{"id":1431175,"date":"2023-03-29T14:30:57","date_gmt":"2023-03-29T12:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/wurmbefall-hund-worauf-ist-zu-achten-zoonotisches-potential\/"},"modified":"2024-04-19T11:48:52","modified_gmt":"2024-04-19T09:48:52","slug":"wurmbefall-hund-worauf-ist-zu-achten-zoonotisches-potential","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wurmbefall-hund-worauf-ist-zu-achten-zoonotisches-potential\/","title":{"rendered":"Wurmbefall Hund \u2013 worauf ist zu achten? \u2013 zoonotisches Potential"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text]\u201eDas letzte Kind tr\u00e4gt Fell\u201c \u2013 diese g\u00e4ngige gesellschaftliche Ansicht f\u00fchrt dazu, dass Hunde h\u00e4ufig als Familienmitglieder sehr eng mit uns Menschen zusammenleben.<br \/>\nDie Endoparasiten haben als wahre Spezialisten Strategien entwickelt, sich durch komplizierte Entwicklungszyklen den unterschiedlichen Wirten anzupassen und so ihr \u00dcberleben zu sichern. Reiseverkehr und Klimaver\u00e4nderung haben das Spektrum der potenziell zoonotischen W\u00fcrmer noch erweitert, Hundehalter bzw. deren Kinder k\u00f6nnen als Fehlwirt benutzt werden. Deshalb tragen wir Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzte im Rahmen der Bek\u00e4mpfung von Endoparasiten beim Tier auch Verantwortung f\u00fcr die Gesundheit des Menschen und da vor allem der Kinder.<\/p>\n<h4>Nematoden<\/h4>\n<p>Die Spulw\u00fcrmer <em><strong>Toxocara canis<\/strong><\/em> und <strong><em>Toxascaris \u00adleonina<\/em><\/strong> k\u00f6nnen trotz regelm\u00e4\u00dfiger Entwurmung der H\u00fcndin \u00adkomplette W\u00fcrfe infizieren, dies kann bereits intrauterin oder aber auch galaktogen erfolgen. Die Strategie Hypobiose bef\u00e4higt sie im Endwirt \u00fcber Jahre lebensf\u00e4hig zu bleiben, hormonelle Umstellungen w\u00e4hrend der Tr\u00e4chtigkeit f\u00fchren zu einer Reaktivierung. Trotz intensiver \u00adBek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen werden altersabh\u00e4ngig Pr\u00e4valenzen beim Hund von bis zu 30 % und beim Menschen bis zu<br \/>\n19 % angegeben.<\/p>\n<p>Allgemein bedingen Parasitosen eine gest\u00f6rte N\u00e4hrstoff\u00adverwertung, was sich bei Welpen v. a. durch ein reduziertes Wachstum und ein struppiges, stumpfes Fell mit Schuppenbildung bemerkbar macht, Durchfall und \u00adErbrechen sind weitere h\u00e4ufige Symptome. Leukozyten \u00adk\u00f6nnen ansteigen und auch die Aktivit\u00e4ten leberspezi\u00adfischer Enzyme k\u00f6nnen erh\u00f6ht sein. Intestinale Stadium-III-Larven f\u00fchren zu Schleimhautl\u00e4sionen im Darm, Eiwei\u00dfverlust (Albumin und Gamma-Globuline) ist die Folge.<\/p>\n<p>Der Spulwurm vom Hund (<strong><em>Toxocara canis, Toxascaris leonina<\/em><\/strong>) (Abbildung 1) und seltener der vom \u00adWaschb\u00e4ren (<em>Baylisascaris procyonis<\/em>) kann als Zoonoseerreger auch den Menschen befallen. Nimmt der Mensch, v. a. Kinder, die infekti\u00f6sen Eier auf, kann es \u00e4hnlich wie beim Hund nach Schl\u00fcpfen der Larven zu einer Wanderung (\u00adLarva migrans) durch verschiedene Gewebe und Organe kommen. Viszerale Toxocarose (VT) oder viscerale Larva migrans (VLM), mit St\u00f6rungen des Allgemeinbefindens, Fieber, Husten, Apathie, Gewichtsverlust, Nephritis, Myokarditis, in seltenen, gravierenden F\u00e4llen mit ZNS-Beteiligung (Neurotoxocarose), kann die Folge sein. Als Risikofaktoren der Zoonose werden beim Menschen Juvenilit\u00e4t und vor allem kontaminierte \u00f6ffentliche Sandk\u00e4sten oder kontaminierte Lebensmittel sowie ein niedriges hygienisches Bewusstsein angesehen.