{"id":1427767,"date":"2017-06-09T15:34:10","date_gmt":"2017-06-09T13:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/dermatophyten-in-einer-mehrkatzenhaltung\/"},"modified":"2024-10-30T13:40:30","modified_gmt":"2024-10-30T12:40:30","slug":"dermatophyten-in-einer-mehrkatzenhaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/dermatophyten-in-einer-mehrkatzenhaltung\/","title":{"rendered":"Dermatophyten in einer Mehrkatzenhaltung"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Ausgangslage<\/h2>\n<p>Bei unseren Katzen kommt eine Dermatophytose relativ h\u00e4ufig vor. Neben Tieren mit verd\u00e4chtigen klinischen Erscheinungen wie kreisrundem Haarverlust sind gleichzeitig auch klinisch unauff\u00e4llige Tr\u00e4ger vorhanden, die jedoch f\u00fcr gesunde Tiere als Ansteckungsquelle dienen k\u00f6nnen. Dermatophyten werden durch Sporen \u00fcbertragen, die an Haarfragmenten und Hautschuppen anhaften. Diese infekti\u00f6sen Partikel werden leicht verbreitet und k\u00f6nnen in der Umgebung unter optimalen Bedingungen \u00fcber Jahre lebensf\u00e4hig bleiben.<\/p>\n<p>Bei Katzen wird \u00fcberwiegend Microsporum canis als Erreger nachgewiesen.<\/p>\n<p>Die betroffenen Katzen k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch als Infektionsquelle f\u00fcr den Menschen dienen.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1427767 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 1: &lt;\/b&gt; Hautpilze Katze, 2016, (n=2605)\" data-large_image_width=\"635\" data-large_image_height=\"454\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-7.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"635\" height=\"454\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-7.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Hautpilze Katze, 2016, (n=2605)\" aria-describedby=\"gallery-1-1338858\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-7.jpg 635w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/1-7-300x214.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1338858'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1: <\/b> Hautpilze Katze, 2016, (n=2605)\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1650632075890{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Problem<\/h2>\n<p>Wird ein Hautpilz als Ursache f\u00fcr eine Fellver\u00e4nderung in einem Mehrkatzenhaushalt oder einem Tierheim vermutet, muss zun\u00e4chst der Pilz diagnostiziert werden, um geeignete Therapiema\u00dfnahmen zu treffen. Gleichzeitig ist es wichtig, Hygienema\u00dfnahmen einzuleiten, um den Infektionsdruck zu senken und auch die betreuenden Menschen zu sch\u00fctzen. Diese Ma\u00dfnahmen bedeuten einen gro\u00dfen Arbeitsaufwand und k\u00f6nnen erhebliche Kosten verursachen.<\/p>\n<p>Es muss auch dem Besitzer oder Betreiber der Katzenhaltung kommuniziert werden, was an Arbeitsaufwand und Kosten auf ihn zukommt. Um ihn konsequent miteinzubinden, muss ihm eine Prognose gegeben werden.<\/p>\n<h2>Vorgehensweise<\/h2>\n<p>Es wird zun\u00e4chst ein allgemeiner Status erhoben: Wie viele Katzen befinden sich in der Haltung? Wie viele hiervon weisen Hautprobleme auf? Dann wird auch eine Erhebung der Haltungsbedingungen vorgenommen: Wie viele Zimmer k\u00f6nnen die Katzen benutzen? welche Bodenbel\u00e4ge weisen diese Zimmer auf? Das Inventar (Kratzb\u00e4ume, Liegestellen etc.) wird begutachtet.<\/p>\n<p>Neuzug\u00e4nge werden erfasst, ebenso, ob einzelne Tiere in letzter Zeit (1\/2 bis 1 Jahr) au\u00dfer Haus waren. Wie lange danach traten die ersten Probleme auf?<\/p>\n<p>Wurden bei Neuzug\u00e4ngen Quarant\u00e4nema\u00dfnahmen eingeleitet, bevor diese Tiere in die bestehende Gruppe integriert wurden?<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wird der allgemeine Gesundheitszustand abgekl\u00e4rt, dazu geh\u00f6ren auch Impfungen, Entwurmungen und der Einsatz von Antiparasitarika gegen Ektoparasiten. Da Pilzinfektionen verst\u00e4rkt bei immunsupprimierten Katzen auftreten, sollte evtl. noch der FIV- und FeLV-Status erhoben werden.