{"id":1337004,"date":"2021-10-25T09:14:06","date_gmt":"2021-10-25T07:14:06","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/traenkwasser-das-wichtigste-futtermittel-fuer-pferde\/"},"modified":"2024-11-21T10:44:35","modified_gmt":"2024-11-21T09:44:35","slug":"traenkwasser-das-wichtigste-futtermittel-fuer-pferde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/traenkwasser-das-wichtigste-futtermittel-fuer-pferde\/","title":{"rendered":"Tr\u00e4nkwasser \u2013 das wichtigste Futtermittel f\u00fcr Pferde"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#187;&#187;]Dass f\u00fcr Pferde eine gute Futterzusammensetzung und -qualit\u00e4t wichtig ist, ist inzwischen allgemein bekannt und so erfreuen sich Futtermittelanalysen gro\u00dfer Beliebtheit. Vergessen wird aber oft das Tr\u00e4nkwasser. Dabei ist die Bereitstellung von gen\u00fcgend Wasser in entsprechender Qualit\u00e4t essentiell, um Gesundheit und Leistungsbereitschaft der Pferde sicherzustellen.<\/p>\n<h2>Wasserbedarf<\/h2>\n<p>Allein f\u00fcr den Erhaltungsstoffwechsel werden durchschnittlich schon bis zu 5\u00a0l Wasser je 100 kg K\u00f6rpergewicht ben\u00f6tigt \u2013 bei Stuten in der Laktation sogar die doppelte Menge. Auch andere Faktoren wie beispielsweise Arbeit, Temperament und Umgebungstemperatur lassen den Wasserbedarf ansteigen. Zu hohen Wasserverlusten kommt es bei Durchfall\/Kotwasser oder Schwitzen.<\/p>\n<p>Daher sollte Wasser rund um die Uhr zur Verf\u00fcgung stehen. Bei Gruppenhaltung ist darauf zu achten, dass gen\u00fcgend Wasserstellen vorhanden und diese auch f\u00fcr rangniedere Tiere frei zug\u00e4nglich sind. In der kalten Jahreszeit m\u00fcssen die Tr\u00e4nken frostgesch\u00fctzt sein. Die Funktion der Tr\u00e4nken (auch die Durchflussrate!) ist t\u00e4glich zu \u00fcberpr\u00fcfen, denn kommt es zu einem Ausfall der Tr\u00e4nketechnik, m\u00fcssen alle Pferde mindestens 3-, besser 5-mal t\u00e4glich von Hand getr\u00e4nkt werden.<\/p>\n<h2>Wasserqualit\u00e4t<\/h2>\n<p>F\u00fcr den menschlichen Trinkwassergebrauch ist die deutsche Trinkwasserverordnung rechtlich bindend. F\u00fcr Tr\u00e4nkwasser gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, sondern Orientierungswerte des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) [BMEL: Hygienische Qualit\u00e4t von Tr\u00e4nkwasser, Orientierungsrahmen zur futtermittelrechtlichen Beurteilung, 2019]. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Grenzwerte v.a. auf Nutztiere ausgelegt und nicht speziell f\u00fcr das Pferd erarbeitet worden sind. Da Pferde auf bestimmte Stoffe aber empfindlicher reagieren, m\u00fcssen manche Richtwerte kritisch betrachtet werden.<\/p>\n<p>Kriterien f\u00fcr die Eignung als Tr\u00e4nkwasser:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schmackhaftigkeit <\/strong>ist Voraussetzung f\u00fcr eine ausreichende Wasseraufnahme.<\/li>\n<li>Die <strong>Vertr\u00e4glichkeit<\/strong> gew\u00e4hrleistet, dass alle Inhaltsstoffe nur in einer f\u00fcr das Tier nicht sch\u00e4dlichen Konzentration enthalten sind.<\/li>\n<li>Die <strong>Verwendbarkeit<\/strong> ber\u00fccksichtigt, dass sich keine nachteiligen Effekte auf die Tr\u00e4nketechnik ergeben d\u00fcrfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u>Kontrolle der Wasserqualit\u00e4t<\/u><\/p>\n<p>Sofern zum Tr\u00e4nken kein Wasser in Trinkwasserqualit\u00e4t verwendet wird, ist eine routinem\u00e4\u00dfige Wasseruntersuchung mindestens einmal j\u00e4hrlich empfehlenswert. Absolut notwendig ist sie sp\u00e4testens bei Verdacht auf Verunreinigungen. Zu beachten ist, dass Wasser im Laufe des Jahres Ver\u00e4nderungen unterliegt. Wichtige Einflussfaktoren sind hierbei vor allem Niederschlagsmengen, Temperatur und Grundwasserspiegel.