{"id":1333128,"date":"2020-11-04T09:07:31","date_gmt":"2020-11-04T08:07:31","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen\/"},"modified":"2024-10-08T19:59:45","modified_gmt":"2024-10-08T17:59:45","slug":"haemotrope-mykoplasmen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen\/","title":{"rendered":"H\u00e4motrope Mykoplasmen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<h3>Leistungsspektrum<\/h3><div class=\"vc_tta-panels-container\"><div class=\"vc_tta-panels\"><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen-pcr-hund\/\">H\u00e4motrope Mykoplasmen - PCR (Hund)<\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen-pcr-katze\/\">H\u00e4motrope Mykoplasmen - PCR (Katze)<\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen\/mycoplasma-haemolamae-pcr\/\">Mycoplasma haemolamae - PCR<\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen\/mycoplasma-ovis-anaplasma-ovis-pcr\/\">Anaplasma ovis\/Mycoplasma ovis - PCR<\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/mykoplasmen\/haemotrope-mykoplasmen\/mycoplasma-suis-pcr\/\">Mycoplasma suis - PCR<\/a><\/li><\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1715762945232{margin-top: 30px !important;margin-bottom: 30px !important;}&#187;]<\/p>\n<h3>Allgemeine Informationen<\/h3>\n<p>H\u00e4motrope Mykoplasmen (fr\u00fcher Haemobartonella und Eperythrozoon) sind weltweit verbreitet. Sie lagern sich auf der Oberfl\u00e4chenmembran von Erythrozyten an und k\u00f6nnen An\u00e4mie verursachen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_accordion active_tab=&#187;false&#187; title_size=&#187;normal&#187; style=&#187;2&#8243;][vc_accordion_tab title=&#187;Hund&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1663078008953{padding-left: 20px !important;}&#187;]Beim Hund sind bisher Mycoplasma haemocanis und Candidatus Mycoplasma haematoparvum beschrieben. Beide St\u00e4mme treten in Europa vor allem im Mittelmeerraum auf. Klinisch kommt es oft nur zu einer chronischen, asymptomatischen Verlaufsform. Akute Erkrankungen mit Fieber, Anorexie, Gewichtsverlust und Lethargie zeigen sich hingegen in erster Linie bei immunsupprimierten, splenektomierten oder mit anderen Erregern gleichzeitig infizierten Hunden. Auch Todesf\u00e4lle sind m\u00f6glich. Die nat\u00fcrliche Infektion erfolgt wahrscheinlich durch Vektoren, diskutiert wird v.a. die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Eine vertikale \u00dcbertragung \u00fcber die Plazenta und Milch ist ebenfalls m\u00f6glich, auch Bluttransfusionen stellen ein Infektionsrisiko dar.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Katze&#187;][vc_column_text]Bei der Katze sind derzeit drei verschiedene h\u00e4motrope Mykoplasmen mit unterschiedlicher Pathogenit\u00e4t beschrieben. Neben dem als Ohio-Isolat bekannten Mycoplasma-haemofelis-Stamm und dem am h\u00e4ufigsten auftretenden California-Isolat, Candidatus Mycoplasma haemominutum, ist seit einigen Jahren ein weiterer Stamm, Candidatus Mycoplasma turicensis, bekannt. Letzterer wurde zuerst bei Katzen aus der Schweiz nachgewiesen, scheint in Deutschland jedoch eher selten vorzukommen. W\u00e4hrend Mycoplasma haemofelis auch bei immunkompetenten Tieren eine schwerwiegende Erkrankung ausl\u00f6sen kann, verl\u00e4uft eine Infektion mit Candidatus Mycoplasma haemominutum bei gesunden Tieren dagegen meist subklinisch. Koinfektionen sind m\u00f6glich, diese gehen meist mit deutlicheren klinischen Symptomen einher als Monoinfektionen.<\/p>\n<p>Die nat\u00fcrliche Infektion erfolgt wahrscheinlich durch Vektoren, diskutiert werden v.a. Fl\u00f6he, aber auch Zecken und stechende Insekten. Eine vertikale \u00dcbertragung \u00fcber die Plazenta und Milch ist ebenfalls m\u00f6glich. Auch Bluttransfusionen stellen ein Infektions\u00adrisiko dar, ebenso die direkte \u00dcbertragung von Tier zu Tier durch Bissverletzungen.<\/p>\n<p>Klinische Symptome in der akuten Phase sind An\u00e4mie (h\u00e4molytische An\u00e4mie als Hauptsymptom), Fieber, Splenomegalie, allgemeine Schw\u00e4che und eventuell Polypnoe, Tachykardie sowie Ikterus. Die Ursache f\u00fcr die h\u00e4molytische An\u00e4mie ist die Sch\u00e4digung der Erythrozytenmembran durch h\u00e4motrope Mykoplasmen. Durch die Ver\u00e4nderung der Erythrozytenoberfl\u00e4che kann sp\u00e4ter auch eine sekund\u00e4re immunh\u00e4molytische An\u00e4mie entstehen, der direkte Coombs-Test ist in diesem Fall positiv. Bei der chronischen Infektion stehen Symptome wie Gewichtsverlust und intermittierendes Fieber im Vordergrund. Studien zufolge ist ein hoher Prozentsatz der Hunde- und Katzenpopulation infiziert, ohne dass die Tiere klinisch auff\u00e4llig sind. Diese Tr\u00e4ger stellen vor allem ein Risiko f\u00fcr die Zucht und bei Bluttransfusionen dar.