung von rohem Salmonellen-behaftetem Fleisch diskutiert. In unserem im Routinelabor ein\u00adgesandten Untersuchungsmaterial liegt die Salmonellen\u00adPr\u00e4valenz im unteren einstelli\u00adgen Prozentbereich. Dabei konnte aber auch ein Zusammenhang zwischen dem Nachweis von Salmonellen und der F\u00fctterung nachgewiesen werden. Vor allem konnten Salmonellen an \u201egetrockneten Schweineohren\u201c als Ursache festgestellt werden.<\/p>\n<h5><strong>2.4 Yersinia enterocolitica und Y. pseudotuberculosis<\/strong><\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Es handelt sich um im Tierreich weit ver\u00adbreitete gramnegative St\u00e4bchen, Yersinien k\u00f6nnen im Kot gesunder Tiere, aber auch in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Da eine direkte \u00dcbertragung zwischen Mensch und Tier bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, werden enterale Yersiniosen den Saprozoonosen zugeord\u00adnet. Vor allem bei Welpen und Junghunden f\u00fchrt eine Infektion zu einer mehrw\u00f6chig an\u00addauernden Diarrh\u00f6 mit Blut- und Schleimbei\u00admengung. Systemische Erkrankungen wie beim Menschen wurden beim Hund aber bisher nicht beschrieben.<\/p>\n<h5><strong>2.5 Clostridien<\/strong><\/h5>\n<p><strong>2.5.1 Clostridium perfringens<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Clostridium perfringens und Clostridium difficile geh\u00f6ren zu den am h\u00e4ufigsten als Durchfallerreger verd\u00e4chtigten Clostridien.<\/p>\n<p>Clostridium (C.) perfringens nimmt als an\u00adaerobes grampositives sporenbildendes Bakterium einen Gro\u00dfteil der normalen Dickdarmflora ein. Bei zu proteinreicher F\u00fctterung kann sich C. perfringens aufgrund des hohen Anteils an unverdautem Protein im Dickdarm sehr stark vermehren und zu Durchfall und Flatulenzen f\u00fchren. Au\u00dfer\u00addem geh\u00f6rt C. perfringens zu den toxinpro\u00adduzierenden Bakterien. Diese Enterotoxine k\u00f6nnen ebenfalls zu Verdauungsproblemen f\u00fchren.<\/p>\n<p>C. perfringens werden je nach Produktion der vier Haupttoxine (\u03b1, \u03b2, \u03b9, \u03b5,) in f\u00fcnf toxische Typen (A &#8211; E) unterteilt. Zus\u00e4tzlich werden mindestens zehn weitere Toxine gebildet, darunter C.-perfringens-Enteroto\u00adxin (CPE). CPE kann von allen Typen ge\u00adbildet werden, haupts\u00e4chlich wird es aber von Typ A produziert. Die Exprimierung des Toxins ist eng mit der Sporulation korreliert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die pathogene Wirkung von CPE im Darm ist die Bindung an spezielle Rezep\u00adtoren n\u00f6tig. Tight junctions im Darmepithel, an denen die CPE-Rezeptoren haupts\u00e4ch\u00adlich lokalisiert sind, werden durch CPE ge\u00adsch\u00e4digt. Nach Erkennung und Bindung an den Rezeptor kommt es zu einer erh\u00f6hten Permeabilit\u00e4t der Plasmamembranen f\u00fcr kleine Molek\u00fcle und somit zu einem Zusam\u00admenbruch des kolloidosmotischen Gleichge\u00adwichts. CPE f\u00fchrt zu einer Fl\u00fcssigkeitsan\u00adsammlung im D\u00fcnndarm.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend kein Unterschied in der Pr\u00e4valenz in der Keimzahl von C. perfringens zwischen klinisch gesunden Hunden und Hunden mit Durchfall besteht, scheint allerdings CPE bei an Durchfall erkrankten Hunden deutlich h\u00e4ufiger nachgewiesen zu werden als bei gesunden.<\/p>\n<p><strong>2.5.2 Clostridium difficile<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">C. difficile ist vor allem beim Pferd und in der Humanmedizin von Bedeutung. Pr\u00e4disponierend f\u00fcr eine C.-difficile assoziierte\u00a0 Erkrankung scheinen vorausgegangene Antibiotikatherapien zu sein. Dieser Zusam\u00admenhang kann beim Hund nicht generell beobachtet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Pathogenit\u00e4t von C. difficile sind un\u00adter f\u00fcnf bisher bekannten Toxinen vor allem Toxin A und Toxin B von Bedeutung. Im Ge\u00adgensatz zu Toxin A, einem Enterotoxin, das eine Sekretion von Fl\u00fcssigkeit ins Darmlu\u00admen verursacht, f\u00fchrt Toxin B, ein Zytotoxin, nicht zu einem bedeutenden Fl\u00fcssigkeitsver\u00adlust \u00fcber den Darm, sondern zu einer letalen Sch\u00e4digung von Darmzellen. In mehreren Studien konnte bei Hunden kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Nachweis von C. difficile im Kot und Durch\u00adfall nachgewiesen werden.