{"id":1337058,"date":"2021-07-19T09:24:38","date_gmt":"2021-07-19T07:24:38","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/ausgewaehlte-infektionskrankheiten-beim-kaninchen-was-ist-machbar-was-ist-wichtig\/"},"modified":"2024-04-24T12:41:16","modified_gmt":"2024-04-24T10:41:16","slug":"ausgewaehlte-infektionskrankheiten-beim-kaninchen-was-ist-machbar-was-ist-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/ausgewaehlte-infektionskrankheiten-beim-kaninchen-was-ist-machbar-was-ist-wichtig\/","title":{"rendered":"Ausgew\u00e4hlte Infektionskrankheiten beim Kaninchen \u2013 was ist machbar, was ist wichtig?"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Die Diagnose von Infektionskrankheiten bei Kaninchen ist nicht immer einfach. Zum einen zeigen Kaninchen erst sp\u00e4t klinische Symptome und zum anderen werden sie dem Tierarzt oft zeitverz\u00f6gert vorgestellt. Gerade die Aufarbeitung von Infektionskrankheiten mit unspezifischen Krankheitssymptomen stellt den Praktiker vor eine Herausforderung. Der erste Schritt ist die ausf\u00fchrliche Anamnese. Hierbei sollten Haltung (Einzel- oder Gruppenhaltung), Alter, Impfstatus und besondere Ereignisse erfragt werden. Eine umfassende klinische Untersuchung und eine allgemeine Blutuntersuchung sind genauso essentiell wie die labordiagnostische Abkl\u00e4rung der Infektion selbst. Probenmaterial und Nachweisverfahren sind abh\u00e4ngig von der vermuteten Infektion.<\/p>\n<p>Im Folgenden werden einige ausgew\u00e4hlte Infektionskrankheiten mit unspezifischen, respiratorischen und\/oder vorwiegend gastrointestinalen Symptomen n\u00e4her beleuchtet. Die wichtigsten Fakten sind der besseren \u00dcbersicht halber tabellarisch dargestellt.<\/p>\n<p><strong><u>Infektionen mit unspezifischen Symptomen<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Bei Patienten mit unspezifischen Symptomen wie Apathie, Lethargie und Anorexie oder bei pl\u00f6tzlichen Todesf\u00e4llen ist es oft schwierig, diese direkt mit einem spezifischen Infektionserreger in Verbindung zu bringen. Typische letal verlaufende Infektionskrankheiten dieser Kategorie sind die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) und die Tular\u00e4mie.<\/p>\n<p><u>Tular\u00e4mie<\/u><\/p>\n<p>Die Tular\u00e4mie ist zwar selten, aktuelle F\u00e4lle in Deutschland und ihr zoonotisches Potential r\u00fccken sie aber immer wieder ins Rampenlicht. Bei der Tular\u00e4mie, auch \u201eHasenpest\u201c genannt, handelt es sich um eine meldepflichtige bakterielle Zoonose (Erreger <em>Francisella tularensis<\/em>). Reservoir in Deutschland sind v.a. Feldhasen. Kaninchen, Nagetiere, Eichh\u00f6rnchen und Wildwiederk\u00e4uer k\u00f6nnen aber ebenfalls infiziert sein.<\/p>\n<p>Trotz der niedrigen Inzidenz bei Menschen (17 \u2013 72 F\u00e4lle pro Jahr in Deutschland [1]) ist die Tular\u00e4mie auch beim Menschen meldepflichtig (\u00a77 Abs. 1 IfSG) und gilt als Berufskrankheit von J\u00e4gern und Personen, die mit Hasen handeln oder diese zu Lebensmitteln verarbeiten [1]. Wegen der geringen infekti\u00f6sen Dosis von 10 \u2013 50 (!) Erregern, des teilweise schweren Verlaufs und der guten Heilungschancen bei fr\u00fchzeitigem Therapiebeginn beim Menschen sollte bei Verdacht zeitnah ein Nachweis durchgef\u00fchrt werden. Die Infektion des Menschen erfolgt oronasal, konjunktival oder \u00fcber Haut- oder Schleimhautverletzungen. Quellen sind das Ausnehmen des Schlachtk\u00f6rpers, kontaminierte, unzureichend erhitzte Lebensmittel, kontaminiertes Wasser, Aerosole sowie Stiche\/Bisse von Arthropoden (Zecken, M\u00fccken, Bremsen). Zu den typischen klinischen Symptomen beim Menschen geh\u00f6ren: unspezifische, grippeartige Symptome, Hautulzerationen, Lymphknotenschwellung und -vereiterung, Fieber, Bindehautentz\u00fcndung und Lungenentz\u00fcndung. Eine Therapie mit Aminoglykosiden, Fluorchinolonen, Tetracyclinen, Chloramphenicol oder Rifampicin wird empfohlen [2]. Zur Prophylaxe beim Menschen geh\u00f6rt: Vermeiden von ungesch\u00fctztem Kontakt zu Wildtieren, Einhalten der Arbeitshygiene bei Umgang mit erkrankten oder toten Wildtieren und Wildbret, Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tabelle 1:<\/strong> Steckbrief Tular\u00e4mie bei Kaninchen und Hasen [1, 3 \u2013 5]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"#e51e1e\">\n<td width=\"113\"><strong>Tular\u00e4mie<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\"><strong>Daten und Fakten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Erreger<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li><em>Francisella tularensis<\/em>, Fam. <em>Francisellaceae<\/em> (y-Proteobakterien)<\/li>\n<li>gramnegatives, unbewegliches, pleomorphes St\u00e4bchenbakterium<\/li>\n<li>Wirtsspektrum: v.a. Hasen (Reservoir: Nagetiere u.a.);<br \/>\n<strong>Zoonose! Meldepflichtig!