{"id":1332999,"date":"2020-10-16T11:36:27","date_gmt":"2020-10-16T09:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/laboklin.de\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/viren\/rabbit-haemorrhagic-disease-virus-rhdv\/"},"modified":"2024-11-13T13:41:22","modified_gmt":"2024-11-13T12:41:22","slug":"rabbit-haemorrhagic-disease-virus-rhdv","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/viren\/rabbit-haemorrhagic-disease-virus-rhdv\/","title":{"rendered":"Rabbit Haemorrhagic Disease Virus (RHDV)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<h3>Leistungsspektrum<\/h3><div class=\"vc_tta-panels-container\"><div class=\"vc_tta-panels\"><li class=\"menu-item sub-page\"><a href=\"https:\/\/laboklin.de\/de-at\/leistungen\/infektionskrankheiten-erreger-und-antikoerpernachweise\/viren\/rabbit-haemorrhagic-disease-virus-rhdv\/rabbit-haemorrhagic-disease-virus-12-rhdv-12-pcr\/\">Rabbit Haemorrhagic Disease Virus 1+2 (RHDV 1+2) - PCR<\/a><\/li><\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1612015647149{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1715597329952{margin-top: 20px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h3>Allgemeine Informationen<\/h3>\n<p>Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), auch <strong>h\u00e4morrhagische Kaninchenkrankheit<\/strong>, <strong>China\u00adseuche<\/strong> oder <strong>virale Hepatitis<\/strong> der Kaninchen genannt, ist eine hochansteckende Erkrankung der europ\u00e4ischen Kaninchen (Oryctolagus cuniculus). Sie kommt sowohl bei Wild- als auch bei Hauskaninchen vor und verursacht perakute, akute oder subakute Erkrankungen.<\/p>\n<p>RHD wird durch Caliciviren, kleine, unbeh\u00fcllte einzelstr\u00e4ngige RNA-Viren, verursacht. Das Rabbit Haemorrhagic Disease Virus (RHDV) ist mit dem European Brown Hare Syndrome Virus, das eine \u00e4hnliche Erkrankung bei Feldhasen (Lepus spp.) verursacht, eng verwandt. Es gibt mehrere genetisch und serologisch unterschiedliche RHDV-Varianten. Bis 2010 waren sechs verschiedene Genotypen bekannt, die serologisch kreuzreagieren. Diese werden als \u201cklassische\u201d RHDV oder RHDV1 bezeichnet. Ein neuer Serotyp, genannt RHDV2, wurde 2010 erstmals in Frankreich nachgewiesen und hat sich seither in ganz Europa und anderen Teilen der Welt ausgebreitet. Die durch RHDV2 verursachte Erkrankung \u00e4hnelt derjenigen von klassischen RHDV-St\u00e4mmen, ist aber mit einer etwas geringeren (aber extrem variablen) Mortalit\u00e4tsrate assoziiert. RHDV2 kann auch einige Hasenspezies infizieren und infiziert auch, im Gegensatz zu RHDV1, sehr junge Kaninchen.<\/p>\n<p>RHDV\/RHDV1 und RHDV2 werden v.a. oral \u00fcbertragen. Kontaminiertes Gr\u00fcnfutter kann hierbei eine Rolle spielen. Insekten fungieren auch als mechanische Vektoren.<\/p>\n<p>Eine Infektion mit RDHV verl\u00e4uft h\u00e4ufig perakut, betroffene Tiere versterben pl\u00f6tzlich oder innerhalb weniger Tage. Klinisch k\u00f6nnen sich allgemeine Symptome zeigen wie Anorexie und Lethargie, aber auch neurologische Symptome wie Opisthotonus, Erregung, Ataxie oder Paralysen. Konjunktivitis und respiratorische Symptome wie Atemnot und Nasenausfluss (evtl. blutig) werden ebenfalls h\u00e4ufig beobachtet. Eine erh\u00f6hte Blutungsneigung kann in manchen F\u00e4llen beobachtet werden. Die chronische Form der RHD kommt nur bei einer geringen Anzahl von Tieren vor, bei denen sich dann eine Gelbsucht entwickelt.<\/p>\n<p>Pathologisch zeigen sich v.a. Hepatomegalie und Splenomegalie. Histologisch kann bei betroffenen Tieren eine akute, nekrotisierende Hepatitis nachgewiesen werden. Blutungen und Blutstauungen in verschiedenen Organen werden h\u00e4ufig beobachtet.<\/p>\n<p>Neben der klinischen Untersuchung und der Pathohistologie wird RHD v.a. durch den Virusnachweis mit Hilfe der real-time PCR diagnostiziert. Aufgrund der genetischen Unterschiede zwischen den RHDV-St\u00e4mmen m\u00fcssen sowohl RHDV\/RHDV1- als auch RHDV2- spezifische Methoden eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Eine Behandlung ist nicht m\u00f6glich. Prophylaktisch wird eine Impfung empfohlen. Es stehen mehrere Impfstoffe zur Verf\u00fcgung. Dabei ist zu beachten, dass sowohl gegen RHDV\/RHDV1 als auch gegen RHDV2 geimpft werden sollte. Zurzeit werden in Deutschland v.a. RHDV2- F\u00e4lle beobachtet, allerdings kommen klassische RHDV-St\u00e4mme immer noch vor.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1612015647149{margin-top: 30px !important;}&#8220;][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1715597329952{margin-top: 20px !important;}&#8220;] Allgemeine Informationen Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), auch h\u00e4morrhagische Kaninchenkrankheit, China\u00adseuche oder virale Hepatitis der Kaninchen genannt, ist eine hochansteckende Erkrankung der europ\u00e4ischen Kaninchen (Oryctolagus cuniculus). Sie kommt sowohl bei Wild- als auch bei Hauskaninchen vor und verursacht perakute, akute oder subakute Erkrankungen. 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