<\/p>\n<h2>Labordiagnostisches Vorgehen bei chronischer Diarrhoe<\/h2>\n<article>\n<div>\n<article>\n<table>\n<thead>\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"e51e1e\">\n<th class=\"align-left\" style=\"text-align: left;\" scope=\"col\"><span class=\"important\"><b>Kotuntersuchung<\/b><\/span><\/th>\n<th class=\"align-left\" style=\"text-align: left;\" scope=\"col\"><span class=\"important\"><b>Blutuntersuchungen<\/b><\/span><\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td><b>Parasitologie:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Endoparasiten,<\/li>\n<li>Giardien\u00a0ELISA,\u00a0Tritrichomonas\u00a0foetus PCR\u00a0bei\u00a0der\u00a0Katze<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td>Allgemeines\u00a0Screening,\u00a0Blutbild<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td><b>Bakteriologie:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Dysbakterie<\/li>\n<li>Pathogene\u00a0Keime:\u00a0Salmonellen,\u00a0Yersinien, Campylobacter,\u00a0pathogene\u00a0E.\u00a0coli<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td><b>Weiterf\u00fchrende\u00a0Untersuchungen:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Eiwei\u00dfelektrophorese,\u00a0FeLV,\u00a0FIV\u00a0bei\u00a0der Katze<\/li>\n<li>Gesamtthyroxin\u00a0(T4)\u00a0und\u00a0TSH<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td><b>Pankreas\u00a0\/\u00a0D\u00fcnndarm:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Pankreaselastase\u00a0E1\u00a0beim\u00a0Hund<\/li>\n<li>Nahrungsausnutzung<\/li>\n<li>Gesamtfetts\u00e4uren<\/li>\n<li>Gesamtgallens\u00e4uren<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td><b>Pankreas\u00a0\/\u00a0SIBO:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>TLI<\/li>\n<li>Vitamin\u00a0B12<\/li>\n<li>Fols\u00e4ure<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td><b>IBD:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>\u03b1\u00a0-1\u00a0Antitrypsin<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td><b>M.\u00a0Addison:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Natrium\u00a0\/\u00a0Kalium\u00a0&lt;\u00a027<\/li>\n<li>Basalcortisolspiegel\u00a0&lt;\u00a030\u00a0ng\/ml<\/li>\n<li>ACTH Stimulationstest: Basalwert, Synacthen (R)<br \/>\n5\u00a0\u03bcg\/kg\u00a0i.v.,\u00a02.\u00a0Blutentnahme\u00a0\u00a01\u00a0Stunde\u00a0sp\u00e4ter<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Ausschluss-Di\u00e4t\u00a0\u00fcber\u00a0l\u00e4ngere\u00a0Zeit\u00a0\/<br \/>\ndiagnostische\u00a0Therapie<\/td>\n<td>Allergietest\u00a0\/\u00a0Futtermittel-Unvertr\u00e4glichkeit<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/article>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"news-date\" style=\"text-align: right;\">10 \/ 2015<\/p>\n<div class=\"news-catRootline\" style=\"text-align: right;\">LABOKLIN Aktuell<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; gap=&#187;10&#8243; equal_height=&#187;yes&#187; content_placement=&#187;middle&#187; css=&#187;.vc_custom_1730293320162{margin-top: 30px !important;}&#187;][vc_column width=&#187;1\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1730293350891{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_icon icon_fontawesome=&#187;fas fa-file-pdf&#187; color=&#187;custom&#187; size=&#187;xl&#187; align=&#187;center&#187; css=&#187;.vc_custom_1730293376923{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187; custom_color=&#187;#e51e1e&#187; link=&#187;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F03%2Flab_akt_1510-min.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell|target:_blank&#187;][\/vc_column][vc_column width=&#187;5\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1730293361617{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1730293396424{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187;]<\/p>\n<p class=\"csc-firstHeader\"><strong><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/lab_akt_1510-min.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pathogene Darmkeime beim Hund<\/a><\/strong><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verdauungsst\u00f6rungen sind ein h\u00e4ufiger Grund, warum Patienten in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. 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