<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Ansteckung<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">IKZ: 3 \u2013 5 (14) Tage [2, 3]<\/p>\n<ul>\n<li>Stechinsekten, Zecken<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Ausscheidung<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Sekrete und Exkrete<\/li>\n<li>Vektor: Zecken (Beherbergung \u00fcber Monate, Erregervermehrung und transovarielle \u00dcbertragung [4]), Bremsen, M\u00fccken<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Klinik<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\"><u>mild \u2013 letal <\/u><\/p>\n<ul>\n<li>akuter Verlauf: Apathie, Fieber, Tachypnoe, Fellstr\u00e4uben, Verlust der Scheu, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen, Dyspnoe, Sepsis [1]<\/li>\n<li>chronischer Verlauf: Abmagerung, Milz-, Leberabszesse [5]<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Verlauf<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>\u00a0mild bis schwer (t\u00f6dlich), Verenden meist nach 2 \u2013 13 d durch Sepsis<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Diagnose<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Verdacht: Klinik und Vorbericht: Kontakt zum \u201eWildtier\u201c<\/li>\n<li><strong style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">direkter Erregernachweis mittels PCR: <\/strong>EDTA-Blut, Abstrich, Lymphknoten, Milz<\/li>\n<li>pathologische Untersuchung<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Therapie<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">keine, T\u00f6tung !<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Prophylaxe<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>hohe Tenazit\u00e4t (0 \u2013 10 \u00b0C: Wochen, &lt; 0 \u00b0C: Monate)<\/li>\n<li>leicht abzut\u00f6ten mit bakteriziden Desinfektionsmitteln (RKI-, VAH-Liste)<\/li>\n<li>in Europa ist kein Impfstoff zugelassen<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Infektionen mit respiratorischen Symptomen<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Respiratorische Symptome, wie Niesen, Husten, Nasen- und Augenausfluss und v.a. Dyspnoe, entstehen bei St\u00f6rungen im oberen und\/oder unteren Respirationstrakt und entz\u00fcndlichen Ver\u00e4nderungen im nicht-respiratorischen Bereich, die den Gasaustausch st\u00f6ren. Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig. Neben kardiologischen, traumatischen, degenerativen und\/oder neoplastischen Ver\u00e4nderungen sind Infektionen urs\u00e4chlich am h\u00e4ufigsten.<\/p>\n<p><u>Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi) <\/u><\/p>\n<p>Schnupfen bei Kaninchen z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten Vorstellungsgr\u00fcnden in der Praxis. Unter \u201eKaninchenschnupfen\u201c versteht man eine weltweit verbreitete, altersunabh\u00e4ngige, vorwiegend bakterielle Mischinfektion in den oberen und teilweise unteren Atemwegen. Viele Kaninchen sind asymptomatische Tr\u00e4ger. In Phasen von Immunsuppression, ausgel\u00f6st durch Stress oder andere Grundkrankheiten, kann es zur klinischen Manifestation kommen. Neben \u00c4nderungen in der Haltung und unzureichenden Haltungsbedingungen k\u00f6nnen auch rassebedingte Faktoren, wie Kurzk\u00f6pfigkeit, zu einer erh\u00f6hten Inzidenz f\u00fchren [6].<\/p>\n<p><em>Pasteurella (P.) multocida <\/em>und<em> Bordetella (B.) bronchiseptica<\/em> zum Beispiel gelten als Miterreger des Kaninchenschnupfens, sind aber ebenso wie Mykoplasmen [7,8] v.a. auch im oberen Respirationstrakt von gesunden Kaninchen zu finden [16]. Infektionen mit <em>P. multocida <\/em>f\u00fchren klassischerweise zu Rhinitis mit mukopurulentem Nasenausfluss, k\u00f6nnen sich aber auch in Otitis, Konjunktivitis, Pneumonie, Abszessen, Genitalinfektionen und Septik\u00e4mien \u00e4u\u00dfern [9]. Aufgrund des weiten Wirtsspektrums wird sowohl <em>P. multocida<\/em> als auch <em>B. bronchiseptica<\/em> ein gewisses zoonotisches Potential zugesprochen und somit ein gewisses Risiko f\u00fcr immunsupprimierte Menschen oder Kinder [10, 11].