{"id":1334116,"date":"2020-07-06T11:53:44","date_gmt":"2020-07-06T09:53:44","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/fachinformationen\/praeanalytik\/blut-plasma-serumproben\/"},"modified":"2025-01-09T13:46:11","modified_gmt":"2025-01-09T12:46:11","slug":"blut-plasma-serumproben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/fachinformationen\/praeanalytik\/blut-plasma-serumproben\/","title":{"rendered":"Blut-, Plasma-, Serumproben"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_tta_tour style=&#8220;modern&#8220; shape=&#8220;square&#8220; active_section=&#8220;1&#8243;][vc_tta_section title=&#8220;Patientenvorbereitung&#8220; tab_id=&#8220;1581887762168-425b7db1-c4e02de7-add4&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Vor der Blutentnahme sollte der Patient in der Regel 10 &#8211; 12 Stunden keine Nahrung aufgenommen haben, sofern das die Physiologie der betreffenden Tierart zul\u00e4sst. Fehlerhafte Resultate sind sonst insbesondere bei Cholesterin, Glucose und TLI zu erwarten. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Parameter wie \u03b1-Amylase, ALT, AST, Bilirubin, Protein (Gesamt-Eiwei\u00df), Triglyceride, Serum-Gallens\u00e4uren, Harnstoff, Leukozyten und Calcium beeinflusst werden.<\/p>\n<p>Beim Pferd, bei den Wiederk\u00e4uern, den Neuweltkamelen sowie bei den Kleins\u00e4ugern ist l\u00e4ngeres Hungern nicht zu empfehlen und N\u00fcchtern-Blutproben sind nicht \u00fcblich. Pferde sollten bei speziellen Fragestellungen (z.B. Insulin und Glucose zur Abkl\u00e4rung des equinen metabolischen Syndroms) 4 \u2013 6 Stunden vor der Blutentnahme kein Kraftfutter, keinen Hafer und keinen Weidegang bekommen, d\u00fcrfen aber weiterhin Heu fressen. Frettchen sollten im Rahmen der Insulinomdiagnostik maximal 2 bis 4 Stunden n\u00fcchtern sein.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Es ist anzuraten, den Tierbesitzer \u00fcber den Einfluss von k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t bzw. Stress auf die Ergebnisse einer Blutuntersuchung zu informieren. Besonders die Enzyme der Muskulatur wie CK, LDH und AST k\u00f6nnen nach k\u00f6rperlicher Anstrengung vermehrt im Serum nachgewiesen werden. Zus\u00e4tzlich sind auch bei Glucose und Lactat erh\u00f6hte Serumwerte zu erwarten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Vor allen Allergietests einschlie\u00dflich der Futtermitteltests sollten Kortikosteroide abgesetzt werden. Dabei werden folgende Absetzfristen empfohlen:<\/p>\n<p>&#8211; Lokale\/topische Kortikosteroide: 2 &#8211; 4 Wochen<br \/>\n&#8211; Orale Kortikosteroide (z.B. Prednisolon): bis zu 8 Wochen<br \/>\n&#8211; Depotkortison-Pr\u00e4parate (z.B. Voren\u00ae): bis zu 3 Monate<\/p>\n<p>K\u00f6nnen diese Fristen nicht eingehalten werden, sind falsch-negative Ergebnisse m\u00f6glich. Bei einem positiven Ergebnis muss die Reaktionsklasse unter Ber\u00fccksichtigung der vorherigen Kortisongabe bewertet werden.<br \/>\nBitte beachten Sie, dass auch andere juckreizunterdr\u00fcckende Medikamente einen negativen Einfluss auf den Allergietest haben k\u00f6nnen, unser Allergieteam ber\u00e4t Sie gerne dazu.<\/p>\n<p>Allergietests sollten innerhalb der Saison bzw. am Ende der Saison und fr\u00fchestens einen Monat nach Auftreten der Symptome durchgef\u00fchrt werden, da der Test au\u00dferhalb der Saison falsch-negativ ausfallen kann.[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Welche Probe?