<\/p>\n<p><u>Probenentnahme<\/u><\/p>\n<p>Generell sollte die Wasserbeprobung unter sterilen Bedingungen erfolgen.<\/p>\n<ul>\n<li>Vor der Probenahme ist die Entnahmestelle m\u00f6glichst durch Abflammen der Auslass\u00f6ffnung zu sterilisieren. Alternativ kann der Zapfhahn auch f\u00fcr mehrere Minuten in eine Alkoholl\u00f6sung getaucht werden.<\/li>\n<li>Das eindeutig gekennzeichnete Probengef\u00e4\u00df sollte steril sein, ggf. kann sich auch eine Mineralwasserflasche eignen.<\/li>\n<li>Wasser vor der Entnahme 2 \u2013 3 Minuten laufen lassen.<\/li>\n<li>Kontaminationen vermeiden: Deckel erst unmittelbar vor Abf\u00fcllung abschrauben und unmittelbar danach verschlie\u00dfen, Innenseiten nicht ber\u00fchren, ggf. Handschuhe tragen.<\/li>\n<li>Die ben\u00f6tigten Probenmengen k\u00f6nnen Sie dem Untersuchungsauftrag entnehmen, es sind je nach Untersuchung 0,7 \u2013 1 l erforderlich. Transport: gek\u00fchlt, dunkel, so schnell wie m\u00f6glich!<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_row_inner css=&#187;.vc_custom_1635144540912{margin-top: 25px !important;}&#187;][vc_column_inner][vc_column_text css=&#187;&#187;]<\/p>\n<h2>Die Tr\u00e4nkwasseruntersuchung<\/h2>\n<p><u>Mikrobiologische Parameter<\/u><\/p>\n<p>Salmonellen, Campylobacter und <em>E. coli<\/em> sollten nicht nachweisbar sein. <strong>Salmonellen<\/strong> k\u00f6nnen beispielsweise durch Kot infizierter Tiere, v.a. V\u00f6gel, in das Wasser gelangen. Bei immunsupprimierten Pferden und Fohlen l\u00f6sen sie mitunter schwere Durchf\u00e4lle aus. Auch <strong>Campylobacter-<\/strong>Spezies kontaminieren das Wasser prim\u00e4r \u00fcber Ausscheidungen kolonisierter Tiere (v.a. Wildv\u00f6gel, Nutztiere, Hunde, Katzen). <strong><em>E. coli<\/em><\/strong> ist Bestandteil der physiologischen Darmflora bei Menschen und warmbl\u00fctigen Tieren und gilt daher als Indikatorkeim f\u00fcr f\u00e4kale Verschmutzung.<\/p>\n<p>Die <strong>Gesamtkeimzahl<\/strong> wird als Anzahl der koloniebildenden Einheiten (KBE) pro Milliliter angegeben und kann beispielsweise ansteigen nach Rohrbruch, Neuanschl\u00fcssen, langen Standzeiten oder auch bei ver\u00e4nderten Witterungsverh\u00e4ltnissen, wenn der Boden eine mangelnde Filtrationskraft aufweist. Bei jeder \u00c4nderung \u2013 sp\u00e4testens jedoch bei \u00dcberschreiten der Orientierungswerte \u2013 sollte eine gr\u00fcndliche Ursachenforschung erfolgen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"e51e1e\">\n<td width=\"302\"><strong>Parameter<\/strong><\/td>\n<td width=\"302\"><strong>Orientierungswert nach BMEL<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">Salmonellen<\/td>\n<td width=\"302\">0\/100 ml<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">Campylobacter<\/td>\n<td width=\"302\">0\/100 ml<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\"><em>E. coli<\/em><\/td>\n<td width=\"302\">0\/100 ml m\u00f6glichst weitgehend frei von <em>E. coli<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">aerobe Gesamtkeimzahl bei 20 \u00b0C<\/td>\n<td width=\"302\">&lt; 10.000 KBE\/ml<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">aerobe Gesamtkeimzahl bei 37 \u00b0C<\/td>\n<td width=\"302\">&lt; 1000 KBE\/ml<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Quelle: BMEL: Hygienische Qualit\u00e4t von Tr\u00e4nkwasser. Orientierungsrahmen zur futtermittelrechtlichen Beurteilung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Parameter, f\u00fcr die das BMEL keine Orientierungswerte vorgegeben hat:<\/p>\n<p><strong>Coliforme Keime<\/strong> beinhalten verschiedene Bakteriengattungen, die zu den Enterobakterien bzw. zur Ordnung der Enterobacterales geh\u00f6ren. Diese Keime k\u00f6nnen f\u00e4kalen Ursprungs sein, sie k\u00f6nnen aber auch in der Umwelt vorkommen. Ihr Nachweis deutet daher nicht zwingend auf ein hygienisches Problem hin, sondern zeigt eher M\u00e4ngel im Leitungsnetz an.