{"id":1337250,"date":"2020-02-15T15:40:04","date_gmt":"2020-02-15T14:40:04","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/die-bakteriologische-untersuchung-ein-wichtiger-bestandteil-der-zuchthygienischen-untersuchung-der-stute\/"},"modified":"2024-11-28T12:08:19","modified_gmt":"2024-11-28T11:08:19","slug":"die-bakteriologische-untersuchung-ein-wichtiger-bestandteil-der-zuchthygienischen-untersuchung-der-stute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/die-bakteriologische-untersuchung-ein-wichtiger-bestandteil-der-zuchthygienischen-untersuchung-der-stute\/","title":{"rendered":"Die bakteriologische Untersuchung \u2013 ein wichtiger Bestandteil der zuchthygienischen Untersuchung der Stute"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]W\u00e4hrend der Zuchtsaison gilt es, die Zuchttauglichkeit bei allen Stuten zu beurteilen, die f\u00fcr eine Belegung vorgesehen sind. Hierzu geh\u00f6rt neben der gyn\u00e4kologischen Untersuchung eine mikrobiologische Untersuchung von Zervix- oder Uterustupfern.<\/p>\n<p>Es wird empfohlen \u2013 wie von den meisten Hengstbesitzern ohnehin gefordert \u2013 auch unverd\u00e4chtige Stuten zu untersuchen, da auch klinisch unauff\u00e4llige Stuten mit pathogenen Keimen infiziert sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unbedingt bakteriologisch untersucht werden m\u00fcssen Tupferproben von auff\u00e4lligen Stuten, beispielsweise wenn sie verfohlt haben oder nach Belegung g\u00fcst geblieben sind, wenn sie in der klinischen Untersuchung Auff\u00e4lligkeiten zeigen, oder der letzte Geburtsverlauf gest\u00f6rt war oder sie in der laufenden Decksaison mehr als einmal umgerosst haben.<\/p>\n<p>Ein fr\u00fchzeitiger vorsaisonaler Beginn der zuchthygienischen Untersuchung ist anzuraten, damit auch infizierte Tiere durch entsprechende Therapiema\u00dfnahmen in Zuchtkondition versetzt werden k\u00f6nnen, ohne dass wertvolle Zeit verloren geht. F\u00e4llt das Ergebnis einer Tupferprobe positiv aus, sollte vor der Belegung behandelt werden. Der Behandlungserfolg kann fr\u00fchestens 10 Tage nach Therapieende durch eine erneute bakteriologische Untersuchung \u00fcberpr\u00fcft werden. Sind Kontrolluntersuchung und Klinik unauff\u00e4llig, kann die n\u00e4chste Rosse f\u00fcr eine Belegung genutzt werden. Bei gutem Zuchtmanagement sind im Idealfall alle Diagnostik- und Therapieverfahren abgeschlossen, noch bevor die Decksaison startet.<\/p>\n<h2>Was bei der Probenentnahme zu beachten ist:<\/h2>\n<p>Vor der Entnahme des Tupfers ist immer eine Tr\u00e4chtigkeit auszuschlie\u00dfen! Der ideale Zeitpunkt liegt in der Rosse bei ge\u00f6ffnetem Muttermund.<\/p>\n<p>Die Entnahme sollte mithilfe eines Spekulums und unter Verwendung von Tupferentnahmesystemen durchgef\u00fchrt werden, bei denen der Tupfer durch zwei Kunststoffh\u00fcllen gegen Verunreinigung gesch\u00fctzt ist. So wird eine Kontamination des Tupfers mit Keimen aus dem \u00e4u\u00dferen Genitalbereich verhindert. Eine saubere Entnahmetechnik ist f\u00fcr einen interpretierbaren Befund unverzichtbar!<\/p>\n<p>Im Anschluss an die Probenentnahme sollte der Tupfer unmittelbar in ein Transportmedium \u00fcberf\u00fchrt werden.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1337250 gallery-columns-1 gallery-size-large'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"StrepEqui\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Pferd | &lt;b&gt;Abb.1: &lt;\/b&gt; \u00df-h\u00e4molysierende Streptokokken auf einer Blut-Agarplatte\" data-large_image_width=\"1200\" data-large_image_height=\"900\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/StrepEqui.