&#8220; tab_id=&#8220;1581887762192-7e387ca9-50822de7-add4&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Das f\u00fcr die gew\u00fcnschte Untersuchung entsprechende Material (Blut, Serum, Plasma) ist den Leistungsbeschreibungen bzw. dem Untersuchungsantrag zu entnehmen.<\/p>\n<p>Zur Kennzeichnung der Probe geh\u00f6rt auch die Angabe der Probenart.<\/p>\n<h3>Vollblutproben<\/h3>\n<h5><strong>EDTA-Blut (EB)<\/strong><\/h5>\n<p>F\u00fcr die Erstellung eines<strong> Blutbildes<\/strong> ist bei S\u00e4ugetieren EDTA-Blut das geeignetste Material (beim Vogel und Reptil dagegen Heparin-Blut, s.u.). Da die Zellen in der Probe nicht stabil sind, sollten EDTA-Proben f\u00fcr h\u00e4matologische Untersuchungen nicht \u00e4lter als 48 Stunden sein. F\u00fcr die <strong>serologische Untersuchung der Blutgruppe<\/strong> ist ebenfalls EDTA-Vollblut notwendig.<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten PCR-Analysen und genetischen Tests ist EDTA-Blut erforderlich.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bestimmung gewisser Parameter wie ACTHCPSE,\u00a0 (Prostata), Normetanephrin\/Metanephrin-Quotient, Parathormon-related Protein*, Taurin oder pro-BNP kann nur zeitnah abzentrifugiertes und gek\u00fchltes EDTA-Plasma verwendet werden, um verl\u00e4ssliche Werte zu erhalten.<\/p>\n<h5><strong>Heparin-Blut (HB)<\/strong><\/h5>\n<p>Zur Gewinnung von Heparin-Proben stehen Lithium-Heparin (LiHep)-R\u00f6hrchen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Bei <strong>Vogel<\/strong> und <strong>Reptil<\/strong> sollte grunds\u00e4tzlich Lithium-Heparin-Blut f\u00fcr die Erstellung eines Blutbildes verwendet werden.<\/p>\n<p>Beim <strong>Kleins\u00e4uger<\/strong>, <strong>Reptil<\/strong> und <strong>Vogel<\/strong> eignen sich wegen der oft nur geringen Blutmenge Lithium-Heparin-R\u00f6hrchen besonders, da sowohl aus Heparin-Vollblut das Blutbild als auch aus Heparin-Plasma die klinisch-chemischen Parameter sowie T4 bestimmt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die PCR sollte Lithium-Heparin-Vollblut nur in Ausnahmef\u00e4llen verwendet werden, da Lithium-Heparin die <strong>PCR inhibieren kann<\/strong> und dadurch falsch-negative Ergebnisse m\u00f6glich sind.<\/p>\n<h5><strong>Citrat-Blut (CB)<\/strong><\/h5>\n<p>F\u00fcr die Bestimmung von <strong>Gerinnungsparametern<\/strong> sollten nur die entsprechenden Citratr\u00f6hrchen benutzt werden, wobei deren Haltbarkeit f\u00fcr eine korrekte Bestimmung nicht \u00fcberschritten werden darf. Ebenso ist das exakte Mischverh\u00e4ltnis von 1 : 10 (1 Teil Citrat + 9 Teile Blut) notwendig.<\/p>\n<p>F\u00fcr die korrekte Durchf\u00fchrung von <strong>Thrombozytenfunktionstests<\/strong> ist Citratvollblut notwendig.<\/p>\n<h5><strong>Natrium-Fluorid-Blut (NaFB)<\/strong><\/h5>\n<p>Natrium-Fluorid unterbindet Enzymaktivit\u00e4ten, die zum Abbau von einigen Parametern f\u00fchren. Es sollte f\u00fcr die korrekte Bestimmung von <strong>Glucose<\/strong> oder <strong>Lactat<\/strong> benutzt werden.