{"id":1332694,"date":"2020-10-16T11:36:27","date_gmt":"2020-10-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/leistungen\/genetik\/erbgaenge\/"},"modified":"2020-10-16T11:36:27","modified_gmt":"2020-10-16T09:36:27","slug":"erbgaenge","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/leistungen\/genetik\/erbgaenge\/","title":{"rendered":"Erbg\u00e4nge"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row type=&#187;vc_default&#187; css=&#187;.vc_custom_1604301663953{margin-bottom: 20px !important;}&#187;][vc_column][vc_column_text]Erbkrankheiten sowie genetische Merkmale sind dadurch gekennzeichnet, dass die zugrunde liegenden ver\u00e4nderten Gene durch Vererbung an nachfolgende Generationen weitergegeben werden k\u00f6nnen, was die Auspr\u00e4gung von Erbkrankheiten oder genetischen Merkmalen bei den Nachkommen bedingt.<br \/>\nFolgende Erbg\u00e4nge werden dabei unterschieden:[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; css=&#187;.vc_custom_1605533946578{margin-top: 30px !important;margin-bottom: 30px !important;}&#187;][vc_column][vc_accordion active_tab=&#187;false&#187; title_size=&#187;normal&#187; style=&#187;2&#8243;][vc_accordion_tab title=&#187;Autosomal-rezessiver Erbgang&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1665749624814{padding-top: 20px !important;padding-right: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 20px !important;}&#187;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr jedes Merkmal liegen im Genom zwei Genkopien vor. Je eine Kopie erh\u00e4lt das Tier von seinem Vater und von seiner Mutter. Wird eine Erkrankung (bzw. ein Merkmal) autosomal-rezessiv vererbt, kommt die entsprechende Erkrankung (bzw. das Merkmal) nur dann zur Auspr\u00e4gung, wenn eine identische genetische Ver\u00e4nderung (Mutation) von beiden Elternteilen vererbt wurde, also beim Nachkommen in beiden Kopien eines bestimmten Gens auftritt. Die Elterntiere selbst m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig klinisch auff\u00e4llig sein. Die autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung tritt nicht unbedingt in jeder Generation auf und kann daher \u00fcber Generationen hinweg unbemerkt weitergegeben werden.<br \/>\n<strong>Es existieren drei Genotypen:<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><u>1. Genotyp N\/N (frei):<\/u><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses Tier tr\u00e4gt die Mutation nicht und wird daher nicht an der mutationsbedingten Erbkrankheit erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><u>2. Genotyp N\/mut (heterozygoter Tr\u00e4ger):<\/u><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses Tier tr\u00e4gt eine Kopie des mutierten Gens. Da Tr\u00e4ger die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weitergeben, sollte ein solches Tier nur mit einem mutationsfreien Tier verpaart werden. Bei der Verpaarung von zwei Tr\u00e4gern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind (Wahrscheinlichkeit 25%).<br \/>\nAufgrund des autsomal-rezessiven Erbgangs erkranken Tr\u00e4gertiere in der Regel selbst nicht. Anzumerken ist, dass in seltenen F\u00e4llen auch beim autosomal-rezessiven Erbgang Tr\u00e4gertiere Einschr\u00e4nkungen zeigen k\u00f6nnen, die zwar nicht das Ausma\u00df der Erkrankung eines homozygot betroffenen Tieres erreichen, sich aber klar von dem Zustand eines erbgesunden Tieres unterscheiden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><u>3. Genotyp mut\/mut (homozygot betroffen):<\/u><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses Tier tr\u00e4gt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an der Erbkrankheit zu 1. Erbg\u00e4nge erkranken. Es gibt die Mutation zu 100% an seine Nachkommen weiter und sollte, wenn \u00fcberhaupt, dann nur mit einem mutationsfreien Tier verpaart werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1301864 size-full\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Autosomal-rezessiver-Erbgang_abb1.png\" alt=\"\" width=\"594\" height=\"539\" \/>[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Autosomal-dominanter Erbgang&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1665749804544{padding-top: 20px !important;padding-right: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 20px !important;}&#187;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bei der autosomal-dominanten Vererbung kann bereits eine Kopie des ver\u00e4nderten Gens auf einem der homologen Chromosomen zum Auftreten der Erkrankung f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Es existieren drei Genotypen:<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><u>1. Genotyp n\/n (frei):<\/u><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses Tier tr\u00e4gt die Mutation nicht und wird daher nicht an der mutationsbedingten Erbkrankheit erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><u>2. Genotyp n\/Mut (heterozygot betroffen):<\/u><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses Tier tr\u00e4gt eine Kopie des mutierten Gens. Beim autosomal-dominaten Erbgang ist bereits eine Kopie des mutierten Gens ausreichend, um die betreffende Erbkrankheit oder ein Merkmal hervorzurufen. Bei allen (klinisch auff\u00e4lligen) heterozygoten Tieren ist mindestens ein Elternteil auch Merkmalstr\u00e4ger. Ein Merkmalstr\u00e4ger gibt die Mutation mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an seine Nachkommen weiter.