{"id":1337057,"date":"2021-07-23T16:49:05","date_gmt":"2021-07-23T14:49:05","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/sommerekzem\/"},"modified":"2024-11-25T13:02:23","modified_gmt":"2024-11-25T12:02:23","slug":"sommerekzem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/sommerekzem\/","title":{"rendered":"Sommerekzem"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#187;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#187;&#187;]Beim Sommerekzem handelt es sich um die h\u00e4ufigste juckende Hauterkrankung beim Pferd. Synonyme daf\u00fcr sind \u201einsect bite hypersensitivity (IBH)\u201c, Insekten\u00adhypersensitivit\u00e4t, \u201esweet itch\u201c und der klassische Begriff \u201eSommerekzem\u201c oder auch \u201eSommerr\u00e4ude\u201c wird immer noch verwendet. Der Juckreiz wird einerseits durch den Stich des Insekts an sich und andererseits durch eine Typ\u00ad-1-\u00adHyper\u00adsensitivit\u00e4t auf das Speichelallergen der Insekten ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Verursachende Insekten sind neben den Gnitzen<em> (Culicoides)<\/em> auch Kriebel\u00adm\u00fccken <em>(Simulium)<\/em>, Fliegen <em>(Stomoxys, Musca)<\/em>, Stechm\u00fccken<em> (Culex)<\/em> und Bremsen <em>(Tabanus)<\/em>. In einer Studie reagierten 75% der Pferde auf <em>Culi\u00adcoides <\/em>und auf <em>Simulium<\/em>, was eine Kreuzreaktivit\u00e4t vermuten l\u00e4sst. Dies wird auch durch eine Studie unter\u00adst\u00fctzt, die demonstrierte, dass bei <em>Simulium vittatum <\/em>und <em>Culicoides nube\u00adculosus <\/em>ein homologes Antigen in den Speicheldr\u00fcsen beider Insekten nach\u00adweisbar ist.<br \/>\nDie Tendenz, eine Insektenhypersensi\u00adtivit\u00e4t zu entwickeln, ist von verschiede\u00adnen Faktoren (z.B. Gene, geographische Lage) abh\u00e4ngig. Bei bestimmten Rassen tritt eine Inseketenhypersensitivit\u00e4t mit einer h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit auf, jedoch kann die Erkrankung bei allen Rassen und in allen Altersstufen vor\u00adkommen.<br \/>\nDer Hauptgrund, warum in Island lebende Pferde diese Erkrankung nicht aufweisen, ist, dass die <em>Culicoides<\/em>\u00ad-M\u00fccke dort nicht heimisch ist, womit einer der Hauptverantwortlichen f\u00fcr diese Erkrankung fehlt. In Island gebo\u00adrene Tiere, welche nach Europa impor\u00adtiert werden, haben eine Inzidenz von mehr als 50% (!), an dieser Allergie zu erkranken, w\u00e4hrend hingegen deren Nachzucht eine Inzidenz von weniger als 10% aufweist. In einer anderen Studie zeigten 34,5% von 330 Pferden, die von Island nach D\u00e4nemark importiert wur\u00adden, das Auftreten von IBH. Zwei Jahre sp\u00e4ter war diese Zahl auf 49,5% und in Gebieten mit starkem M\u00fcckenbefall sogar auf 54% angestiegen. Isl\u00e4nder, die von Island in die USA importiert wurden, zeigten im ersten Sommer noch keine Symptome, im zweiten Sommer waren jedoch 56% der Tiere symptomatisch.<br \/>\nIm Gegensatz dazu litten nur 4,6% von 1192 Isl\u00e4ndern, geboren in deutschen Gebieten, in denen die <em>Culicoides<\/em>\u00ad-M\u00fccke endemisch ist, an einem Sommerekzem. Wenn beide Elterntiere an IBH erkrankt waren, stieg die Pr\u00e4valenz auf 12,2% und sank im Gegensatz dazu, wenn nur ein Elternteil erkrankt war, auf 6,5%. War jedoch keines der beiden Elterntiere von der Erkrankung betroffen, lag die Pr\u00e4valenz bei 2,9%.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#187;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#187;&#187;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1337057 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Pferd | Ekzem Pferd &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Regina Wagner&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"796\" data-large_image_height=\"1200\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ekzem_Pferd.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"679\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ekzem_Pferd-679x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Ekzem Pferd\" aria-describedby=\"gallery-1-1495307\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ekzem_Pferd-679x1024.jpg 679w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ekzem_Pferd-199x300.jpg 199w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ekzem_Pferd-768x1158.