{"id":1337089,"date":"2021-06-08T11:09:26","date_gmt":"2021-06-08T09:09:26","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/infektioese-hautveraenderungen-bei-reptilien\/"},"modified":"2024-12-11T09:02:34","modified_gmt":"2024-12-11T08:02:34","slug":"infektioese-hautveraenderungen-bei-reptilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/infektioese-hautveraenderungen-bei-reptilien\/","title":{"rendered":"Infekti\u00f6se Hautver\u00e4nderungen bei Reptilien"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Reptilien, die als Haustiere gehalten werden, werden in der Praxis h\u00e4ufig aufgrund unterschiedlichster Hautver\u00e4nderungen vorgestellt. Die Ursachen hierf\u00fcr sind breit gef\u00e4chert und oft multifaktorieller Natur. Vorrangig anzusprechen sind v.a. Fehler bei der Haltung, wie z.B. das Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmanagement, ungeeignete Terrarieneinrichtungen oder Hygienem\u00e4ngel. Eine umfassende Anamnese und eine genaue Diagnostik ist hier f\u00fcr eine erfolgreiche Behandlung unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Dieses Laboklin Aktuell soll Ihnen einen kurzen Einblick in die wichtigsten infekti\u00f6sen Ursachen (exkl. parasitologische) f\u00fcr Hautver\u00e4nderungen liefern. Mischinfektionen sind h\u00e4ufig anzutreffen und der Verlauf einer infekti\u00f6sen Dermatitis h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. F\u00fcr die Ursachenforschung ist es empfehlenswert Untersuchungen wie Zytologie und Pathohistologie in Kombination mit dem direkten Erregernachweis durchzuf\u00fchren und diese Ergebnisse im Kontext mit dem klinischen Bild zu interpretieren.<\/p>\n<h2>Virale Ursachen<\/h2>\n<p>Einige Viren werden h\u00e4ufig in Zusammenhang mit Hautver\u00e4nderungen bei Reptilien gefunden. In manchen F\u00e4llen werden diese als prim\u00e4re Ursache angesehen, in anderen ist die Rolle der Viren bei der Entwicklung und dem Verlauf der Erkrankung weniger deutlich.<\/p>\n<p><em><u>Iridoviridae<\/u><\/em><\/p>\n<p>Bei Reptilien kommen Iridoviren der Genera <em>Ranavirus<\/em> und <em>Iridovirus<\/em> vor. Beide sind im Zusammenhang mit Hautver\u00e4nderungen, v.a. bei Echsen, beschrieben worden.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n\n\t\t\t<style type='text\/css'>\n\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\twidth: 100%;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='dt-gallery-container gallery galleryid-1337089 gallery-columns-1 gallery-size-full'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 1:&lt;\/b&gt; Panthercham\u00e4leon (Furcifer pardalis), multiple Papillome &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Janosch Dietz, Laboklin GmbH&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"800\" data-large_image_height=\"600\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Pantherchamaeleon-Furcifer-pardalis-.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Pantherchamaeleon-Furcifer-pardalis-.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Laboklin: Panthercham\u00e4leon (Furcifer pardalis), multiple Papillome\" aria-describedby=\"gallery-1-1323924\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Pantherchamaeleon-Furcifer-pardalis-.jpg 800w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Pantherchamaeleon-Furcifer-pardalis--300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Pantherchamaeleon-Furcifer-pardalis--768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1323924'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 1:<\/b> Panthercham\u00e4leon (Furcifer pardalis), multiple Papillome <br><i>Bildquelle: Dr. Janosch Dietz, Laboklin GmbH<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t\t<a class=\"rollover rollover-zoom dt-pswp-item\" title=\"\" data-dt-img-description=\"LABOKLIN aktuell | &lt;b&gt;Abb. 2:&lt;\/b&gt; K\u00f6nigsboa (Boa constrictor), Papillome &lt;br&gt;&lt;i&gt;Bildquelle: Dr. Janosch Dietz, Laboklin GmbH&lt;\/i&gt;\" data-large_image_width=\"800\" data-large_image_height=\"600\"href='https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Koenigsboa-Boa-constrictor.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Koenigsboa-Boa-constrictor.