<\/p>\n<p>Auch bei Natrium-Fluorid-R\u00f6hrchen muss der F\u00fcllstand beachtet werden. Beim Kleins\u00e4uger ist aufgrund der geringer zu erwartenden Probenmenge auch die Einsendung von zeitnah abzentrifugiertem und separiertem Serum (nach 30 Minuten) oder Plasma (sofort) m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Plasma<\/h3>\n<p>Probengewinnung in R\u00f6hrchen <strong>mit<\/strong> Gerinnungshemmer (Heparin, EDTA, Citrat)<\/p>\n<p>F\u00fcllmenge: Probenr\u00f6hrchen exakt bis zur Markierung bef\u00fcllen. Zu geringe Mengen k\u00f6nnen ebenso wie zu gro\u00dfe Mengen zu abweichenden Ergebnissen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Kann sofort nach der Entnahme zentrifugiert werden (10 min, 2000 g). \u00dcberstand abpipettieren und in ein unbeschichtetes Probengef\u00e4\u00df \u00fcberf\u00fchren und Probengef\u00e4\u00df unter Angabe des Probenmaterials beschriften oder passenden Barcodeaufkleber verwenden.<\/p>\n<p>Achtung: Die Zus\u00e4tze limitieren die Analysem\u00f6glichkeiten!<\/p>\n<p><strong>Heparin-Plasma (HP)<\/strong> wird f\u00fcr viele klinisch-chemische Untersuchungen ben\u00f6tigt. HP kann nicht f\u00fcr Agglutinationstests verwendet werden.<\/p>\n<p>Das Gewinnen von <strong>EDTA-Plasma (EP)<\/strong> f\u00fcr klinisch-chemische und\/oder serologische Parameter sollte nur in Ausnahmef\u00e4llen geschehen, da EDTA die Messung einzelner Parameter wie z.B. Calcium, Magnesium und AP durch verschiedene Mechanismen st\u00f6ren kann. Ebenso ist aus EDTA-Plasma Kalium nicht bestimmbar, da das EDTA als K-EDTA zugesetzt wird.<\/p>\n<p>Einige Gerinnungsparameter k\u00f6nnen nur aus <strong>Citratplasma (CP)<\/strong> analysiert werden. Die Durchf\u00fchrung von Thrombozytenfunktionstests aus abzentrifugiertem Citratplasma ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Serum<\/h3>\n<p>Probengewinnung in R\u00f6hrchen <strong>ohne<\/strong> Gerinnungshemmer<\/p>\n<p>30 &#8211; 60 min stehen lassen, 10 min bei 2000 g zentrifugieren, \u00dcberstand abpipettieren und in ein unbeschichtetes Probengef\u00e4\u00df \u00fcberf\u00fchren und Probengef\u00e4\u00df beschriften.<\/p>\n<p>F\u00fcr die korrekte Bestimmung einzelner Parameter sollte ausschlie\u00dflich Serum verwendet werden (siehe detaillierte Beschreibung bei den einzelnen Parametern).<\/p>\n<p>Das Einsenden von nicht abzentrifugierten Proben sollte nur in Ausnahmef\u00e4llen (z.B. sehr geringe Probenmenge) erfolgen, da der Transport zu Zellsch\u00e4digung und in der Folge zu einem h\u00e4molytischen Serum f\u00fchren kann.[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;St\u00f6rfaktoren bei der Analyse&#8220; tab_id=&#8220;1584022935815-af26d501-7c432de7-add4&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h5><strong>H\u00e4molyse<\/strong><\/h5>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Unter H\u00e4molyse ist der Austritt intraerythrozyt\u00e4rer Substanzen aufgrund einer Sch\u00e4digung der Zellmembran zu verstehen. Neben Phosphat, Eisen und Kalium ist hier vor allem das H\u00e4moglobin zu nennen. Die durch H\u00e4moglobin auftretende Rotf\u00e4rbung des Serums \/ Plasmas bereitet in erster Linie bei den photometrischen Tests der klinischen Chemie Probleme.<\/p>\n<h5><strong>Lip\u00e4mie<\/strong><\/h5>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Als Lip\u00e4mie wird eine milchigtr\u00fcbe Verf\u00e4rbung von Serum \/ Plasma durch Triglyceride bezeichnet. Sie ist meist f\u00fctterungs- oder stressbedingt. Lip\u00e4mie kann auch infolge endokrinologischer Erkrankungen wie Cushing-Syndrom oder Hypothyreose auftreten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">In lip\u00e4mischen Proben ist die Messung einiger klinischer Parameter wie z.B. Bilirubin h\u00e4ufig erschwert.