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Ekzem_Pferd.jpg 796w\" sizes=\"auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1495307'>\n\t\t\t\t\tEkzem Pferd <br><i>Bildquelle: Dr. Regina Wagner<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"&lt;b&gt;Abbildung:&lt;\/b&gt; Verteilungsmuster der Sensibilisierung mit verschiedenen Insekten\" data-large_image_width=\"1200\" data-large_image_height=\"598\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Verteilungsmuster_der_Sensibilisierung_mit_verschiedenen_Insekten.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"510\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Verteilungsmuster_der_Sensibilisierung_mit_verschiedenen_Insekten-1024x510.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Verteilungsmuster der Sensibilisierung mit verschiedenen Insekten\" aria-describedby=\"gallery-1-1495324\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Verteilungsmuster_der_Sensibilisierung_mit_verschiedenen_Insekten-1024x510.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Verteilungsmuster_der_Sensibilisierung_mit_verschiedenen_Insekten-300x150.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Verteilungsmuster_der_Sensibilisierung_mit_verschiedenen_Insekten-768x383.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Verteilungsmuster_der_Sensibilisierung_mit_verschiedenen_Insekten.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1495324'>\n\t\t\t\t\t<b>Abbildung:<\/b> Verteilungsmuster der Sensibilisierung mit verschiedenen Insekten\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#187;.vc_custom_1732525348481{margin-top: 10px !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;&#187;]Auch bei Shetland\u00ad-Ponys konnte eine Heritabilit\u00e4t mit einer Inzidenz von 8,8% nachgewiesen werden. Ein Autor stellte auch fest, dass Pferde, die auf dem Festland nachweislich an Sommerekzem litten, auch nach 15 symptomfreien Jah\u00adren in Island immer noch eine deutliche Sensibilisierung ihrer basophilen Granulozyten auf <em>Culicoides <\/em>zeigten. Diese Tiere hatten ihre prinzipielle Bereitschaft, bei entsprechender Allergenexposition erneut ein Sommerekzem auszubilden, selbst nach so langer Zeit nicht verloren. In einer anderen Studie wurden Isl\u00e4nder von Island nach Schweden importiert.<br \/>\nPferde, die im Winter ankamen, entwi\u00adckelten doppelt so h\u00e4ufig eine IBH wie jene, die im Sommer einreisten. In Island weisen die Tiere durch Verwurmung einen hohen IgE\u00ad-Titer auf. Durch Endo\u00adparasitenmanagement nach dem Import sinkt dieser, bleibt beim gesunden Tier niedrig und steigt aber beim Ekzemer wieder. Beim Sommerimport wetteifern die IgE gegen Culicoides mit den Anti\u00adk\u00f6rpern der Endoparasiten, wohingegen nach einem Winterimport das IgE im Sommer bereits gesunken ist und sich somit die Culicioides-\u00adIgE etablieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es wurde auch festgestellt, dass die IgE\u00ad-Antik\u00f6rper von der Mutter via Kolostrum auf die Fohlen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Sowohl Serum-\u00ad als auch zellgebundenes IgE war bei un\u00adgeborenen Fohlen nicht nachweisbar, jedoch kam es 2 \u2013 5 Tage nach Aufnah\u00adme des Kolostrums zu einem deutlichen Peak. Diese \u201ematernalen\u201c Antik\u00f6rper las\u00adsen sich w\u00e4hrend der ersten 4 Lebens\u00admonate beim Jungtier nachweisen. Die endogene IgE\u00ad-Produktion beginnt laut dieser Studie fr\u00fchestens ab einem Alter von 9 \u2013 11 Monaten.<\/p>\n<p>Den Beginn der Symptomatik sieht man meist im jungen Alter (2 \u2013 4 Jahre). Im Allgemeinen ist die Klinik streng sai\u00adsonal, hochgradig juckend und kann eventuell mit Papeln oder Quaddeln einhergehen. Alle anderen Effloreszen\u00adzen erscheinen sekund\u00e4r: Alopezie, Schuppen, Krusten, Exkoriationen, Hyperpigmentation und Lichenifika\u00adtion. Man sieht h\u00e4ufig ein dorsales und\/ oder ein ventrales Verteilungsmuster.<br \/>\nSind M\u00e4hne oder Schweif in Mitleiden\u00adschaft gezogen, bleiben oft nur noch ein krustiger haarloser M\u00e4hnenkamm und ein sogenannter \u201eRattenschweif\u201c \u00fcbrig. Sekund\u00e4re bakterielle Infektionen der vorgesch\u00e4digten und traumatisierten Haut sind h\u00e4ufig und verschlimmern den Juckreiz zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Differentialdiagnosen f\u00fcr eine Insektenhypersensitivit\u00e4t sind atopische Dermatitis (Allergie auf Umge\u00adbungsallergene wie Pollen, Hausstaub-\u00ad und Vorratsmilben sowie Schimmel\u00adpilze), Futtermittelallergie, sekund\u00e4re bakterielle Infektionen und Ektopara\u00adsiten (Haarlinge\/L\u00e4use, Chorioptes\u00ad- und Psoroptesmilben). Viele Tiere leiden nat\u00fcrlich nicht nur an einer allergischen Reaktion auf Insekten, sondern auch auf andere Allergene. Ein wichtiger Hinweis ist, dass in diesen F\u00e4llen die Symptome im Winter nicht komplett verschwinden.