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Laboklin: K\u00f6nigsboa (Boa constrictor), Papillome\" aria-describedby=\"gallery-1-1323922\" srcset=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Koenigsboa-Boa-constrictor.jpg 800w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Koenigsboa-Boa-constrictor-300x225.jpg 300w, https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Koenigsboa-Boa-constrictor-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>\n\t\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1323922'>\n\t\t\t\t\t<b>Abb. 2:<\/b> K\u00f6nigsboa (Boa constrictor), Papillome <br><i>Bildquelle: Dr. Janosch Dietz, Laboklin GmbH<\/i>\n\t\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220;][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1713957197492{margin-top: 10px !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<u>Ranaviren<\/u><\/p>\n<p>Ranaviren k\u00f6nnen Amphibien, Fische und diverse Reptilienspezies infizieren. Bei Reptilien sind sie am h\u00e4ufigsten bei Schildkr\u00f6ten beschrieben, aber Hautl\u00e4sionen, die durch Ranaviren verursacht wurden, kommen v.a. bei Echsen vor. Diese k\u00f6nnen sich in subkutanem Hals\u00f6dem, Dermatitis oder Abszessen \u00e4u\u00dfern. Schwere bis t\u00f6dliche Verl\u00e4ufe, abh\u00e4ngig von diversen Faktoren, sowie inapparente Infektionen sind beschrieben.<\/p>\n<p><u>Iridoviren (Invertebraten Iridoviren &#8211; IIV)<\/u><\/p>\n<p>IIV werden v.a. bei Echsen nachgewiesen. Bei Futtertieren (z.B. Grillen) kommen sie regelm\u00e4\u00dfig vor und eine \u00dcbertragung von Insekten auf Reptilien wird vermutet. Ob IIV Auswirkungen auf die Gesundheit infizierter Reptilien hat ist unbekannt. Dennoch werden sie dort regelm\u00e4\u00dfig u.a. in Hautproben, v.a. von Echsen, mit verschiedenen Hautl\u00e4sionen, wie pockenartigen L\u00e4sionen oder Verlust von Schuppen, nachgewiesen.<\/p>\n<p><em><u>Herpesviridae<\/u><\/em><\/p>\n<p>Herpesviren werden v.a. bei Schildkr\u00f6ten nachgewiesen. Dort spielen verschiedene Viren mit unterschiedlichen Wirtsspezifit\u00e4ten eine Rolle. Einige davon sind mit Hautver\u00e4nderungen assoziiert. Herpesvirusinfektionen bei Meeresschildkr\u00f6ten gehen h\u00e4ufig mit Hautver\u00e4nderungen einher, wie z.B. der Fibropapillomatose. Auch bei Wasserschildkr\u00f6ten und Echsen mit Herpesvirusinfektionen sind papillomat\u00f6se L\u00e4sionen beschrieben. Ulzerative Hautl\u00e4sionen sind im Einzelfall bei Reptilien beschrieben. Bei Krokodilen kommen Herpesviren im Zusammenhang mit lymphozyt\u00e4ren Hautinfiltraten vor.<\/p>\n<p><em><u>Papillomaviridae<\/u><\/em><\/p>\n<p>Papillomaviren sind sehr wirtsspezifisch und Gewebe-assoziiert. Infektionen gehen mit der Bildung von Papillomen und Hautwucherungen einher. Bei Reptilien sind sie in Einzelf\u00e4llen bei verschiedenen Spezies beschrieben worden.<\/p>\n<p><em><u>Poxviridae<\/u><\/em><\/p>\n<p>Pockenviren werden \u00fcberwiegend bei Krokodilen beschrieben. Bei verschiedenen Schildkr\u00f6tenspezies mit Hautver\u00e4nderungen konnten ebenfalls Pockenviren nachgewiesen werden. Bei einer Echse sind ulzerative Hautl\u00e4sionen beschrieben worden.<\/p>\n<p><em><u>Reoviridae<\/u><\/em><\/p>\n<p>Reoviren sind v.a. bei Schlangen und Echsen, bei Erkrankungen des Intestinaltraktes, des zentralen Nervensystems und des unteren Respirationstraktes beschrieben. Reovirusinfektionen sind aber auch bei Papillomen und nekrotisierender und ulzerativer Dermatitis beschrieben.<\/p>\n<p><em><u>Arenaviridae <\/u><\/em><u>und Inclusion Body Disease (IBD)<\/u><\/p>\n<p>Bei Reptilien vorkommende Arenaviren werden dem Genus <em>Reptarenavirus<\/em> zugeordnet. Spezies dieses Genus wurden bislang nur bei Schlangen nachgewiesen. Bei Boas und Pythons verursachen sie die inclusion body disease (IBD). Die IBD kann sich sehr unterschiedlich darstellen, v.a. durch neurologische, gastrointestinale und respiratorische Symptome. Insbesondere bei Boas werden ebenfalls regelm\u00e4\u00dfig Hautl\u00e4sionen beobachtet. Diese k\u00f6nnen unterschiedlich ausgepr\u00e4gt sein und von H\u00e4utungsproblemen bis hin zu gro\u00dffl\u00e4chigen Dermatitiden reichen.