<\/p>\n<h2>Diagnostik zur Statuserhebung<\/h2>\n<p>Klinisch Verd\u00e4chtige werden untersucht, Haare aus dem Randbereich der Ver\u00e4nderung ausgezupft und diese mittels Kultur und\/oder PCR gezielt auf Dermatophyten untersucht.<\/p>\n<p>Die Sensitivit\u00e4t beider Verfahren ist vom verwendeten Untersuchungsmaterial abh\u00e4ngig. Das Ergebnis der PCR liegt in der Regel bereits nach 48 Stunden vor, die Kultur ben\u00f6tigt l\u00e4nger, wobei die bei der Katze nachgewiesenen Dermatophytenarten rasch wachsen und bereits nach 3-7 Tagen kultiviert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei klinisch unverd\u00e4chtigen Tieren wird mittels steriler Zahnb\u00fcrste das Fell durchgeb\u00fcrstet und die ausgeb\u00fcrsteten Haare werden ebenfalls kulturell und\/oder mittels PCR untersucht.<\/p>\n<h2>Gruppenbildung<\/h2>\n<p>Entsprechend der erhobenen Befunde sollten Gruppen gebildet und diese m\u00f6glichst r\u00e4umlich voneinander getrennt gehalten werden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Gruppe 1:<\/strong> Klinik positiv und Pilznachweis positiv<\/li>\n<li><strong>Gruppe 2:<\/strong> Klinik negativ aber Nachweis positiv<\/li>\n<li><strong>Gruppe 3:<\/strong> Klinisch unauff\u00e4llige und im Nachweis negative Tiere werden in einen vorher dekontaminierten und desinfizierten Raum verbracht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei Gruppe 1 und 2 m\u00fcssen dann die im Folgenden aufgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen eingeleitet werden.<\/p>\n<h2>Therapie<\/h2>\n<p>Zur spezifischen Therapie der betroffenen Tiere kommt die Dekontamination der Umgebung, da es durch kleine befallene Haarst\u00fcckchen oder Schuppen zu einer weiteren Verbreitung kommen kann.<\/p>\n<p>Dermatophytosen gelten allgemein als selbstlimitierend, wenn das Immunsystem ausreichend gest\u00e4rkt ist. In Mehrkatzenhaushalten muss in der Regel eine gezielte Therapie eingeleitet werden. Zur systemischen Behandlung ist Itrakonazol bei der Katze zugelassen, dieses wird oral verabreicht. Alternierend folgt einer Woche Gabe eine einw\u00f6chige Pause, danach wieder eine Woche lang Applikation. Dieses Schema wird bis zum Ende der Therapie, normalerweise 4 Wochen, fortgesetzt. Auch wenn bei den Dermatophyten bislang eine Resistenzbildung nicht eindeutig belegt ist, k\u00f6nnen bei vermuteten Resistenzen andere Mittel umgewidmet werden.<\/p>\n<p>Der Einsatz topischer Antimykotika ist erforderlich, um die Sporenlast in den Haaren und den Schuppen zu reduzieren, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Hierzu kann man Enilconazol umwidmen. Die 0,2%ige L\u00f6sung wird auf das gesamte Fell und nicht nur auf die ver\u00e4nderten Stellen aufgebracht.<\/p>\n<p>Die Behandlung des Fells sollte \u00fcber den gesamten Behandlungszeitraum mindestens 2 x in der Woche durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Das Scheren des Fells, vor allem bei stark infizierten Tieren sowie bei Langhaarkatzen, kann den Erfolg der topischen Behandlung unterst\u00fctzen. Sind ver\u00e4nderte Stellen zu erkennen, kann es ausreichen, nur diese auszuscheren. Dabei ist auf pers\u00f6nliche Hygiene zu achten, die verwendeten Scherk\u00f6pfe m\u00fcssen desinfiziert werden. Diese Ma\u00dfnahme sollte nur in einem Raum durchgef\u00fchrt werden, der leicht zu reinigen und zu desinfizieren ist.<\/p>\n<h2>Therapeutische Impfung<\/h2>\n<p>In Deutschland stehen f\u00fcr Hunde und Katzen Impfstoffe gegen Dermatophyten zur Verf\u00fcgung. Sie enthalten inaktivierte St\u00e4mme von M. canis allein oder in Kombination mit St\u00e4mmen von M. gypseum und Trichophyton spp. Sie sch\u00fctzen aber weder vor Infektion noch vor einer klinischen Erkrankung. Bei geimpften Tieren ist jedoch eine h\u00f6here Infektionsdosis n\u00f6tig, um eine Infektion und Erkrankung auszul\u00f6sen, und die Impfung f\u00fchrt zu einer weniger schweren Auspr\u00e4gung der klinischen Erscheinungen.