<\/p>\n<p>Die Diagnose der Insektenhypersen\u00adsitivit\u00e4t wird aufgrund der Anamnese (einzelnes Pferd betroffen, Saisonalit\u00e4t) und der Klinik (Verteilungsmuster des Juckreizes und der Effloreszenzen) gestellt. Hautgeschabsel sollten immer routinem\u00e4\u00dfig mit untersucht werden, um das Vorliegen von Ektoparasiten aus\u00adzuschlie\u00dfen. Empfehlenswert ist auch eine Zytologie bez\u00fcglich der Diagnose von Sekund\u00e4rinfektionen. Die Patho\u00adhistologie best\u00e4tigt in vielen F\u00e4llen zwar die Verdachtsdiagnose einer Allergie, gibt jedoch \u00fcber die Art des ausl\u00f6senden Allergens keinerlei Auskunft. Welche der Insektenarten oder andere saisonale Allergene (z.B. Pollen) beim vorliegen\u00ad den Krankheitsgeschehen involviert sind, kann mittels Allergietest festgestellt werden.<\/p>\n<p>Blutallergietests bieten eine gute M\u00f6glichkeit, das verursachende Aller\u00adgen festzustellen, dienen jedoch, wie bei anderen Allergien auch, nicht der Diagnosestellung. Das positive Ergeb\u00adnis wird mit Anamnese und Klinik kor\u00adreliert und f\u00fcr die Allergenvermeidung oder die Zusammensetzung der ASIT (Allergen\u00adspezifische-Immuntherapie) verwendet. Prinzipiell muss zwischen einem Hautallergietest (Intrakutantest), serologischen Tests, bei denen aller\u00adgenspezifische IgE nachgewiesen wer\u00adden (ELISA), und Zellstimulationstests unterschieden werden. Sehr intensive Forschung wird in die Etablierung von Allergietests mit rekombinanten Aller\u00adgenen gesteckt. So wurde im April 2021 eine Studie publiziert, bei der ein Micro\u00adarray mit rekombinanten Culicoides\u00ad-Allergenen entwickelt wurde. Von den 27 der rekombinanten Allergene waren 9 Major\u00ad-Allergene f\u00fcr IBH und 7 davon waren bei mehr als 70% der Pferde mit IBH positiv.<\/p>\n<p>Therapeutisch kommt dem Management gro\u00dfe Bedeutung zu. Pferde m\u00fcssen bestm\u00f6glich von Insekten ferngehalten werden. Verschiedene Ma\u00dfnahmen kommen hierf\u00fcr in Betracht: Aufstallen untertags, Koppelgang w\u00e4hrend der Nacht, feinmaschige Insektenschutz\u00adgitter, Ventilator im Stall, stehendes Wasser in Stalln\u00e4he entfernen (alte Autoreifen, Dosen \u2026), Ekzemerdecken, Insektenkontrolle mit gut wirksamen Fliegensprays (Permethrin \u2013 Achtung Stallkatzen!, Pyriproxyfen oder Icaridin).<\/p>\n<p>In unserem Buch \u201eAllergene bei Tieren\u201c k\u00f6nnen Sie weitere Ma\u00dfnahmen zur Allergenvermeidung beim Allergiker nachlesen (Link zur Bestellung siehe unten).<\/p>\n<p>Auch eine Shampootherapie oder ein\u00adfach nur Abspritzen mit kaltem Wasser sollten nicht untersch\u00e4tzt werden, um die perkutane Allergenladung zu reduzieren. Au\u00dferdem werden mit Hilfe eines anti\u00adbakteriellen Wirkstoffes eventuell vorlie\u00adgende bakterielle Sekund\u00e4rinfektionen mitbehandelt (z.B. Chlorhexidin 2 \u2013 4%ig). Die Anwendung von topi\u00adschen Glucocorticoiden hat bei lokali\u00adsierten juckenden Arealen durchaus ihre Daseinsberechtigung. Man sollte jedoch dabei immer daran denken, die Absetz\u00adfrist (topische Pr\u00e4parate vier Wochen) f\u00fcr einen u.U. durchzuf\u00fchrenden Aller\u00adgietest zu beachten!<br \/>\nDie Allergen\u00ad-spezifische Immunthera\u00adpie (ASIT, Hyposensibilisierung) ist die einzige Therapie, die kausal ins Krank\u00adheitsgeschehen eingreift. Sie findet ihre Anwendung bei der Insektenhypersensi\u00adtivit\u00e4t, von Umgebungsallergenen verur\u00adsachter Urticaria, atopischer Dermatitis, equinem Asthma oder beim Headsha\u00adking. Beginn der Therapie ist bei saiso\u00adnalem Krankheitsgeschehen am Ende der Saison, d.h. beim Sommerekzemer im Herbst. Die Therapie muss mindes\u00adtens 12 Monate durchgef\u00fchrt werden, um eine genaue Aussage hinsichtlich der Effizienz treffen zu k\u00f6nnen. Bei gu\u00adtem Erfolg sollte sie dann ein Leben lang durchgef\u00fchrt werden. Die enthaltenen Allergene m\u00fcssen mit Anamnese und Klinik korrelieren und sollten