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/StrepEqui-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: \u00df-h\u00e4molysierende Streptokokken auf einer Blut-Agarplatte\" aria-describedby=\"gallery-1-1322152\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/StrepEqui-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/StrepEqui-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/StrepEqui-768x576.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/StrepEqui.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1322152'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb.1: <\/b> \u00df-h\u00e4molysierende Streptokokken auf einer Blut-Agarplatte\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"LA_Pferd_Feb_2020 (1)\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Pferd | &lt;b&gt;Abb. 2:&lt;\/b&gt; Anteil positiver Stutentupfer 2019 n=6291\" data-large_image_width=\"1233\" data-large_image_height=\"779\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"647\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020-1-1024x647.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Erwartungsgem\u00e4\u00df bildeten die \u00df-h\u00e4molysierenden Steptokokken mit ca. 84% mit Abstand die gr\u00f6\u00dfte Gruppe, gefolgt von Klebsiella sp. und Escherichia coli var. haemolytica.\" aria-describedby=\"gallery-1-1322154\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020-1-1024x647.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020-1-300x190.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020-1-768x485.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020-1.jpg 1233w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1322154'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2:<\/b> Anteil positiver Stutentupfer 2019 n=6291\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"LA_Pferd_Feb_2020_2\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell Pferd | &lt;b&gt;Abb. 3:&lt;\/b&gt; Keimverteilung innerhalb der pathogenen Keime n=1633\" data-large_image_width=\"1232\" data-large_image_height=\"745\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020_2.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"619\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020_2-1024x619.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Laboklin: Staphylococcus aureus wurde zwar mit 2,6% nur am vierth\u00e4ufigsten nachgewiesen, erw\u00e4hnenswert ist jedoch, dass bei 39% der Isolate eine Methicillin-Resistenz vorlag. \u00c4hnlich h\u00e4ufig wurde Pseudomonas aeruginosa isoliert. Raoultella ornithinolytica und Actinobacillus equuli waren sehr selten vertreten. Rhodococcus equi konnte nur einmal angez\u00fcchtet werden. Bordetella bronchiseptica wurde nicht isoliert.\u2003\" aria-describedby=\"gallery-1-1322156\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020_2-1024x619.jpg 1024w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020_2-300x181.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020_2-768x464.jpg 768w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/LA_Pferd_Feb_2020_2.jpg 1232w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1322156'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 3:<\/b> Keimverteilung innerhalb der pathogenen Keime n=1633\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1613990258157{margin-top: 10px !