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><u>3. Genotyp Mut\/Mut (homozygot betroffen):<\/u><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses Tier tr\u00e4gt zwei Kopien des mutierten Gens. Bei einigen Erbkrankheiten sind diese homozygot betroffenen Individuen gar nicht lebensf\u00e4hig und sterben bereits nach der Geburt oder bereits als Embryo. Bei homozygot betroffenen Tieren waren beide Elterntiere (klinisch auff\u00e4llige) Merkmalstr\u00e4ger, daher kommt dieser Ph\u00e4notyp nur sehr selten vor. Wenn zwei homozygot betroffene Tiere verpaart werden, geben sie die betreffende Mutation zu 100% an ihre Nachkommen weiter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1301865 size-full alignleft\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Dominanter_Erbgang.png\" alt=\"\" width=\"763\" height=\"678\" \/>[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Gonosomaler Erbgang&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1665749897511{padding-top: 20px !important;padding-right: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 20px !important;}&#187;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dem gonosomalen oder geschlechtsgebunden Erbgang liegt eine Mutation auf einem der Geschlechtschromosomen zugrunde. In den meisten F\u00e4llen ist das X-Chromosom betroffen, da das Y-Chromosom nur sehr wenige Gene enth\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Man unterscheidet:<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>X-chromosomal-dominanter Erbgang:<\/strong> M\u00e4nnliche Tiere, die die betreffende Mutation auf dem X-Chromosom tragen, sind immer von der Erkrankung betroffen. Weibliche Tiere, die heterozygot sind, also eine dominant vererbte Mutation auf einem ihrer beiden X- Chromosomen besitzen, erkranken aufgrund des dominanten Erbgangs in der Regel ebenfalls.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>X-chromosomal-rezessiver Erbgang: <\/strong>M\u00e4nnliche Tiere, deren X-Chromosom die genetische Ver\u00e4nderung tr\u00e4gt, sind immer von der Erkrankung betroffen, da sie nur \u00fcber ein X-Chromosom (von der Mutter stammend) verf\u00fcgen. Weibliche Tiere k\u00f6nnen dagegen nur erkranken, wenn beide X-Chromosomen von der Mutation betroffen sind. Ist nur ein X-Chromosom betroffen, sind weibliche Tiere \u00dcbertr\u00e4gerinnen (Konduktorinnen) und geben die Mutation mit 50% Wahrscheinlichkeit an ihre Nachkommen weiter, ohne selbst zu erkranken.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#187;Mutationen und ph\u00e4notypische Auspr\u00e4gung&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1665749920096{padding-top: 20px !important;padding-right: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 20px !important;}&#187;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Folgende Faktoren beschreiben den Unterschied zwischen dem Vorliegen einer Mutation und dem Auftreten des korrespondierenden klinischen Bildes einer Erbkrankheit:<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Penetranz<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Begriff Penetranz gibt den Anteil der Tr\u00e4ger der Mutation an, die auch tats\u00e4chlich den mit der Mutation assozierten Ph\u00e4notyp entwickeln. Man unterscheidet zwischen vollst\u00e4ndiger Penetranz, bei der es immer zur Auspr\u00e4gung bzw. Manifestation eines Merkmals kommt und einer unvollst\u00e4ndigen oder variablen Penetranz, bei der sich trotz des vorhandenen Genotyps die Merkmale des zugeh\u00f6rigen Ph\u00e4notyps nicht in jedem Fall manifestieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Expressivit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Begriff Expressivit\u00e4t beschreibt den Grad der Auspr\u00e4gung eines genetisch bedingten Merkmals beim einzelnen Individuum.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][\/vc_accordion][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<a class=\"external-link-new-window\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/shop.labogen.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><b>Sie sind Z\u00fcchter? 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Folgende Erbg\u00e4nge werden dabei unterschieden:[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#187;vc_default&#187; css=&#187;.vc_custom_1605533946578{margin-top: 30px !important;margin-bottom: 30px !important;}&#187;][vc_column][vc_accordion active_tab=&#187;false&#187; title_size=&#187;normal&#187; style=&#187;2&#8243;][vc_accordion_tab title=&#187;Autosomal-rezessiver Erbgang&#187;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1665749624814{padding-top: 20px&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1332664,"menu_order":6,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"class_list":["post-1332694","page","type-page","status-publish","hentry","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1332694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1332694"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1332694\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1332664"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1332694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}