Entsprechend der humanen Pankreatischen Elastase E1 kann auch beim Hund dieser Parameter aus dem Kot quantitativ mit einer Sensitivität und Spezifität von jeweils 93 % bestimmt werden. Bei der Katze steht uns diese Nachweismethode leider nicht zur Verfügung, da der Test mit monoklonalen Antikörpern arbeitet. Bei der pankreatischen Elastase handelt es sich um ein Pankreas spezifisches Eiweiß, das Darm stabil ist und im Kot nachgewiesen werden kann. Die Konzentration an E1 spiegelt die Sekretionsleistung der Pankreas wieder, sie wird durch eine Substitutionstherapie nicht beeinflusst. Eine diätetisch Vorbereitung, das Absetzen eines Enzympräparates wie bei der Chymotrypsin - Bestimmung oder ein 12 stündiges Nüchtern wie bei der TLI. - Bestimmung ist nicht erforderlich. Hunde mit einer klinisch manifesten EPI weisen Werte unter 10,0 µg/g Kot auf. Auch bei gesunden Hunden mit chronischen Darmerkrankungen können erniedrigte Werte auftreten, da bei sehr wässrigen Kotproben ein Verdünnungseffekt berücksichtigt werden muss. Es sollte bei diesen Hunden eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden. Nach Literaturangaben wiesen Deutsche Schäferhunde niedrigere E1 - Werte auf als Hunde anderer Rassen. Ein Pankreas - Elastase - Wert über 40 µg/g weist einen negativ prädiktiven Wert von an die 100 % auf., d.h. bei Hunden mit einem Pankreas-Elastase-E1-Wert über 40 µg/g kann man die Diagnose einer chronischen Pankreasinsuffizienz weitgehend ausschließen. Ergebnisse
Es wurde in 5162 Kotproben die pankreatische Elastase bestimmt, davon wurden in 9,38 % (n=484) der Proben Werte < 10 µg/g Kot ermittelt, 5,50 % (n=284) wiesen Werte zwischen 10 und 40 µg/g auf, bei 85,12 % (n=4394) der untersuchten Kotproben wurden Werte im angegebenen Normalbereich > 40 µg/g festgestellt. 
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