<\/p>\n<h2>Desinfektion \u2013 Umgebung<\/h2>\n<p>Es erfolgt eine sorgf\u00e4ltige Reinigung mit Entfernung vorhandener Haare und Hautschuppen; Sporen und Teile infizierter Haare lassen sich zus\u00e4tzlich durch Absaugen beseitigen. Zur Desinfektion sollten fungi- und sporizide Mittel ausgebrachte werden. In ausreichender Konzentration und ausreichender Einwirkzeit k\u00f6nnen sie dann eine optimale Desinfektion der Umgebung bewirken.<\/p>\n<p>Diese Desinfektionsma\u00dfnahme wird zu Beginn der Behandlung eingeleitet und dann f\u00fcr den gesamten Zeitraum der Behandlung konsequent 1 x w\u00f6chentlich durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Desinfiziert werden vom Tier frequentierte Bereiche und Fl\u00e4chen wie Liegefl\u00e4chen, M\u00f6belst\u00fccke, Transportk\u00f6rbe, B\u00f6den und Auto sowie mit dem Tier in Kontakt gekommene Gegenst\u00e4nde wie B\u00fcrsten, K\u00e4mme, Halsb\u00e4nder, Leinen und Spielzeuge. In Tierheimen darf bei einer Bel\u00fcftungsanlage oder der Klimakassette der Filter nicht vergessen werden.<\/p>\n<p>Die Desinfektion findet durch Einweichen bzw. Waschen mit geeigneten Desinfektionsmitteln statt.<\/p>\n<p>Mittel der Wahl f\u00fcr die Desinfektion ist Chlorbleiche (Natriumhypochlorit, unterchlorige S\u00e4ure). Sie wirkt Zellmembran zerst\u00f6rend und Eiwei\u00df denaturierend, ist schnell wirksam (unter 2 min.), preiswert und unsch\u00e4dlich. Chlorbleiche zerf\u00e4llt bei Anwendung in Wasser, Sauerstoff und Kochsalz. In h\u00f6heren Konzentrationen ist sie allerdings schleimhaut- und atemwegsreizend. Handels\u00fcbliche Bleiche ist als Konzentrat (ca. 5% NaOCl) in Drogerien und Superm\u00e4rkten erh\u00e4ltlich. In Apotheken bekommt man bis zu 12%ige NaOCl-L\u00f6sung. Natriumhypochlorit ist auch in einer Konzentration von 1:2600 nach nur 5 min. Einwirkzeit noch fungizid. Chlorbleiche ist au\u00dferdem das einzige Langzeitdesinfektionsmittel. So werden auch nach 24 Stunden auf die inzwischen abgetrocknete Oberfl\u00e4che auftreffende Sporen abget\u00f6tet.<\/p>\n<p>Vor der Anwendung von Chlorbleiche sollte gepr\u00fcft werden, ob diese f\u00fcr die zu desinfizierenden Gegenst\u00e4nde, Materialien und Fl\u00e4chen geeignet ist.<\/p>\n<p>Dort wo Chlorbleiche ungeeignet ist, kann alternativ f\u00fcr die Desinfektion von Gegenst\u00e4nden und kleinen Fl\u00e4chen Enilconazol zur Desinfektion verwendet werden. Die empfohlenen Einwirkzeiten f\u00fcr Enilconazol betragen bei glatten Oberfl\u00e4chen 20-30 Minuten, bei absorbierenden Oberfl\u00e4chen 2-3 Stunden (bei Aufbringen mit ca. 30\u00b0C und Einwirken bei Raumtemperatur). Gro\u00dffl\u00e4chiger Einsatz sowie die Verwendung von Enilconazol-Verdampfern (Fogger), wie sie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern erh\u00e4ltlich sind, sollte vermieden werden.<\/p>\n<p>Regeln w\u00e4hrend der Therapie<\/p>\n<ul>\n<li>Kein Zugang und keine Vermittlung von Tieren<\/li>\n<li>Personal schulen \u2013 Hygiene!<\/li>\n<li>M\u00f6glichst kein Besuch<\/li>\n<li>Unterbrechung des Zuchtprogramms<\/li>\n<li>Hygiene: Kittel, \u00dcberschuhe, getrennt nach den selektierten Bereichen<\/li>\n<li>H\u00e4ndedesinfektion im infekti\u00f6sen Bereich<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Dauer der Behandlung- Erfolgskontrolle<\/h2>\n<p>Die Therapie und Desinfektionsma\u00dfnahmen werden konsequent fortgef\u00fchrt, bis ein Therapieerfolg gesichert ist. Die Behandlungsdauer betr\u00e4gt damit mindestens 4-6 Wochen.<\/p>\n<p>In der Regel 4 Wochen nach Behandlungsbeginn oder wenn eine klinische Heilung vorliegt, wird eine Kontrolluntersuchung mittels Kultur und\/oder PCR eingeleitet. Dabei ist zu bedenken, dass die PCR auch abgestorbene Dermatophyten nachweist, wenn diese sich noch auf dem Tier befinden.