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h2>Im Labor angekommen:<\/h2>\n<p>F\u00fcr die bakteriologische Kultur wird der Tupfer auf einem Blut-Agar als Universaln\u00e4hrboden und einem Selektivmedium f\u00fcr gram-negative Keime ausgestrichen. Zus\u00e4tzlich wird der Tupfer in ein fl\u00fcssiges Anreicherungsmedium verbracht. Die N\u00e4hrmedien werden bei 36\u00b0C bebr\u00fctet und nach ca. 24 h beurteilt. Sollte sich noch kein Wachstum zeigen, werden die Platten nach weiteren 24 h erneut abgelesen. Das \u00fcber Nacht bebr\u00fctete Anreicherungsmedium wird wiederum auf Agarplatten ausgestrichen, die ebenfalls nach 24 h Bebr\u00fctungszeit beurteilt werden. Mithilfe des Anreicherungsverfahrens gelingt es, auch empfindliche oder bereits vorgesch\u00e4digte Keime nachzuweisen.<\/p>\n<p>Die Keimdifferenzierung erfolgt anhand der Kulturmorphologie, biochemischer Verfahren und mittels MALDI-TOF (Matrix- assisted laser desorption timeof-flight- Massenspektrometrie). Werden f\u00fcr die Zuchthygiene relevante Keime gefunden, wird ein Antibiogramm im Mikrodilutionsverfahren angefertigt. Liegen andere Bakterien vor, werden diese im Befund angegeben \u2013 jedoch wird hier nicht automatisch eine Resistenztestung durchgef\u00fchrt. Allerdings k\u00f6nnen bei klinisch auff\u00e4lligen Stuten auch in der Zuchthygiene als apathogen eingestufte Keime, z.B. einige Enterobacteriaceae, eine Rolle spielen. In diesen F\u00e4llen ist es wichtig, die vorhandene Erkrankung\/Symptomatik auf dem Untersuchungsantrag anzugeben und eine bakteriologische Untersuchung anzuw\u00e4hlen, sofern auf jeden Fall ein Antibiogramm erw\u00fcnscht ist.<\/p>\n<p>Die bakteriologische Untersuchung dauert i.d.R. 2 \u2013 3 Tage inklusive Antibiogramm.<\/p>\n<h2>Pathogene Keime in der Zuchthygiene:<\/h2>\n<p>Folgende Bakterien werden bei der zuchthygienischen Untersuchung als pathogen eingestuft, eine Behandlung ist hier auch bei klinisch gesunden Stuten vor der Belegung anzuraten:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00df-h\u00e4molysierende Streptokokken<\/li>\n<li><em>Staphylococcus aureus<\/em><\/li>\n<li><em>Escherichia coli var. haemolytica<\/em><\/li>\n<li><em>Klebsiella sp.<\/em><\/li>\n<li><em>Raoultella ornithinolytica<\/em><em> fr\u00fcher: Klebsiella ornithinolytica<\/em><\/li>\n<li><em>Pseudomonas aeruginosa<\/em><\/li>\n<li><em>Actinobacillus equuli<\/em><\/li>\n<li><em>Bordetella bronchiseptica<\/em><\/li>\n<li><em>Rhodococcus equi<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch bei Vorliegen von anderen Pseudomonaden oder\u00a0<em>Escherichia coli\u00a0<\/em>(ohne H\u00e4molyse) wird eine Behandlung vor der Belegung empfohlen, wenn diese in hoher Keimzahl und in Reinkultur nachgewiesen werden k\u00f6nnen. Der mikrobiologische Befund ist immer im Zusammenhang mit den klinischen Ver\u00e4nderungen bei der gyn\u00e4kologischen Untersuchung zu beurteilen.<\/p>\n<h2>\u00dcberblick \u00fcber zuchthygienische Untersuchungen im Jahre 2019:<\/h2>\n<p>Ausgewertet wurden Tupfer von weiblichen Pferden, die im Jahr 2019 f\u00fcr die zuchthygienische Untersuchung von in Deutschland praktizierenden Tier\u00e4rzten zu LABOKLIN geschickt wurden.<br \/>\nBei ca. 26 % der eingesandten Proben konnten pathogene Keime nachgewiesen werden. Bei 1% lag <em>Escherichia coli\u00a0<\/em>in einem hohen Gehalt in Reinkultur vor (Abb. 2).<\/p>\n<p>Erwartungsgem\u00e4\u00df bildeten die \u00df-h\u00e4molysierenden Steptokokken mit ca. 84 % mit Abstand die gr\u00f6\u00dfte Gruppe, gefolgt von Klebsiella sp. und <em>Escherichia coli var. haemolytica.<br \/>\n<\/em><em>Staphylococcus aureus\u00a0<\/em>wurde zwar mit 2,6 % nur am vierth\u00e4ufigsten nachgewiesen, erw\u00e4hnenswert ist jedoch, dass bei 39 % der Isolate eine Methicillin-Resistenz vorlag. \u00c4hnlich h\u00e4ufig wurde <em>Pseudomonas aeruginosa\u00a0<\/em>isoliert.