<\/p>\n<p>Der Hakenwurm <em><strong>Ancylostoma caninum<\/strong><\/em> ist weltweit verbreitet, als Endwirt und Reservoir gelten Hunde und Katzen, dabei v. a. Welpen und Jungtiere.<\/p>\n<p>Aus den in die Umwelt abgesetzten Eiern schl\u00fcpfen in feuchter Umgebung die Larven und entwickeln sich innerhalb von 2 \u2013 4 Wochen zu den infekti\u00f6sen Stadien. Die Infektion kann oral durch Koprophagie oder durch die Aufnahme infizierter Beutetiere sowie perkutan erfolgen, aber auch die galaktogene Infektion der Welpen ist m\u00f6glich. \u00dcber eine K\u00f6rperwanderung gelangen die Larven \u00fcber die Bronchien, die Trachea, den Oesophagus und Magen in das Jejunum und saugen sich an der Schleimhaut fest. Blutsaugend verursachen sie beim Wirt eine eosinophile Enteritis, schleimige bis blutige Durchf\u00e4lle sind die Folge. Ein massiver Befall f\u00fchrt zu An\u00e4mie und in besonders schweren F\u00e4llen kann eine Infektion t\u00f6dlich sein.<\/p>\n<p>Die Infektion des Menschen ist ebenfalls oral durch Schmierinfektion bzw. Aufnahme kontaminierter Lebens\u00admittel m\u00f6glich. Die Krankheitserscheinungen beim Menschen sind dann entsprechend wie beim Hund und werden durch die Wanderung der Larven hervorgerufen. Aber auch die perkutane Infektion infolge Barfu\u00dflaufens auf kontaminierten Boden, wie z. B. Sandkasten oder Liegewiesen am Badesee, ist m\u00f6glich. Nach der perkutanen Infektion zeigt sich eine subkutan wandernde Larve, Larva migrans cutanea. Pruritus, Erythem und Entz\u00fcndung der Haut sind die Folge. Besonders sind F\u00fc\u00dfe und Beine betroffen, die Symptome k\u00f6nnen 5 \u2013 6 Wochen andauern, bei der kutanen Larva migrans handelt es sich in der Regel um eine selbstlimitierende Infektion.<\/p>\n<p>Der Zwergfadenwurm <em><strong>Strongyloides stercoralis<\/strong><\/em> kommt weltweit vor, Reservoir und Endwirt stellen Fuchs, Hund und Katze und hier v. a. Welpen und Jungtiere dar. \u00c4hnlich den Hakenw\u00fcrmern dringen die filariformen Larven III perkutan in den Wirt ein, sie k\u00f6nnen jedoch auch oral aufgenommen werden. Im Jejunum k\u00f6nnen die adulten W\u00fcrmer oft klinisch unbemerkt \u00fcber Jahre persistieren und die d\u00fcnnschaligen Eier produzieren. Bereits w\u00e4hrend der Darmpassage schl\u00fcpfen die Larven I, unter g\u00fcnstigen Umweltbedingen entwickeln sie sich im homogenen Zyklus innerhalb von 24 Stunden zur infekti\u00f6sen Larve III. In einem heterogenen Zyklus k\u00f6nnen sich aus der Larve I auch m\u00e4nnliche und weibliche Larven entwickeln, dieser Entwicklungszyklus dauert mehrere Tage, f\u00fchrt aber zu einer starken Vermehrung der Larven in der Umwelt<br \/>\n(Abbildung 2 und 3).[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1431175 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 1:&lt;\/b&gt;&lt;em&gt; Toxascaris leonina:&lt;\/em&gt; Ei &lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"1240\" data-large_image_height=\"930\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-1_Toxascaris-leonina_Ei.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-1_Toxascaris-leonina_Ei-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Toxascaris leonina\" aria-describedby=\"gallery-1-1431094\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-1_Toxascaris-leonina_Ei-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-1_Toxascaris-leonina_Ei-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-1_Toxascaris-leonina_Ei-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-1_Toxascaris-leonina_Ei.