<\/p>\n<p>Wenn keine klinischen Ver\u00e4nderungen mehr zu erkennen sind, wird am besten das Fell abgeb\u00fcrstet. Liegt ein negatives Untersuchungsergebnis vor, kann die Behandlung abgeschlossen werden, bei positivem Ergebnis muss sie fortgef\u00fchrt werden. Nach 4 Wochen wird erneut eine Kontrolluntersuchung vorgenommen.<\/p>\n<p>Erst wenn zwei negative Ergebnisse mit einem Abstand von 4 Wochen vorliegen, sind keine weiteren Ma\u00dfnahmen erforderlich. In Zuchten und Tierheimen oder bei wiederholten Rezidiven kann es sinnvoll sein, eine dritte negative Probe als Endpunkt der Behandlung festzulegen.<\/p>\n<h2>Pr\u00e4vention<\/h2>\n<p>Der Kontakt mit einem infizierten Tier oder einer kontaminierten Umgebung stellt das gr\u00f6\u00dfte Infektionsrisiko dar.<\/p>\n<p>Nicht nur junge, alte oder geschw\u00e4chte Tiere k\u00f6nnen sich infizieren, wenn sie mit einem klinisch Erkrankten in Kontakt kommen. In diesem Zusammenhang ist auch an m\u00f6gliche Vektoren wie z.B. kontaminierte B\u00fcrsten, Halsb\u00e4nder oder Scherk\u00f6pfe zu denken.<\/p>\n<p>In Katzenpopulationen finden sich sehr h\u00e4ufig asymptomatische Tr\u00e4gertiere. Bei diesen kann es sich um mechanische Tr\u00e4ger des Erregers handeln oder tats\u00e4chlich infizierte Katzen, die einige Tage oder Wochen sp\u00e4ter klinische Symptome entwickeln.<\/p>\n<p>Ist ein Tier einer m\u00f6glichen Infektion ausgesetzt, z.B. im Rahmen von Ausstellungen, beim Aufenthalt in einer Tierpension oder Tierheim, so sollten die Tiere einmalig topisch behandelt werden, bevor sie in den Haushalt\/die Zucht (zur\u00fcck-)kommen und mit Menschen oder anderen Tieren Kontakt haben und diese infizieren k\u00f6nnen. Parallel sollte eine Desinfektion von Transportkorb, Decken, Halsb\u00e4ndern usw., mit denen das Tier Kontakt hatte, wie oben angegeben vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Der prophylaktische Einsatz von systemischen Antimykotika hat sich bei Studien am Menschen als unwirksam erwiesen.<\/p>\n<p>In Zuchten sowie in Tierheimen stellt die Aufnahme eines infizierten Tieres in den Bestand das gr\u00f6\u00dfte Infektionsrisiko dar. Es sollte daher stets eine Untersuchung auf eine Dermatophyten-Infektion erfolgen. Das Tier bleibt solange in Quarant\u00e4ne, bis ein negatives Ergebnis (PCR und\/oder kulturell) vorliegt. Ein Tier ohne klinische Symptome mit positivem Laborbefund ist als Tr\u00e4gertier einzustufen. Diese Tr\u00e4gertiere sollten vor Integration in den Bestand topisch mit einem Antimykotikum behandelt werden, bis zwei negative Untersuchungsergebnisse vorliegen.<\/p>\n<h2>Sonderfall Zoonose<\/h2>\n<p>Liegen beim Besitzer oder beim Personal einer Katzenhaltung klinische Symptome vor, so sind umgehend neben einer Diagnostik auch gleichzeitige therapeutische und hygienische Ma\u00dfnahmen einzuleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">06 \/ 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">LABOKLIN Aktuell<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1729841446498{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1729841465105{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1729841493031{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F03%2FLA_Juni_06_2017_Mehrkatzenhaushalt_01.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell|target:_blank&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;5\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1729841478818{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1730292026853{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"csc-firstHeader\"><strong><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LA_Juni_06_2017_Mehrkatzenhaushalt_01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dermatophyten in einer Mehrkatzenhaltung<\/a><\/strong><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei unseren Katzen kommt eine Dermatophytose relativ h\u00e4ufig vor. 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