<\/p>\n<p><strong>Enterokokken-<\/strong>Spezies sind wie <em>E. coli<\/em> F\u00e4kalindikatoren. Gegen\u00fcber Umwelteinfl\u00fcssen sind sie relativ resistent, daher kann ihr Vorkommen ein Hinweis auf l\u00e4nger zur\u00fcckliegende Verunreinigungen sein.<\/p>\n<p><strong><em>Clostridium perfringens<\/em><\/strong> ist in offenen Gew\u00e4ssern (Seen, Fl\u00fcsse) anzutreffen. Auf <em>C. perfringens<\/em> muss nur untersucht werden, wenn das Tr\u00e4nkwasser aus Oberfl\u00e4chenwasser gewonnen wird.<\/p>\n<p><strong><em>Pseudomonas aeruginosa<\/em><\/strong> ist ein Umweltkeim mit gro\u00dfer Anpassungsf\u00e4higkeit und Biofilmbildner. Sein Vorkommen erschwert die Beseitigung einer Kontamination erheblich.<\/p>\n<p><strong>Hefepilze <\/strong>vermehren sich v.a. direkt an der Tr\u00e4nkestelle in darin g\u00e4renden Futterresten. Nur selten besiedeln <strong>Schimmelpilze<\/strong> defekte Wasserleitungen.<\/p>\n<p><u>Physiko-chemische Parameter<\/u><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"e51e1e\">\n<td width=\"302\">Parameter<\/td>\n<td width=\"302\">Orientierungswert nach BMEL<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">pH-Wert<\/td>\n<td width=\"302\">&gt; 5, &lt; 9<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">elektrische Leitf\u00e4higkeit<\/td>\n<td width=\"302\">&lt; 3000 \u00b5S\/cm<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">l\u00f6sliche Salze gesamt<\/td>\n<td width=\"302\">&lt; 2,5 g\/l<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"302\">Oxidierbarkeit<\/td>\n<td width=\"302\">&lt; 15 mg\/l<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Quelle: BMEL: Hygienische Qualit\u00e4t von Tr\u00e4nkwasser. Orientierungsrahmen zur futtermittelrechtlichen Beurteilung<\/p>\n<p>Der <strong>pH-Wert<\/strong> beeinflusst nicht nur den Geschmack, sondern viele chemische und biologische Prozesse. Ein stark saurer oder alkalischer pH-Wert wirkt toxisch auf Organismen. Es kann zu Korrosionen im Leitungssystem kommen. Eine Versauerung kann au\u00dferdem Schwermetalle mobilisieren, da deren L\u00f6slichkeit mit abnehmendem pH-Wert zunimmt. Die <strong>elektrische Leitf\u00e4higkeit <\/strong>gibt die Summe der im Wasser enthaltenen Salze an. Sie dient dazu, \u00c4nderungen in der Wasserzusammensetzung zu erfassen. Zu einer Erh\u00f6hung der Leitf\u00e4higkeit kommt es beispielsweise durch Eintrag von Abw\u00e4ssern, D\u00fcngemitteln, Streusalz oder nahegelegenen Deponien. Ein Ma\u00df f\u00fcr die Summe aller im Wasser vorhandenen organischen Stoffe ist der <strong>chemische Sauerstoffbedarf<\/strong> (CSB). Er erfasst sowohl ungef\u00e4hrliche Abwasserinhaltsstoffe als auch m\u00f6gliche Schadstoffe.<\/p>\n<p><u>Chemische Parameter<\/u><\/p>\n<p><strong>Nitrat\/Nitrit\/Ammonium: <\/strong>Ammonium entsteht beim Abbau von Proteinen und bei der bakteriellen Zersetzung abgestorbener Pflanzenteile. Im Boden und in Gew\u00e4ssern wird es bakteriell zuerst zu Nitrit und dann zu Nitrat oxidiert (Nitrifikation).<br \/>\nHohe Nitratwerte werden haupts\u00e4chlich durch den D\u00fcngemitteleinsatz in der Landwirtschaft verursacht. Der Nitratgehalt, der den Pflanzenbedarf \u00fcbersteigt, sickert ins Grundwasser. Eine weitere Eintragsquelle ist die Emission von Stickoxiden aus der Industrie oder dem Verkehr. Sichtbar wird ein hoher Nitratgehalt beispielsweise an vermehrtem Algenwachstum. Nitrat kann im K\u00f6rper wiederum bakteriell oder durch enzymatische Umwandlung zum giftigeren Nitrit reduziert werden. Nitrit wandelt H\u00e4moglobin in Meth\u00e4moglobin um, das keinen Sauerstoff binden kann. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe. Pferde reagieren besonders empfindlich auf Nitrat. Der Orientierungswert des BMEL wird von Experten als deutlich zu hoch f\u00fcr Pferde angesehen (Orientierungswert Nitrat f\u00fcr K\u00e4lber und andere Tierarten: &lt; 200 mg\/l). Laut Dietbert Arnold (Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr Pferdezucht und -haltung von der HK Bremen und Bremerhaven) k\u00f6nnen bereits 25 \u2013 50 mg\/l im Wasser zu einer schleichenden Vergiftung f\u00fchren, &gt; 50 mg\/l sogar eine akute Vergiftung ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu haben Pferde eine hohe Toleranz gegen\u00fcber <strong>Kupfer, <\/strong>weshalb es nur \u00e4u\u00dferst selten zu Vergiftungserscheinungen kommt. Kupfer kommt nat\u00fcrlicherweise im Gestein vor \u2013 in Tr\u00e4nkwasser gelangt es vorwiegend durch kupferhaltige Leitungen.<\/p>\n<p><strong>Zink<\/strong> kommt nat\u00fcrlicherweise als Bestandteil von Erzen vor. Weitere Eintragsquellen sind Industrieemissionen. Zu Vergiftungserscheinungen kommt es nur bei Pferden im Wachstum (&gt;\u00a015\u00a0ppm im Trinkwasser). Diese zeigen sich durch kn\u00f6cherne Zubildungen an den Gelenken, die starke Lahmheiten verursachen. Lahmheiten k\u00f6nnen auch auftreten durch Gelenkauftreibungen, verursacht durch hohe <strong>Fluor<\/strong>aufnahmen. Weiterhin zeigen sich chronische Fluorvergiftungen an schmerzhaften Zahnver\u00e4nderungen. <strong>Natriumchlorid<\/strong> kann \u00fcber Niederschl\u00e4ge in das Grundwasser geschwemmt werden. Durch den Einsatz von Streusalz und D\u00fcngern kann sich der Eintrag wesentlich erh\u00f6hen. Auch <strong>Kalium<\/strong> gelangt vorwiegend auf nat\u00fcrliche Weise in das Grundwasser. Ist der Kaliumgehalt allerdings sehr hoch, kann dies auch auf f\u00e4kale Verunreinigungen hindeuten. Erh\u00f6hte <strong>Sulfat<\/strong>gehalte wirken sich nachteilig auf den Geschmack des Wassers aus. Sie sind v.a. in torfigen und moorigen Gebieten zu finden, k\u00f6nnen aber auch aus D\u00fcngung oder Verbrennung fossiler Brennstoffe resultieren. Bei mikrobiellen Zersetzungsprozessen kommt es zu \u00c4nderungen des Sulfatgehaltes.<\/p>\n<p><u>Toxische Stoffe<\/u><\/p>\n<p><strong>Blei<\/strong> gelangt beispielsweise \u00fcber die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Munition oder auch alte Wasserleitungen in das Tr\u00e4nkwasser. Es reichert sich im Organismus an, ist neurotoxisch und f\u00fchrt beim Pferd h\u00e4ufig zu An\u00e4mie, St\u00f6rungen des Gastrointestinaltrakts, Lahmheiten, Dyspnoe, Kehlkopfpfeifen, Aspirationspneumonie. Jungtiere sind empfindlicher als adulte Pferde.<\/p>\n<p><strong>Arsen<\/strong> stammt haupts\u00e4chlich aus der Metallindustrie und Kohleverbrennung. Fr\u00fcher war es in vielen Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungs- und Pflanzenschutzmitteln enthalten. In bestimmten Gebieten kann es auch auf nat\u00fcrlichem Wege in das Grundwasser gelangen. Je nach aufgenommener Dosis kommt es zu akuten oder chronischen Vergiftungen. <strong>Cadmium<\/strong>vergiftungen verlaufen i.d.R. chronisch; es kommt v.a. zu Nieren- und Skelettsch\u00e4den. Neben einem Eintrag aus der Industrie ist es auch in Kl\u00e4rschl\u00e4mmen und D\u00fcngemitteln enthalten. <strong>Quecksilber <\/strong>verursacht in erster Linie neurologische Sch\u00e4den. Die Eintragsquellen \u00e4hneln den vorgenannten, zus\u00e4tzlich ist es auch in Saatbeizmitteln vorhanden.