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1431094'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1:<\/b><em> Toxascaris leonina:<\/em> Ei <br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 2:&lt;\/b&gt; &lt;em&gt; Strongyloides stercoralis: &lt;\/em&gt;Ei mit Larve &lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"1240\" data-large_image_height=\"930\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Ei-mit-Larve.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Ei-mit-Larve-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"trongyloides stercoralis: Ei mit Larve\" aria-describedby=\"gallery-1-1431111\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Ei-mit-Larve-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Ei-mit-Larve-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Ei-mit-Larve-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Ei-mit-Larve.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1431111'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2:<\/b> <em> Strongyloides stercoralis: <\/em>Ei mit Larve <br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 3:&lt;\/b&gt;&lt;em&gt; Strongyloides stercoralis:&lt;\/em&gt; Larve&lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"1240\" data-large_image_height=\"930\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Larve.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Larve-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: rongyloides stercoralis Larve\" aria-describedby=\"gallery-1-1431128\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Larve-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Larve-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Larve-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-2_Strongyloides-stercoralis_Larve.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1431128'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 3:<\/b><em> Strongyloides stercoralis:<\/em> Larve<br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 4:&lt;\/b&gt;&lt;em&gt; Thelazia callipaeda&lt;\/em&gt; geschlechtsreif &lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"1240\" data-large_image_height=\"930\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-4_Thelazia-callipaeda-geschlechtsreif.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-4_Thelazia-callipaeda-geschlechtsreif-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Thelazia callipaeda geschlechtsreif\" aria-describedby=\"gallery-1-1431145\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-4_Thelazia-callipaeda-geschlechtsreif-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-4_Thelazia-callipaeda-geschlechtsreif-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-4_Thelazia-callipaeda-geschlechtsreif-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-4_Thelazia-callipaeda-geschlechtsreif.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1431145'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 4:<\/b><em> Thelazia callipaeda<\/em> geschlechtsreif <br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 5:&lt;\/b&gt; Taenien-Ei&lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"1240\" data-large_image_height=\"930\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-5_Taenien-Ei.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-5_Taenien-Ei-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Taenien-Ei\" aria-describedby=\"gallery-1-1431162\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-5_Taenien-Ei-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-5_Taenien-Ei-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-5_Taenien-Ei-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-5_Taenien-Ei.