<\/p>\n<h5><strong>Ikterus<\/strong><\/h5>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Als Ikterus bezeichnet man eine gelbliche Verf\u00e4rbung von Serum \/ Plasma. Der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Anfall von Bilirubin, welcher die Ursache der Gelbverf\u00e4rbung ist, ist in der Regel krankheitsbedingt und nicht beeinflussbar. Bei sehr starkem Ikterus kann es vereinzelt zur Beeinflussung von Parametern kommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Beim Pferd ist die Gelbf\u00e4rbung physiologisch.<div class=\"gap\" style=\"line-height: 20px; height: 20px;\"><\/div>\n<h2><\/h2>\n<table style=\"font-weight: 300;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"110\"><b><strong>St\u00f6rfaktor<\/strong><\/b><\/td>\n<td width=\"284\"><b><strong>Parameter<\/strong><\/b><\/td>\n<td width=\"64\"><b><strong>Wert<\/strong><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">H\u00e4molyse<\/td>\n<td width=\"284\">LDH, HBDH, CK, AST, Bilirubin, Kreatinin, PO4, K, Fe, Fructosamine<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">H\u00e4molyse<\/td>\n<td width=\"284\">Ca, Glucose, Mg<\/td>\n<td width=\"64\">erniedrigt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Lip\u00e4mie<\/td>\n<td width=\"284\">ALT, AST, GLDH, \u03b3-GT, AP, Bilirubin, Kreatinin, H\u00e4moglobin<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Lip\u00e4mie<\/td>\n<td width=\"284\">Amylase, Na, CI, K<\/td>\n<td width=\"64\">erniedrigt<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"font-weight: 300;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"110\"><b><strong>Medikamente<\/strong><\/b><\/td>\n<td width=\"284\"><b><strong>Parameter<\/strong><\/b><\/td>\n<td width=\"64\"><b><strong>Wert<\/strong><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Penicillin G<\/td>\n<td width=\"284\">K<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" width=\"110\">Tetrazykline<\/td>\n<td rowspan=\"1\" width=\"284\">PO4<\/td>\n<td rowspan=\"1\" width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Tetrazykline<\/td>\n<td width=\"284\">K<\/td>\n<td width=\"64\">erniedrigt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Salizylate<\/td>\n<td width=\"284\">CK, AP, Glucose, Na, Gesamt-Eiwei\u00df (Protein)<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Salizylate<\/td>\n<td width=\"284\">K, Ca<\/td>\n<td width=\"64\">erniedrigt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Kortikosteroide<\/td>\n<td width=\"284\">CK, AP, Glucose, Na, Gesamt-Eiwei\u00df (Protein)<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Kortikosteroide<\/td>\n<td width=\"284\">K, Ca<\/td>\n<td width=\"64\">erniedrigt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Phenylbutazon<\/td>\n<td width=\"284\">Ca, Na<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Barbiturate<\/td>\n<td width=\"284\">CK<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"110\">Halothan-Narkose<\/td>\n<td width=\"284\">CK, PO4<\/td>\n<td width=\"64\">erh\u00f6ht<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Besonderheiten&#8220; tab_id=&#8220;1594029369912-8a7ceed9-bab8&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h5><strong>Blutbilder<\/strong><\/h5>\n<ul style=\"font-weight: 300;\">\n<li>EDTA- oder Lithium-Heparin-Blut<\/li>\n<li>Bei der Probenentnahme m\u00f6glichst die ersten 0,5 ml Blut verwerfen, da hier eine erh\u00f6hte Menge Gerinnungsfaktoren enthalten ist oder zuerst Serumprobe entnehmen.