{"id":1333056,"date":"2020-10-16T11:36:27","date_gmt":"2020-10-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/chlamydien\/"},"modified":"2026-10-29T17:00:53","modified_gmt":"2026-10-29T16:00:53","slug":"chlamydien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/chlamydien\/","title":{"rendered":"Chlamydien"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\" id=\"wpb-content-root\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<h3>Leistungsspektrum<\/h3><div class=\"vc_tta-panels-container\"><div class=\"vc_tta-panels\"><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/chlamydien\/chlamydien-antikoerper\/\">Chlamydien - Antik\u00f6rper<\/a><\/li><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/bakterien\/chlamydien\/chlamydien-pcr\/\">Chlamydien - PCR<\/a><\/li><\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1793288809249{margin-top: 30px !important;margin-bottom: 30px !important;}&#187;]<\/p>\n<h3>Allgemeine Informationen<\/h3>\n<p>Chlamydien sind obligat intrazellul\u00e4re, gramnegative Erreger. Extrazellul\u00e4r besitzen Chlamydien keinen eigenen Stoffwechsel und sind auf die Enzymaktivit\u00e4t in der Wirtszelle angewiesen.<\/p>\n<p>Die tiermedizinisch relevanten Chlamydien geh\u00f6ren der Familie<em> Chlamydiaceae<\/em> an. Vor einigen Jahren wurde diese Familie in die beiden Gattungen <em>Chlamydia<\/em> (<em>C.<\/em>)\u00a0und <em>Chlamydophila<\/em> aufgeteilt. Aufgrund j\u00fcngerer genetischer Untersuchungen wird diese Aufteilung jedoch inzwischen nicht mehr als gerechtfertigt angesehen. Daher wird hier einheitlich die Bezeichnung <em>Chlamydia<\/em> verwendet.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_accordion active_tab=&#187;false&#187; title_size=&#187;normal&#187; style=&#187;2&#8243;][vc_accordion_tab title=&#187;Hund&#187;][vc_column_text]\u00dcber die Chlamydieninfektion beim Hund liegen nur wenige Daten in der Literatur vor. Prinzipiell muss mit ihrem Auftreten in Europa aber gerechnet werden. Die respiratorischen Erscheinungen bis hin zur Bronchopneumonie scheinen hier zu dominieren. Zu Beginn der Erkrankung k\u00f6nnen lediglich progressive Konditionsverluste auftreten. Hohes Fieber kann hinzukommen. Im weiteren Verlauf sind zentralnerv\u00f6se St\u00f6rungen m\u00f6glich. Konjunktivitis und Keratitis sind ebenfalls Erscheinungsformen der Chlamydiose des Hundes.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Katze&#187;][vc_column_text]Urspr\u00fcnglich als Erreger der \u201efelinen Pneumonitis\u201c bezeichnet, wird <em>C. felis<\/em> heutzutage eher im Zusammenhang mit der Konjunktivitis der Katze angetroffen. Das Leitsymptom ist eine ser\u00f6se Konjunktivitis, die unilateral beginnt und nach einigen Tagen das zweite Auge miterfasst. Der Ausfluss kann besonders bei sekund\u00e4rer Beteiligung von anderen Bakterien mukopurulent werden. Es treten auch Chemosis und Blepharospasmus auf. In schweren F\u00e4llen entwickelt sich eine follikul\u00e4re Hyperplasie oder sogar eine Keratokonjunktivitis mit Ulzerationen der Hornhaut. Die Konjunktivitis kann acht Wochen oder l\u00e4nger bestehen bleiben. Weitere akute Symptome sind leichte Rhinitis und Fieber. Am h\u00e4ufigsten sind Tiere zwischen f\u00fcnf Wochen und neun Monaten betroffen. Es ist aber auch eine Conjunctivitis neonatalis beschrieben. Bei den Katzenwelpen besteht dann bereits beim \u00d6ffnen der Augen eine schwere Konjunktivitis, die h\u00e4ufig auf eine intra partum erworbene Chlamydieninfektion zur\u00fcckgeht. Die \u00dcbertragung erfolgt durch direkten Kontakt \u00fcber Konjunktivalsekrete. Persistierende Infektionen sind m\u00f6glich, und auch respiratorische Symptome k\u00f6nnen bei einigen Tieren \u00fcber Wochen bestehen. Durch eine Schw\u00e4chung des Immunsystems kann die Infektion reaktiviert werden.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;V\u00f6gel&#187;][vc_column_text]Von besonderer Bedeutung ist die Infektion mit Chlamydien beim Vogel.