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1431162'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 5:<\/b> Taenien-Ei<br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 6:&lt;\/b&gt; Leberpunktat mit Echinokokken-H\u00e4kchen &lt;br&gt;Bildquelle: Laboklin\" data-large_image_width=\"1240\" data-large_image_height=\"930\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-6_Leberpunktat-mit-Echinokokken-Haekchen.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-6_Leberpunktat-mit-Echinokokken-Haekchen-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Leberpunktat mit Echinokokken-H\u00e4kchen\" aria-describedby=\"gallery-1-1431077\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-6_Leberpunktat-mit-Echinokokken-Haekchen-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-6_Leberpunktat-mit-Echinokokken-Haekchen-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-6_Leberpunktat-mit-Echinokokken-Haekchen-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Abb.-6_Leberpunktat-mit-Echinokokken-Haekchen.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1431077'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 6:<\/b> Leberpunktat mit Echinokokken-H\u00e4kchen <br>Bildquelle: Laboklin\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1650632075890{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;][vc_column_text]Leichte Infektionen verlaufen klinisch inapparent. Kommt es zu einem klinischen Verlauf, treten sowohl beim Tier als auch beim Menschen Bauchschmerzen, wechselnde Diarrh\u00f6e und Konstipation sowie Husten und Halsschmerzen w\u00e4hrend der Lungen-Magen-Passage auf. Infolge der perkutanen Infektion kann es zu Pruritus und Urtikaria kommen, diese ist bedingt durch die Larva currens, eine Sonderform der Larva cutanea migrans. Sie zeichnet sich durch besonders schnelle subkutane Bewegungen aus, entz\u00fcndliche Ver\u00e4nderungen der betroffenen Hautareale sind die Folge. F\u00fcr immungeschw\u00e4chte Menschen ist ein Septik\u00e4mie-Risiko beschrieben.<\/p>\n<h4>Vektor\u00fcbertragene Nematoden mit Zoonosepotential<\/h4>\n<p>Als Vektoren f\u00fcr <em><strong>Dirofilaria repens<\/strong><\/em> und <em><strong>Dirofilaria immitis<\/strong><\/em> stellen verschiedene Stechm\u00fcckenarten (<em>Aedes vexans, Aedes cinereus, Aedes sticticus, Aedes \u00adalbopictus <\/em>und<em> Culex pipiens<\/em>) kompetente Zwischenwirte dar. Da diese Vektoren eine nur sehr geringe Wirtsspezifit\u00e4t \u00adaufweisen, k\u00f6nnen nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch andere S\u00e4ugetiere und der Menschen mit Filarien infiziert werden.<\/p>\n<p>Als Endwirt wird der Hund durch die \u00dcbertragung der Larve III von<em><strong> Dirofilaria repens<\/strong><\/em> w\u00e4hrend des Saugaktes der Steckm\u00fccken infiziert. Die Drittlarven durchlaufen im Hund zwei weitere H\u00e4utungsschritte, um dann das Adult-Stadium zu erreichen. Die adulten W\u00fcrmer parasitieren vorwiegend im subkutanen Gewebe v. a. im Bereich des Kopfes aber auch im Skrotum wurden sie nachgewiesen. Die Lebensdauer der Filarien wird mit bis zu 7 Jahren angegeben. Die in der Subkutis lebenden W\u00fcrmer sind zeitlebens in der Lage, Mikrofilarien zu produzieren. Diese werden w\u00e4hrend des Stechaktes aufgenommen, die Weiterentwicklung zur infekti\u00f6sen Larve III erfolgt in der Stechm\u00fccke. Diese wandert in den Stechr\u00fcssel der Stechm\u00fccke, um einen neuen Endwirt zu infizieren.<\/p>\n<p>Beim Fehlwirt Mensch kann <em>Dirofilaria repens<\/em> eine Filariose ausl\u00f6sen. Nach dem Stich gelangen die Larven \u00fcber das Blut in diverse Organsysteme, darunter Haut, Augen oder verschiedene innere Organe, dort rufen sie entsprechende organspezifische Krankheitssymptome hervor. Beim Menschen entwickelt sich der Parasit allerdings in der Regel nicht bis zum adulten Stadium.