<\/li>\n<li>Blut langsam am R\u00f6hrchenrand entlang laufen lassen.<\/li>\n<li>F\u00fcllmenge beachten! M\u00f6glichst bis zur Markierung f\u00fcllen, da bei zu geringer F\u00fcllmenge die Zellmorphologie ver\u00e4ndert sein kann, auf keinen Fall \u00fcberf\u00fcllen, da sonst die Probe gerinnen kann.<\/li>\n<li>Nach Beendigung der Probenentnahme das Probenr\u00f6hrchen vorsichtig schwenken, nicht sch\u00fctteln.<\/li>\n<li>Bei Anforderung von h\u00e4matologischen Untersuchungen sollte neben Vollblut immer ein Blutausstrich mitgeschickt werden.<\/li>\n<li>Blutausstriche nicht im K\u00fchlschrank und nicht in der N\u00e4he von Formalin lagern.<\/li>\n<li>Im Winter frostsicher verpacken, im Sommer evtl. k\u00fchlen.<\/li>\n<li>Aussagekr\u00e4ftige Werte nur bei Proben, die nicht \u00e4lter als 48 Stunden sind.<\/li>\n<li>Tutorial zur Anfertigung eines Blutausstrichs siehe <a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de\/fachinformationen\/video-tutorials\/\">Video-Tutorials<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Klinische Chemie aus Serum oder Heparin-Plasma<\/strong><\/h5>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Ein baldiges Abzentrifugieren f\u00fchrt zu besseren Untersuchungsergebnissen, da die Gefahr der durch den Transport bedingten H\u00e4molyse vermindert ist. Serum sollte allerdings mindestens 30 min stehen, um ein vollst\u00e4ndiges Durchgerinnen der Probe zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Serumproben k\u00f6nnen auch gefroren versendet werden, dann kommen sie gek\u00fchlt im Labor an. Wiederholtes Einfrieren \/ Auftauen sollte jedoch unbedingt vermieden werden.<\/p>\n<h5><strong>Glucose- und Lactatbestimmung<\/strong><\/h5>\n<ul style=\"font-weight: 300;\">\n<li>nur aus Natrium-Fluorid- oder Natrium-Oxalat-Blut oder zeitnah abzentrifugiertem Serum m\u00f6glich<\/li>\n<li><strong>F\u00fcllmenge<\/strong>: Probenr\u00f6hrchen exakt <strong>bis zur Markierung<\/strong> bef\u00fcllen. Zu geringe Mengen k\u00f6nnen ebenso wie zu gro\u00dfe Mengen zu abweichenden Ergebnissen f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Gerinnungsparameter<\/strong><\/h5>\n<ul style=\"font-weight: 300;\">\n<li>Die Bestimmung erfolgt aus Na-Citrat-Plasma, welches aus Citratblut mit einem Mischungsverh\u00e4ltnis von 1:10 (1 Teil Citrat + 9 Teile Blut) gewonnen wird. Das Zentrifugieren sollte zeitnah (&lt; 1 Stunde) in der Praxis erfolgen. F\u00fcr die Untersuchung des Von-Willebrand-Antigens muss dies zwingend sofort nach der Entnahme geschehen. F\u00fcr weitere Hinweise siehe auch im Abschnitt &#8222;Welche Probe?&#8220; unter &#8222;Plasma&#8220; auf dieser Seite.<\/li>\n<li>Werden kommerzielle R\u00f6hrchen mit Citrat-Vorgabe benutzt, so muss vor der Entnahme auf das Verfalldatum geachtet werden, abgelaufene R\u00f6hrchen d\u00fcrfen nicht mehr verwendet werden, da hier mit verf\u00e4lschten Ergebnissen zu rechnen ist. W\u00e4hrend der Entnahme ist <strong>exakt auf die F\u00fcllh\u00f6he zu achten<\/strong> (Markierung auf dem R\u00f6hrchen),<\/li>\n<li>Sind keine kommerziellen R\u00f6hrchen vorhanden, so kann Natriumcitrat 3,13 %ig in einer Spritze vorgelegt werden.<\/li>\n<li>Es d\u00fcrfen keine heparinisierten Kan\u00fclen oder Katheter verwendet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Probengewinnung f\u00fcr Knochenmarkszytologie<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li>Zur Anfertigung der Ausstriche f\u00fcr die zytologische Untersuchung sollte das Material aus der ersten Punktion verwendet werden (Vermeidung von Kontamination mit peripherem Blut).