{"id":1334331,"date":"2020-10-16T11:36:27","date_gmt":"2020-10-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/leistungen\/genetik\/molekularbiologische-tierartendifferenzierung\/anwendungsbeispiele\/"},"modified":"2020-10-16T11:36:27","modified_gmt":"2020-10-16T09:36:27","slug":"anwendungsbeispiele","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/genetik\/molekularbiologische-tierartendifferenzierung\/anwendungsbeispiele\/","title":{"rendered":"Anwendungsbeispiele"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]F\u00fcr die molekularbiologische Tierartendifferenzierung gibt es zahlreiche spannende Anwendungsgebiete:<\/p>\n<p><strong>Autounfall \u2013 zahlt die Versicherung?<\/strong><br \/>\nSo hatten wir beispielsweise von einer Versicherung die Anfrage, von welchem Tier die an einer Sto\u00dfstange gefundenen Haare stammen. Im Detail ging es darum, zu kl\u00e4ren, ob die Haare von einem Wildtier stammen \u2013 in diesem Fall w\u00e4re die Kaskoversicherung des Autohalters f\u00fcr den Schaden aufgekommen \u2013 oder von einem Haustier \u2013 in diesem Fall bleibt der Autobesitzer auf dem Schaden sitzen. An der Sto\u00dfstange wurden schwarze Haare gefunden, was bei der Versicherung den Verdacht aufkommen lie\u00df, dass es sich nicht um einen Fuchs \u2013 wie vom Autohalter angegeben \u2013 sondern um einen Hund gehandelt haben k\u00f6nnte. Der Autohalter wollte jedoch nicht betr\u00fcgen: die Haare stammten tats\u00e4chlich von einem Fuchs. Besondere Brisanz erf\u00e4hrt dieses Thema auch, wenn Wildunf\u00e4lle mit bei uns eigentlich nicht heimischen Tierarten wie dem Waschb\u00e4ren passieren. Diese werden nicht von allen Versicherungen \u00fcbernommen. So kann eine molekularbiologische Untersuchung hier Klarheit schaffen.<\/p>\n<p><strong>Macht Nachbars Katze bei uns in den Garten?<\/strong><br \/>\nViele Gartenbesitzer fragen sich, wer denn der heimliche n\u00e4chtliche Besucher auf der Terrasse oder am sch\u00f6nsten Sitzplatz im Garten ist. Neben Nachbars Katze kommen hier sehr viele Wildtiere in Frage, wie der Igel oder der Marder. Die Untersuchung des Kothaufens zur Tierartendifferenzierung kann hier spannende Einblicke in die oft verborgen lebende Tierwelt im Garten liefern. Wir konnten so bereits einen Marder \u00fcberf\u00fchren, der auf ungekl\u00e4rten Wegen in das Innere eines Autos kommen konnte und dort sein Gesch\u00e4ft verrichtete. Oder das Hermelin, das im Verdacht steht, die Fische aus dem Teich gefressen zu haben.<\/p>\n<p><strong>Wilddiebe am Werk?<\/strong><br \/>\nMehrmals bekamen wir auch schon Blutspuren geschickt mit der Bitte um Abkl\u00e4rung der Tierart. Diese wurden im Schnee gefunden, auf der Wiese, in der Erde. Auch aus diesen Proben kann man DNA isolieren und die entsprechende molekularbiologische Untersuchung folgen lassen. Was stellt hier die Motivation dar? Teilweise wollten die Einsender wissen, ob das Blut vom gerade entlaufenen Hund stammen k\u00f6nnte. Stellt sich heraus, dass das gefundene Blut in der Tat von einem Hund stammt, kann man noch einen Schritt weitergehen: liegt eine Vergleichsprobe des Hundes wie z.B. Haare aus dem Hundekorb oder der B\u00fcrste vor, erstellt man aus beiden Proben ein DNA-Profil. Dabei wird die L\u00e4nge sog. Mikrosatelliten bestimmt, was zu einem individuellen Profil f\u00fcr jeden Hund f\u00fchrt. Sind diese identisch, handelt es sich sehr wahrscheinlich um dasselbe Tier. Dies ist in der gleichen Weise auch bei Katzen m\u00f6glich.<br \/>\nTeilweise finden J\u00e4ger solche Spuren in ihrem Revier und wollen der Sache auf den Grund gehen: ist das Blut von einem Wildtier, was die Vermutung der Wilderei nahelegt, stammt es von einem Haustier?<\/p>\n<p><strong>Echtes Fell oder Plastik?<\/strong><br \/>\nEin weiterer spannender Fall drehte sich um Spieltiere von einem Weihnachtsmarkt. Diese waren laut Aussage des Verk\u00e4ufers mit Kunstfell. Dem K\u00e4ufer kamen jedoch Zweifel. In einer der Proben konnten wir in der Tat Katzen-DNA nachweisen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<div class=\"vc_tta-panels-container\"><div class=\"vc_tta-panels\"><\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]F\u00fcr die molekularbiologische Tierartendifferenzierung gibt es zahlreiche spannende Anwendungsgebiete: Autounfall \u2013 zahlt die Versicherung? So hatten wir beispielsweise von einer Versicherung die Anfrage, von welchem Tier die an einer Sto\u00dfstange gefundenen Haare stammen. 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