<\/p>\n<p>Neben dem adulten Wurm, h\u00e4ufig als Zufallsbefund, \u00adk\u00f6nnen die Mikrofilarien im peripheren Blut mikroskopisch mittels Blutausstrich oder PCR aus EDTA-Vollblut festgestellt werden. Wegen der langen Patenz der subkutanen adulten W\u00fcrmer muss trotz chirurgischer Entfernung die Therapie \u00fcber 6 Monate fortgef\u00fchrt werden. Zus\u00e4tzlich sollten Repellentien zur M\u00fcckenabwehr eingesetzt werden.<\/p>\n<p><em><strong>Dirofilaria immitis<\/strong> <\/em>kommt endemisch in den meisten tropischen und subtropischen Regionen der Erde sowie zunehmend in angrenzenden Gebieten mit gem\u00e4\u00dfigtem Klima vor. In Europa tritt der Parasit haupts\u00e4chlich im ganzen Mittelmeerraum auf, weist jedoch mittlerweile schon n\u00f6rdliche Ausl\u00e4ufer auf. Die Befallsrate h\u00e4ngt regio\u00adnal stark vom Klima und der Vektorendichte ab, sodass in Oberitalien die Pr\u00e4valenz bei Hunden bei bis zu 80 % liegt. Auch wenn es sich bei den n\u00f6rdlich der Alpen beobachteten F\u00e4llen h\u00f6chstwahrscheinlich um importierte Erkrankungen handelt, sind dort die entsprechenden Vektoren vorhanden.<\/p>\n<p>Der fadenartige und etwa 1 mm dicke Nematode erreicht eine L\u00e4nge von bis zu 18 cm (M\u00e4nnchen) bzw. 30 cm (Weibchen). Dirofilaria immitis parasitiert in der Arteria pulmonalis und im rechten Herzen von Caniden, gelegentlich auch bei Feliden. Die Mikrofilariendichte im peripheren Blut schwankt abh\u00e4ngig von der Flugaktivit\u00e4t der Vektoren im Tagesverlauf stark. Zu den f\u00fcr die Stechm\u00fccken g\u00fcnstigen Zeiten sammeln sich die Mikrofilarien in den Kapillaren der Parenchyme an, vorwiegend in der Lunge. Man geht davon aus, dass diese Periodizit\u00e4t in erster Linie durch die im Tagesablauf auftretenden Ver\u00e4nderungen des Sauerstoffpartialdrucks im Blut gesteuert wird.<\/p>\n<p>Nach der Aufnahme entwickeln sich die Mikrofilarien in der M\u00fccke weiter zur infekti\u00f6sen Larve III. Diese Entwicklung ist temperaturabh\u00e4ngig, unterhalb von 14 \u00b0C findet keine Entwicklung statt, bei Temperaturen um 18\u00a0\u00b0C \u00adentsteht binnen 29 Tagen eine Drittlarve, bei 20\u00a0\u00b0C in nur 8 Tagen. \u00dcbertragen beim erneuten Stechakt folgt im subkutanen Bindegewebe innerhalb von 1 \u2013 2 Wochen p. i. die H\u00e4utung zur Larve IV, die zwischen die Muskel\u00adfasern wandert und nach der letzten H\u00e4utung als pr\u00e4adulter Wurm in gr\u00f6\u00dfere Venen eindringt. Etwa 70 \u2013 100 Tage nach dem Stich der M\u00fccke w\u00e4chst der Wurm auf eine L\u00e4nge von 2 \u2013 3 cm heran und erreicht dann die Arteria pulmonalis und das rechte Herz. Nach fr\u00fchestens 180 Tagen p. i. (meist aber sp\u00e4ter) sind die Parasiten \u00adgeschlechtsreif. Obwohl adulte Parasiten \u00fcber mehrere Jahre persistieren k\u00f6nnen, sinkt die Mikrofilariendichte bei etwa 30 \u2013 50 % der Hunde infolge von Immunreaktionen auf Werte unterhalb der Nachweisgrenze ab.<\/p>\n<p>Die klinischen Erscheinungen entwickeln sich schleichend, Husten, Dyspnoe und allgemeine Schw\u00e4che bis hin zu einem Kreislaufkollaps k\u00f6nnen auftreten. Die Krankheitserscheinungen werden zun\u00e4chst durch den mechanisch gest\u00f6rten Blutfluss bedingt. Wurmmetaboliten k\u00f6nnen zu Entz\u00fcndungsreaktionen in den Blutge\u00adf\u00e4\u00dfen f\u00fchren, was eine Dickenzunahme der Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nde bedingt. Der daraus resultierende Bluthochdruck belastet dann das Herz. Stauungsbedingt k\u00f6nnen Aszites und \u00d6deme die Folge sein. Gelangen adulte W\u00fcrmer in die Vena cava k\u00f6nnen sie zu einer Obturationsstenose mit daraus