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Kameliden&#187;][vc_column_text]Eine Infektion mit Mycoplasma haemolamae kann bei betroffenen Tieren im akuten Stadium eine h\u00e4molytische An\u00e4mie verursachen. Infektionen k\u00f6nnen aber auch prim\u00e4r stumm verlaufen und zu chronischem Tr\u00e4gertum f\u00fchren. Zu einem vollen Ausbruch des Krankheitsbildes kann es bei diesen Tieren in Situationen kommen, die mit Stress und \/ oder Immunsuppression verbunden sind.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Schwein&#187;][vc_column_text]Die porcine infekti\u00f6se An\u00e4mie (Synonym porcine Eperythrozoonose) ist eine Infektionskrankheit, die von<strong> Mycoplasma suis<\/strong> (fr\u00fcher Eperythrozoon suis) verursacht wird. Die Erreger lagern sich an die Erythrozyten an (Adh\u00e4sion, Invasion) und bewirken eine Sch\u00e4digung und Lyse der Erythrozyten, die durch die Bildung von Autoantik\u00f6rpern verursacht wird. Diese verklumpen unterhalb der normalen K\u00f6rpertemperatur (\u201eK\u00e4lte\u00adantik\u00f6rper\u201c) die Blutk\u00f6rperchen und f\u00fchren zur Blutarmut. Einmal infizierte Tiere machen immer wieder Sch\u00fcbe der Blutarmut durch. Die Krankheit wird chronisch. \u00c4ltere Schweine sind nur latent infiziert und erleiden nur bei gro\u00dfer Schw\u00e4che wieder einen Schub. Der Erreger verbleibt lebenslang im K\u00f6rper.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Kleine Wiederk\u00e4uer&#187;][vc_column_text css=&#187;&#187;]Mycoplasma ovis ist ein h\u00e4matogenes Bakterium bei kleinen Wiederk\u00e4uern. Mycoplasma ovis ist ein zellwandloses, pleomorphes Bakterium aus der Klasse der Mollicutes, welches sich an Erythrozyten anlagert.<\/p>\n<p>Die Infektion mit Mycoplasma ovis ist eine \u201evector-borne disease\u201c, die \u00dcbertr\u00e4ger sind blutsaugende Insekten wie Stechm\u00fccken, L\u00e4use und Stallfliegen sowie Zecken der Gattung Rhipicephalus. Klinisch zeigt sich eine An\u00e4mie und Gewichtsverlust, wobei die An\u00e4mie so hochgradig sein kann, dass es zu Herz-Kreislauf-Versagen und zum Tod kommen kann. Insbesondere in Verbindung mit einer Belastung mit Magen-Darm-Parasiten manifestieren sich die Symptome.<\/p>\n<p>Die beiden PCR-Nachweise Anaplasma ovis und Mycoplasma ovis sind nur in Kombination erh\u00e4ltlich.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][\/vc_accordion][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1715762945232{margin-top: 30px !important;margin-bottom: 30px !important;}&#187;] Allgemeine Informationen H\u00e4motrope Mykoplasmen (fr\u00fcher Haemobartonella und Eperythrozoon) sind weltweit verbreitet. Sie lagern sich auf der Oberfl\u00e4chenmembran von Erythrozyten an und k\u00f6nnen An\u00e4mie verursachen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_accordion active_tab=&#187;false&#187; title_size=&#187;normal&#187; style=&#187;2&#8243;][vc_accordion_tab title=&#187;Hund&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1663078008953{padding-left: 20px !important;}&#187;]Beim Hund sind bisher Mycoplasma haemocanis und Candidatus Mycoplasma haematoparvum beschrieben. Beide St\u00e4mme treten in Europa vor allem im&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1333099,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"class_list":["post-1333128","page","type-page","status-publish","hentry","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1333128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1333128"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1333128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1488670,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1333128\/revisions\/1488670"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1333099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1333128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}