<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tabelle 2:<\/strong> Steckbrief Kaninchenschnupfen [6 \u2013 7, 12 \u2013 13]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"#e51e1e\">\n<td width=\"113\"><strong>Kaninchen-schnupfen<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\"><strong>Daten und Fakten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Erreger<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">vielf\u00e4ltig, je nach Bestand und Haltung:<\/p>\n<ul>\n<li>Hein et al. 2021: 32 % <em>Pasteurellaceae<\/em>, 28 % <em>Enterobacteriaceae<\/em>, 13 % <em>Pseudomonaceae, <\/em>12 % <em>Staphylococcaceae<\/em>. [12]<\/li>\n<li>Villa et al. 2001: 43 % <em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Mycoplasma <\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">spp., 39 % <\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Bordetella bronchiseptica<\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">, 14 % <\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Pasteurella multocida, <\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">14 % <\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Chlamydia<\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\"> spp., <\/span>10 % <em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Staphylococcus aureus, <\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">6 % <\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Escherichia coli <\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">[7]<\/span><\/li>\n<li>Rougier et al. 2006: 55 % <em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Pasteurella multocida<\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">, 52 % <\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Bordetella bronchiseptica<\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">, 28 % <\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Pseudomonas <\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">spp., 17 % <\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Staphylococcus <\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">spp. [13]<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Ansteckung<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>oronasal, aerogen<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Ausscheidung<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>respiratorische Sekrete<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Klinik<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>ein- oder beidseitiger nasaler Stridor; Niesen; w\u00e4ssriger, sp\u00e4ter mukopurulenter Nasenausfluss; verklebte Vorderl\u00e4ufe; mehr oder weniger starke Dyspnoe<\/li>\n<li>Abflussst\u00f6rungen und aufsteigende Infektionen \u2192 Konjunktivitis, Otitis media\/interna z.T. mit Vestibularsyndrom [14]; Enzephalitis<\/li>\n<li>schwere Verl\u00e4ufe \u2192\u00a0 Pneumonie und Sepsis<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Verlauf<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>je nach Erreger mild bis schwer<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Diagnose<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Nasensp\u00fclprobe\n<ul>\n<li>aus den tiefen Anteilen der oberen Atemwegen (um Kontamination mit Darm-\/Umgebungskeinem zu vermeiden)<\/li>\n<li>Nasenspiegel mit alkoholgetr\u00e4nktem Tupfer reinigen<\/li>\n<li>Sp\u00fclprobenentnahme mit physiologischer Kochsalzl\u00f6sung mittels 2- bis 3-ml-Spritze und aufgesetzter Braun\u00fcle<\/li>\n<li>Tr\u00e4nen-Nasen-Kanal-Sp\u00fclprobe bei Dacryocystitis<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">bakteriologische Untersuchung <\/strong>Sp\u00fclprobe\/Tupfer in R\u00f6hrchen mit Medium<\/li>\n<li><strong style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">PCR <\/strong><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">(<\/span><em style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Mycoplasmen<\/em><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\"> spp.) Sp\u00fclprobe in sterilem Schraubr\u00f6hrchen ohne Medium<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Therapie<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>nach Erreger\/Antibiogramm, Mukolyse, Immunstimulation<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Prophylaxe<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Optimierung von Haltung und Haltungsbedingungen (zu trockene Luft durch Heizungsw\u00e4rme im Winter, Zugluft, mangelnde Hygiene) [6]<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Infektionen mit gastrointestinalen Symptomen<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Durchfall stellt beim Kaninchen ein h\u00e4ufiges Problem dar. Oftmals handelt es sich neben di\u00e4tischen Ursachen um Infektionen mit Endoparasiten. Neben Anamnese und klinischer Untersuchung ist die Kotuntersuchung unerl\u00e4sslich zur Aufarbeitung!