resultierendem Schockgeschehen mit Todesfolge f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ultraschalluntersuchungen, der Antigen-Nachweis eines \u201eGeburtsprotein\u201c, welches w\u00e4hrend der Geburt der \u00adMikrofilarien ins periphere Blut freigesetzt wird, sowie der Nachweis von Mikrofilarien im peripheren Blut mittels Blutausstrich oder PCR stehen zur Diagnostik zur Verf\u00fcgung. Bei allen diagnostischen Ma\u00dfnahmen ist bei Importhunden oder nach Urlaubsaufenthalten in endemischen Gebieten die lange Pr\u00e4patenz von 6 Monaten zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Beim Menschen als Fehlwirt k\u00f6nnen sich die reifen Stadien von Dirofilaria immitis vorwiegend in der Lunge ansiedeln, dort verursachen sie ca. 1 \u2013 4 cm gro\u00dfe, r\u00f6ntgenologisch detektierbare Rundherde. Die Infektion verl\u00e4uft \u00fcberwiegend unauff\u00e4llig, gelegentlich f\u00fchrt sie zu unspezifischen Symptomen wie Husten und subfebrilen Temperaturerh\u00f6hungen. In S\u00fcditalien wurden bereits positive Korrelationen der Pr\u00e4valenzen bei Hunden und den Erkrankungen beim Menschen festgestellt.<\/p>\n<p>Neben Repellentien zur M\u00fcckenabwehr k\u00f6nnen prophylaktisch larvizid wirkende makrozyklische Laktone eingesetzt werden. Bei einer Manifestation gestaltet sich die Therapie h\u00e4ufig aufwendig und auch schwerwiegend f\u00fcr den Hund, da das pl\u00f6tzliche Absterben vieler Makrofilarien zu einer Obstruktion der Lungenarterien f\u00fchren und eine \u00fcberschie\u00dfende Immunantwort auf das Fremdeiwei\u00df einen allergischen Schock des Tieres bewirken kann. Daraus resultierend wurden verschiedene Therapie\u00adprotokolle abgeleitet. Unabdingbar ist die vorherige Diagnostik und auch die Kontrolle nach Abschluss der Therapiema\u00dfnahmen.<\/p>\n<p><em><strong>Thelazia callipaeda,<\/strong><\/em> der orientalische Augenwurm der Ordnung Spirurida, besiedelt die Augenh\u00f6hle, die Lidbindehaut und den Tr\u00e4nenkanal vor allem von Wildkarnivoren (Abbildung 4). Als Reservoir gelten F\u00fcchse, aber auch Hunde, weniger Katzen und vor allem in endemischen Gebieten kann auch der Mensch befallen werden.<\/p>\n<p>Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich \u00fcber S\u00fcdeuropa. Werden die Parasiten in Deutschland nachgewiesen, k\u00f6nnen sie meist als Urlaubsmitbringsel zum Bespiel vom Lago Maggiore oder Lago die Garda identifiziert werden. Berichte \u00fcber autochthone F\u00e4lle mehren sich, was wahrscheinlich klimabedingt auf die Ausbreitung des Vektors zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>Als Vektor fungieren die M\u00e4nnchen der Fruchtfliegenart <em>Phortica variegata.<\/em> Sie nehmen die Larven I der viviparen Augenw\u00fcrmer mit der Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit auf, die Entwicklung zur Larve III im Vektor ben\u00f6tigt temperaturabh\u00e4ngig 2 \u2013 3 Wochen. Die \u00dcbertragung zum n\u00e4chsten Endwirt erfolgt dann bei der n\u00e4chsten Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeitsmahlzeit. Dort entwickeln sich die Larven innerhalb von 2 \u2013 6 Wochen zu geschlechtsreifen Adulten. Sie k\u00f6nnen bis zu einem Jahr persistieren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ein geringgradiger Befall v\u00f6llig symptomlos verl\u00e4uft, kann <em>Thelazia callipaeda<\/em> zu typischen Anzeichen einer Konjunktivitis mit vermehrtem Tr\u00e4nenfluss, okularem Juckreiz, Schwellungen, Keratitis, follikul\u00e4rer Hypertrophie und Photosensitivit\u00e4t f\u00fchren. Gerade bei rezidivierenden Konjunktivitiden sollte man nach den kleinen 0,5\u00a0\u2013 2 cm langen, wei\u00dflich transparenten W\u00fcrmern suchen. Neben der Inspektion kann auch die Sp\u00fclung des Tr\u00e4nen-Nasen-Kanals zum Nachweis f\u00fchren. Unter dem Mikroskop kann man in den Adulten die Larven gut erkennen.