\u00a0<em>Raoultella ornithinolytica\u00a0<\/em>und\u00a0<em>Actinobacillus equuli\u00a0<\/em>waren sehr selten vertreten<em>. Rhodococcus equi\u00a0<\/em>konnte nur einmal angez\u00fcchtet werden<em>. Bordetella bronchiseptica\u00a0<\/em>wurde nicht isoliert (Abb. 3).<\/p>\n<h2>Die mykologische Untersuchung:<\/h2>\n<p>K\u00f6nnen bei einer klinisch auff\u00e4lligen Stute in der bakteriologischen Untersuchung keine Keime nachgewiesen werden oder zeigen sich auf der Schleimhaut wei\u00dfliche Bel\u00e4ge, kann es sich lohnen, zus\u00e4tzlich eine mykologische Untersuchung anzufordern.<\/p>\n<p>Meist werden Hefen der Gattung Candida nachgewiesen. Von den Schimmelpilzen kommt die Gattung Aspergillus am h\u00e4ufigsten vor.<\/p>\n<p>Pr\u00e4disponierend f\u00fcr eine Infektion mit Hefepilzen ist v.a. eine vorausgegangene langfristige Antibiotikatherapie.<\/p>\n<p>Als Untersuchungsmaterial ist hier ebenfalls ein Tupfer mit Medium geeignet. Die Untersuchung dauert bis zu einer Woche.<\/p>\n<h2>Taylorella equigenitalis:<\/h2>\n<p>Die kontagi\u00f6se equine Metritis (CEM) ist eine meldepflichtige Deckseuche, die durch das Bakterium\u00a0<em>Taylorella equigenitalis\u00a0<\/em>verursacht wird. W\u00e4hrend infizierte Hengste i.d.R. symptomlose Tr\u00e4ger sind, kommt es bei der Stute zu Endometritis und Fruchtbarkeitsst\u00f6rungen, aber auch inapparente Infektionen kommen vor.<\/p>\n<p>Nach Richtlinie 92\/65\/EWG sind bei der Stute Tupferproben von mindestens zwei Lokalisationen \u2013 Fossa clitoridis und Sinus clitoridis \u2013 zu entnehmen. Neben der kulturellen Erregeranzucht steht die PCR als weiteres, geeignetes Untersuchungsverfahren zur Verf\u00fcgung. Unabh\u00e4ngig vom Verfahren sind ausschlie\u00dflich Tupfer mit Aktivkohlezusatz (Amies-Transportmedium) zu verwenden.<\/p>\n<p>Die Kultur sollte sp\u00e4testens 24 h nach Probenentnahme (48 h nach Probennahme bei gek\u00fchltem Transport) im Labor sein und angelegt werden. Bei der PCR sollten zwischen Probenentnahme und Testansatz nicht mehr als 48 h vergehen.<\/p>\n<p>Kultur und PCR gibt es sowohl als Einzelleistungen, als auch in g\u00fcnstigeren Profilen in Kombination mit der zuchthygienischen Untersuchung. Zu beachten ist hier, dass f\u00fcr jedes Verfahren ein eigener Tupfer ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Die kulturelle Untersuchung dauert 7 Tage (bei Ausfuhr nach Kanada: 2 Wochen; bei Ausfuhr nach Norwegen: 3 Wochen). Die PCR bietet den Vorteil der schnelleren Diagnostik innerhalb von 1 \u2013 3 Werktagen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1732783808208{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1732783834284{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1732786044824{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F02%2FLa_Pferd_Feb_2020_DE_FINAL.pdf|target:_blank&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;5\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1732783856850{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1732783866158{margin-top: 10px !important;margin-bottom: 10px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;}&#8220;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/La_Pferd_Feb_2020_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Die bakteriologische Untersuchung \u2013 ein wichtiger Bestandteil der zuchthygienischen Untersuchung der Stute<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Zuchtsaison gilt es, die Zuchttauglichkeit bei allen Stuten zu beurteilen, die f\u00fcr eine Belegung vorgesehen sind. 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