<\/p>\n<p><u>Kokzidiose<\/u><\/p>\n<p>Die Kokzidiose ist eine durch Protozoen bedingte Infektion, die v.a. bei Jungtieren zum Teil mit hohen Mortalit\u00e4tsraten einhergeht (s. Tab. 3).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tabelle 3:<\/strong> Steckbrief Kokzidiose [15, 16]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"#e51e1e\">\n<td width=\"113\"><strong>Kokzidiose<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\"><strong>Daten und Fakten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Erreger<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Gattung <em>Eimeria (E.)<\/em>, Protozoen<\/li>\n<li>Darmkokzidiose: \u00fcber 25 verschiedene <em>Eimeria<\/em>-Arten, v.a. <em>E. intestinalis, E. magna, E. media, E. perforans <\/em>[15, 16]<\/li>\n<li>Leber-\/Gallengangskokzidiose: <em>Eimeria stiedai<\/em><\/li>\n<li>wirtsspezifische und unspezifische Arten<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Ansteckung<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>perorale Aufnahme der Oozysten (kontaminiertes Wasser, Futter)<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Ausscheidung<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>enteral (intrazellul\u00e4re Vermehrung in Darmschleimhaut)<\/li>\n<li>Adulte oft monatelange Dauerausscheider<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Klinik<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Darmkokzidiose: v.a. Caecumtympanie; w\u00e4ssriger, \u00fcbelriechender Durchfall; Inappetenz; Apathie [15]<\/li>\n<li>Gallengangskokzidiose: Hepatopathie, Abgeschlagenheit, reduzierte Futteraufnahme, Durchfall oder Verstopfung, Aszites, Ikterus<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Verlauf<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>seuchenhaft, hohe Mortalit\u00e4t (v.a. Jungtiere), abh\u00e4ngig von Infektionsdosis, Pathogenit\u00e4t und individueller Konstitution<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Diagnose<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li><strong>Kotuntersuchung: <\/strong>mikroskopisch (nativ, Flotation)<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Therapie<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Sulfonamide, Toltrazuril (nicht f\u00fcr Kleins\u00e4uger zugelassen)<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"113\"><strong>Prophylaxe<\/strong><\/td>\n<td width=\"491\">\n<ul>\n<li>Oozysten bleiben nach Sporulation in Au\u00dfenwelt monatelang infekti\u00f6s<\/li>\n<li>wiederholte gr\u00fcndliche Reinigung und Desinfektion der Umgebung [6]<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Helminthosen<\/u><\/p>\n<p>Wurmbefall kommt beim Kaninchen mitunter vor. Von Relevanz f\u00fcr Kaninchen sind vor allem Nematoden (Rund-\/Fadenw\u00fcrmer). Selten bei Wildkaninchen und noch viel seltener bei Hauskaninchen sind Zestoden. Ein Nachweis erfolgt durch mikroskopische Kotuntersuchung nativ und nach Flotation \u2013 bei Verdacht auf Trematodenlarven auch nach Sedimentation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tabelle 4:<\/strong> Steckbrief Helminthosen des Kaninchens [15]<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr style=\"color: #ffffff;\" bgcolor=\"#e51e1e\">\n<td width=\"115\"><strong>Helminthose<\/strong><\/td>\n<td width=\"489\"><strong>Daten und Fakten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"115\"><strong>Nematoden<\/strong><\/td>\n<td width=\"489\"><strong><em>Passalurus ambiguus <\/em><\/strong><strong>(\u201ePfriemenschw\u00e4nze\u201c, Oxyuridose)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>h\u00e4ufig, parasitieren v.a. im Caecum<\/li>\n<li>Larven schl\u00fcpfen noch im Enddarm und sind dann am Anus und\/oder auf dem Kot zu sehen<\/li>\n<li><strong style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Symptome<\/strong><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\"> erst bei hgr. Befall (meist asymptomatisch)<\/span><\/li>\n<li><strong style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Diagnose:<\/strong><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\"> Tesa-Abklatsch vom Anus, Eier im Kot (nativ, Flotation)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Graphidium strigosum <\/em><\/strong><strong>(Magenwurm), <\/strong><strong><em>Trichostrongylus