<\/p>\n<h2>Mykologische Ursachen<\/h2>\n<p>Dermatomykosen sind h\u00e4ufig sekund\u00e4r bedingt und treten erst nach Immunsuppression auf. Klinisch k\u00f6nnen sie einer bakteriellen Infektion \u00e4hneln, wobei hier zur Differenzierung die kulturelle Diagnostik ein wichtiges Mittel ist. Es gibt jedoch einige prim\u00e4r pathogene Pilze, die regelm\u00e4\u00dfig bei Reptilien nachgewiesen werden, v.a. aus der Ordnung Onygenales. Eine klinische Infektion zeichnet sich im Allgemeinen durch lokalisierte, krust\u00f6se, gelbe bis braune Hautl\u00e4sionen, Bl\u00e4schenbildung, und hyperkeratotische bis nekrotisierende Hautareale aus. Bei Schlangen spielen Infektionen mit <em>Ophidiomyces ophidiicola<\/em> sowohl bei Wildtieren als auch bei Haus- und Zootieren eine Rolle. Dieser Pilz verursacht die sogenannte \u201esnake fungal disease\u201c oder auch Ophidiomykose und scheint ein breites Wirtsspektrum bei Schlangen zu haben. Infizierte Tiere entwickeln h\u00e4ufig eine krustige Dermatitis, die in vielen F\u00e4llen um den Kopf verteilt auftritt. Tiefgreifende Mykosen sind ebenso m\u00f6glich. Bei manchen Tieren zeigen sich weniger ausgepr\u00e4gte Ver\u00e4nderungen, z.B. Farbver\u00e4nderungen oder Kn\u00f6tchenbildung unter der Haut. Weniger stark betroffene Tiere k\u00f6nnen nach der H\u00e4utung zeitweise symptomfrei sein. Bei Echsen, v.a. Agamen, verursachen Infektionen mit Pilzen der Gattung <em>Nannizziopsis<\/em>, v.a. Spezies wie <em>N. guarroi<\/em>, <em>N. dermatitidis<\/em> oder <em>N. vriesii, <\/em>schwere Hautver\u00e4nderungen und systemische Erkrankungen. Sie wurden fr\u00fcher CANV (<em>Chrysosporium<\/em> anamorph of <em>Nannizziopsis vriesii<\/em>) genannt und die damit verbundene Krankheit als \u201eyellow fungus disease\u201c bezeichnet. Allerdings ist der Begriff Nannizziomykose vorzuziehen. Klinisch zeigt sich eine krust\u00f6se Dermatitis, die auch in tiefliegendes Gewebe \u00fcbergreifen kann. Auch im Zusammenhang mit Dermatitiden bei Krokodilartigen und Schildkr\u00f6ten gibt es einzelne Berichte \u00fcber Infektionen mit verwandten Dermatophyten.<\/p>\n<h2>Bakteriologische Ursachen<\/h2>\n<p>Bakterielle Hautinfektionen bei Reptilien sind meist Folge systemischer Erkrankungen oder von Haltungsfehlern. Klinisch k\u00f6nnen sich diese als Dermatitis oder Abszesse darstellen. Bakterielle Erreger k\u00f6nnen sich prim\u00e4r oder durch h\u00e4matogene Streuung in der Haut ansiedeln. Das nachgewiesene Keimspektrum in Hautl\u00e4sionen bei Reptilien kann sehr variabel sein. Die klinische Relevanz von in Hautl\u00e4sionen nachgewiesenen Bakterien muss f\u00fcr jeden Fall einzeln beurteilt werden. Es sind nur wenige prim\u00e4r pathogene Bakterien als Ursache f\u00fcr eine Dermatitis bekannt. <em>Devriesea agamarum<\/em>, ein grampositives St\u00e4bchenbakterium, wird bei Echsen, v.a. bei Dornschwanzagamen, isoliert. Dieses Bakterium wird mit Dermatitiden, meist chronisch proliferativen und schuppigen Ver\u00e4nderungen, sowie Septik\u00e4mien in Zusammenhang gebracht. Es gibt auch diverse Krankheitskomplexe, assoziiert mit verschiedenen Bakterienspezies, bei denen typische Hautver\u00e4nderungen vorkommen. Bei Schildkr\u00f6ten kommt die den Panzer betreffende \u201esepticemic cutaneous ulcerative disease\u201c (SCUD) vor. Dieses Syndrom wird h\u00e4ufig mit einer Mischinfektion verschiedener, potentiell pathogener Bakterien, v.a. <em>Citrobacter<\/em> spp., gesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Lisa Sch\u00fcler und PD Dr. Rachel Marschang<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tabelle:<\/strong> H\u00e4ufige Ursachen infekti\u00f6ser Hautver\u00e4nderungen bei als Haustiere gehaltenen Schildkr\u00f6ten, Echsen und Schlangen<\/p>\n<table width=\"110%\">\n<tbody valign=\"top\">\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"#e51e1e\">\n<td width=\"16%\"><strong>Erreger<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\"><strong>Wirte<\/strong><\/td>\n<td width=\"35%\"><strong>Klinische Anzeichen bzgl. der Haut<\/strong><\/td>\n<td width=\"36%\"><strong>Diagnostik (Methodik und Material)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\" colspan=\"4\" width=\"100%\"><strong>Viren<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"16%\"><strong>Ranaviren<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Schildkr\u00f6ten<\/td>\n<td