| Bei einem Vergleich der Verteilung der positiven Proben in den verschiedenen Altersgruppen wird diese Verschiebung besonders deutlich.

Während bei den Tieren unter einem Jahr noch deutlich niedrige Werte vorherrschen, steigen sie bei FIV ab dem zweiten Lebensjahr deutlich an. Bei den Katzen über sechs Jahre liegen sie bei deutlich über 10%, bevor sie dann wieder leicht abfallen. Dies lässt sich dahingehend erklären, dass es in der Regel zur Infektion in den aktiveren Jungkatzenjahren kommt und die Infektion lebenslang persistiert. Auch bei FeLV steigt die Zahl der Infektionen ab dem zweiten Lebensjahr deutlich an, doch fällt die Zahl hier ab dem sechsten Jahr wiederum gleich deutlich ab. Hier spiegelt sich die auch in der Literatur beschriebene „Altersresistenz“ wieder. Ältere Katzen scheinen nicht so empfänglich für eine Infektion zu sein, bzw. machen häufig nur eine transiente Infektion, teilweise ohne Symptomatik durch. Bei einem Vergleich der beiden Infektionserkrankungen wird deutlich, dass bei Katzen unter sechs Jahren eine FeLV-Infektion wahrscheinlicher bei auftreten einiger Symptomatiken, wie z.B. Anämie, Lymphadenopathie, als eine FIV-Infektion ist. Dies verändert sich dann ab dem Alter von sechs Jahren mit einer Verschiebung der Wahrscheinlichkeit zu FIV.
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