retortaeformis<\/em><\/strong><strong><br \/>\n<em>Strongyloides spp., Trichuris leporis<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>selten, v.a. Jungtiere bei F\u00fctterung von kontaminiertem Gr\u00fcnfutter<\/li>\n<li><strong style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Symptome<\/strong><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">: Apathie, Inappetenz, Enteritiden, schleimig-w\u00e4ssriger Durchfall, Kachexie, subakute bis chronische katarrhalische Darmentz\u00fcndung bei massivem Befall<\/span><\/li>\n<li><strong style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Diagnose<\/strong><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">: Flotation<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"115\"><strong>Zestoden<\/strong><\/td>\n<td width=\"489\"><strong><em>Anaplocephalidae<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>selten beim Wildkaninchen, sehr selten beim Hauskaninchen<\/li>\n<li>Zwischenwirt: Moosmilbe, Hornmilbe, die mit dem Gr\u00fcnfutter aufgenommen wird<\/li>\n<li><strong>Symptome<\/strong> Jungtiere: katarrhalische Enteritis mit Diarrh\u00f6e, Kachexie, Entwicklungsst\u00f6rungen, Obstipation bei hgr. Befall<\/li>\n<li><strong>Diagnose:<\/strong> Flotation<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"115\"><strong>Trematoden<\/strong><\/td>\n<td width=\"489\"><strong><em>Fasciola hepatica <\/em><\/strong><strong>(Gro\u00dfer Leberegel)<\/strong><strong><em>,<br \/>\nDicrocoelium dentriticum <\/em><\/strong><strong>(Lanzettegel)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Rarit\u00e4t, meist ohne Bedeutung<\/li>\n<li>Infektion durch mit Metazerkarien kontaminiertes Gr\u00fcnfutter oder infizierte Ameisen<\/li>\n<li><strong>Symptome Gro\u00dfer Leberegel:<\/strong> Hepatitiden, Cholangitiden, Inappetenz, Kachexie, Ikterus, \u00d6dembildung<\/li>\n<li><strong>Symptome Lanzettegel:<\/strong> unbemerkt, keine klinischen Anzeichen<\/li>\n<li><strong>Diagnose<\/strong><strong>:<\/strong> kombiniertes Sedimentations-Flotations-Verfahren, meist Sektionsbefund<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Infektionskrankheiten beim Kaninchen spielen eine nicht zu untersch\u00e4tzende Rolle. Mit dem Wissen \u00fcber m\u00f6gliche Erreger und entsprechende Nachweise kann die Diagnose zeitnah gestellt und optimal therapiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>J. Liebscher, J. Hein<\/em><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1713955111341{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h5><strong>Literatur:<\/strong><\/h5>\n<h6><span style=\"color: #808080;\"><strong>[1] Bayerisches Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Tular\u00e4mie (auch Hasenpest oder Nagerpest). Im Internet: www.lgl.bayern.de\/tiergesundheit\/tierkrankheiten\/bakterielle_pilzinfektionen\/tularaemie\/index.htm; Stand: 25.11.2020.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[2] Robert-Koch-Institut (RKI). Tular\u00e4mie. Im Internet: www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/T\/Tularaemie\/Tularaemie_node.html; Stand 25.11.2020.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[3] Selbitz HJ. Bakterielle Krankheiten der Tiere. In: Rolle M, Mayr A, Hrsg. Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre. 8. Aufl. Stuttgart: Enke; 2007: 393\u2013558.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[4] Friedrich-L\u00f6ffler-Institut. Tular\u00e4mie. Im Internet: www.fli.de\/de\/institute\/institut-fuer-bakterielle-infektionen-und-zoonosen-ibiz\/referenzlabore\/nrl-fuer-tularaemie\/; Stand 25.11.2020<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[5] Openagrar. Steckbrief Tular\u00e4mie. Online: Im Internet: www.openagrar.de\/servlets\/MCRFileNodeServlet\/openagrar_derivate_00023755\/Steckbrief_Tularaemie_2019_10_21.pdf; Stand 25.11.2020.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[6] M\u00fcller K, Schall H. Kaninchen. In: Gabrisch K, Zwart P. Krankheiten der Heimtiere. Hrsg.\u00a0 Fehr M, Sassenburg L, Zwart P., 8. Aufl. Schl\u00fctersche: Hannover; 2015: 1\u201356.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[7] Villa A, Gracia E, Fernandez A et al. Detection of mycoplasma in the lungs of rabbits with respiratory disease. Vet Rec 2001; 148 (25): 788-789.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[8] Deeb B, Kenny GE. Characterization of <em>Mycoplasma pulmonis.<\/em> Variants isolated from rabbits I. Identification and properties of isolates. J Bacteriol 1967; 93 (4): 1416\u20131424.