width=\"35%\">vereinzelte Beteiligung der Haut: subkutanes \u00d6dem, Dermatitis oder Abszesse; R\u00f6tungen mit Petechien; Hautulzerationen<\/td>\n<td rowspan=\"3\" width=\"36%\"><strong>PCR*:<\/strong> Abstrich ohne Medium, Biopsie (nativ oder mit etwas NaCl), Hautgeschabsel, Gewebe (v.a. Leber)<br \/>\n<strong>Pathohistologie*:<\/strong> Biopsie oder Gewebe (v.a. Leber) in Formalin<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"11%\">Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">Hautl\u00e4sionen (multiple grau-br\u00e4unlich krust\u00f6s bis teils ulzerativ)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong>Invertebraten Iridoviren (IIV)<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">pocken\u00e4hnliche Hautl\u00e4sionen, Verlust von Schuppen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"16%\"><strong>Herpesviren:<\/strong> versch. St\u00e4mme z.B. Terrapene Herpesvirus 2<\/td>\n<td width=\"11%\">Schildkr\u00f6ten<\/td>\n<td width=\"35%\">Ulzerative L\u00e4sionen auf Haut und Panzer<br \/>\nPapilloma-artige proliferative Hautver\u00e4nderung<\/td>\n<td rowspan=\"2\" width=\"36%\"><strong>PCR*:<\/strong> Biopsie (nativ oder mit etwas NaCl) und\/oder Hautgeschabsel (v.a. bei Papillomen), Abstrich ohne Medium (bei L\u00e4sionen), Gewebe<br \/>\n<strong>Pathohistologie*:<\/strong> Biopsie in Formalin<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"11%\">Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">Papillome<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong>Papillomaviren<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Schildkr\u00f6ten, Schlangen und Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">proliferative Hautl\u00e4sionen, Papillome, Plattenepithelkarzinome<\/td>\n<td width=\"36%\"><strong>PCR*:<\/strong> Biopsie (nativ oder mit etwas NaCl) und\/oder Hautgeschabsel (v.a. bei Papillomen und Hautwucherungen), Abstrich ohne Medium (bei L\u00e4sionen)<br \/>\n<strong>Pathohistologie*:<\/strong> Biopsie in Formalin<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong>Pockenviren<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Schildkr\u00f6ten und Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">papul\u00f6se Hautver\u00e4nderungen, Vesikel auf Haut und Panzer, \u00d6dem im Nackenbereich<\/td>\n<td width=\"36%\"><strong>PCR:<\/strong> Biopsie (nativ oder mit etwas NaCl) und\/oder Hautgeschabsel, Abstrich ohne Medium (bei L\u00e4sionen), Gewebe<br \/>\n<strong>Pathohistologie*:<\/strong> Biopsie in Formalin<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong>Reoviren<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">Papillome, nekrotisierende und ulzerative Dermatitis<\/td>\n<td width=\"36%\"><strong>PCR*:<\/strong> Biopsie (nativ oder mit etwas NaCl) und\/oder Hautgeschabsel (v.a. bei Papillomen), Abstrich ohne Medium (bei L\u00e4sionen), Gewebe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong>Reptarenaviren<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Pythons und Boas<\/td>\n<td width=\"35%\">Inclusion Body Disease (IBD); Hautl\u00e4sionen<\/td>\n<td width=\"36%\"><strong>PCR*: <\/strong>Biopsie (nativ oder mit etwas NaCl), Hautgeschabsel, Gewebe<br \/>\n<strong>Pathohistologie*:<\/strong> Biopsie in Formalin, Blutausstriche (v.a. Boas), Gewebe (v.a. Gehirn, Pankreas und Leber)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\" colspan=\"4\" width=\"100%\"><strong>Bakterien<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong><em>Devriesea agamarum<\/em><\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">meist chronisch proliferative, exsudative und krust\u00f6se Dermatitis (teils schuppig), Cheilitis<\/td>\n<td rowspan=\"3\" width=\"36%\"><strong>Pathohistologie*:<\/strong> Biopsie in Formalin<\/p>\n<p><strong>Zytologie*:<\/strong> Abklatschpr\u00e4parat der Hautl\u00e4sion oder Hautgeschabsel<\/p>\n<p><strong>aerober und anaerober kultureller Nachweis*<\/strong><br \/>\n(<em>Dermatophilus<\/em> und <em>Austwickia<\/em> langsam wachsend, Diagnose ist deshalb erschwert): Abstrich mit Medium; wahlweise auch Biopsie (mit etwas NaCl) oder