<\/p>\n<p><u>Technologisch st\u00f6rende Stoffe<\/u><\/p>\n<p><strong>Calcium<\/strong> und <strong>Magnesium<\/strong> bestimmen die Wasserh\u00e4rte. Kalk setzt nicht nur Leitungen zu, sondern beeinflusst auch die Schmackhaftigkeit des Wassers negativ. Auch <strong>Mangan<\/strong> und <strong>Eisen<\/strong> k\u00f6nnen sich nachteilig durch Ablagerungen auf die Trinkwassertechnik auswirken. Eisen beeintr\u00e4chtigt zudem den Geschmack des Wassers, was dazu f\u00fchren kann, dass zu wenig Wasser aufgenommen wird. Eine hohe Eisenaufnahme \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum kann beim Pferd zu H\u00e4mochromatose und Lebersch\u00e4den f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Um Pferden gen\u00fcgend Wasser in geeigneter Qualit\u00e4t anbieten zu k\u00f6nnen, kommt es auf die Tr\u00e4nketechnik und das Haltungsmanagement an. Regelm\u00e4\u00dfige Wasseruntersuchungen geben Aufschluss dar\u00fcber, ob das Tr\u00e4nkwasser die entsprechende Qualit\u00e4t aufweist. Welche Untersuchungsparameter f\u00fcr die jeweilige Pferdehaltung wichtig sind, h\u00e4ngt von vielen individuellen Faktoren (geographische Lage, Industrien\u00e4he, Intensit\u00e4t der Landwirtschaft, Tr\u00e4nketechnik, Art der Wasserquelle etc.) ab. Hier stehen wir sehr gerne f\u00fcr eine pers\u00f6nliche Beratung bereit.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Ann-Kathrin Schieder<\/em><br \/>\n<em>Dr. Martin Felten<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; gap=&#187;10&#8243; equal_height=&#187;yes&#187; content_placement=&#187;middle&#187; css=&#187;.vc_custom_1732180860707{margin-top: 30px !important;}&#187;][vc_column width=&#187;1\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1732180901597{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_icon icon_fontawesome=&#187;fas fa-file-pdf&#187; color=&#187;custom&#187; size=&#187;xl&#187; align=&#187;center&#187; css=&#187;.vc_custom_1732180890712{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187; custom_color=&#187;#e51e1e&#187; link=&#187;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F10%2FLa_Pferd_Oktober_2021_DE_FINAL.pdf|target:_blank&#187;][\/vc_column][vc_column width=&#187;5\/6&#8243; css=&#187;.vc_custom_1732180910470{background-color: #e7e7e7 !important;}&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1732180923368{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#187;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/La_Pferd_Oktober_2021_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Tr\u00e4nkwasser \u2013 das wichtigste Futtermittel f\u00fcr Pferde <\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass f\u00fcr Pferde eine gute Futterzusammensetzung und -qualit\u00e4t wichtig ist, ist inzwischen allgemein bekannt und so erfreuen sich Futtermittelanalysen gro\u00dfer Beliebtheit. Vergessen wird aber oft das Tr\u00e4nkwasser.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1325853,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"%%post_title%%","_seopress_titles_desc":"%%post_excerpt%%","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[506],"tags":[],"class_list":["post-1337004","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-aktuell-pferd-2021-de-ch","category-506","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1337004"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337004\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1494847,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337004\/revisions\/1494847"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1325853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1337004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1337004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1337004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}