<\/p>\n<p>Beim Menschen nimmt die Thelaziose in S\u00fcdeuropa zu, v.\u00a0a. \u00e4ltere Menschen und Kinder werden laut Literatur \u00adinfiziert. Betroffene weisen Symptome einer Konjunktivitis mit verst\u00e4rktem Tr\u00e4nenfluss und Fremdk\u00f6rpergef\u00fchl auf. Sie berichten auch \u00fcber schl\u00e4ngelnde Filamente in ihrem Visus. Auch beim Menschen wird h\u00e4ufig zun\u00e4chst eine \u00adallergisch bedingte Konjunktivitis behandelt, der Nachweis und die mechanische Entfernung erfolgt dann auch erst nachersten fehlgeschlagenen Therapieversuchen.<\/p>\n<p>Inzwischen konnte auch in Deutschland die weltweit auftretende aber als selten beschriebene Infektion mit <strong><em>Onchocerca lupi<\/em> <\/strong>nachgewiesen werden. Als Vektoren fungieren verschiedene Kriebelm\u00fccken der Gattung Simulium, dabei wird die Larve III w\u00e4hrend des Blutsaugaktes inokuliert, wo sich dann im Bindegewebe der Subcutis die adulten Nematoden entwickeln. Entz\u00fcndungsreaktionen f\u00fchren besonders im Kopfbereich, der Konjunktiva und den Skleren zur Bildung von Granulomen. Es kommt zu periorbitalen Schwellungen. Konjunktivitis, Epiphora und Hornhautulzera k\u00f6nnen auftreten. Die Larven I wandern in das Blut- und Lymphgef\u00e4\u00dfsystem ein. Beim erneuten Blutsaugakt werden sie dann vom Vektor aufgenommen, in diesem vollzieht sich dann die Weiterentwicklung zur infekti\u00f6sen Larve III. <em>Onchocerca lupi<\/em> gilt als seltener Zoonoseerreger, in Einzelf\u00e4llen konnte er sich beim Menschen an ungew\u00f6hnlichen Lokalisationen wie im Auge oder im Wirbelkanal ansiedeln.<\/p>\n<h4>Zestoden<\/h4>\n<p>Als Endwirt des kleinen Fuchsbandwurms <em><strong>Echinococcus multilocularis<\/strong> <\/em>aus der Familie Taeniidae gilt der Fuchs, aber auch die in Deutschland immer weiter verbreitet auftretenden Waschb\u00e4ren und Marderhunde sind hochempf\u00e4ngliche Endwirte. Obligate Zwischenwirte sind kleine Nagetiere und andere kleine Wilds\u00e4uger. Unsere Hunde sind ebenfalls empf\u00e4ngliche End- und Zwischenwirte. Die infizierten Hunde sind selbst bei sehr hohen Wurmb\u00fcrden meist asymptomatisch.<\/p>\n<p>Die \u00fcber den Kot ausgeschiedenen Taenien-Eier (Abbildung 5) weisen eine hohe Tenazit\u00e4t gegen Umwelteinfl\u00fcsse auf, durch Schuhe, Reifen und Abschwemmung werden sie weiter in die Umwelt verbreitet.<\/p>\n<p>Die Infektion des Menschen erfolgt durch Schmierinfektion, \u00fcber Trinkwasser, ungewaschene Nahrung, Erde sowie engen Kontakt mit einem Hund, der Eier ausscheidet. Beim Fehlwirt Mensch f\u00fchrt die Infektion zur alveol\u00e4ren Echinokokkose, vor allem in der Leber kommt es zu tumor\u00f6sen Ver\u00e4nderungen (Abbildung 6). In Deutschland werden 10 \u2013 15 Todesf\u00e4lle pro Jahr registriert.<\/p>\n<p>Die Diagnostik konnte beim Hund durch den Nachweis mittels PCR deutlich verbessert werden, mikroskopisch k\u00f6nnen die Eier von anderen Taeniiden-Eiern nicht \u00addifferenziert werden. Eine konsequente Entwurmungsstrategie f\u00fcr unserer Hunde kann das Risiko f\u00fcr den Menschen deutlich reduzieren.<\/p>\n<p><em><strong>Dipylidium caninum,<\/strong> <\/em>der aus der Familie Dipylididae stammende weltweit verbreitete Bandwurm ist die in Europa am h\u00e4ufigsten verbreitete Bandwurmart.