Hautgeschabsel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong><em>Austwickia chelonae<\/em><\/strong><strong>, <\/strong><strong><em>A. chelonae<\/em><\/strong><strong>-like und (fr\u00fcher) Dermatophilus-like<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Land- und Wasserschildkr\u00f6ten, Echsen und Schlangen<\/td>\n<td width=\"35%\">Hautl\u00e4sionen; Dissemination in tieferes Gewebe und sp\u00e4tere Granulombildung m\u00f6glich<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong>Andere Spezies (aerob und anaerob)<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">alle Spezies<\/td>\n<td width=\"35%\">Dermatitis, Abszesse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\" colspan=\"4\" width=\"100%\"><strong>Pilze<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong><em>Ophidiomyces ophidiicola<\/em><\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Schlangen<\/td>\n<td width=\"35%\">&#8222;snake fungal disease&#8220; oder Ophidiomykose: krustige Dermatitis<\/td>\n<td rowspan=\"5\" width=\"36%\"><strong>PCR (<em>Ophidiomyces ophidiicola<\/em>*):<\/strong> Abstrich ohne Medium, Biopsie (nativ oder mit etwas NaCl), Hautgeschabsel<\/p>\n<p><strong>Pathohistologie*:<\/strong> Biopsie oder Gewebe in Formalin<\/p>\n<p><strong>Zytologie*:<\/strong> Abklatschpr\u00e4parat der Hautl\u00e4sion oder Hautgeschabsel<\/p>\n<p><strong>Kultur*:<\/strong> Abstrich mit Medium; wahlweise auch Biopsie (mit etwas NaCl) oder Hautgeschabsel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong><em>Nannizziopsis <\/em><\/strong><strong>spp.<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">&#8222;yellow fungus disease&#8220;: krust\u00f6se Dermatitis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong><em>Paranannizziopsis<\/em><\/strong><strong> spp.<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Schlangen und Echsen<\/td>\n<td width=\"35%\">krust\u00f6se Dermatitis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong><em>Emydomyces testavorans<\/em><\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">Schildkr\u00f6ten<\/td>\n<td width=\"35%\">ulzerative Panzerl\u00e4sionen, teils tiefgreifend<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"16%\"><strong>Andere fakultativ pathogene Pilze<\/strong><\/td>\n<td width=\"11%\">versch. Spezies<\/td>\n<td width=\"35%\">Dermatitis<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>*<\/strong>eine von Laboklin angebotene Leistung[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1713956963040{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1713956972745{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1713957313317{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F06%2FLA_Juni_2021_DE_FINAL.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell%2006.2021|target:_blank&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;5\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1713956981000{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1713957002307{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/LA_Juni_2021_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Infekti\u00f6se Hautver\u00e4nderungen bei Reptilien<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reptilien, die als Haustiere gehalten werden, werden in der Praxis h\u00e4ufig aufgrund unterschiedlichster Hautver\u00e4nderungen vorgestellt. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1323924,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[272,476],"tags":[],"class_list":["post-1337089","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-aktuell-2021-de-at","category-laboklin-voegel-reptilien-de-at","category-272","category-476","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1337089"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337089\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1497812,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337089\/revisions\/1497812"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1323924"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1337089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1337089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1337089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}