{"id":1335507,"date":"2020-10-16T11:36:27","date_gmt":"2020-10-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/leistungen\/genetik\/fellfarbe-haarstruktur\/hund\/a-lokus-allele-ay-aw-at-a\/"},"modified":"2025-02-25T12:55:39","modified_gmt":"2025-02-25T11:55:39","slug":"a-lokus-agouti-asip-analyse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/genetik\/fellfarbe-haarstruktur\/hund\/a-lokus-agouti-asip-analyse\/","title":{"rendered":"A-Lokus (Agouti) (ASIP-Analyse)"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"csc-firstHeader\">A-Lokus (Agouti) (ASIP-Analyse)<\/h3><p><span>LABOKLIN Leistungs-ID: 8144<\/span><\/p><p class=\"bodytext\"><strong>Die Befundung des A-Lokus wurde zum 01.05.2023 umgestellt:<\/strong><br><br>Bisher wurden am A-Lokus (ASIP) folgende Allele befundet: Ay, Aw, at und a. Hierbei stand das Allel Ay f\u00fcr dominantes Gelb, das Allel Aw f\u00fcr Wildfarben (Agouti), das Allel at f\u00fcr black and tan und das Allel a f\u00fcr rezessives Schwarz. <br>Mit dieser <em>klassischen<\/em> Befundung lie\u00df sich nicht unterscheiden, ob ein dominant gelber Hund dunkle Haarspitzen (sogenanntes <em>shaded sable<\/em>) oder nicht (<em>clear sable<\/em>) hat. Ebensowenig lie\u00df sich unterscheiden, ob ein Hund mit dem Genotyp at\/at (bzw. at\/a) black and tan oder saddle tan ist.<br>Eine neuere Analyse, basierend auf den Ergebnissen einer internationalen Forschergruppe, bei der verschiedene so genannte Promotoren im Bereich des Gens ASIP identifiziert und differenziert werden, erlaubt nun eine genauere Befundung, die die Zuordnung eines Genotyps zu folgenden Zeichnungsmustern erlaubt:<ul><br><li>dominantes Gelb ohne schwarze Haarspitzen (dominant yellow, DY)<\/li><br><li>dominantes Gelb mit dunklen Haarspitzen (shaded yellow, SY)<\/li><br><li>Wildfarben (agouti, AG)<\/li><br><li>Saddle tan (black saddle, BS)<\/li><br><li>Black and tan (black back, BB)<\/li><br><li>rezessives Schwarz<\/li><\/ul><br>Man unterscheidet bei den Promotoren so genannte Ventrale Promotoren (VP) und Haarzyklus-Promotoren (HCP). Die VP steuern die Ausdehnung von Eumelanin (dunkles Pigment) \u00fcber den gesamten Hundek\u00f6rper. Die HCP steuern die Ausdehnung von Eumelanin entlang der einzelnen Haarsch\u00e4fte. Der neue Test unterscheidet zwischen zwei verschiedenen VP-Typen (VP1 und VP2) und f\u00fcnf verschiedenen HCP-Typen (HCP1, HCP2, HCP3, HCP4 und HCP5). In Abh\u00e4ngigkeit davon, welcher VP und welcher HCP sich im individuellen Fall jeweils auf einem Chromosom (im so genannten Haplotyp) befindet, wird diesem Haplotyp jeweils die Bezeichnung DY, SY, AG, BS oder BB zugeordnet. Die Befundung von rezessivem Schwarz (Genotyp a\/a) hat sich nicht ver\u00e4ndert und wird wie bisher analysiert und befundet.<br><br>Es ergeben sich somit folgende Kombinationsm\u00f6glichkeiten der <em>neuen<\/em> Haplotypen: <br><br><center><img style='vertical-align: middle; display: block; max-height: 650px;' src='https:\/\/labogen.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/TabelleGenoHaplotypen_neu260723-min.png' alt='' \/><\/center><p>Tabelle 1: Die <em>neuen<\/em> Haplotypen.<\/p><p>Folgender Tabelle k\u00f6nnen Sie die Bezeichnung der bisherigen Allele und die jeweilige Zuordnung zur neuen Bezeichnung entnehmen: <\/p><center><img style='vertical-align: middle;' src='https:\/\/labogen.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/c5b19e32665b9909e63ce407defda98b19a4220.jpg' alt='' \/><\/center><p>Mit Hilfe der neuen Befundung lassen sich auch F\u00e4lle erkl\u00e4ren, die bei der herk\u00f6mmlichen Befundung des A-Lokus Fragen aufwarfen, etwa black and tan-farbene Hunde mit dem Genotyp Aw\/Aw, was vereinzelt zum Beispiel beim Border Collie, Zwergschnauzer, Pudel und Nordischen Rassen vorkam. <br>Au\u00dferdem lassen sich mit Hilfe der neuen Befundung Black and tan und Saddle tan sowie Clear sable und Shaded sable voneinander differenzieren.<\/p><p>Wie schon bei der herk\u00f6mmlichen Befundung gilt jedoch auch zuk\u00fcnftig: Das endg\u00fcltige Aussehen eines Hundes wird nicht nur vom A-Lokus bestimmt, sondern ist immer das Resultat des Zusammenspiels aller Genorte. So muss ein Hund zum Beispiel am K-Lokus den Genotyp ky\/ky haben, damit sich der A-Lokus vollst\u00e4ndig auspr\u00e4gen kann. Auch der E-Lokus mit seinen vielen m\u00f6glichen genetischen Varianten (z.B. e1, eA, eg) kann die Ausdehnung von Eumelanin mehr oder weniger stark beeinflussen und so die \u00fcber den A- und den K-Lokus determinierten Ph\u00e4notypen noch modifizieren.<\/p><\/p><table class=\"tx-laboklinleistung-table contenttable contenttable-2\" style=\"margin-top: 35px;\"><tr><td class=\"td-0\"><strong>Methode<\/strong><\/td><td class=\"td-1\"><p class=\"bodytext\">TaqMan SNP Assay + Fragmentl\u00e4ngenanalyse<\/p><\/td><\/tr><tr><td class=\"td-0\"><strong>Erbgang<\/strong><\/td><td class=\"td-1\"><p class=\"bodytext\">Allelische Reihe: DY > SY > AG > BS\/BB > a<\/p><\/td><\/tr><tr><td class=\"td-0\"><strong>Dauer<\/strong><\/td><td class=\"td-1\"><p class=\"bodytext\">1 - 2 Wochen nach Erhalt der Probe<\/p><\/td><\/tr><\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A-Lokus (Agouti) (ASIP-Analyse)LABOKLIN Leistungs-ID: 8144Die Befundung des A-Lokus wurde zum 01.05.2023 umgestellt:Bisher wurden am A-Lokus (ASIP) folgende Allele befundet: Ay, Aw, at und a. 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