<\/p>\n<p>In Zuchten k\u00f6nnen Durchseuchungsraten zwischen 10 und 40 % auftreten. Da viele V\u00f6gel einen Carrier-Status aufweisen, kann die Erkrankung bei Stressbelastung \u201epl\u00f6tzlich\u201c klinisch apparent werden. Die Symptomatik ist beim Vogel vielf\u00e4ltig und \u00e4u\u00dferst unspezifisch. Gestr\u00e4ubtes Gefieder, Teilnahmslosigkeit und mangelnder Appetit sind hier zu nennen. Im Prinzip kann jeder \u201ekranke Vogel\u201c auch eine Chlamydieninfektion haben. H\u00e4ufig kommen respiratorische Symptome mit und ohne Konjunktivitis vor, aber auch zentralnerv\u00f6se St\u00f6rungen sind m\u00f6glich. Das Ausma\u00df der klinischen Erscheinungen h\u00e4ngt stark von der Kondition der Tiere ab, die Art der Symptomatik auch von der Vogelart. Pl\u00f6tzliche Todesf\u00e4lle ohne vorherige Krankheit sind m\u00f6glich. Eine auf der klinischen Symptomatik beruhende Diagnose ist daher nicht m\u00f6glich. Der Erregernachweis ist immer notwendig, um die Diagnose zweifelsfrei zu stellen. <em>C. psittaci<\/em> ist ein Zoonose-Erreger. Menschen infizieren sich i. d. R. aerogen, es kommt zu einer grippe\u00e4hnlichen Erkrankung.<\/p>\n<p>Die Chlamydiose der V\u00f6gel ist im Animal Health Law (AHL) der EU gelistet und in Deutschland gem\u00e4\u00df <strong>\u00a7 3 und \u00a7 4 TierSeuchMeldV (bereits bei Verdacht) meldepflichtig<\/strong> (je nach Tierart, betroffene Tierarten siehe dort).[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Reptilien und Amphibien&#187;][vc_column_text]Chlamydien verschiedener Spezies werden regelm\u00e4\u00dfig bei Reptilien und Amphibien nachgewiesen. Bei Reptilien wurden sie im Zusammenhang mit granulomat\u00f6sen Ver\u00e4nderungen in verschiedenen Geweben sowie mit Pneumonien, Enteritiden, Hepatitiden und Myokarditis beschrieben. Bei Amphibien wurden sie bei systemischen Erkrankungen gefunden.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Nutztiere&#187;][vc_column_text]Bei Wiederk\u00e4uern kann <em>C. abortus<\/em> Aborte und Fruchtbarkeitsst\u00f6rungen ausl\u00f6sen. Bei Schafen und Ziegen ist <em>C. abortus<\/em> die wichtigste infekti\u00f6se Abortursache und kann das sog. \u201eseuchenhafte Verlammen\u201c ausl\u00f6sen, wenn sie in eine naive Herde eingetragen wird.<\/p>\n<p>Durch die massive Erregerausscheidung mit den Aborten infiziert sich schnell die ganze Herde. Durch eine langanhaltende Immunit\u00e4t kommt es in den folgenden Lammzeiten eher sporadisch zu Aborten, vor allem bei den erstlammenden Muttertieren. Weiterhin typisch f\u00fcr <em>C. abortus<\/em> ist, dass nicht tr\u00e4chtige Tiere meist keine klinischen Anzeichen einer Erkrankung zeigen und auch die Muttertiere, die abortieren, neben der Plazentitis kaum Krankheitssymptome aufweisen. Die Verlammung tritt meist in der Sp\u00e4ttr\u00e4chtigkeit auf und auch lebensschwache L\u00e4mmer k\u00f6nnen geboren werden.<br \/>\n<strong><em>C. abortus<\/em><\/strong> ist ein <strong>Zoonoseerreger<\/strong> und kann bei schwangeren Frauen zu Fehlgeburten und bei immunsupprimierten Menschen zu fieberhaften Allgemeinerkrankungen f\u00fchren.<br \/>\nDie Chlamydiose der Schafe und Ziegen (<em>Chlamydia abortus<\/em>) ist derzeit nicht im Animal Health Law (AHL) der UE gelistet, in Deutschland jedoch gem\u00e4\u00df <strong>\u00a7 4 TierSeuchMeldV meldepflichtig<\/strong> (betroffene Tierarten siehe dort).[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][\/vc_accordion][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1793288809249{margin-top: 30px !important;margin-bottom: 30px !important;}&#187;] Allgemeine Informationen Chlamydien sind obligat intrazellul\u00e4re, gramnegative Erreger. Extrazellul\u00e4r besitzen Chlamydien keinen eigenen Stoffwechsel und sind auf die Enzymaktivit\u00e4t in der Wirtszelle angewiesen. Die tiermedizinisch relevanten Chlamydien geh\u00f6ren der Familie Chlamydiaceae an. Vor einigen Jahren wurde diese Familie in die beiden Gattungen Chlamydia (C.)\u00a0und Chlamydophila aufgeteilt. 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