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[9] Deeb BJ, Di Giacomo RF, Bernard BL et al<em>. Pasteurella multocida<\/em> and <em>Bordetella bronchiseptica<\/em> Infections in Rabbits. J Clin Mircrobiol 1990; 28 (1): 70\u201375.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[10] Ferreira TSP, Felizardo MR, Sena de Gobbi DD et al. Virulence genes and antimicrobial resistance profile of <em>Pasteurella multocida<\/em> strains isolated from rabbits in Brazil. Scient World J 2012; Article ID 685028. https:\/\/doi.org\/10.1100\/2012\/685028<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[11] Wang J, Sun S, Chen Y et al. Characterization of <em>Bordetella bronchiseptica<\/em> isolated from rabbits in Fujian, China. Epidemiol Infect 2020; 148: 1\u20135.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[12] Hein J, Maier H, Meyer C. Kaninchennasen \u2013 Keimspektrum allgemein und Resistenzverhalten von <em>Pasteurella<\/em> spp. Poster-Abstract. 3. DVG Thementagung Kleins\u00e4uger, 23. \u201324.01.2021 online. Abstract Kleintierpraxis 2021; 66; 312.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[13] Rougier S, Galland D, Bouncer S et al. Epidemiology and susceptibility of pathogenetic bacteria responsible for upper respiratory tract infections in pet rabbits. Vet Microbiol. 2006; 115 (1\u20133): 192\u2013198. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.vetmic.2006.02.003<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[14] Hein J. Tierartspezifische Verdauungsphysiologie und Durchfallursachen. In: Hein J, Hrsg. Durchfallerkrankungen bei Kleins\u00e4ugern. Hannover: Schl\u00fctersche; 2017: 33-91.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[15] Beck W, Panchev N. Parasitosen des Kaninchens. In: Beck W, Panchev N, Hrsg. Praktische Parasitologie bei Heimtieren. 2. Aufl. Hannover: Schl\u00fctersche; 2013: 1-30.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"><strong>[16] Redrobe SP, Gakos G, Elliot SC et al. Comparsion of toltrazuril and sulphadimethoxine in the treatment of intestinal coccidiosis in pet rabbits. Vet Rec. 2010; 167 (8): 287\u2013290.<\/strong><\/span><\/h6>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; gap=&#8220;10&#8243; equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1713954856102{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1713954865225{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_icon icon_fontawesome=&#8220;fas fa-file-pdf&#8220; color=&#8220;custom&#8220; size=&#8220;xl&#8220; align=&#8220;center&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1713955273509{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220; custom_color=&#8220;#e51e1e&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Flaboklin.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F07%2FLA_Juli_2021_DE_FINAL.pdf|title:LABOKLIN%20aktuell%2007.2021|target:_blank&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;5\/6&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1713954876163{background-color: #e7e7e7 !important;}&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1713954902732{margin-top: 20px !important;margin-bottom: 20px !important;}&#8220;]<a href=\"https:\/\/laboklin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/LA_Juli_2021_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Ausgew\u00e4hlte Infektionskrankheiten beim Kaninchen \u2013<br \/>\nwas ist machbar, was ist wichtig?<\/strong><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Diagnose von Infektionskrankheiten bei Kaninchen ist nicht immer einfach&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1324164,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"categories":[272],"tags":[],"class_list":["post-1337058","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-laboklin-aktuell-2021-de-at","category-272","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337058","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1337058"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337058\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1471921,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1337058\/revisions\/1471921"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1324164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1337058"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1337058"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1337058"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}