<\/li>\n<li>Die Spritze zur Punktion sollte mit einem Antikoagulans versehen sein. Sp\u00e4testens direkt nach der Punktion sollte das Punktat in ein EDTA-, Lithium-Heparin- oder Citratr\u00f6hrchen gegeben und anschlie\u00dfend gut geschwenkt werden, um Gerinnsel zu vermeiden.<\/li>\n<li>Zur Anfertigung eines Ausstriches wird das Punktat in eine Petri-Schale gegeben und vorsichtig geschwenkt, um die Knochenmarksbr\u00f6ckel zu finden.<\/li>\n<li>Die Br\u00f6ckel werden jeweils auf einen Objekttr\u00e4ger gegeben und vorsichtig ausgestrichen, so dass ein Monolayer entsteht.<\/li>\n<li>Das restliche Punktat wird danach zur\u00fcck in das (mit demselben Gerinnungshemmer benetzte) R\u00f6hrchen gegeben und mit eingesendet.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzlich wird ein R\u00f6hrchen mit peripherem Blut abgenommen, ein Blutausstrich angefertigt und beides ebenfalls ins Labor eingesendet.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Probenmaterial<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li><strong>Zwei Proben derselben Materialart<\/strong> bei Anforderung mehrerer Leistungen sind erforderlich, wenn bei einer der Leistungen Gefrieren oder Luftabschluss erforderlich ist und es sich zugleich um eine Partnerlaborleistung (gekennzeichnet mit *) handelt. So sind z. B. bei Anforderung von ionisiertem Calcium* (Luftabschluss erforderlich und zugleich Partnerlaborleistung) und einem weiteren Parameter aus Serum immer zwei Serum-Proben einzusenden, da eine Serum-Probe unge\u00f6ffnet ans Partnerlabor weitergeleitet wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][\/vc_tta_tour][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_tta_tour style=&#8220;modern&#8220; shape=&#8220;square&#8220; active_section=&#8220;1&#8243;][vc_tta_section title=&#8220;Patientenvorbereitung&#8220; tab_id=&#8220;1581887762168-425b7db1-c4e02de7-add4&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;] Vor der Blutentnahme sollte der Patient in der Regel 10 &#8211; 12 Stunden keine Nahrung aufgenommen haben, sofern das die Physiologie der betreffenden Tierart zul\u00e4sst. Fehlerhafte Resultate sind sonst insbesondere bei Cholesterin, Glucose und TLI zu erwarten. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Parameter wie \u03b1-Amylase, ALT, AST, Bilirubin, Protein (Gesamt-Eiwei\u00df), Triglyceride,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1332673,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"Erfahren Sie alles \u00fcber die Pr\u00e4analytik von Blut-, Plasma- und Serumproben bei LABOKLIN. Wichtige Hinweise zur Patientenvorbereitung und Probenentnahme.","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"class_list":["post-1334116","page","type-page","status-publish","hentry","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1334116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1334116"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1334116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1496881,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1334116\/revisions\/1496881"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1332673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1334116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}