<br \/>\nDie Proglottiden mit den Eipaketen des sog. Gurkenkernbandwurmes gelangen \u00fcber die Perianalregion in das Fell des Wirtes und werden von dort aus weiterverbreitet. Freigesetzte Eier k\u00f6nnen bei gleichzeitigem Flohbefall von Flohlarven als Zwischenwirt aufgenommen werden. In ihnen entwickeln sie sich zu den infekti\u00f6sen Zystizerkoiden. Nach der oralen Aufnahme des infizierten Flohs werden w\u00e4hrend des Verdauungsvorgangs die Zystizerkoide frei, innerhalb eines Monats entwickelt sich der adulte Bandwurm im Darm des Endwirtes.<\/p>\n<p>Selten kann sich der Mensch als Fehlwirt \u00fcber die Aufnahme infizierter Fl\u00f6he ebenfalls infizieren, meist sind Kinder betroffen. Der Befall beim Menschen bleibt in der Regel unentdeckt, ein starker Befall kann zu Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Diarrhoe f\u00fchren, h\u00e4ufig verbunden mit einem Pruritus ani. Die Infektion verl\u00e4uft auch bei Kindern ohne Behandlung in der Regel selbstlimitierend.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Anton Heusinger<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1713519804925{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h5><strong>Weiterf\u00fchrende Literatur<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Krauss H, Weber A, Appel M, Enders B, v Graevenitz A, Isenberg HD, Schiefer HG, Slenczka W, Zahner. Zoonosen: Von Tier zu Mensch \u00fcbertragbare Infektionskrankheiten. 3. Auflage. K\u00f6ln: Deutscher \u00c4rzte-Verlag; 2004. S. 441-2; S. 492-4.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Jacob J, Lorber B. Diseases Transmitted by Man&#8217;s Best Friend: The Dog. Microbiol Spectr. 2015 Aug;3(4). doi: 10.1128\/microbiolspec.IOL5-0002-2015.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<li>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>Klaus C, Daugschies A. Hunde und Katzen mobil in Europa \u2013 aus parasitologischer Sicht. Der Praktische Tierarzt 102, 2021, S. 236-247. doi.org\/10.2376\/0032-681X-2113.<\/strong><\/span><\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; gap=&#8220;10&#8243;][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1713519925099{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1713519872233{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F03%2FLa_Maerz_2023_DE_FINAL.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell%20M%C3%84RZ%202023|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;3\/4&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1713519932644{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1713519880325{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/La_Maerz_2023_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Wurmbefall Hund \u2013 worauf ist zu achten? \u2013 zoonotisches Potential<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas letzte Kind tr\u00e4gt Fell\u201c \u2013 diese g\u00e4ngige gesellschaftliche Ansicht f\u00fchrt dazu, dass Hunde h\u00e4ufig als Familienmitglieder sehr eng mit uns Menschen zusammenleben. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1431077,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[491],"tags":[],"class_list":["post-1431175","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-aktuell-2023-de-at","category-491","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1431175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1431175"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1431175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1470991,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1431175\/revisions\/1470991"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1431077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1431175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1431175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1431175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}