patienten\u00adspezifisch ausgew\u00e4hlt werden. Der Erfolg der ASIT liegt zwischen 60% und 70%. Basierend auf einem positiven Testergebnis (Intrakutan-\u00ad oder Blut\u00adallergietest) und bei \u00fcbereinstimmender Korrelation mit Anamnese und Klinik stellt diese Therapieform eine Behand\u00adlungsm\u00f6glichkeit dar, welche nur sel\u00adten von Nebenwirkungen begleitet und kosteneffizient ist (gewichtsunabh\u00e4ngige Kosten (!)). Nach der Erstbehandlungs\u00adphase sind im weiteren Verlauf nur sel\u00adtene Applikationen erforderlich und dies beinhaltet neben der Kosteneffizienz auch einen geringeren Aufwand f\u00fcr den Besitzer (bei der Erhaltungsdosis meist alle 4 Wochen eine subkutane Injektion). Bei Sportpferden kann diese Thera\u00adpie ebenfalls durchgef\u00fchrt werden, da diese Tiere h\u00e4ufig wieder in einen guten Leistungszustand zur\u00fcckkehren und dennoch nicht doping\u00adrelevant therapiert werden.<\/p>\n<p>Neue vielversprechende Therapien wie z.B. eine aktive Vakzine gegen Il\u00ad-5 oder Il-\u00ad31 sind publiziert, jedoch noch nicht marktreif.<\/p>\n<p>Zusammenfassend wird nochmals ange\u00admerkt, dass Allergien bei Pferden sehr h\u00e4ufig auftreten, die Erkrankung nicht heilbar ist, verschiedene Diagnose\u00ad- und Therapiem\u00f6glichkeiten jedoch bei ent\u00adsprechender Aufkl\u00e4rung und Koopera\u00adtion des Besitzers ein gutes Manage\u00adment der Erkrankung erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Regina Wagner<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#187;.vc_custom_1732532238449{margin-top: 10px !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;&#187;]Hier geht\u00b4s zur Bestellung des Buches \u201eAllergene bei Tieren\u201c:<br \/>\nDE: <a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de\/fachinformationen\/bestellungen-buecher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/laboklin.de\/de\/fachinformationen\/bestellungen-buecher\/<\/a><br \/>\nAT: <a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/fachinformationen\/bestellungen-buecher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/laboklin.de\/de-at\/fachinformationen\/bestellungen-buecher\/<\/a><br \/>\nCH: <a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/fachinformationen\/bestellungen-buecher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/fachinformationen\/bestellungen-buecher\/<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; gap=&#187;10&#8243; equal_height=&#187;yes&#187; content_placement=&#187;middle&#187; css=&#187;.vc_custom_1732522916139{margin-top: 30px !important;}&#187;][vc_column width=&#187;1\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1732522810382{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_icon icon_fontawesome=&#187;fas fa-file-pdf&#187; color=&#187;custom&#187; size=&#187;xl&#187; align=&#187;center&#187; css=&#187;.vc_custom_1732522934622{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187; custom_color=&#187;#e51e1e&#187; link=&#187;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2024%2F11%2FLA_Pferd_Juli_2021_DE_FINAL.pdf|target:_blank&#187;][\/vc_column][vc_column width=&#187;5\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1732522860537{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1732522870310{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/LA_Pferd_Juli_2021_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Sommerekzem<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Sommerekzem handelt es sich um die h\u00e4ufigste juckende Hauterkrankung beim Pferd.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":1324227,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"%%post_title%%","_seopress_titles_desc":"%%post_excerpt%%","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[506],"tags":[],"class_list":["post-1337057","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-aktuell-pferd-2021-de-ch","category-506","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1337057"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1495396,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337057\/revisions\/1495396"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1324227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1337057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1337057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1337057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}